Leichtathletikgemeinschaft Erlangen - Laufgruppe



Aktuelles
- Joseph Katib wurde zum Erlanger Sportler 2011 gewählt - herzlichen Glückwunsch!
- Bitte teilt Michael Eure geplanten Wettkämpfe im Winter/Frühjahr mit!

 

29.01.12: Eckental, Bezirks- und Kreiscross-Meisterschaften
Die Eckentaler riefen, und fast alle kamen, nur die Erlanger machten sich diesmal sehr rar (jdenfalls bei den Erwachsenen). Dabei waren die Bedingungen sehr gut: fast ganz freigeräumte Strecke, Temperatur -1° C, wenig Wind, sehr starke Konkurrenz, gute Organisation.
Im Frauenlauf über 4036 m debütierte eine neue LGElerin: Maite Dupuis, eine neu zugezogene und von Jörg Lorenz trainierte Bahnläuferin aus Lyon. Nach ihrem Start setzte sie sich mutig hinter die schnell enteilte Julia Hiller und die Tancic-Zwillinge Adelka und Jelena. Schon bald musste sie aber dem hohen Tempo Tribut zollen und zwei Juniorinnen passieren lassen, hielt dann aber diese Position bis ins Ziel. Mit dem Vizemeistertitel im Bezirk und dem Meistertitel im Kreis gelang ihr bei ihrem Einstand gleich ein hervorragendes Ergebnis. Glückwunsch!
Beim folgenden Männerrennen über 6420m ging es anfangs sehr wuselig zu, denn die Strecke stieß bei 99 Finishern an ihre Grenzen, besonders bei der ersten Runde rund ums Stadion. Die drei LGE-Männer liefen die ganze Zeit fast miteinander. Während Axel und Michael einfach durchkommen wollten, hatte Jörg das Podium seiner neuen AK im Blick. Deshalb überholte er nach den zwei kurzen Eingangsrunden die beiden Vereinskameraden mit einem wilden Zwischenspurt und schloss zum AK-Konkurrenten Harald Ripperger (TSG 08 Roth) auf, der bisher 20-30 m vor ihnen eine eigene Gruppe angeführt hatte. Doch statt gleich vorbeizugehen, hängte er sich erst einmal dran und lief mit dieser Gruppe mit. In der vorletzten Runde probierte Jörg dann einen Antritt, den aber Harald mühelos parieren konnte. Obwohl auch Axel zwischenzeitlich zu Jörg aufgeschlossen hatte und ihn unterstützte, war am Ende gegen Haralds langgezogenen Schlussspurt kein Kraut gewachsen. Der demoralisierte Jörg musste sogar noch einen weiteren M50er vorbeilassen, wurde aber trotzdem Dritter der Bezirksmeisterschaft. Ehrenhalber muss man erwähnen, dass er im Gegensatz zu den meisten anderen Läufern auf der doch recht rutschigen Strecke keine Spikes anhatte!
Axel hatte viel mehr Glück: Ohne große Ambitionen gestartet, war er am Ende überraschend Erster seiner AK und damit erstmals Bezirksmeister! Michael (ebenfalls ohne Spikes) lief die ganze Zeit in Sichtweite hinter den beiden anderen her und war im Ziel froh, nicht allzuviel Rückstand auf sie zu haben. Alle drei Athleten gewannen natürlich den Kreismeistertitel in ihrer AK und als Mannschaft. [Mi]
(Fotos von Jörg Berendth - vielen Dank dafür!!! Weitere hier: Frauenlauf, Männerlauf)

Maité bei ihrer LGE-Premiere

Bezirksmeister Axel


die Spitzengruppe unmittelbar vor Joachims (links) Antritt (km 6,3); schräg vor ihm (blaue Laufkleidung) der spätere Sieger

06.01.12: Kersbach, Dreikönigslauf (12 km)
Nach dem Ausfall wegen Eisregens im vergangenen Jahr konnte die 25. Auflage des traditionellen Laufes in Kersbach ohne Probleme durchgeführt werden. Während die Schülerläufe und der Hobbylauf noch unter Regen- und Graupelschauern litten, kam beim Hauptlauf zeitweise sogar die Sonne heraus.
Gleich nach dem Start bildete sich eine große Spitzengruppe mit mehr als zehn Läufern. Joachim war natürlich auch dort zu finden, auch wenn er mit großem Abstand der älteste von allen war. Zwei Runden lang hielt er sich klug im Hintergrund und genoss den Windschatten, der auf einem Teil der Strecke dringend nötig war. Nach dem Anstieg am Beginn der dritten Runde, also nach reichlich der Hälfte der Strecke, wurde es ihm aber wohl langweilig: Er beschleunigte, setzte sich an die Spitze und zerriss die Gruppe völlig.
Einen Kilometer vor dem Ziel hatte er sich richtig abgesetzt und wurde nur noch von Patrick Weiler (LAC Quelle, MHK) verfolgt, der ca. fünf Meter hinter ihm lief. Obwohl Joachim alles gab, konnte ihn Patrick auf der Schlussgeraden überspurten. Somit musste die Premiere eines M50-Siegers in Kersbach leider verschoben werden! Dabei war der Lauf alles andere als schwach besetzt, aber die zuvor als Favoriten gehandelten Athleten (alle MHK bis max. M35) hatten (bis auf den Sieger) keine Chance gegen Joachim. Glückwunsch und größte Hochachtung vor dieser Leistung!
Jörg und Marco liefen in gebührendem Abstand hinter Joachim her, wobei es Jörg Joachim nachmachte und erst ab der Hälfte beschleunigte, um einen AK-Konkurrenten einzuholen und in Schach zu halten. Dafür wurde er mit dem zweiten Platz in seiner neuen AK M50 belohnt. Marco, der im letzten Jahr fast nicht gestartet war, kam bloß eine halbe Minute nach Jörg ins Ziel und wurde 4. der M35.
Der Hobbylauf hätte heuer einen anderen Namen verdient, denn er wurde von ungewöhnlich vielen schnelleren Athleten bevorzugt. Der Sieger brauchte für die 6 km bei noch deutlich schlechteren Bedingungen (s.o.) nur 19:37 min (3:16 min/km)! Verletzungsbedingt liefen hier auch Gertrud und Michael mit, um dann mit gutem Gewissen beim Hauptlauf zuzuschauen. [Mi]

20.11./04.12./10.12.11: Darmstadt/ Regensburg/ Frankfurt, Crossläufe (10,3/ 5,0/ 8,6 km)
Die ersten Crossläufe im Dezember dienen der Standortbestimmung für die angehende Cross-Saison, die mit ihren Höhepunkten bis zum folgenden März dauert. Cross-Spezialist Joseph startete im Wochenrhythmus in die für ihn wichtige Cross-Saison schon bei vier hochrangigen Crossläufen in Pforzheim, Darmstadt, Regensburg und Frankfurt und war dabei sehr erfolgreich. Eine Woche nach dem Cross in Pforzheim kam der zweite Lauf zum "Deutschen Cross-Cup 2011/12" auf einer 10,3 km langen Strecke auf sandigem Wiesengelände in Darmstadt. Beim Regensburger Nikolaus-Crosslauf entschied sich Joseph für das höhere Tempo auf der 5-km-Strecke und schloss sein Cross-Programm 2011 in Frankfurt am Bornheimer Hang ab.
In Darmstadt setzte sich der Kenianer Philip Kiptoo Rutto nach einem Kilometer ab und gewann am Ende unangefochten. Dahinter war Joseph mit sehr hohem Tempo bis zur Streckenhälfte in einer Siebener-Verfolgergruppe u.a. zusammen mit den besten deutschen Athleten Filmon Ghirmai (Tübingen), Julian Flügel  und Philipp Pflieger (beide Regensburg) sowie Sebastian Hallmann (München). Dann fiel diese Gruppe auseinander, Sebastian ließ abreissen und stieg aus. Filmon setzte sich mit Julian von der nationalen Konkurrenz ab. Joseph lief dahinter mit dem Nationalmannschaftsathleten Philipp und dem Slowenischen 3000m-Hindernisrekordler Bostjan Buc - bis Philipp bei 6.5km davon stürmte. Der starken Schlussrunde von Bostian konnte Joseph nicht entgegnen, wurde aber im Ziel hervorragender Siebter in 34:43 mit nur 1:16 Rückstand auf den überragenden Kenianer Philip Rutto und 44 Sekunden auf den schnellsten Deutschen Filmon. Im Nationalen Vergleich war Joseph damit Vierter, sogar mit über einer halben Minute Vorsprung vor dem deutschen Cross-Mittelstreckenmeister Rico Schwarz (Erfurt).
Beim Nikolauslauf in Regensburg gelang Joseph sogar ein neuer Streckenrekord über 5 km, den er um 38 sec auf 14:44 min verbesserte. Sechs Tage danach hatte Joseph beim Frankfurter Cross (8,6 km) natürlich noch müde Beine und die Spritzigkeit fehlte. Dabei hätte er in Frankfurt gerne seinen Premieren-Sieg aus dem Jahr 2007 wiederholt. Bei den sechs Runden am Bornheimer Hang hatte er es diesmal mit wesentlich stärkerer Konkurrenz zu tun. Selbstbewusst übernahm Joseph trotzdem bald die Führung und setzte sich sogar etwas von seinen Verfolgern ab – unter ihnen der Sieger der zwei Vorjahre Ammouta Younes. Aber er konnte den Spitzenplatz nicht gegen alle starken Verfolger bis ins Ziel behaupten und musste schließlich den Lokalfavoriten und Marathon-Shooting-Star Sören Kah (2:17 Std.) in der fünften Runde passieren lassen, blieb aber vor Ammouta. Damit war Joseph wieder eine Klasse für sich und hat sich jetzt schon eine bemerkenswerte Frühform erarbeitet. In der Serie "Deutscher Cross-Cup“, die Anfang Februar 2012 in Neukirchen abgeschlossen wird, liegt Joseph aussichtsreich auf dem zweiten Platz. [John]

 

03.12.11: Forchheim, Nikolauslauf (10 km)
Die veranstaltenden Nikoläuse konnten sich nicht nur über viele, sondern auch leistungsstarke Teilnehmer freuen. Da war zum einen Gamachu Ararsa Badhane, ein sympathischer 22-jähriger junger Mann aus dem heißen Äthiopien,  der für das Team Icehouse (!) aus Bayreuth startet. Mit dem 20-jährigen Buggaa Rashe (TS Coburg) hatte sich ein weiteres afrikanisches Laufass nachgemeldet. Neben diesen beiden Topläufern ist auch Hans-Joachim besonders hervorzuheben, der wieder einen Klasselauf zeigte - eigentlich "nur, um in Form zu kommen". Mit dem Start setzte Regen und böiger, kalter Wind ein.Bereits auf der Stadionrunde preschte Gamachu  fulminant an die Spitze und verließ mit 80m Vorsprung das Stadion, um die 4 Runden ums Altwasser in Angriff zu nehmen. In dessen Sogwirkung ließ es sich Jean Jacques nicht nehmen, sich zunächst an die Spitze der Verfolger des Führungsduos zu setzen. Dort lag er auch noch nach der 1. Runde knapp vor Joachim, der aber danach den Spieß umdrehte. Im Ziel stellte der 50-jährige dann mit 34:22 min einen Altersklassen-Streckenrekord auf und lag als Gesamtsiebter dabei noch vor fast allen AK-Siegern (nur der M35-Sieger war 5 Sek. vor ihm)! Sieger Gamachu stellte mit 30:50 min sogar einen neuen Streckenrekord auf. Jörg steigerte sich erneut, knackte die 38-Minuten-Grenze und wurde hinter M45-Gewinner Jean Jacques Zweiter. Marco und Peter (3. der M55) komplettierten die LG-Mannschaft, die einen guten dritten Platz belegte. [John]


Jean Jacques führt nach dem Start das Verfolgerfeld an - nicht weit vor Joachim (Foto von Helmut Müller)


Ein historisches Foto: Jörg vor Valentin (rechts im gelben Trikot)!

Gertrud nach der ersten Runde
(weitere Fotos, auch anderer Läufer, hier)
20.11.11: Memmelsdorf, Schlosslauf (10 km)
Für viele fällt dieser Lauf in ihre Jahrespause, aber mancher nutzt ihn trotzdem, um etwas in Form zu bleiben bzw. wieder zu kommen. Zu letzteren gehörte Michael, der die Kurzstrecke über 3,8 km als Trainingslauf ansah und anschließend die Gelegenheit nutzte, die "richtigen" Läufer anzufeuern und zu fotografieren.
Nachdem der Lauf auf einer breiten Straße gestartet worden war, ging es über drei Runden in Richtung Schloss, außen herum, innen kreuz und quer und dann wieder zurück zum Sportplatz. Die Strecke war nicht einfach, wies sie doch immer wieder leichtes Profil und z.T. schwieriger zu laufende Passagen auf (Splitt, Wiesenabschnitte usw.).
Von der LGE waren Jörg und Gertrud am Start. Beide gingen mutig an, und beide mussten mehr oder weniger allein laufen. Jörg bemühte sich vor allem, vor seinem AK-Kollegen Klaus Geus zu bleiben, der aber den Hasen für die spätere Siegerin spielte. Sein Highlight war, dass er zwei Runden lang vor dem Superläufer Valentin Schuhmann lief, der allerdings schon die Kurzstrecke gewonnen hatte, nur entspannt mitjoggte und zwischendurch sogar anhielt, um mit Zuschauern ein Schwätzchen zu halten.. Erst am Beginn der letzten Runde rief er Michael, auf den vor ihm laufenden Jörg zeigend, lachend zu: Den kriege ich noch! Dessen ungeachtet lief Jörg in einer für die Strecke respektablen Zeit ein prima Rennen und gewann souverän seine AK.
Das gelang auch Gertrud mit über 4 min Vorsprung vor der Zweitplatzierten und als Sechste im Gesamteinlauf der Frauen. Glückwunsch! [Mi]
12.11.11: Bad Staffelstein, Staffelberglauf
Was für ein Traumwetter, um den Staffelberg zu stürmen! Das haben sich andere auch gedacht, denn es fuhren nicht (nur) irgendwelche Leute nach Bad Staffelstein, sondern schon ein paar richtige Großkaliber der Szene. Am Start waren auch Jörg und Gertrud, obwohl letztere lieber einen langen Berglauf gehabt hätte als diesen Bergsprint mit 260 Höhenmeter auf 4 km Steckenlänge. Beide haben sich mental gut vorbereitet und waren jeweils mit ihrer (unterschiedlichen) Taktik erfolgreich. Gertrud lief verhalten los und ist an die vor ihr laufenden Teilnehmer gegen Ende immer näher herangekommen. Nach der ersten Rampe (km 3) konnte sie im folgenden, relativ schwach steigenden Stück noch mal zulegen. Im Ziel wurde sie mit dem Sieg in der Klasse W50/55 belohnt. (Wie steil diese 18% der ersten Rampe sind, merkt man erst beim Runterlaufen.) Bei Jörg lief es blendend: Er ist risikoreich die ersten beiden km angegangen und genoss es, mit Werner Dotterweich mithalten zu können. Die erste Rampe bewältigte er, ohne aus dem Rhythmus zu kommen, und legte damit den Grundstein für seine gute Gesamtplatzierung (12.). Die folgenden flacheren 600 m hielt er die hinter ihm Laufenden gut auf Distanz. Freudig schildert Jörg: "Ein Schnaufen hielt mich auf Spannung. Dachte ich doch, der Werner kommt! Nix da, er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fast eine Minute verloren. Das Schnaufen dürfte der Harald Schricker gewesen sein, der normalerweise schon duscht, wenn ich ins Ziel laufe ...". Mit dieser ungeahnten Kraft konnte Jörg seine gute Zeit aus dem Vorjahr (damals "mit Himalaja-Blut in den Adern") nochmals um eine halbe Minute steigern! In der Doppel-Wertungsklasse M40/45 kam er auf den undankbaren 4. Platz, obwohl er sicher einen Preis verdient gehabt hätte. Na, dann eben nächstes Jahr in der M50! [John]

12.11.11: Pforzheim, Sparkassen-Cross
Zum Einstieg in die Cross-Saison startete Joseph Katib auf der Langstrecke in Pforzheim bei dem ersten Lauf zum "Deutschen Cross-Cup 2011/12". Für die gut 8 km lange Strecke war ein Wiesen-Rundkurs über knapp 1200 m nach den gegenwärtigen internationalen Gepflogenheiten für Cross-Läufe gestaltet worden: (fünf) Strohballen, Sandpassagen, zwei eigens aufgeschüttete Hügel und eine mit 3.000 Liter Wasser vermatschte Senke. Außerdem machten es die zahlreichen Kurven schwierig, den richtigen Rhythmus zu finden. Joseph hatte es (wie bereits bei den Augsburger Sheridan Meilen) u.a. mit dem Kenianer Philip Rutto zu tun, dem vielfachen deutschen Meister Arne Gabius, Sven Weyer (DM-Siebter über 10 km in 29:50), dem Schweizer Marcel Bernie und dem bayerischen Topläufer Julian Flügel (LG Regensburg). Philip setzt sich bereits nach einer Runde von Arne und Sven ab. Joseph lief erst in einer weiteren Verfolgergruppe zusammen mit Julian und Marcel. Im mittleren Renndrittel fiel der Erlanger zwar etwas zurück, gab aber auf den letzten zwei der sieben Runden wieder Gas. Dadurch lief Joseph noch von Platz 7 auf 5 vor, knapp hinter Marcel, aber deutlich vor Julian. Und das stellte er später zufrieden fest: nur ca. eine Minute hinter Sieger Philip! [John]

01.11.11: Neustadt/A., Nachtlauf
Auf den Internet-Seiten von Jörg Behrendt und des LAC Fürth ist zu lesen, dass dieser Lauf einer der anspruchsvollsten Läufe in ganz Bayern sei. Das hätte ich mir mal vorher genauer durchlesen sollen. Egal, ich wollte es mal wieder wissen, und es ging gut. Dass es keine Verletzten gab, ist aber eher Zufall. Die Strecke war viel zu schlecht ausgeleuchtet. Und das bei einem gefährlichen Pflaster (Altstadt), im Wege stehenden Autos, plötzlich auftauchenden ungesicherten Pfosten und sehr engen Passagen. Aber zwei LGE-Läufern machte das anscheinend überhaupt nichts aus (wahrscheinlich wegen des Führungsfahrrades): Joseph Katib gewann souverän den Hauptlauf über 10 km in sieben Runden und Jean Jacques den Lauf über 4,3 km auch überlegen (unter 15 min!). Joseph, der zur Zeit von Sieg zu Sieg eilt, hat es leider geschafft, mich auf den sieben Runden bei einem knackigen Anstieg und dementsprechendem Abstieg zu überrunden. Trotzdem bin ich zufrieden. Dank meiner Fastenkur konnte ich die Anstiege förmlich hochschweben; meine unmittelbaren Konkurrenten und auch die Frauen hatten dort keine Chance [Jörg finishte vor der schnellsten Frau]. Immerhin erreichte ich Platz 13 und den Sieg in der AK 45 mit fast einer Minute Vorsprung. Dabei bin ich noch recht verhalten gelaufen, um nicht gleich wieder zu übertreiben. Auf dieser schweren Strecke unter 39 Minuten zu bleiben ist ebenfalls passabel. Das Wichtigste war aber für mich, dass auch am nächsten Morgen meine Probleme (Achillessehne) im normalen Bereich waren. So kann's gerne weitergehen! [Jörg]

16.10.11: Augsburg, Sheridan-Meilen
Joseph Katib bewies bei dem Eliterennen der "Augsburg Sheridanpark Meilen" wieder einmal seine Klasse, sowohl im läuferischen als auch im taktischen Bereich. Das kam auch nicht von ungefähr, hatte er doch schon jahrelang den Vergleich mit der internationalen Laufelite nicht gescheut und dadurch wertvolle Erfahrung gesammelt.
Die Augsburger Veranstalter hatten sich zu ihrem diesjährigen Event etwas besonderes ausgedacht: Zwölf eingeladene Eliteläufer mussten auf einer ca. ein Kilometer langen Runde im Ausscheidungsverfahren wetteifern, d.h. pro Runde schied derjenige aus, der an letzter Stelle lag - "last man out". Das Starterfeld umfasste zwei Kenianer und zehn Deutsche, überwiegend aus Bayern. Von den zwei Afrikanern war Philip Rutto aufgrund seiner läuferischen Qualität praktisch unschlagbar (hat 28 min über 10 km stehen). Unter den anderen Startern waren mehrere aktuelle bayerische Meister vertreten: Tobias Gröbl war als Doppelmeister (Meister im Cross und auf 10 km Straße) klar stärker einzuschätzen als Joseph (10.000 m), und auch Heiko Middelhoff (5000 m) und Maximilian Meingast (Halbmarathon) waren zu beachten.

Revanche geglückt: Joseph überholt Tobias
In der ersten (sehr schnellen) Runde setzte sich Joseph zwar gleich an die dritte Stelle, lief aber dennoch kraftsparend, denn er folgte nicht den mit Abstand führenden Philip und Tobias. Gegen Ende der dritten Runde holte Joseph den Zweitplatzierten Tobias ein, der sich offensichtlich mit seinem Anfangstempo übernommen hatte, und lief sogleich vorbei. Joseph konnte diese Position halten - lange Zeit ca. 25-30 Sek. hinter dem führenden Kenianer Philip liegend, ca. 15-20 Sek. vor Tobias und 50 Sek. vor Heiko. Am Ende (Runde 11) hatte nur der Kenianer noch Reserven, alle anderen liefen so ziemlich auf dem Zahnfleisch. Auch Joseph, aber es reichte für den schnellen Erlanger zu einem grandiosen zweiten Platz, denn alle Eliteläufer hinter ihm waren da schon ausgeschieden. [John]
Fotogalerie mit schönen Bildern vom Rennverlauf (die gelegentlich auftauchenden Ballons u.ä. muss man einfach überspringen)

15.10.11: Burghaslach, Fackellauf
Nach seiner Marathonbestzeit in München war Veit so euphorisch, dass er gleich sechs Tage später wieder einen Wettkampf laufen wollte, allerdings mit deutlich kürzerer Strecke. Der Fackellauf bot sich wegen der schönen Atmosphäre an; außerdem war Veit dort im letzten Jahr ziemlich eingegangen und hatte etwas gutzumachen. Trotz bewusst gemütlichem Tempo sammelte er einen Läufer nach dem anderen ein und lief hinter der Spitzengruppe kontrolliert durch. Im Ziel war er trotzdem fast eine Minute schneller als 2010 und Sieger der M35. So kann es für ihn im Herbst gern weitergehen! [Mi]

09.10.11: München (10 km, Halbmarathon und Marathon)
Joseph wiederholte in München seinen Vorjahressieg und gewann diesmal souverän.

Frisch war´s in München. Nach den spätsommerlichen Temperaturen der Vortage fühlten sich die 7 °C zur Startzeit recht frostig an. Joseph entschied sich als Vorjahressieger wieder für die 10 km. Nachdem Hallmann nicht startete, war der Weg für Joseph frei: nach 16:04 min für die ersten 5 km zog Joseph das Tempo an und setzte sich von seinem letzten verbliebenen Konkurrenten aus Heilbronn locker ab. Nach 15:26 für die zweite Hälfte blieb die Uhr im Olympiastadion bei 31:30 min stehen. Wieder eine tolle Zeit bei einem souverän herausgelaufenen Sieg. Die Siegerehrung verschaffte Joseph noch eine zusätzliche Krafteinheit für die Arme, denn er musste nicht nur den 5 kg schweren Siegerpokal aus Bleikristall stemmen, sondern zusätzlich noch ein gefülltes 3-Liter Weizenglas. Bei dem Weizenglas halfen dann anschließend gerne die Vereinskollegen.
Joachim und Björn nahmen gut vorbereitet und hoch motiviert den Halbmarathon in Angriff. Nach den ersten beiden sehr flotten km versuchte jeder, den passenden Rhythmus und die richtige Gruppe zu finden. Joachim hatte Glück, konnte lange Zeit in einer gleichmäßig schnellen Gruppe um die schnellste Frau, Susanne Hahn (Saarbrücken) mitlaufen und absolvierte die 10 km wie geplant in 34:30 min. Auf den nächsten Kilometern fiel ein Läufer nach dem anderen aus dieser Gruppe heraus und ab km 16 waren Susanne und Joachim alleine vorne. Joachim konnte das Tempo weiter hochhalten und für Susanne bis ins Ziel die Führungsarbeit leisten. In glänzenden 1:12:58 Std. verfehlte Joachim als 13. des Gesamteinlaufs seine Bestzeit aus dem Vorjahr nur um 11 sec und siegte mit mehr als 8 min (!) Vorsprung in der M50. Susanne lief mit neuem Streckenrekord 2 sec hinter ihm über die Ziellinie. Björn hatte weniger Glück mit dem Rennverlauf. Die Lücke zu der vor ihm laufenden Gruppe konnte er trotz aller Anstrengung nicht mehr schließen und war so ab km 8 auf sich allein gestellt. Aber er steckt nicht auf, gab alles und lief praktisch im Alleingang gute 1:16:38 Std.
Beim Marathon lief Veit bei den für ihn perfekt kühlen Temperaturen von Anfang an ein gleichmäßig hohes Tempo, das er durch den Englischen Garten und auch danach durchziehen konnte. Er ließ sich nämlich nicht durch die Massen am Start mitziehen, lief zumeist in Gruppen mit und teilte auch sonst seine Kräfte klug ein. Dadurch gelang es Veit, in der zweiten Hälfte etliche Konkurrenten einzuholen und so relativ entspannt – aber schneller als je zuvor – durchzukommen. Im Ziel konnte er sich somit über die erhoffte neue persönliche Bestzeit von 2:49 Std. freuen. Glückwunsch!
Fazit: Es war für alle vier ein erfolgreicher Ausflug in die Landeshauptstadt, ein motivierender Saisonabschluss und großen Spaß hat´s ihnen auch gemacht. [Joachim/John]

08.10.11: Wernigerode/Harz, Brocken-Marathon
John ist nach 18,5 km "on top", aber noch lange nicht im Ziel. Von den Brockenhexen ist nichts zu sehen. Denen war's zu kalt.
Panikmache gilt nicht, aber John war doch beeindruckt von den massiven Warnungen vorneweg: Minusgrade, Sturmböen, Schnee und Regenschauer. 'Auf dem Brocken bis gefühlte -22°C' stand freitags groß auf dem Pappschild im Wettkampfbüro und weiter: 'Ummeldung auf Halbmarathon möglich'. "Geh auf Nummer sicher!" Sagte sich John: "Winterkleidung, Hauptsache gesund durchkommen!" Aber eigentlich wollte er in seiner Altersklasse auch beim 34. Brocken-Marathon glänzen gegen die starke Berg-Marathon-Konkurrenz. Nach den ersten neun Kilometern stellte er fest, dass das Wetter doch gar nicht so schlimm wurde wie befürchtet und er somit 'viel zu warm' angezogen war (auch wenn bis zur und auf der "Teufelskanzel" oben auf dem Brocken viel rutschiger Schneematsch zu bewältigen war). Hier am Ortsrand von Ilsenburg begann der immer steiler werdende Anstieg mit 900 Höhenmetern zum 1142 m hohen Brocken (ganze Strecke: 1150 Höhenmeter). Wie seit Wochen intensiv trainiert, sprang John den Berg hoch, möglichst locker und schnell, aber mit Reserve. Auch den sehr steilen alten Grenzweg hoch brauchte er nur zwei kurze schnelle Gehpassagen und hüpfte nach 18,5 km und 1:48 Std. an der Teufelskanzel über die Pfützen des rutschigen Schneematsches. Gestärkt vom Haferschleim konnte John trotz immer müder werdender Beine auf den matschigen Waldwegen gut "bergab" rollen - auch über die zwei giftigen Gegenanstiege nach km 30. Ab fünf km vor dem Ziel waren die Matschwege endgültig sumpfig, zerstampft von dem großen Teilnehmerfeld des Halb-Marathons, auf dessen langsameren Teil die Marathonis trafen. Beim Überhol-Slalom und immer steiler bergab waren Kraft und Trittsicherheit gefordert. Trotz dieser äußerst schweren Bedingungen blieb John nur knapp drei Minuten über den anvisierten 3:30 Std. Das war der Sieg in der M55! 'Trotz Panikmache und allen Widrigkeiten  den Brocken erfolgreich bezwungen' war sein zufriedenes Fazit. Ulrike Gradhand lief den Halbmarathon, dessen höchster Punkt knapp 600 m unter der Brockenspitze liegt, und war nach 2:05 Std. im Ziel als 7. der W30. [John]

08.10.11: Zeil, Bayern Cup, Weinberglauf (11km)
Das Wetter war eigentlich recht gut, 11 Grad, kurz vor dem Start ein kräftiger Regenschauer, zum Start kam dann sogar die Sonne raus und es blieb den gesamten Lauf über trocken. Denis wollte bei dem Abschluss der Laufserie Bayern-Cup seine Führung verteidigen und Helmut wollte sie zurück erobern. Denis gelang sein Vorhaben eindrucksvoll, denn beim Sieg des frischgebackenen bayerischen Marathonmeisters Andreas Janker (Röthenbach) verpasste er als Gesamtdritter den zweiten Platz im Spurt nur um eine Sekunde. Als überlegener Sieger der M35 gewann Denis auch souverän den Bayern-Lauf-Cup der M35 (Glückwunsch!). Helmut kam dagegen mit der anspruchsvollen Strecke nicht so zurecht. Sein Konkurrent Franz Stümpfle hatte dagegen einen guten Tag erwischt, obwohl er auch bei den bayerischen Marathon-Meisterschaften vor sechs Tagen teilgenommen hatte. Bis ca. km 6 lagen sie zusammen, dann ist Franz vor allem abwärts viel schneller gelaufen. Helmut war hier vorsichtig wegen leichter Knieschmerzen. Leider wurde er dadurch nur 2. Sieger der M65 und damit langte es auch nur zu Platz zwei in der M65-Wertung des Bayern-Lauf-Cups. [John]

02.10.11: Bregenz, Bayer. Marathon-Meisterschaft
Bei dem 3-Länder-Marathon am Bodensee, bei dem es trotz Nebel angenehm warm war, wurden heuer die Bayerischen Marathon-Meisterschaften veranstaltet. Aus Erlangen nahmen zwei Athletinnen teil, die beide in der Klasse W50 starten: Elke Czermin und Gertrud Härer. Beiden gelang die große Überraschung, denn sie gewannen mit einem Doppelschlag Titel und Vizemeisterschaft in der W50! Natürlich haben sich beide sehr gefreut, aber nie mit diesem Erfolg gerechnet. Denn bei beiden waren die körperlichen Voraussetzungen trotz guter Vorbereitung schlecht: Elke hatte bereits seit Wochen starke Schmerzen (Ischialgien), die sie auch von km 1 bis km 35 begleiteten. Gertrud hatte diesmal von Anfang am linken Fuß bei jedem Schritt Schmerzen (Haglund-Ferse) und will deshalb keinen Marathon mehr laufen, da der Fuß dadurch zu sehr beansprucht wird.
Beim Start unter 7500 Teilnehmern (Viertel-, Halb-, Marathon und noch Staffeln gemeinsam) war es recht eng auf dem Radweg entlang der Bucht von Lindau nach Bregenz und drüber hinaus. Ab km 15 (HM-Abzweig) wurde es dann endlich besser. Peter Heßler, der auch mitlief, hatte an dieser Abzweigung auf Elke gewartet und gefragt, ob sie nicht gemeinsam nur den HM laufen sollen. "Die Verlockung war groß, das kann ich dir sagen! Jetzt bin ich natürlich froh durchgehalten zu haben. Das war wirklich ein echter 'Beißmarathon'! Die Zeit war einfach indiskutabel, aber zum ersten Mal habe ich den Bayerischen Meistertitel erhalten! Kaum im Ziel angelangt, ging es mir auch schon wieder gut." So weit Elkes positives Fazit. Auch Gertrud gefiel es, zum Abschluss ihrer 28-jährigen Marathonkarriere mit vielfältigsten Erlebnissen noch einen Doppelsieg zu feiern. [John]
15./17./19.09.11: Lignano (IT), European Masters (1500/5000/800m)
Sehr erfolgreich nahm Helmut Müller (M65) an den europäischen Senioren-Wettkämpfen (European Masters Games) im italienischen Lignano an der Adria teil. Er bestritt die Läufe über 1500 m (15.), 5000 m (17.) und 800 m (19.). Wie zu dieser Jahreszeit zu erwarten war, herrschte eine entsprechende Hitze in dem norditalienischen Küstenort an der Adria, die sich besonders in dem städtischen Stadion konzentrierte. Denn hierhin langte auch nicht die Brise, die an der Küste noch für etwas Abkühlung gesorgt hatte. Das Wetter war also ideal für einen Badeurlaub, 29 bis 32 °C bis zum Sonntag. Dann aber kam ein Gewitter und am Montag wurde bei nur noch 16 °C die Tartanbahn vom Regen überschwemmt. Mit diesen Bedingungen mussten aber schließlich alle Teilnehmer zurecht kommen. Am besten gelang dies in der AK M65 dem Deutschen Alfred Hermes, der, beflügelt wie der antike griechische Götterbote, jeweils weit vor dem Starterfeld hereilte und souverän auf diesen o.g. drei Strecken siegte.

Helmut als zweitbester Europäer in der M65
Helmut belegte zunächst über 1500 m den fünften Platz und vier Tage später über 800 m (bei Kälte und Regen) mit nur einer guten Sekunde Rückstand auf die Bronzemedaille den vierten Platz, mit dem er dennoch gar nicht zufrieden war. Vielleicht war er noch zu müde von seinem Erfolg beim 5000-m-Lauf zwei Tage zuvor, bei dem er hinter dem überragenden "Götterboten" Alfred die Silbermedaille gewonnen hatte. Die 1500 m war Helmut noch recht locker gelaufen und wollte im 5000er angreifen. Da hier M60 und M65 gemeinsam starteten, ging Helmut nach dem Start gleich mit der Spitze mit (1. km in 3:45 min) und musste erst ab 2,5 km etwas abreißen lassen. Die Position zwischen Spitze und Verfolgerfeld hielt Helmut bis zum Ziel durch und erreichte mit dieser Klasseleistung mit 69 Jahren eine neue persönliche Bestzeit (20:09 min). Damit lag er auch deutlich vor dem Dritten. Die gewonnene Silbermedaille und der kurze Badeurlaub bei "Traumwetter" zwischen seinen Laufeinlagen sollten ihn für seinen „verpatzten“ Abschluss im 800m-Lauf trösten. [John]


Joachim und Björn - die beiden schnellsten LGEler

17.09.11: Erlangen, Arcadenlauf (10 km)
Die Mönau rief - und die LGE war wie immer dabei. Der fast schon traditionelle Sieg in der Mannschaftswertung konnte doch an niemanden anders verschenkt werden (und die 30 Liter Bier schon mal gar nicht)!
Die Bedingungen waren recht gut, obwohl es für manchem wohl doch zu warm wurde (die Krankenwagenbesatzung hatte genug zu tun). Nicht nur die Teilnehmerzahl war heuer ein Rekord, sondern es trat auch ein Läufer an, der den 17 Jahre alten Streckenrekord (29:58 min) des leider schon verstorbenen Klaus-Peter Nabein knacken wollte: der Kenianer Jonathan Koilegei. Als 28-min-Läufer musste er nicht an seine Grenzen gehen, sondern lief die 10 km sehr schön durch, gab im Stadion noch einmal Gas und blieb 18 s unter der alten Bestmarke. Vor ihm hielt sich mit Thomas Drechsler lange ein LGEler auf, allerdings leider nur auf dem Führungsfahrrad ... Opfer des Rekordlaufes wurde ein Läufer des SCC Berlin, der extra angereist war, um den Lauf zu gewinnen. Während er anfangs noch mit Koilegei mithielt (km 1 [nach der Brücke!] knapp unter 3 min), musste er bald erkennen, dass er keine Chance hatte.
Die Organisatoren hatten klugerweise zwei Führungsfahrräder eingesetzt: eines für die superschnelle Spitze und eines für die "normale" Spitze, zu der auch Joachim und Björn zählten. Eine Woche nach der DM ließen sie es sich nicht nehmen, hier zu starten.
Beide gingen in einer Vierergruppe gemeinsam an (s. Foto = kurz vor km 3), doch dann musste Björn abreißen lassen und den Rest völlig allein laufen. Joachim hatte mehr Glück: Bis km 8 lief er zusammen mit dem nicht einmal halb so alten Daniel Götz, bevor auch er abgehängt wurde. Mit fast einer Minute Vorsprung vor dem nachfolgenden Läufer kam er als Vierter und (natürlich) als M50-Sieger ins Ziel, Björn als Sechster.
Viola kam extra aus Freising angefahren und wegen einer langen Staus erst 25 min vor dem Start im Stadion an. Nach nur drei [!] Tempoeinheiten in diesem Sommer hatte sie nicht erwartet, mehr als eine Minute unter den 40 min zu bleiben. Wahrscheinlich hat ihr eine Mountainbike-Tour über die Alpen doch etwas genutzt! Bei km 8,5 (auf der Kanalbrücke) lag Julia Hiller nur 50m hinter ihr, doch konnte Viola ihren Vorsprung bis ins Ziel retten und als zweite Frau finishen. Ebenso wie Marc gewann sie ihre AK; beide komplettierten die LGE-Mannschaft, die souverän gewann.
Auch Gertrud, mitten in der Marathonvorbereitung, dominierte ihre AK, während Axel und John jeweils Zweite wurden. Letzterem fehlte nach einem "Höhentrainingslager" mit sehr vielen Kilometern in den Bergen die Kraft für ein derart kurzes und schnelles Rennen. [Mi] (einige Fotos von LGElern und Freunden hier; die anderen sind leider unscharf - was lauft ihr auch so schnell!?)

10.09.11: Oelde (NRW), Deutsche Straßenlauf-Meisterschaft (10 km)
Drei LGEler setzten sich 4h ins Auto und fuhren ins Münsterland, um dort 10 km zu laufen. Für eine deutsche Meisterschaft aber ist kein Weg zu weit! Genauso dachten deutschlandweit wohl sehr viele Athleten, so dass die Läufe sehr gut besetzt waren.
Dabei waren die Bedingungen nicht gerade ideal: Die Strecke über vier Runden mit einem ca. 400m langen Anstieg und einem Kopfsteinpflasterstück ließ sich zwar recht gut laufen, aber das Wetter stand Spitzenzeiten im Weg: Der erste der drei Läufe (M50-M80) wurde 16.00 Uhr gestartet, wo das Thermometer 27-28° C zeigte, was bei der hohen Luftfeuchtigkeit als regelrecht drückende Hitze empfunden wurde. Zudem gab es kaum Schatten. Der Veranstalter hatte aber dafür gesorgt, dass die Athleten zweimal pro Runde an einer Wasserstelle vorbeikamen, wo sie sich begießen konnten. Trotzdem war das Rote Kreuz oft im Einsatz, um kollabierte Läufer zu versorgen.
Joachim trat in diesem Lauf an und wusste von vorn herein, dass er taktisch laufen musste, um nicht der Hitze zum Opfer zu fallen. Da es zwar doppelte Startnummern (für Brust und Rücken), aber keine Angaben zur AK gab, wie es sonst üblich ist, musste er seinen Lauf möglichst gewinnen. Beim Blick in die Starterliste hatte er noch gezweifelt, ob das möglich sein würde, denn es stand auch ein Läufer namens Ghebreselasie darauf; allerdings hieß er Daniel ....
So hielt sich Joachim von Anfang an in der Spitzengruppe auf, führte sie auch teilweise an, ohne sich aber völlig zu verausgaben und ohne jeden Tempowechsel mitzumachen. Eine mittelgroße Überraschung erlebte er, als der vielen von uns bekannte M60-Läufer Manfred Dormann nach zwei Kilometern neben ihm auftauchte, obwohl das Tempo doch recht hoch war (Manfred musste seinen Mut später leider bitter büßen). Eingangs der dritten Runde zog Joachim das Tempo dann an und setzte sich sofort etwas ab, nur gefolgt von Jürgen Teofel (FV Wallau). Obwohl ihm nach dieser Runde klar war, dass er diesen Konkurrenten nicht mehr fürchten musste, zog er das Tempo durch und lief die zweite Hälfte ca. 15-20s schneller als die erste - bei der Schwüle eine tolle Leistung! Mit 20s Vorsprung vor dem Zweitplatzierten und 50s (!) vor dem Dritten gelang ihm der erhoffte Sieg und damit der Gewinn des zweiten deutschen Meistertitels in der M50! Glückwunsch!!!
Zum Lauf der Männer bis M45 um 18.30 Uhr stand die Sonne zwar schon sehr niedrig, doch hatte sich hier ein Großteil der deutschen Spitzenathleten der Hauptklasse versammelt, so dass die Voraussetzungen für die beiden LGEler Joseph und Björn nicht einfacher wurden. Joseph hielt zwei Kilometer mit der Spitzengruppe mit, lief dann aber sein eigenes Rennen und war mit seinen erreichten 31:13 min bei diesen Bedingungen hochzufrieden, da er sich im Vorfeld vorgenommen hatte, eine hohe 30er-Zeit zu laufen. Die Leistungsdichte des Feldes wird daran ersichtlich, dass zwischen dem Sieger (29:28 min) und Joseph noch 27 Läufer finishten! Björn lief bewusst verhalten an, konnte aber die geplante Steigerung dann nicht mehr realisieren und finishte in 34:41 min. [Mi nach Bericht von Joachim]

20.08.11: Gefrees (Halbmarathon)
Nach Aussage des Veranstalters einer der schönsten Landschaftsläufe in Bayern: Die hügelige Wendepunktstrecke führt vom Gefreeser Sportplatz hinunter zur Ölschnitz – trotz sommerlicher Hitze (diesmal 26°C) noch im angenehm kühlen Schatten der Bäume. Mit dem Wendepunkt am Marktplatz in Bad Berneck geht es in einer Schleife um die Kuranlagen und dann auf gleichem Hügelkurs zurück nach oben.


John als Frontrunner auf der Hoppelwiese
Es sind beileibe nicht nur die ca. 105 Höhenmeter zwischen Gefrees und Bad Berneck, sondern das ständige Auf und Ab, das mit aufsummierten über 500 Höhenmetern diesen Halbmarathon so schwierig macht. Da werden sogar schon beim „Hinunterlaufen“ die Beine übersäuert und es ist schwierig, den Rhythmus zu finden. Einige große Matschlöcher, die diesmal nicht zu umlaufen waren, und zweimal die Hoppelwiese (Km 1, s. Veranstalter-Foto, und Finish) um den Gefreeser Sportplatz machen es noch schwieriger – kein Wunder, dass diesmal über 10 % der Teilnehmer ausgestiegen sind! Als Vorbereitung auf ihr Trainingslager auf der Seiser Alm sollte es für Jörg und John der letzte Kick werden. Jörg „kickte es“ dann nach 7 km raus (Achillessehne), während John durchlief. Nach anfangs noch kontrolliertem Tempo hatte er bereits nach 5 km an den Steigungen müde Beine. Zumindest im letzten Drittel fand John auch nach "oben" seinen Rhythmus. Dabei war er nicht viel langsamer als vor zwei Jahren und gewann wieder die AK M55. Durch seinen üppigen Zuspruch zum (kostenlosen) Kuchenbüffet direkt nach dem Lauf war es John beim Auslaufen so übel, dass er prompt in die Büsche musste. Aber bis er bei der Siegerehrung direkt auf dem Sportplatz dran kam, hatte er sehr viel Zeit (…), sich zu erholen!  [John]
 
07.08.11: Hohenschwangau, Bayerische Berglauf-Meisterschaft (8 km/ 900 HM)
Er ist nicht nur Erlangens erfolgreichster Läufer, Joseph steckt auch voller Überraschungen. Als er sein Vorhaben preisgab, bei den bayerischen Berglauf-Meisterschaften zu starten, dachten doch viele, dass es ihm die Spezialisten schon zeigen würden. Doch damit wird das schnelle Leichtgewicht gewaltig unterschätzt. Er hatte nämlich nicht nur am Erlanger Rathsberg, sondern auch hart auf dem Laufband und sogar am Kranzberg trainiert, jeweils 40 min mit 900 HM. Jetzt galt es den Tegelberg (leider) bei heftigem Regenwetter zu bezwingen, das besonders die Steilhänge und Steintreppen auf den letzten zwei Kilometern sehr rutschig machte. Es kam Joseph natürlich entgegen, dass durch die Verlegung dieser Meisterschaft um zwei Wochen, nur die Hälfte der zum ursprünglichen Termin Gemeldeten antrat. Darunter waren aber einige Schwergewichte der Szene, die zu der deutschen Berglauf-Spitze zählen, wie der DM-Dritte Korbinian Schönberger (Regensburg) vom Nationalmannschaftskader. Nach zwei km löste sich Joseph aus der vierköpfigen Spitzengruppe, denn er wollte sich für das steilste (und rutschigste) Stück am Schluss etwas Vorsprung sichern.

Joseph ist noch platt von der Anstrengung
(Foto vom Veranstalter)
Den konnte er dann sogar gut ausbauen, bis er leider bei km vier einen ungeplanten Zwischenstopp einlegen musste, um seinen Schuh zu binden (!). Vom Vorsprung blieben Joseph also nur zehn Sekunden übrig am Beginn der Steilstücke, die bei trockenem Untergrund vielleicht gereicht hätten. Aber am Steilhang war er mit den glatten Sohlen seiner Straßenlaufschuhe chancenlos gegen Korbinian.
Als dieser Joseph überholt hatte und somit an der Spitze lag, flog er auf dem technisch sehr anspruchsvollen letzten 1,5 km nur so nach oben und holte mit 1:04 min vor Joseph den Titel. Weitere Berg-Spitzenläufer ließ Joseph dann aber nicht mehr vorbei und gewann Silber im strömenden kalten Regen. Nach dieser Anstrengung war er mit dem zweiten Vize der Saison natürlich sehr zufrieden und wie er so schön formulierte: "Es ist noch viel Luft nach oben!" Vielleicht kommt ja noch ein Nachschlag "bergauf", aber höchste Priorität haben für ihn die deutschen 10-km-Meisterschaften am 10. September. Wenn weiter alles gut läuft, kann er sich auch da gut verkaufen. Denn es ist beeindruckend, was Joseph dieses Jahr schon bei bayerischen Meisterschaften erreicht hat: einen Titel, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen! [John]

07.08.11: Vorra/Frensdorf, Kapellenlauf (10,55 km)
Wer hat schon Lust im Regen zu rennen? Kein Thema für John, da er sich schon beim Einlaufen mit der Nässe bei (zum Glück) milden Temperaturen anfreunden musste. Der stark profilierte Geländelauf mit den größtenteils sandigen und stellenweise matschigen Wegen kommt dem Langläufer sowieso entgegen (schöne Natur motiviert!). Die Gretchenfrage war nur, ob er den Königschlösser-Marathon in Füssen vor zwei Wochen schon verdaut hatte. Mit dem danach vorsichtig hochgezogenen Training und der richtigen Renntaktik waren (diesmal) die wichtigsten Eckpunkte gesetzt. Nach verhaltenem Beginn auf dem Anfangs-Kilometer bergauf beschleunigte der Routinier, kam gut ins Rollen und arbeitete sich im Läuferfeld kontinuierlich nach vorne - egal, ob bergauf, ob eben oder bergab. Von vier Jüngeren wurde John erst kurz vor dem Ziel noch überspurtet, das er als Sieger der M55 in 44:19 min erreichte. Klatschnass und zufrieden, denn sein Konzept war besser als erwartet aufgegangen. So gesehen hatte er auch in Füssen mit dem landschaftlichen "side seeing" beim Marathon keinen Fehler gemacht - und dazu noch ein kleines Gedicht verfasst (zu lesen durch Anwahl des Menüpunktes "Sport-Gedichte"). [John]
 

30.07.11: Staffelstein, Altstadtfestlauf (10,4 km)
Veit ist noch immer auf der Jagd nach einem schnellen 10er und einer guten 10-km-Zeit. Seinen nächsten Anlauf unternahm er in Staffelstein. Aber bereits ein erstes Ablaufen des Kurses zeigte dessen typischen Altstadtfestkurs: eng, teilweise schlechter Untergrund, (Brücken-)Rampen und eine Steigung, die es viermal zu durchlaufen galt. Veits Optimismus war da schon etwas getrübt, verflog aber vollständig am Start, als der Veranstalter mitteilte, dass aus organisatorischen Gründen diesmal eine Runde 100 Meter mehr hätte und der Kurs somit 10,4 km lang sei. Damit blieb Veit nur noch die (letzte) Hoffnung, nämlich die auf eine gute Gesamtplatzierung. Und so kommentiert Veit knapp sein Rennen: „Nachdem ich die ersten 1,5 Kilometer in der Spitzengruppe absolviert hatte, war mir aber auch klar, dass der Lauf so schwach nicht besetzt war. Dann habe ich meinen Lauf in einen Tempodauerlauf umgewandelt. Das Tempo (der Spitze) hätte ich nie halten können.“ Ganz beachtlich war, wie gleichmäßig und kontrolliert Veit seine drei Runden über 2,6 km nach der schnelleren Anfangsrunde abspulte. Mit dem Ergebnis war er dann doch insgesamt zufrieden, obwohl er als Elfter die Top-ten knapp verpasste: „Ich habe Körner gespart und werde es am Sonntag in Hersbruck wohl (wetterabhängig) noch einmal versuchen.“ [Veit, John]

29.07.11: Höchstadt/A., LA-Meeting
Die Höchstädter Leichtathleten um ihren rührigen Abteilungsleiter Markus Mönius lagen lange Zeit im allgemeinen Trend, der immer mehr Stadionveranstaltungen sterben ließ. Das letzte ihrer LA-Meetings, an die sich viele LGEler noch erinnern werden, fand vor zehn Jahren statt. Doch nachdem Markus nun wieder einige sehr gute Nachwuchsathleten im Team hat (u.a. Martin Grau, der kürzlich bei der U20-WM in Tallin über 3000m Hindernis Bronze gewonnen hatte), wurde es Zeit, den Aufschwung der Höchstädter Leichtathletik auch dadurch zu zeigen, dass das Meeting wieder ins Leben gerufen wurde.
Über 270 Athleten (!) folgten dem Ruf, natürlich in erster Linie Schülerinnen und Schüler. Das lag auch mit daran, dass neben den diversen Laufwettbewerben auch technische Disziplinen wie Speerwurf, Diskuswurf und Kugelstoßen möglich waren. Auch viele Erwachsene nutzten die erfreuliche Gelegenheit, diese oft nur bei Schülersportfesten angebotenen Sportarten auszuüben.
Die ganze Veranstaltung war sehr gut organisiert und bekam durch eine musikalische Kulisse, die z.T. sogar live gespielt wurde, eine prima Atmosphäre. Leider führten die unerwartet hohe Teilnehmerzahl und anfängliche Computerprobleme zu massiven Verzögerungen, die am Ende bei einer Stunde lagen. Markus versprach, es im nächsten Jahr besser zu machen.
Höhepunkt der Veranstaltung war der vorletzte Wettbewerb über 1000m. Er fand in sechs Durchgängen statt, die immer schneller wurden. Dabei war die Spitze äußerst gut besetzt: Wer mit 2:35 oder 2:40 min gemeldet hatte, kam bloß in den vorletzten, d.h. zweitbesten Lauf. Die Teilnehmer des schnellsten Durchgangs hatte alle bis ca. 2:30 min angegeben - ein echter "Elitelauf"! Hier war die LGE mit Karl Spitz vertreten, der diese Strecke noch nicht allzu oft gelaufen war.
Leider wurden gerade diese Spitzenläufer das Opfer eines der wenigen Probleme des Abends: Zweimal kam der Ruf zur Startaufstellung, zweimal wurden sie aufgereiht - um dann wieder weggeschickt zu werden, weil die Zeitnahme noch nicht so weit war. Erst ca. 10 min nach dem ersten Aufruf (es wurde mehr und mehr dunkel) ging es dann los. Weil elf fast gleichstarke Athleten in diesem Lauf waren und es nur vier Laufbahnen gab, ging es am Start sehr eng zu. Dennoch sortierten sich alle problemlos ein und begannen einen sehr spannenden Lauf, der keineswegs taktisch gelaufen wurde. Karl hielt sich erst in der zweiten Hälfte des Feldes auf, orientierte sich in der zweiten Runde aber immer mehr nach vorn. Weil er nicht abreißen lassen wollte, kam er nie in den Genuss der Innenbahn, sondern lief über die volle Distanz etwas außen. Auf der Schlußgeraden zeigte er etwas von seiner enormen Tempohärte und kam wieder an die schon fast enteilte Spitze mit vier Läufern heran, um in 2:27,36 min als Fünfter zu finishen. Dabei lag er nur 1,3 s hinter dem Sieger Marco Kurzdörfer, der zusammen mit dem beiden Grau-Brüdern einen Höchstädter Dreifach-Triumph feierte.
Jörg und Michael absolvierten über 5000m bzw. 1000m Trainingsläufe und genossen ansonsten die gute Stimmung. [Mi]

   
24.07.11: Füssen, Königschlösser-Marathon
Traumhafte Landschaft, aber bei Landregen und Kälte mitten im Sommer macht das doch nicht so viel Spaß - auch wenn man sich gar nicht so viel vorgenommen hatte. So war John bis km 30 wie gelähmt und wurde erst dann etwas lockerer und schneller, als ihn der von hinten auflaufende Michael aus Marktoberdorf mitzog. Zum Dank verabschiedete John sich zwar nach vorne, Michael überholte ihn aber kurz vor dem Ziel wieder, als John (ausgelaugt) "Stehversuche" machte. Seine Eindrücke hat John in einem Gedicht festgehalten, siehe Menüpunkt Sport-Gedichte mit Titel "Marathon im Königswinkel". [John]
Nachdenklich und "gelähmt" im kalten Regen
 
17.07.11: Haßfurt, Bayern Cup-Lauf (10 km)
Helmut startet nicht nur (erfolgreich) bei den Senioren-Meisterschaften auf der Mittelstrecke, sondern auch so konsequent wie kein anderer LGEler dieses Jahr bei den Veranstaltungen des Bayern Lauf-Cups. Bei seiner Anfahrt nach Haßfurt trieb ihm der starke Regen schon kleine Sorgenfalten auf die Stirn, aber er und die anderen Teilnehmer des Jubiläumslaufes (25.) hatten Glück: es war nämlich trocken bei 18°C. Erstmalig hatte der Veranstalter die Streckenlänge von acht auf zehn Kilometer erhöht, die über eine kurze und sieben "Standard-Runden" in der Innenstadt gingen. Helmut hatte seine bekannten Konkurrenten der Laufserie im Blick und gut im Griff und setzte sich mit gutem Vorsprung nach vorne ab. Im Ziel musste er aber feststellen, dass es nicht zum AK-Sieg gereicht hatte. Trotz seiner guten 41:48 min lag ein ihm unbekannter Senior der M65 noch elf Sekunden vor ihm. Wie sich herausstellte, kam der zum Glück aus Norddeutschland, sodass Helmut in der Serie doch wieder voll punktete. Eine erste Überraschung hatte er vorher auf der Strecke erlebt, denn in der vorletzten Runde klopfte ihm der überholende Spitzenreiter auf die Schulter. Dies war Denis, der sich kurzfristig zu diesem Start entschlossen hatte. Denis ließ sich den Gesamtsieg dann natürlich nicht mehr nehmen, den er mit 35 s Vorsprung in 34:20 min recht souverän herauslief. [John]
 
16.07.11: Passau, Bayerische Meisterschaft (5000 m)
Die Bayerischen Meisterschaften über 5000 m in Passau und eine Woche darauf in Mittenwald beim Berglauf gehören für Joseph zur Vorbereitung auf die deutschen 10-km-Meisterschaften in Oelde (NRW). Doch schon hier in Passau wäre für ihn auf seiner Paradestrecke eigentlich mehr drin gewesen, wenn er sich auf diesen Lauf gut vorbereitet hätte. Denn es fehlten (auch über 5000 m) wegen konkurrierender hochklassiger Sportveranstaltungen ein Großteil der Topathleten (U23-Europameisterschaften in Ostrava (Tschechische Republik) bzw. deutsche Meisterschaften in Kassel am folgenden Wochenende). Doch Joseph war in den letzten sechs Wochen nur zweimal zum Training auf der Bahn. Und dafür war seine Leistung quasi aus dem Straßenlauf-Training heraus doch ganz gut, zumal das Rennen ein typisches Meisterschaftsrennen war, langsam und taktisch. Erst vier Runden vor Schluss wurde es doch schneller. Vor der letzten Runde waren noch fünf Läufer vorne dabei. Der Mittelstreckler Heiko Middelhoff aus Ingolstadt ist dann die letzte Runde in 57 Sek.(!) bzw. die letzten 1000 m in 2:40 min gelaufen. Dieses Tempo hatte Joseph nicht mehr drauf und musste Heiko und Tobias Schreindl (Passau) letztlich ziehen lassen. Der dritte Rang in 14:50,53 min ist bereits Josephs vierter Treppchenplatz bei bayerischen Meisterschaften in diesem Jahr.
Einen ausgezeichneten dritten Platz erlief sich auch Karl-Georg über 1500 m. Mit seinen 3:52,83 min bestätigte er nicht nur seine kürzlich gelaufene 1500-m-Bestzeit (3:50,51), sondern lieferte dem deutschen Klasseläufer Sebastian Hallmann (2. Platz in 3:52.54) mit einem fulminantem 300m-Schlussspurt ein heißes Gefecht. [John]
 
10.07.11: Ehrwald, Zugspitz-Extremberglauf (2235 HM auf 18 km)
Jörg hat sich wieder in dieses Abenteuer begeben: "Es ist einfach beeindruckend, wie viele Läufer mit einer scheinbaren Leichtigkeit die fast 2400 Hm überwinden. Aber dieses Jahr war der Lauf für mich eine ziemliche Schinderei!" Und so schildert Jörg sein Rennen: "Auf den ersten 5 km bis zur Ehrwalder Alm war ich noch ganz gut dabei. Da heisst es, auf einer Teerstrasse den Anschluss nicht zu verlieren, aber trotzdem möglichst nicht zu viele Körner zu verschießen. Es schließt sich ein relativer flacher Teil an, an dem man Tempo machen kann. Leider wurde dieses Vorhaben durch ein nicht zu unterdrückendes menschliches Bedürfnis unterbrochen. So um die 5 Min. später fand ich mich im großen Pulk wieder. Berghoch hatte dies noch keine Auswirkung, da ich an diesem Tag ziemlich kraftlos war. Jeder Höhenmeter musste von mir mit harten Willen gegen mich selbst errungen werden. Es fehlten einfach die notwendigen Einheiten am Berg. Bergab und die Passagen über eine geniale Steinwüste war ich aber in meinem Element. Leider behinderten mich dann zu viele ängstliche Läufer, die in ihren Lightweight-Laufschuhen jeglicher Berglaufvernunft trotzten. Weit nach der Hälfte, an der Knorrhütte ging das Rennen erst richtig los. Nur nicht für mich! Mehr oder weniger quälte ich mich nach Sonnalpin hoch und lag bereits 15 Minuten hinter meiner Zeitvorgabe.

Jörg ist endlich oben
Der letzte (eigentlich der am meisten gefürchtete) Abschnitt von reichlich einem km lief für mich aber wieder gut. Die Stahlseile erlaubten es mir, meine Beine zu 'schonen' und mich nach oben zu hangeln. Ähnlich beim Marathon scheint auch beim Zugspitzlauf die 3 Stunden Marke ein Traumziel zu sein, welches noch zu erreichen gilt! Letztendlich war ich dann doch ganz zufrieden, da ich im Bereich meiner Bestzeit lief." [Jörg]

10.07.11: Cadolzburg, Löwenlauf
Nicht jeder mag bei dieser Hitze längere Wettkämpfe absolvieren. Um trotzdem einen Trainingswettkampf mitzumachen, fuhren Axel und Michael nach Cadolzburg und liefen die 5km-Strecke. Axel war besonders heiß auf einen Leistungstest, fährt er doch seit einigen Wochen öfter mit dem Rad zur Arbeit in den Süden Nürnbergs und gleicht damit seine geringen Laufkilometer aus (mitunter läuft er aber auch hin).
Die sehr profilierte Pendelstrecke begann diesmal gleich mit einem fast 2 km langen Anstieg, den Axel taktisch klug anging: Nach lockerem "Einlaufen" gab er erst nach 1 km Gas und arbeitete sich nach vorn. Der führende LAC-Jugendliche Lukas Leisner war "weg", doch alle anderen vor ihm Laufenden konnte Axel problemlos überholen und locker ins Ziel laufen. [hier das Video] Mit 17:55 min auf dieser anspruchsvollen Strecke war er sogar knapp drei Sekunden schneller als bei den 5000m bei der Bahnserie. Das Radfahren scheint seine Wirkung zu zeigen!
Michael war nach einer Woche Rückenblockade froh, überhaupt wieder laufen zu können, und ging die Sache sehr vorsichtig an. [Mi]

bei km 8 war Veit wieder dran (Foto: SCO)

09.07.11: Oberreichenbach, Tanzenhaider Weiherlauf (10 km)
"
Da war wohl mehr drin!" dachte Veit als Gesamtzweiter nach seinem Klasse-Lauf. Erstmals in seiner Sportlerkarriere hatte er die große Chance, den Gesamtsieg trotz brütender Hitze zu ergattern. Aber dazu gehört nicht unbedingt nur läuferische Klasse. Doch zu den Fakten des Rennverlaufs. Nach einem verhaltenen Start der Spitzengruppe war es Veit zu langsam und er ging mit leichtem Antritt an die Spitze: mit 20 m Vorsprung (Veit: Ein super Gefühl alleine hinter dem Führungsfahrrad.). Den Vorsprung hielt Veit bis km sieben, bis zum Getränkestand. Doch als er meinte, sich erfrischen zu müssen, und anhielt (?!), zogen Jürgen Wittmann und ein weiterer Verfolger vorbei. Nach der nächsten Steigung war Veit mit Jürgen alleine vorne. Veit fühlte sich an der vorletzten Steigung (lang, hart, heiß) gut, ging aber nicht vor, um sich evtl. etwas abzusetzen (Veit: Ich wusste nicht was noch kommt.). So kam es wie es kommen musste: 800 m vor dem Ziel spielte Jürgen seine Routine aus und setzte sich seinerseits ab, als es über eine holprige Wiese bergab ging. Die acht Sekunden Rückstand konnte Veit schließlich nicht mehr zulaufen. Dass er über den zweiten Gesamtplatz nicht glücklich war, ist jedenfalls die beste Voraussetzung, um es bei der nächsten Chance auch taktisch besser zu machen und nicht nur "am Sieg zu schnuppern". [John]

08/10.08.11: Neustadt/WN, Läufermeeting
Nach seiner tollen Leistung über 3000m in Ingolstadt wollte Joachim diese Zeit noch einmal etwas verbessern und fuhr deshalb nach Neustadt. Das dortige Meeting versprach starke Konkurrenz! Zwar waren die Bedingungen ideal (ca. 20° C, kein Wind), auch die Bahn war neu gemacht worden, aber Joachim wurde leider das Opfer der Laufeinteilung. Die Zeitgrenze des A-Laufes lag nämlich bei 9 min, die er kaum knacken konnte. Deshalb wurde er mit seiner Zeit in den B-Lauf gesteckt, den er auch souverän gewann. Leider lief er fast die gesamte Strecke im Alleingang. Trotzdem konnte er seine Ingolstädter Zeit nochmal um eine reichliche halbe Sekunde verkürzen.
Karl Spitz startete über die 1500m und schaffte in 3:50,51 min eine neue persönliche Bestzeit. Glückwunsch! [Mi]

02./03.07.11: Elsenfeld, Bayer. Seniorenmeisterschaft (800 m und 1500 m)
In Elsenfeld zeigten die zwei Athleten der LGE bei ihren Doppelstarts über 800 m und 1500 m ihre Klasse. Ganz oben aufs Podest konnte Helmut zweimal bei der Ehrung der M65 klettern, denn er siegte jeweils ganz überlegen. Allerdings wurmte es ihn, dass er sich im 800-m-Lauf dem M70er Willi Scheidt aus Herzogenaurach geschlagen geben musste ("im nächsten Jahr ist er mein Konkurrent"). Er hielt sich nämlich am Anfang (linkes Bild) hinter Scheidt und konnte diesen im Endspurt dann nicht mehr überholen. Nach dieser Erfahrung passierte ihm das am folgenden Tag über 1500 m nicht mehr: er setzte sich gleich an die Spitze und gab diesen Platz bis ins Ziel nicht mehr her. Glückwunsch an den Doppelmeister! Jean Jacques, der nicht so ganz austrainiert wirkte, war bei seinem Lauf über 800 m zwar (traditionell) am Anfang vorne (rechtes Bild; beide Bilder stammen  von Helmut), aber nach 550 m verließen ihn die Kräfte und im Ziel war er dann mit deutlichem Abstand (ca. 3,6 s) auf Platz zwei. Bei seinem zweiten Start über 1500 m ging es schon knapper zu. Aber auch hier reichte es gegen relativ große Konkurrenz nicht zum Sieg, den Jean Jacques als Zweiter diesmal um 2,3 s verpasste. Seine stolze Bilanz sind also zweimal Vize, mit denen der ehrgeizige "Süd-Franzose" aber vermutlich nicht zufrieden war. [John]

19.06.11: Taunusstein-Hahn (15 km)
In einem landschaftlich reizvollen Teil des Mittelgebirges Taunus liegt der anspruchsvolle, da stark profilierte Rundkurs über 15 km mit 221 Höhenmetern. Für John nahezu ideal zur direkten Vorbereitung auf den Frankenweg-Marathon. Allerdings wäre es fast "tödlich", hier volles Tempo zu gehen, wenn in Wochenfrist ein schwerer Landschaftsmarathon zu bewältigen ist. So versuchte John, die Steigungen möglichst locker zu nehmen, aber dabei doch nicht allzu langsam zu werden. Dies Vorhaben misslang, denn nach dem kontrollierten ersten Drittel forderten ihn die lange Steigung auf den höchsten Punkt der Strecke (547 m) und die letzte harte Steigung bei km 13 - und noch dazu die Sturmböen - mehr als ihm lieb war (dicke Beine). Da half ihm auch nicht das verhaltene Tempo bergab, bei dem ihn zumal sein AK-Konkurrent um Platz zwei in der M55 überholte. Der unerwartete Podestplatz war dennoch willkommen und dieses reizvolle Lauferlebnis in seiner alten Heimat kam ihm insgesamt recht. Ob/ wie es ihn beim Marathon "beflügelt", wird sich eine Woche später zeigen. [John]

11.06.11: Lichtenfels, 1. Flechtkulturlauf (Halbmarathon)
Klar unterboten hatte Veit beim Frühjahrs-Marathon wieder die drei Stunden. Bei der Premiere des Flechtkulturlaufs Obermain wollte er über Halbmarathon testen, was von der guten Form noch da ist. Und insgesamt war Veit dann auch mit der Leistung super zufrieden, ärgert sich aber etwas darüber, dass er nicht seine Bestzeit knackte, weil er nicht so auf seine Zeit geachtet hatte.
Der Start war chaotisch, da die Teilnehmer der drei Laufwettbewerbe und zwei Walking Strecken gleichzeitig auf die Strecke gingen. Die abwechslungsreiche Strecke war (bis auf ein paar Brückenrampen) super schnell, obwohl sie zu 25 % ausgetretene Stücke und Trampelpfade über eine Wiese aufwies. Weiter kommentiert Veit: "Insgesamt bin ich super bis Kilometer zehn durchgekommen. Da hat mich der Zweitplatzierte dann an einer Brückenrampe quasi stehen lassen (der Erste war von Anfang an weg) und ich bin lieber dessen Tempo nicht mit. Dann habe ich bei Kilometer 12 realisiert, dass nach vorne wie auch nach hinten nichts mehr ging, und deutlich Tempo rausgenommen. Die Aussicht auf den zweiten Durchlauf durch den 'Crossteil der Strecke' motivierte nicht gerade, das Tempo voll durchzulaufen. Um so größer war dann meine Überraschung im Ziel, als ich merkte, dass ich meine Bestzeit nur um 9 Sekunden verpasst hatte. Da wäre im Endeffekt eine Verbesserung trotz der 'Cross-Passagen' drinnen gewesen." So wurde es "aber nur" Gesamtplatz drei und der Sieg in der M35. [John]

Jörg (noch) vor Harald (Foto Uwe Trendelenburg)

Veit ganz links, kurz vorm Massenstart (Foto Veranstalter)
05.06.11: Fürth, Metropol-Marathon
Für sein großes Ziel "Marathon sub 3" stimmte Jörgs Form und die vorbereitenden Wettkämpfe waren viel versprechend, z.B. Halbmarathon klar unter 4 Min/km. Blieb nur noch die Frage, ob auch die Strecke und die Bedingungen das hergaben?! So einfach ist der Kurs über die Fürther Straßen und Wege - gerade ungeschützt bei frühsommerlich warmen Bedingungen - nicht zu bewältigen und besonders, wenn man in die Wärme rein läuft, geht einem am Ende leicht die Kraft aus. So kommentiert Jörg seinen Sub-3-Versuch: "Mit dem Harald (Ille) bin ich (sehr gleichmäßig über Halbmarathon in knapp 1:30 Std. und weiter) bis km 30 gelaufen. War sehr gut so! Wir haben uns gut ergänzt. Dann hatte er eine Schwäche und ich bin konstant weiter gelaufen, um unter drei Stunden zu kommen (wollte es halt probieren). Ich hatte eigentlich das Gefühl, endlich richtig drin zu sein im Wettkampf. Fühlte mich sehr stark und habe trotzdem aufgepasst, nicht gleich zu überziehen. Bin dann auf den Werner Krum (Nürnberg) aufgelaufen. Das ist aber ein alter (M55) Kämpfer und er ließ sich den Überholversuch nicht gefallen. Es gab auch keinen Hammer bei mir. Die Schwäche kam (noch vor km 35) schleichend und ab km 38 gab ich spätestens (sub 3) auf. 600 Meter vorm Ziel war dann plötzlich Harald wieder da und das schockierte mich so, dass ich gleich einen Krampf bekam und auf ihn über diesen kurzen Abschnitt (noch) zwei Minuten verlor. Kam einfach nicht weiter." Hallo Jörg, Du bist neue Bestzeit (3:06) gelaufen! Die magische Drei-Stunden-Grenze zieht Jörg also weiter in ihren Bann und die nächste Chance kommt bestimmt! Annette lief in Fürth den Halbmarathon fast zehn Minuten schneller als in Bamberg und kam als fünfte Frau mit Platz zwei der W20 wieder aufs Podest. Axel musste beim 10-km-Lauf zwar unter der prallen Mittagssonne leiden (Start 13 Uhr!), aber trotzdem war er sechstschnellster Mann und gewann sogar die M35! [John]

24.05.11: Erlangen, Bahnlaufserie III (800m, 5000m)
Der dritte Tag der Erlanger Bahnlaufserie war wieder ein echter Höhepunkt. Nicht nur, dass bei angenehmen Temperaturen aber zum Teil böigem Westwind wieder viele hochkarätige bayerische Senioren und einige TV48-Triathleten der Regionalliga am Start waren. Nein, auch deren derzeitiger Gast aus München, Faris Al-Sultan, zeigte über 5000 m, was einer der besten deutschen Triathleten und Hawaii-Sieger in einer Einzeldisziplin zu leisten im Stande ist. Davor war der prominente Athlet bei den teilnehmenden Damen schon heiß begehrt (…) für Erinnerungsfotos. Faris überzeugte sportlich durch ein mutiges Rennen, bei dem er nach der Anfangsphase bald zu dem führenden Valentin Schumann (Lichtenfels) aufschloss, der am ersten Tag der Bahnserie schon die 1500 m gewonnen hatte. Bei abwechselnder Führung setzte sich Valentin wieder mit einem lockeren, 300 m langen Endspurt klar durch (15:37 min).
Dahinter sorgte dann der schnellste Erlanger für Spannung: Der deutsche Senioren-Crossmeister Joachim Herrmann war als Führender der Verfolger dem Spitzenduo bis zur vorletzten Runde mit konstantem Abstand (ca. 40 bis 50 m) auf den Fersen und steigerte dann sein Tempo. Dadurch kam er dem am Ende stark abbauenden Faris zwar deutlich immer näher, konnte ihn aber nicht mehr ganz einholen. Im Ziel war bei einer Zeit von 15:53 min ihr Abstand nur noch 0,6 Sekunden. Hinter Herrmann, der damit so nebenbei mittelfränkischer Meister über 5000 m wurde, überraschte der 20jährige Erlanger Schwimmer und Triathlon-Nachwuchs Max(imilian) Schwetz auch als Läufer. Max "klebte" quasi hinter Joachim und musste erst abreißen lassen, als Joachim final beschleunigte, und blieb damit sogar noch klar unter der 16-Minuten-Grenze (15:57). Bei den Frauen setzte sich über 5000 m erwartungsgemäß Andrea Dorr (Roth) als neue mittelfränkische Meisterin in 20:12 min durch, die erst eingangs der Zielgraden die bis dahin führende ehemalige LGE-Läuferin Carmen Valerius (Ahlen; 20:15 min) locker überspurtete.
Über 800 m setzten sich im ersten Rennen des Tages mit der erst 15-jährigen Christina Heidenreich (LGE, 2:51 min) und Marcel Fabian (Fürth; 2:20) zwei Jugendliche klar gegen die Seniorinnen und prominenten Senioren trotz der heftigen Windböen durch.
Nach allen Läufen wurden die Teilnehmer geehrt, die an allen drei Tagen der Serie teilgenommen hatten. Unter ihnen waren aus Erlanger Sicht erfolgreich: Andreas Sommer (TV48-Triathlet), M65-Senior Helmut Müller (LGE) - sogar mit vier Starts - und Luigi Babusci, ein schneller Italiener aus Mailand, der derzeit bei Siemens in Erlangen arbeitet. [John] - Fotos: Johannes Hoffmann

Schumann, Al-Sultan und Herrmann war auch die Reihenfolge im Ziel

kurz vor dem 800m-Ziel geht's um jede Zehntel
22.05.11: Hamburg, deutsche Marathon-Meisterschaft
Einen ergreifenden Wettkampfbericht von Carsten über sein "Sterben für die Mannschaft" gibt es hier!

17.05.11: Erlangen, Bahnlaufserie II (3000m)
Auch am zweiten Tag der diesjährigen 8. Erlanger Bahnlaufserie konnten sich die Teilnehmer nicht über die äußeren Bedingungen an dem windstillen Frühlingsabend beklagen. Leider war die Anzahl der Teilnehmer nicht so groß wie in den letzten Jahren, was  wohl an namhaften Stadion-Wettkämpfen lag, die zeitnah stattfanden (z.B. 2 Tage vorher in Schwandorf). Obwohl auch der Erlanger Mittelstreckler Karl-Georg Spitz (LG/ TB88; #569) gerade in Schwandorf über 800 m gestartet und guter Zweiter geworden war (s. Bericht unten: 15.05. Schwandorf), passten ihm die 3000 m "zuhause" gut in seinen Saisonaufbau. Mit einer 68-s-Runde startete Spitz locker, setzte sich natürlich sofort deutlich nach vorne ab und zog das restliche Feld seines Laufs zu einem viel zu schnellen Anfangstempo hinter sich her. Folglich hatten die Verfolgergruppen in dem Schlussabschnitt sehr zu kämpfen (die führende Frau stieg sogar 3 Runden vor Schluss aus) und verloren hier wertvolle Sekunden. Nicht aber Spitz, der in gewohnter Manier auf den letzten 200 m seine hohe Endschnelligkeit demonstrierte und somit im Ziel noch klar unter 9 Minuten blieb (8:46 min). Zweiter wurde Michael Batz von der TSG 08 Roth in 9:23 min.

Der Ausstieg der Favoritin machte den Weg zum Frauensieg nun frei für die A-Jugendliche Sophia Franz (Lichtenfels; #372; 11:52 min), die über 1500 m vor Wochenfrist nur ganz knapp geschlagen Zweite geworden war. Weitere Erlanger Siege erreichten in den Altersklassenwertungen Jörg Fiedler (M45; #571) und Helmut Müller (M65; #365), der wie über 1500 m in seiner Klasse dominierte. [John] (Fotos von J. Hoffmann)

Gute Stimmung schon vor den 3000m-Starts:
Lauf 1 (oberes Bild) und
Lauf 2 (links)

Fotos: J. Hoffmann

15.05.11: Schwandorf, Bayerische Meisterschaft 10.000 m
Die Zeit war mal wieder reif dafür und auch Joseph war reif für diesen Erfolg: Glückwunsch dem Bayerischen Meister 2011 über 10.000 m! Das war
sein Projekt, und schon wie er seine Chance dazu sah, sich noch kurzfristig anmeldete und die Chance entschlossen nutzte, war eine reife Leistung. Dieser ließ er umgehend die eigentliche Leistung auf der Tartanbahn im Schwandorfer Stadion folgen.

Die Bayerische Meisterschaft 2011 über 10.000 m fand dort im Rahmen des Sparkassen-Meetings statt, bei dem auch einige starke Leichtathleten aus dem nahen Tschechien teilnahmen. Während sich fast alle Athleten/innen über die plötzlich kühlen Temperaturen weniger freuten, spornten diese vor allem die Langstreckler/innen bei ihren Landesmeisterschaften  zu besonderen Leistungen an. Um 18:30 Uhr am Sonntagabend wurden die 10.000 m gestartet und Joseph gestaltete sein Rennen souverän: Die 5000 m wurden in 15:53 min (für Joseph) relativ locker durchlaufen. Ab 7000 m hat Joseph das Tempo enorm verschärft und sich in dem kleinen, aber hochkarätigen Feld auch bald abgesetzt. Einige Mitfavoriten (z.B. aus Fürth) waren da schon ausgestiegen. Problemlos hielt er den nötigen Vorsprung bis ins Ziel, das er mit Bestzeit (31:19,17 min) erreichte, die nur 19 s über dem Erlanger Stadtrekord liegt. Joseph belegt mit dieser Zeit derzeit den 13. Platz in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands und sieht gute Chancen, sich damit auch für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2012 zu qualifizieren. Dazu muss er allerdings am Jahresende mindestens auf Platz 20 der Jahres-Bestenliste stehen.
Im Rahmen des Meetings konnte auch Karl-Georg Spitz (TB 1888 Erlangen) gefallen. Im Finale über 1500 m musste sich der spurtgewaltige Erlanger in 1:55,35 min nur um anderthalb Zehntel Sekunden dem Bayerischen Meister Tobias Gröbl (LG Zusam) geschlagen geben. [John]

Joseph kontrolliert das ganze Rennen (Kiefner-Foto zum Vergrößern anklicken)
14.05.11: Ingolstadt (Halbmarathon)
Vorjahressieger Christian Dirscherl war nicht der einzige Favorit. Das war vielmehr der einheimische Mittelstreckler Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt), bei dem wieder nur die Frage war, ob er ein hohes Tempo über die ganze Distanz würde durchhalten können. Gleich ihr Anfangstempo war viel zu hoch (9:30 min für die ersten 3 km!), zu dem sich Heiko und Christian durch die Anfeuerungen der vielen tausend Zuschauer hatten verleiten lassen. Die standen nämlich dicht gedrängt an dem neuen schönen Rundkurs, da er viel kleiner war als der bisherige. Das machte es den Spitzenreitern später schwer, deutlich langsamere Teilnehmer zu überrunden. Zudem war der neue Kurs mit seinen Kurven, Anstiegen und Gefällstücken schwer zu laufen. Das sorgte - wie auch das schwüle Wetter - zusätzlich für langsamere Zeiten im Ziel. Die erste Runde und noch bis km 11 liefen sie einträchtig zusammen. Danach konnte sich Heiko kontinuierlich mehr absetzen und hielt diesen Vorsprung bis ins Ziel, das Christian in 1:11.09 Std. mit 50 Sek. Rückstand als Zweiter erreichte. Zwar hatte Heiko auf den letzten Kilometern richtig schwer zu kämpfen, aber Christian kam einfach nicht mehr näher heran. Die erste Enttäuschung war dann auch schnell bei Christian verflogen, denn er hatte schon damit gerechnet, dass es heute schwer werden würde, sich gegen den Lokalfavoriten durchzusetzen. Der Möhrendorfer Triathlet Bernd Hagen wurde unter den 2724 Finishern in 1:14:40 Std. guter Fünfter.

13./ 14.05.11: Yutz (Frankreich), Senioren-Europameisterschaft (10 km/ 3x 4km)
Die Senioren-EM war ein erklärtes Saison-Ziel für Denis und Joachim und beide waren wieder auf den Punkt fit. Der Zielwettkampf war der Lauf über 10 km, der bereits am Freitag, den 13. um 12 Uhr mittags im Zentrum der französischen Kleinstadt Yutz (Lothringen) gestartet wurde. Die Stimmung war entspannt und die Organisation einschließlich Wetter (20°C) waren perfekt. Das große Feld der weit über 1000 europäischen Senioren, unter ihnen sehr viele Klasseläufer, wurde in drei Starts auf zwei flache Stadtrunden unweit der Mosel geschickt. Denis (M35) und Joachim (gemäß internationaler Regel M45, da hier der Geburtstag und nicht das Geburtsjahr zählt) starteten entsprechend ihren AK im dritten Rennen, wobei sie ihre Rennen erwartungsgemäß ganz unterschiedlich gestalteten. Während Denis sich einen Platz in der ersten Startreihe sicherte, um gut weg zu kommen, sortierte sich Joachim etwas weiter hinten ein, um kraftsparend anzugehen. Prompt lief Denis so schnell mit der Spitze los, dass er dies bereits nach 500 m spürte und Tempo raus nahm. Nach zweieinhalb km wurde er von den zwei schnellsten deutschen Läufern (auch M35) überholt und versuchte, so lang wie möglich an ihnen dran zu bleiben. Da ihm das mit seinem großen Kampfgeist auch halbwegs gelang, kam er mit guten 33:11 min als Neunter der M35 ins Ziel und gewann mit der schnellsten deutschen Dreiermannschaft die Silbermedaille der M35er hinter Spanien und vor Frankreich. Joachim fand nach dem Start im dichten Teilnehmerfeld bald eine Gruppe mit dem für ihn passenden Tempo. Nach 16:46 min bei km 5 (knapp 40 s hinter Denis) und weiteren etwas verschleppten 2 km, verschärfte er mit seinem Mannschaftskollegen Reiner Zender (einem guten Mittelstreckler) das Tempo. Sie lösten sich schnell aus der Gruppe. Ca. 1500 m vor dem Ziel zog Reiner noch etwas davon, hatte aber im Ziel nur 2 s Vorsprung auf Joachim (33:33 min), der 6. der M45 wurde und mit der M45-Mannschaft ebenfalls Silber gewann, diesmal hinter Frankreich und vor Spanien.
Für die Cross-Staffeln (3x4km) am nächsten Tag war ein flacher Wiesenkurs an der Mosel abgesteckt. Die AK-Mannschaften M35 bis M55 liefen hier bei kühlem Wetter in einem Lauf. Hier trumpfte der deutsche Crossmeister auf: Joachim hatte noch so viel Kraft, dass er als zweiter Staffelläufer den 50 m Vorsprung der Schweizer Mannschaft schon nach 2 km zulaufen konnte, noch zwei weitere Läufer kurz vor dem Staffelwechsel überholte und als Vierter wechselte. So musste Reiner den deutschen Staffel-Mannschaftssieg der M45 nur noch nach Hause laufen. Hinter einer gemischten Staffel (?) waren Denis und seine zwei deutschen M35-Mitstreiter die schnellste Länderstaffel und wurden dafür auch mit Mannschaftsgold belohnt. [John/ Joachim]

10.05.11: Erlangen, Bahnlaufserie I (1500m)
Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten sich die gut 30 Starter der diesjährigen 8. Erlanger Bahnlaufserie über beste äußere Bedingungen an einem windstillen Frühsommerabend freuen. Viele der 30, die ihr Rennen beendeten, waren auch mit ihren Zeiten im Ziel ganz zufrieden, die wieder mittels der elektronischen Zeitmessanlage der LG Eckental ermittelt wurden. Dieses genauere Verfahren gewährleistet (im Gegensatz zur Handstoppung), dass die Ergebnisse mit Hundertstel-Sekunden  in die Bestenlisten des Verbands übernommen werden.

Valentin checkt: wie weit noch bis zum Ziel?
Fotos:
Johannes Hoffmann
Überlegener Sieger wurde der Lichtenfelser Valentin Schuhmann (#369; 4:04 min), der sich mit seiner bekannt hohen Endschnelligkeit gegen den Sieger von 2009, Markus Göttert (Gera; #385; 4:09 min), auf den letzten 200 m klar durchsetzen konnte. In dem starken Männerfeld blieben diesmal fünf unter 4:20 min! Glanzpunkte der Veranstaltung setzten aber auch die Senioren: Für die LG Erlangen siegte in der M50 Joachim Herrmann (#384) ganz überlegen (4:26 min), obwohl er das ganze Rennen (mangels Konkurrenz) alleine laufen musste. Damit katapultierte er sich wieder in den Bestenlisten ganz nach oben.
In der M60 gewann der mehrfache Seniorenweltmeister Johann Schrödel (Roth; #381) überlegen in 4:54 min mit 5 Sekunden vor seinem Dauerrivalen und mehrfachen deutschen Meister Kurt Herbicht (Lichtenfels; #359).
Die Frauenkonkurrenz gewann die Erlangerin Anna Behning (TV 1848 Erl.; #389) in 5:25,2 min mit einer Zehntelsekunde hauchdünn vor der A-Jugendlichen Sophia Franz (Lichtenfels; #372). Am 17. Mai wird die Bahnlaufserie mit dem Wettbewerb über 3000 m fortgesetzt. Diese und die eine Woche später angebotene 5000-m-Strecke können bei erfolgreicher Teilnahme für das Sportabzeichen gewertet werden. [John] [weitere Fotos von Johannes Hoffmann]

07./08.05.11: Happurg, Stauseelauf (10 km); Bamberg, Weltkulturerbelauf
Beflügelt durch seine Marathonbestzeit lässt Veit zur Zeit die Sau raus und absolvierte nach den üblichen drei Wochen Regeneration gleich einen Doppelstart:
Beim Happurger Stauseelauf wollte er am Anfang testen, was von der guten Form noch vorhanden war, und lief die ersten fünf Kilometer volles Tempo. Mit einer Durchgangszeit von 17:34 min nach 5 Kilometern war er sehr zufrieden, denn einfach waren die Rahmenbedingungen nicht gerade. Da aber noch die Staustufe zweimal zu laufen war und die Hitze schon mächtig drückte, sah er die Chance, dieses Tempo ins Ziel zu retten, als gering an. Deshalb nahm er etwas Tempo heraus, schonte seine Kräfte und lief mit zwei anderen aufkommenden Läufern bis km 8. Dann gab er erneut Gas, setzte sich ab und gewann als Gesamt-Fünfter seine AK. Als Bonus gab es ein wunderbares kostenloses (!) Kuchenbuffett im Ziel!
In Bamberg wollte er über die 10,9 km vor allem wegen der gigantischen Stimmung starten, auch wenn der Kurs gerade auf den ersten Kilometern viel Potenzial bietet, sich Gesundheit und Form zu ruinieren. Somit lief er langsam an und machte wie am Vortag am Ende noch einmal richtig Tempo, diesmal aber 5 km lang. Da er am Start viel zu weit hinten war, konnte er  noch zusätzliche Motivation aus ungezählten überholten Läufern schöpfen. Einen Konkurrenten nach den anderen einzusammeln und dabei diese Stimmung mitzunehmen, war echt Klasse und führte erneut zum AK-Sieg. Beim darauf folgenden Halbmarathon war Jörg wieder auf dieser Streckenlänge am Start. Und es lief gut bei ihm, obwohl es sein Abschluss einer harten Trainingslagerwoche mit hohem Kilometerumfang war. Das Höhenprofil des Halbmarathons ist nämlich wesentlich anspruchsvoller als beim 10,9-km-Lauf und die Frühsommerhitze schlug gerade hier erbarmungslos zu. Das konterte Jörg aber mit einer klugen Laufeinteilung. Um so erfreulicher waren für ihn sein 4. AK-Platz und die Genugtuung, kurz vor dem Ziel noch die schnellste Frau zu überholen. [Veit/Mi]

Veit lässt die Sau raus ...
(Foto: H. Sitzmann/Fourrunners)


Jörg auf Bestzeitkurs
(Foto Dirk Uhlig)

25.04.11: Scheßlitz, Osterlauf (Halbmarathon)
Jörg Fiedler ist gut auf Kurs zu seinem Traumziel: Marathon sub 3! Nur 15 Tage nach dem bestimmt nicht leichten Obermain-Marathon, den er nach Plan jedoch nur locker laufen wollte, ging er bei dem Scheßlitzer Halbmarathon am Ostermontag wieder an den Start. Auf der flachen, aber auf ihren langen Geraden windanfälligen Strecke war sein nächster Vorbereitungswettkampf für den Metropolmarathon in Fürth. Wie man immer so schön sagt, aus dem vollen Training heraus, denn Jörg hatte bereits eine harte Trainingswoche hinter sich. Aufgrund der aufkommenden Hitze und der Erfahrung vom 10-km-Lauf in Neuhaus lief er das Rennen vorsichtig, d.h. relativ langsam an. Zu vorsichtig, wie ihm seine Zwischenzeiten verraten haben, vor allem zwischen km 3 und 12. Allerdings schwankten die km-Zeiten extrem, da ein starker Wind wehte. Gegen den Wind wurden es zeitweise über 4 min/km und mit dem Wind so um die 3:45. Ab der Hälfte der Strecke wurde Jörg bis zum Schluss immer schneller, obwohl er jetzt "einsam und ganz alleine" lief.
Vielleicht war das aber genau die richtige Taktik und der richtige Wettkampf zum richtigen Zeitpunkt, denn Jörg unterbot seine bisherige Bestzeit um anderthalb Minuten auf 1:22,53 h! So nebenbei kam er als Neunter in die Top-Ten, wurde Zweiter der M45 und ließ auch einen Großen der Laufszene, den M60-Läufer Martin Wahl (mehrfacher deutscher Meister vom WSV Oberhof), klar hinter sich. Jörg freute sich zu Recht: "Das schnelle Laufen fiel mir leicht, mein Körpergefühl war gut und ich glaube, die Zeit war noch nicht das Ende der Fahnenstange!" Da kann man ihm nur die Daumen drücken. [John]


17.04.11: Griesheim, DLV-Halbmarathon-Meisterschaft
Durch die guten Ergebnisse der letzten Meisterschaften motiviert, fuhren drei LGEler ins Hessische, um als Mannschaft die deutschen HM-Meisterschaften zu laufen. Hier Joachims Eindrücke:
Es war fast Mittag, als wir auf die Strecke geschickt wurden. Pünktlich zum Start kam dann die Sonne hinter den Wolken zum Vorschein und die Temperatur stieg schlagartig. Im Verlauf des Rennens wurde es immer wärmer, und eine Wasserstation alle 5 km war eindeutig zu wenig, um sich effektiv Erfrischung zu verschaffen. Die 2,5 km-Pendelstrecke kam zwar den Zuschauern entgegen, aber die Wendepunkte waren nicht einfach zu nehmen. In Richtung Westen ging es leicht bergab, in Richtung Osten entsprechend leicht bergan bei Gegenwind. Die Strecke war damit schwieriger zu laufen, als wir erwartet hatten. Nach heftigem Gedränge am Start, mit 5 min Verzögerung (so lange dauerte es, bis alle hinter die Startlinie gedrängt waren), ging es auf die 4 Pendel-"Runden".


Joseph (noch) in voller Fahrt

Christian konzentriert und taktisch klug laufend

Ich war die ersten 3 km einen Tick zu schnell (rund 10:00 min). Dann habe ich etwas Fahrt rausgenommen und bin in einer guten Gruppe in 34:20 min die 10 km durch. Ab km 15 konnte ich das Tempo nicht mehr halten und bin aus der Gruppe rausgeflogen. Vielleicht fehlten durch die vielen Meisterschaftsrennen in den letzten Wochen die längeren Läufe und die Substanz. Jedenfalls wurden meine Haxen immer fester und ich musste mich quälen, um das Rennen noch halbwegs gut über die Runden bis zum Zieleinlauf im Stadion zu bringen. Der Meistertitel war heute einfach nicht drin.
[Anmerkung: Es reichte aber zum AK-Vizetitel - Glückwunsch!!]
Christian lief ein flottes, sehr gleichmäßiges Rennen und erkämpfte sich in 1:09,31 h einen tollen 22. Platz. Damit war er nach Tobias Schreindl von der LG Passau der zweitbeste Bayer - und das trotz einer schwierigen Vorbereitung (auf seiner kürzlichen Dienstreise nach Peru blieb ihm nur ödes Laufbandtraining). Nun brennt er darauf, beim nächsten HM in Ingolstadt noch schneller zu sein.
Joseph fühlte sich gut, war aber für diese Distanz nicht besonders gut vorbereitet. Deshalb lief er kontrolliert an, eine gute Zeit als Ziel, die uns in der Mannschaftswertung nach vorne bringen sollte. Bis km 8 klappte das auch gut. Als er gerade versuchte, zu der Gruppe vor ihm aufzuschließen, plagten ihn plötzlich wie in Burgebrach vor 2 Wochen stechende Bauchmuskelschmerzen. Schon bei km 9 war dann Feierabend mit der schnellen Fahrt und er musste sogar mehrmals kurz stehen bleiben, um sich zu lockern. Super, dass er für die Mannschaftswertung noch "durchgejoggt" ist! Immerhin wurden wir mit neuem Stadtrekord hinter der LG Passau noch 9. von 79 Mannschaften! [Joachim/Mi]

10.04.11: Staffelstein, Obermain-Marathon
Den Obermain-Marathon um die oberfränkische Kurstadt Bad Staffelstein konnten die 331 Finisher bei herrlichem Frühlingswetter erleben. Nach frischen Morgentemperaturen zum Start sorgten die stechende Sonne und die erste harte Steigung nach 4 km hoch zum Kloster Banz mit ca. 150 HM schon dafür, dass es den Läufern bald warm wurde. John, Jörg und Gertrud nahmen diese Steigung ganz unterschiedlich. John kletterte recht schnell hoch – etwas zu schnell, wie er an seinen müden Beinen schon nach 10 km feststellte. „Bergziege“ Jörg ließ sich da viel mehr Zeit und Gertrud hatte weniger bergauf, aber vielmehr bergab Probleme (Fersenunterseite). Noch heißer wurde der Tanz über die beiden Steigungen, an Vierzehnheiligen vorbei und über eine Rampe auf das Plateau des Staffelberges (beide in Summe ca. 260 HM), das nach der Streckenhälfte erreicht wurde. Dann endlich ging es kontinuierlicher und länger bergab, und gut war der dran, der sich noch genügend Körner aufgehoben hatte, um flott runter zu „rollen“. John hatte sich am „zweiten Berg“ wieder erholt und sich auf eine gute Position vorgearbeitet (ca. Platz 20). Er wollte nichts unversucht lassen, um in seiner AK gegen die starke Konkurrenz aus Fürth und Nürnberg gut zu bestehen. Das bedeutete für ihn, möglichst in 3:20 h zu finishen (vorjährige M55-Siegerzeit). Nach 35 km schien dies Vorhaben gefährdet, aber nicht weil John langsamer wurde, sondern wegen falsch positionierter km-Schilder. Entsprechend „kürzer“ waren km 37 und 38, die er je weit unter 4 min absolvierte und dann die angestrebte Zeit in 3:18:28 h klar unterbot, als er als 28. finishte. Das hatte John u.a. Josefs Betreuung zu verdanken! Doch es reichte nicht: der amtierende deutsche Marathon-M55-Vizemeister Dittmar (Fürth) hatte sich schon weit vor John in exzellenten 3:04 h den AK-Sieg gesichert. Damit langte es für John nach guter Vorstellung noch zu Platz zwei. Jörg unterbot auch sein Vorhaben, locker in 3:50 h zu finishen, um 9 min, war aber danach auch viel erschöpfter als geplant. Gertrud baute wegen ihrer Fersenprobleme auf der zweiten Bergab-Hälfte deutlich ab und finishte mit 4:04 h als Vierte der W50. [John]


John freut sich über Josefs erstklassige Betreuung, der aber selbst gerne gelaufen wäre.
Foto: Jörg (alle Bilder)

10.04.11: Linz-Marathon (Österreich)
Durchbruch für Veit Riedlberger: In Linz gelang es ihm, dem Mann mit dem Hammer zu trotzen. Ohne den häufig erlebten Einbruch auf den letzten Kilometern markierte Veit eine neue Marathonbestzeit bei Platz 51 unter mehr als 1000 Finishern. Glückwunsch! Jetzt sind dann die 2:50 h fällig, oder? Veits Schilderungen zu seinen Bestzeitenlauf:
Die Strecke ist bis auf drei  Rampen relativ schnell und aufgrund vieler langer Geraden sehr leicht zu laufen (ähnlich wie in Frankfurt). Auch der Service (Eigenverpflegung, Getränkeversorgung über Flaschen und nicht Becher) und die Stimmung vor allem auf der ersten Runde sind super. Die Probleme: Einige Passagen laufen durch das Industriegebiet und sind entsprechend öde. Zudem ist, wie bei jedem Marathon, der mit HM und anderen Strecken gestartet wird, das Feld sehr unübersichtlich, und man läuft unrythmisch. Den Läuferzug Richtung 4 min/km habe ich nicht gefunden und war nach Kilometer 15 alleine (nach Kilometer 21dann absolut ohne jede Gesellschaft). Dazu kamen als Probleme noch ein extrem unangenehmer Wind und die Sonne, die einfach nur vom Himmel brannte. So konnte ich leider nie exakt mein Tempo laufen. Die ersten 21 Kilometer konnte ich meinen 4er-Schnitt im Durchschnitt dennoch in etwa halten, dann habe ich beim Versuch, diesen Schnitt zu halten, leider etwas überzogen. Nach einer steigenden Gerade mit Gegenwind zwischen Kilometer 23 und 25 war ich platt und musste, um Schlimmeres zu verhindern die nächsten fünf Kilometer deutlich Tempo herausnehmen. Von Kilometer dreißig bis ins Ziel lief es dann wieder einigermaßen, und ich konnte immerhin die Sub 2:55 h retten.
Sein Fazit: Insgesamt haben das Training und die Form gepasst, ich konnte durchlaufen, hatte zum ersten Mal das Gefühl, bei Kilometer 39 noch beschleunigen zu können (das habe ich aber lieber unterlassen, um die 2:55 h nicht zu riskieren). Zudem hatte ich erstmals auf den zweiten 21 Kilometern ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Überholen und Überholtwerden (zwei zu zwei). Ein deutliches Indiz dafür, dass auch alle anderen sehr zu kämpfen hatten und ähnlich langsam wurden. Bei besseren Bedingungen wäre sicher mehr gegangen, insgesamt bin ich aber über die PB happy... [Veit/ John]

09.04.11: Burghaslach, 4. Bayern Cup-Lauf (10 km)
Die Traditionsveranstaltung Drei-Franken-Lauf, die zum 29. Mal ausgetragen wurde, litt unter schlechter Teilnahme-Resonanz. Gerade mal 123 liefen im Hauptlauf mit! Bei sonnigem Wetter, aber starkem Gegenwind, besonders auf den Steigungen, war es für Helmut Müller in der AK M65 leicht, mit 46:08 min zu gewinnen. Es waren nämlich nur zwei M65er und keine Konkurrenten für ihn da. Also war es diesmal auch leicht, im Bayerncup zu punkten. [Helmut/ John]



Joseph kämpft gegen die Hitze,
muss aber abreißen lassen
(Foto: Fourrunners)

03.04.11: Burgebrach, BLV-Meisterschaft 10 km
Obwohl die bayerische 10 km-Meisterschaft nun einmal im zeitigen Frühjahr stattfand, war sie doch wieder etwas für Hitzetypen: Temperaturen von 23° C, eine sengende Sonne vom wolkenlosen Himmel - im Sommer wären das relativ gute Bedingungen, doch so früh im Jahr war die starke Erwärmung doch zuviel des Guten. Dazu kam eine völlig schattenlose Strecke im Burgebracher Industriegebiet, in dem immerhin beim Passieren des Start- und Zielbereichs einige Zuschauer die Läufer anfeuerten. Die Athleten mussten sechsmal dort vorbei - schon nach dem dritten Mal begannen die lästigen Überrundungen. Trotzdem war der Lauf gut organisiert, besonders die Schwämme an der Verpflegungsstelle fanden reißenden Absatz. Eine kalte Dusche wäre allerdings noch besser gewesen.
Die LGE war mit fünf Männern am Start, die alle (gegen den Trend) der Hitze trotzten und finishten. Wie schon in Pfaffenhofen lief Joseph entschlossen an der Spitze mit und wollte auf jeden Fall um den Sieg mitkämpfen. Nach dem ersten schnellen km (2:56 min) ging die Spitzengruppe mit 15:20 min bei km 5 durch, bevor alle der hohen Temperatur Tribut zollen mussten. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Joseph und der schnelle Mittelstreckler Tobias Gröbl (LG Zusam) schon etwas vom Feld abgesetzt. Nach einigen Tempowechseln hoffte Joseph auf die Schwächephase von Tobias, aber es kam leider genau anders herum: Einen reichlichen Kilometer vor dem Ziel bekam Joseph Probleme mit der Bauchmuskulatur, musste abreißen lassen und wurde noch von drei Läufern überholt. Dennoch reichte es in 31:43 min zum fünften Gesamtplatz.

Jeweils im Minutenabstand stürmten die nächsten LGEler über die Zeitmessmatten: Christian lief ein taktisch kluges Rennen und finishte als Neunter in 32:38 min. Joachim kam mit der Wärme (wider Erwarten) am Besten zurecht; er gewann die M50 mit fast zwei Minuten Vorsprung in 33:44 min. Mit dieser Zeit hätte er sogar noch die M40 und M45 gewonnen. Das war schon der dritte Titel in diesem Jahr! Alle drei zusammen belegten als Mannschaft den dritten Platz - eine Sekunde hinter den Zweitplatzierten und nur acht Sekunden hinter den Siegern. So knapp ging es wohl lange nicht mehr zu!
Eine reichliche Minute nach Joachim kamen die weiteren LGEler ins Ziel: Carsten konnte nach einer verkorksten Marathon-Trainingswoche wegen der Blockade eines Hüftgelenks nicht die gewohnte Leistung zeigen und wurde am Ende von Björn überspurtet, der noch knapp unter 35 min finishte. [Mi/John]

26.03.11: Erlangen, Winterwaldlauf
Der 11. Erlanger Winterwaldlauf lockte erneut ein Rekord-Teilnehmerfeld in die Brucker Lache. 1154  Läufer und Walker kamen ins Ziel und konnten bei gutem Laufwetter aufgrund der Abkühlung am Samstag auch größtenteils gute Zeiten verbuchen. Damit ist nicht nur die Anzahl der Zielankünfte um sagenhafte 28 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen, sondern auch die sportliche Qualität in der Spitze und bei den Altersklassen, wobei auch ein neuer Streckenrekord zu vermelden ist. Besonders der 15-km-Lauf konnte seine Teilnehmerzahl mit 380 fast verdoppeln; ebenso wie auch die Walking-Wettbewerbe (73). Für sportliche Topleistungen bei beiden Hauptläufen über 10 km und 15 km sorgten wieder einmal die einheimischen Läuferinnen und Läufer aus Erlangen:
Beim Siemenslauf über 10 km gingen die beiden LGEler Christian Dirscherl und Joseph Katib zunächst sehr verhalten an, lag dieser Lauf doch genau zwischen den bayerischen Meisterschaften im Cross und über 10 km und sollte mehr dem Training dienen. Zusammen mit dem Nürnberger Thomas Hofmann "trabten" sie bis km 6, doch dann zog Joseph das Tempo an und wurde in der guten Zeit von 32:23 min neuer Siemens-Meister. Die letzten 5 km wurden in 15:30 min absolviert! Vorjahressieger Christian spürte seinen Trainingsrückstand und wurde Dritter. Senioren-Ass Joachim Herrmann, der hinter der Spitzengruppe einen einsamen Trainingslauf machte, kam als Vierter ins Ziel und siegte mit viereinhalb Minuten Vorsprung (!) in der M50. Bei den Frauen finishte Viola Schäffer, die Halterin des Streckenrekords, zwei Minuten vor der Erlangerin Ulrike Mayer-Tancic (LG Regensburg) und der Nürnbergerin Rena Ebestein. Neue Siemens-Meisterin wurde Jutta Stiegler aus Nürnberg (T 3000 Running Team). In der Mannschaftswertung waren die Erlanger mit Katib, Dirscherl, Herrmann, Rolf Frank und Schäffer wieder nicht zu schlagen. Zweiter wurde ein Team des TV48 Erlangen. Neben Herrmann, Schäffer (W35) und Mayer-Tancic (W45) konnte mit Pierre Stöth (M35) ein TV48-Triathlet einen weiteren Erlanger Altersklassensieg feiern.
Parallel zum Siemenslauf erfolgte wie üblich der Staffelwettbewerb. Unter 40 Staffeln, die die 10-km-Strecke auf zwei Personen aufteilten, ragten wie im Vorjahr Oliver Haensell und Michael Krug heraus. Obwohl beide weit jenseits einer guten Form waren, erliefen sie sich bei 36:47 min anderthalb Minuten Vorsprung vor dem zweiten Team, einer LGE-Jugendstaffel mit Jannick Fritsch und Sebastian Schindler (TV48). Für die beste Mixed-Staffel liefen Ingrid und Christian Schmitt. Die Frauenwertung der Staffeln gewannen die Jugendlichen Celine Landgraf und Cosima Gundermann von der LG Forchheim.


Joachim (#555) und Joseph (#444) lassen Andere losstürmen,
um nach 10 km zuzuschlagen. (Fotos: A. Weiss)

Carsten (#1111) geht ruhig an und
gewinnt dann die 15 km leicht.
Beim 15-km-Wettbewerb liefen die beiden LGEler Carsten Stegner und Denis Mietzsch einträchtig mit Jürgen Wittmann (TSV Burghaslach) die beiden ersten der drei 5-km-Runden zusammen. Dann setzte sich Carsten leicht um eine halbe Minute ab und siegte in 51:55 min vor Denis und Jürgen. Bei den Frauen überraschte die vereinslose Erlangerin Sigrid Hoffmann die Konkurrenz mit einem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. Hoffmann steigerte sich gegenüber dem Vorjahr, wo sie Dritte wurde, um fast dreieinhalb Minuten und siegte mit neuem Streckenrekord (1:01:29 min) vor Annette Kotissek (LGE) und Andrea Stilper (TS Herzogenaurach). Ähnlich in der Altersklasse überragend wie Herrmann im 10-km-Lauf war wieder Manfred Dormann (Bad Brückenau) als Sieger der M 60 bei diesem Lauf, bei dem er  wieder weit unter einer Stunde ins Ziel lief. Neben Stegner (M35), Hoffmann (W40) und Kotissek (W20) konnten sich Helmut Müller (M65) und Gertrud Härer (W50) Erlanger Altersklassensiege sichern, obwohl dies nicht einfach war. Dafür sorgte nämlich die Wertung des 15-km-Laufs im Bayern-Lauf-Cup des BLV, einer Laufserie, bei der starke Läufer und Läuferinnen aus ganz Bayern in den Altersklassen antreten. Der zweite M45-Platz für Jörg Fiedler ist deswegen auch als schöner Erfolg anzusehen. In der Mannschaftswertung setzte sich wie beim 10-km-Lauf die LGE mit Stegner, Mietzsch, Fiedler, Kotissek und Müller vor dem Team der TS Herzogenaurach durch.

Als es um den Johnny-Pokal ging, herrschte wie jedes Jahr wieder ein Riesenandrang der Schüler. Deshalb hatte der Namenssponsor vorausschauend das Feld der rund 240 Schüler auf zwei Läufe über 1,0 und 1,7 km aufgeteilt. Das hatte dadurch zwei Riesenereignisse zur Folge, denn die Schülerfelder (und deren Eltern) konnten sich jetzt gegenseitig anfeuern und so für tolle Stimmung sorgen. Der Johnny-Pokal für die meisten Teilnehmer im Ziel war wie im Vorjahr fest in der Hand der Adalbert-Stifter-Schule, die ihr Rekordergebnis vom Vorjahr auf 150 Finishern steigern konnte und damit wieder fast zwei Drittel aller Teilnehmer stellte. Gewonnen wurde der Lauf über 1,7 km von Jonas Geiger (TSV Brendlorenzen) und bei den Mädchen wie im Vorjahr von Charlotte Ahrens (Post SV Nürnberg) in rekordverdächtigen 5:50 und 5:55 min, jeweils mit weitem Vorsprung. Über 1,0 km kamen Sieger und Siegerin von der Adalbert-Stifter-Schule: Malte Rademacher (in 3:49 min) und Anja Fischer. [John]

19.03.11: Pfaffenhofen, BLV-Crossmeisterschaften
Die diesjährige Cross-Meisterschaftsstrecke galt für viele Athleten und Trainer als sehr schwer, weist sie doch pro 2,15km-Runde 79 Höhenmeter aus. Die Anstiege waren zwar nicht sehr steil, aber langgezogen und deshalb mit jeder Runde anstrengender. Dazu kamen eine Bergab-Passage mit knöcheltiefem Schlamm und ein sehr wasserreicher Wiesenabschnitt. Kurz gesagt: Es war ein richtiger Crosslauf. Da das Wetter mitspielte (7° C, trocken, etwas Wind), stand guten Leistungen nichts im Wege.
Die LGE hatte zwei Mannschaften am Start: Ein M45-Team mit Jean-Jacques, Jörg und Michael, das aber von einem M50er (Joachim) angeführt wurde. Er hatte nämlich auf einen Start in seiner neuen AK verzichtet und ist dafür in der jüngeren AK an den Start gegangen. Gründe dafür waren die starke Konkurrenz dieses AK-Laufes und sein Wunsch, die Mannschaft zu verstärken.
Die Senioren mussten 3 Runden über insgesamt 6,55 km laufen. Da ihr Lauf erst der dritte des Wettbewerbs war, waren die Schlammpassagen anfangs noch nicht ganz so tief, aber das hielt nicht lange. Joachim ging sofort mit an die Spitze und konnte diese Position den ganzen Lauf über halten. Zusammen mit einem M40er hielt er die Konkurrenten in Schach und wehrte alle Attacken ab. Als Gesamtzweiter lief er ins Ziel und schaffte erstmals einen bayerischen Meistertitel - eine Glanzleistung, die ihm in den letzten beiden Jahren als "echter" M45er nicht gelungen war. Hut ab vor soviel Kampfgeist! Dieser Titel war schwer erkämpft und ist viel mehr wert als einer in der M50, den er vermutlich locker und mit großem Vorsprung erreicht hätte.
Die drei anderen LGEler kamen erst geraume Zeit hinter ihm ins Ziel, doch trugen Jean-Jacques und Jörg mit ihren guten Ergebnissen dazu bei, dass die Mannschaft den Vizetitel gewann. Für Jean-Jacques als Mittelstreckler waren die Berge das größte Problem, doch er lief trotzdem gut durch. Jörg hatte sich von seinem Tief in Neuhaus prima erholt und spielte wieder seine Lieblingsrolle als Bergziege. Dank seines geringen Gewichts konnte er auch über die Schlammpassagen geradezu "schweben". Michael orientierte sich an ihm und war im Ziel ebenfalls recht zufrieden.
Die andere LGE-Mannschaft lief beim Höhepunkt der Veranstaltung, der Langstrecke der Männer über 8,7 km (vier Runden). Da dieser Lauf als letzter gestartet wurde, war die Strecke schon entsprechend "präpariert" und stellenweise sehr schwer zu laufen. Joseph lief von Anfang an an der Spitze mit und sah eigentlich immer relativ locker aus. In der letzten Runde gelang es ihm, sich am vorletzten Anstieg von den verbliebenen drei Konkurrenten zu lösen und ca. 15 m Vorsprung herauszulaufen. Leider war das zu wenig, um dem explosiven Antritt des Regensburger Mittelstrecklers Julian Flügel abzuwehren, der am letzten Berg aufschloss und in einem unwiderstehlichen Schlussantritt Joseph regelrecht stehenließ. Im Ziel war Joseph zwar enttäuscht, doch er hatte wirklich keine Chance gegen diese Attacke gehabt. Umso höher ist es zu bewerten, dass es ihm trotzdem gelungen war, die beiden anderen von hinten heranstürmenden Gegner, darunter den im Vorfeld hochgewetteten Heiko Middelhoff, in Schach zu halten.
Christian musste sich schon in der ersten Runde einen Schuh neu binden, verlor deshalb den Anschluss und lief meist allein. Erst in der letzten Runde gab er noch einmal sichtbar Gas und lief als 12. ins Ziel. Björn spürte noch die Auswirkungen einer überstandenen Erkältung und hatte am Ende kaum noch Kraft in den Beinen. Dennoch hielt er im Interesse der Mannschaft tapfer durch. [Mi]

13.03.11: Schweinfurt, Maintallauf (HM)
Mit dem Einstieg in die Saison war Veit recht zufrieden auch wenn er etwas Lehrgeld zahlen durfte, So schildert Veit seinen Lauf:
"Am Anfang bin ich in einer großen Gruppe (ca. 10 Mann) hinter den beiden Führenden gelaufen. Bei Kilometer 5 sind wir in 17:45 min durch, so dass ich mir dachte, ich lasse besser mal abreißen. Leider war das die falsche Entscheidung, denn kurz darauf lief ich auf einer lange Gerade allein gegen den Wind. Am Ende der Geraden fiel die Gruppe vor mir auseinander und ich erhöhte mein Tempo, um auf den ersten Läufer vor mir aufzulaufen. Dies gelang auch, bei Kilometer 9 hatte ich ihn. Nur leider schien der sich im Wettbewerb „geirrt“ zu haben, denn bei Kilometer 10 ging er aus dem Rennen. Somit hatte ich die zweite Runde inklusive der besagten Geraden wieder alleine für mich, was für meine Motivation nicht gerade förderlich war. Bei Kilometer 18 stieg die Motivation aber wieder, da ein Läufer von hinten zu mir auflief und mich mitzog. Ich beschloss, mal zu testen, was noch geht, und versuchte, zu den beiden vor liegenden Läufern aufzuschließen. Leider wurde meine Tempoverschärfung jäh von einer Brückenrampe gestoppt, die mir regelrecht die letzte Luft nahm, so dass ich nicht unter, sondern mit knapp über 1:20 h ins Ziel lief."
Insgesamt zeigte Veit bei diesem Aufbau-Wettkampf eine schon gute Form und war mit diesem Tag zufrieden: „Ich habe mich auch nicht so verausgabt, sodass ich das Mararthontraining gleich wieder aufnehmen kann!“ [John]



Denis u. Carsten dominieren die M35
12.03.11: Neuhaus, 1. Bayern Cup-Lauf (10 km)
In Neuhaus startete wieder einmal die Laufsaison derjenigen, die sich Punkte beim diesjährigen Bayern Lauf-Cup sichern wollten. Bei bestem Laufwetter waren Denis und Carsten mit unterschiedlicher Taktik unterwegs auf der (angeblich schnellen) Neuhauser 10-km-Strecke: zwei flache Runden von ca. 4 km und der bekannte Schlussanstieg zum Sportplatz mit dem Cross-Finale auf Hoppelwiese.
Vom Start weg sorgte die Spitze mit dem überragenden Junior Martin Grau (11. der U20-WM im Hindernis-Lauf) gleich für ein flottes Tempo, wodurch sich bald zwei Fünfer-Gruppen bildeten. In der ersten ging Denis das Tempo mit, während sich Carsten in der zweiten Gruppe anfangs zurückhielt. Gegen Ende der ersten Runde lief Carsten vor, konnte Mitte der zweiten Runde Denis überholen und sich bei km 7 sogar auf den 3. Gesamtplatz vorarbeiten. Er wollte klar unter 34 Minuten bleiben, hatte aber nicht mit dem Anstieg zum Sportplatz gerechnet, der natürlich am Schluss eines harten Rennens schwer fällt und die Zeit schon verhageln kann. Der letzte Anstieg fiel Carsten dann auch sehr schwer und ließ ihn etwas einbrechen. So wurde er doch noch einmal überholt und verlor seinen 3. Platz wieder. Dennoch blieb er in einem guten Rennen noch knapp unter 34 Minuten, das für ihn mit einem klaren Sieg in der M35 endete. Denis, der insgesamt Fünfter und Zweiter der M35 wurde, fehlte am Ende - bedingt durch seinen Trainingsaufbau - zwar noch die Tempohärte, aber er ist für die nächsten "Duelle" mit Trainingspartner Carsten zuversichtlich. Das nächste gibt es allerdings über 15 km bereits beim Winterwaldlauf ...
Souverän siegte Neuzugang Helmut Müller erstmals für die LG Erlangen. In einem von Anfang an gleichmäßigen Rennen lag der erfahrene Senior der M65 im Ziel klar vor den Verfolgern und das trotz eines nur minimalen Trainingsaufwands, der eben mehr auf kürzere Strecken ausgerichtet ist. Jörg hatte leider keinen guten Tag; die Leichtigkeit der letzten Wochen war nicht da. Seine Ferse schmerzte dann auch wieder, aber er stieg nicht aus! Hätte er gewusst, dass die Mannschaft als Vierte nur knapp den dritten Platz verpasste und auch "nur" zweieinhalb Minuten zum möglichen Mannschaftssieg fehlten, dann ... [John]

05.03.11: Löningen, Deutsche Cross-Meisterschaft (5,84 km)
Hans Joachim Herrmann siegt bei Deutscher Cross-Meisterschaft
Einen sicheren Sieg konnte bei der Deutschen Cross-Meisterschaft im Rennen der Altersklasse M50 der Erlanger Hans Joachim Herrmann verbuchen, der im Ziel noch so frisch aussah, dass man nicht den Eindruck hatte, er habe sich voll verausgaben müssen.
Gut vorbereitet und erwartungsvoll fuhr Erlangens Top-Seniorenläufer Joachim zur Deutschen Crossmeisterschaft ins niedersächsische Löningen. Wollte er doch endlich seinen ersten DM-Titel gewinnen, nachdem er dies bisher oft nur knapp verpasst hatte. Ihn erwartete eine kreativ präparierte, schöne Strecke. Kreativität war auch gefragt, um in dieser flachen Landschaft eine anspruchsvolle Crossstrecke präsentieren zu können: Pro Runde (1400m) gab es jeweils 3 flache Hindernisse mit Strohballen, 3 eigens aufgeworfene "Panzerhügel", 2 kurze Steigungen an einer Naturtribüne und einen Abschnitt durch ein Beachvolleyballfeld. Nach der 80 m kürzeren Startrunde gelangen ihm drei ganz gleichmäßig gelaufene Runden, auf denen er seine Schnelligkeit und sein gutes Tempogefühl ausspielte. Das Ergebnis war ein souveräner und zudem locker herausgelaufener Sieg bei diesem Lauf der M50- und M55-Senioren und damit seine erste Deutsche Meisterschaft in der AK M50 - Glückwunsch!

Joachim bei der Siegerehrung ganz oben auf dem Podest
So schilderte Joachim seinen Rennverlauf: "In der 1. Runde hatte ich noch einen Begleiter, der ziemlich flott anlief. Dadurch gab es schon früh eine Lücke zum Rest des Feldes. Zu Beginn der 2. Runde hatte er aber sein Pulver schon verschossen. Der Rest ist schnell erzählt: ich lief mein Tempo kontrolliert weiter und der Abstand wurde von Runde zu Runde größer. Recht entspannt ging ich in die letzte Runde und konnte mir ausnahmsweise auf der Zielgeraden mal Zeit lassen und den Einlauf genießen. Mein großer Vorsprung war mir fast schon unheimlich. Sehr stimulierend waren die Anfeuerungen von den anwesenden Bayern aus Ingolstadt, Passau, Burgebrach und Rosenheim. Habe mich anschließend entsprechend revanchiert. Fazit: tolle Strecke, Stimmung und Organisation. Hat mal wieder Spaß gemacht!" [Joachim/ John]


Joseph am Ende des steilen Anstiegs; hinter ihm seine beiden Verfolger
26.02.11: Forchheim, Cross im Kellerwald (3460/7950m)
Obwohl es die oberfränkischen Crossmeisterschaften waren, führen doch fünf LGEler nach Forchheim, um einen anspruchsvollen Trainingslauf zu absolvieren.
Die Mittelstrecke war diesmal besonders stark besetzt, leider auch mit Läufern, die anfangs ein mörderliches Tempo einschlugen, um dann gleich am ersten steilen Anstieg zu "sterben" und den anderen Athleten den Weg zu versperren. Als Joseph sich endlich freigelaufen hatte, bestimmte er das Rennen von der Spitze her. Nach der Hälfte lagen seine beiden direkten Verfolger (s. Foto) noch ca. 20m hinter ihm. Immerhin handelte es sich um Mario Wernsdörfer und Stefan Hohberger, die Zweit- bzw. Drittplatzierten bei den letztjährigen bayerischen Crosslaufmeisterschaften auf der Langstrecke. Dann gab Joseph richtig Gas und hatte im Ziel mehr als 100m Vorsprung.
Auf der Langstrecke gab Veit ungewollt ein gutes Beispiel einer selbsterfüllenden Prophezeiung ab: Nachdem er im Vorfeld Angst vor etwaigen Verletzungen hatte, stürzte er prompt und schlug sich Knie und Hand auf. Trotzdem rappelte er sich schnell auf und lief als schnellster LGEler ins Ziel! Matthieu verbesserte sein Vorjahresergebnis erheblich und lief sehr stark, ebenso wie Bergziege Jörg. Ihm gelang es, seinem AK-Konkurrenten Klaus Geuß (SC Kemmern) fast eine halbe Minute abzunehmen und als Zweiter der M45 zu finishen. [Mi]

26.02.11: Karlstadt, Staustufenlauf (15 km)
Die flache Wendepunkt-Strecke des Staustufenlaufs führt entlang des Mains mit leichtem "Auf und Ab" und dem Start- und Finalabschnitt auf Kopfsteinpflaster im historischen Stadtzentrum. Der schnelle Kurs hätte bei dem sonnigen Winterwetter zwar ein gleichmäßiges Tempo erlaubt, aber nicht der Gegenwind auf dem ungeschützten Rückweg. John kam trotzdem immer gut zurecht, denn er hatte sich von Anfang an die richtigen Gruppen gesucht. Das half besonders gut auf dem Rückweg! Bei km 13 war seine kleine Krise: Müdigkeit und ein Übermaß an geschluckter Luft sorgten dafür, dass es ihm schlagartig schlecht wurde. Schnell fand John wieder seinen Rhythmus, ebenso den Anschluss an die Gruppe und erreichte mit 1:01.27 h im Ziel eine Zeit, die deutlich unter der lag, die er sich vorgenommen hatte. Nur der mehrfache Bayerische Seniorenmeister Alfred Knaier (DJK Salz), auf den John zwischenzeitlich bis auf 15 s aufgelaufen war, rangierte als Sieger in der AK M55 im Ziel (gut eine Minute) vor ihm. Das erwies sich aber aus einem anderen Grund als Vorteil, denn so entging John dem Siegerpreis, einem 5-Liter-Bierfass. Die Gesamtsieger M/W wurden sogar in Bier aufgewogen! [John]

John entspannt nach dem 15-km-Lauf (Foto fourrunners)

29.01./13.02.11: Fürth/ Senioren-Hallensportfest; Erfurt/ Senioren-Hallen-DM
Drei LGE-Athleten starteten in Fürth: Neuzugang Helmut Müller (M65) und Jean Jacques Faurie (M45) über 800 m und Denis Mietzsch (M35) im 3000-m-Lauf. Die stärkste Leistung der Drei bot Jean Jacques, der auf der 200-m-Runde (gut hörbar) weit vor der gesamten Konkurrenz herlief. Dementsprechend kam bei ihm mit 2.10 min auch eine tolle Zeit raus - und das im Alleingang! Mit einer kleinen Steigerung hätte er (wie gewohnt) bei der Hallen-DM in Erfurt ein wichtiges Wörtchen mitsprechen können. Helmut "versteckte" sich hinter dem Herzogenauracher Willi Scheidt, der noch eine Klasse höher startet, um sich von dem erfahrenen Mittestreckler ziehen zu lassen. Helmut setzte sich siegreich durch.
Denis war mit seinen 3000-m-Läufen nicht zufrieden. Er ist einfach noch nicht auf dem Tempo-Niveau, das er sich wünscht. In Erfurt steigerte er sich gegenüber Fürth zwar und konnte bis zur 1000-m-Marke gut mithalten, aber dann musste er abreißen lassen. Damit konnte er in den Kampf um den Titel der M35 zwar nicht mehr eingreifen, aber doch souverän den dritten DM-Platz absichern. Im nächsten Jahr wird er in der M40 mehr und noch stärkere Konkurrenz haben. [John]


Joachim eilt vorneweg (Foto: Behrendt)

 

Eckental: sonniges Cross-Vergnügen


hat John, Josef, Hans und Marco Spaß gemacht! (Foto: Fourrunners)
30.01.11: Eckental, Mittelfränkische Cross-Meisterschaft (6420 m)
In Eckental herrschte von Anfang an eine freundliche Stimmung, nicht nur weil die strahlende Sonne trotz der frostigen Temperaturen etwas wärmte. Auf dem größtenteils hart gefrorenen Boden der abwechslungsreichen Strecke konnte man auch ohne Spikes gut laufen. Mit vielen "alten" Bekannten konnte man sich wieder einmal gut unterhalten (83 Männer beim Hauptlauf!). Die gute Stimmung störten auch so einige kleine Unstimmigkeiten bei der Auswertung nicht (Bezirkswertung eigentlich mit, aber bei manchen eben auch ohne Startpass). Überraschend waren auch sieben Läufer der LG Erlangen am Start, obwohl Joseph, Christian, Denis und Jörg wegen anderer Läufe oder Krankheit nicht teilnahmen. So hielten Senioren-Ass Joachim und Björn die Erlanger Fahne an der Spitze hoch, und auch die anderen LGEler sorgten für gute Ergebnisse.
Im Hauptlauf der Männer zeigte Hindernisläufer Daniel Götz (LAC Fürth) seine ganze Klasse. Bei seinem "Comeback" nach längerer Verletzungszeit gelang Daniel ein souveräner Sieg, den er sich aber erst auf der Schlussrunde gegen den Passauer Cross-Spezialisten Stefan Hohberger sicherte. Schnellster Erlanger war als insgesamt Fünfter Joachim, der damit auch bei seinem ersten Wettkampf in diesem Jahr als Sieger in seiner neuen AK M50 mit über 2,5 Minuten Vorsprung einfach in einer anderen Liga lief. Bis Ende der vorletzten von 6 Runden lief er mit Björn (6. gesamt) zusammen (Bild links). Dann setzte er sich bis ins Ziel leicht um 21 Sekunden von ihm ab. Zusammen mit Marco liefen die beiden in der Bezirks-Mannschaftswertung als Dritte aufs Podest. Matthieu hat ja leider keinen Startpass, kam aber trotzdem in der M30 als Fünfter in die Bezirkswertung(?). Dahinter konnte Marco den Josef, der trotz wenig Vorbereitung ein beherztes Rennen ablieferte, im Ziel überspurten, während gleichzeitig "fourrunner" Frank Schwehla noch an beiden vorbei sprintete. Marco wurde Bezirks-Vize der M35, wogegen Josef  auf dem 5. Platz in der M50 landete. Dahinter "rollte" John in einem gleichmäßigen Rennen als dritter der M55 ins Ziel und freute sich mit Josef über den Sieg als M50/55-Mannschaft (vor TSG Roth), den sie hauptsächlich Joachim zu verdanken hatten. Und auch Hans (Reichelsdorfer) lief seit langer Zeit mal wieder ein (gutes) Rennen mit. [John]

22.01.11: München, Bayerische Hallenmeisterschaft (3000 m)
Gaststarter Thorben Dietz aus Nordrhein-Westfalen hatte sich bis zur 2000-m-Marke (5:41 Min) vor das Feld gespannt und für ein gleichmäßiges Tempo gesorgt. Joseph Katib lag an vierter Stelle. Der Regensburger Felix Hentschel attackierte dann und setzt sich mit Falco Zauber (Fürth) ab. Joseph konnte ihnen aber nicht mehr folgen, da er vom Trainingsaufbau her noch nicht so weit ist. Das Gold holte sich nach taktischem Geplänkel in der Schlussphase letztendlich Mittelstreckler Falko sicher mit 8:20,15 Min durch einen schnellen letzten Kilometer (2:38 Min). Joseph überquerte nach 8:32,38 Min als Dritter die Ziellinie und war mit seiner Leistung ganz zufrieden: "Es hätte ruhig auch eine 8:29,99 sein können!" Er hatte aber schon vor dem Rennen mit diesem Platz gerechnet und somit das Maximum für sich rausgeholt. Im Endeffekt hatte ihm dieser wichtige "Trainingsbaustein unter Wettkampfbedingungen" Spaß gemacht.


15.01.11: Weidach/Coburg (9,63km)
Endlich mal ein Lauf, der nicht abgesagt werden musste! Diese Chance ließen sich Jörg und John nicht entgehen. Die Ersatzstrecke für den ursprünglich vorgesehenen Lauf im Callenberger Forst (ehemaliges Jagdrevier der Coburger Regenten) ließ sogar gute Zeiten zu, denn die 5 mal zu laufende ca. 2 km lange Straßen-Runde im Ortsteil Weidach war nur leicht profiliert, also relativ flach.

Voll motiviert rannte Jörg los wie von der Tarantel gestochen und noch wichtiger: er hielt das Tempo durch! Das brachte ihm Gesamtplatz 8 und in der Doppelwertung M40/45 den Sieg, obwohl er in dieser Klasse der Älteste war. John wurde als viertältester Teilnehmer (!) in der Wertungsklasse M50/55 Vierter hinter drei "frischen M50ern". Er war mit seiner Leistung dennoch zufrieden, gemessen an den bisher schwierigen Trainingsbedingungen. Beide hoffen natürlich auf eine noch deutliche Steigerung in dieser Saison! Das anschließende gemütliche Beisammensein mit den Fourrunners (Bild rechts) in Ermangelung einer Siegerehrung, die erst mit dem Abschluss der Serie stattfinden wird, war kurzweilig und die Zeit verging auch bei der Fahrt zurück nach Erlangen wie im Fluge. [John]
v.l.n.r. John, ..., 4. Jörg und Alex, Harald, Frank (Fourrunners)

Jahresrückblick 2010
Eine Rückschau auf das Jahr 2010 anhand der Bestenlisten und Erfolge bei Meisterschaften zeigt nicht nur wieder das gute sportliche Niveau der Läufer und Läuferinnen bei den Top-Leistungen sondern auch die Leistungsdichte, besonders bei den Senioren. Die angefügte Statistik zeigt, dass es bei Bestenlisten-Plätzen und Meisterschaften deutliche Verbesserungen gegenüber 2009 gab, ausgenommen deutsche Meisterschaften (Hauptklasse). Zusätzlich gab es bei regionalen und überregionalen Läufen in 2010 (gegenüber 2009) 14 mal Gesamtplatz 1 (10), 15 mal Platz 2 (11) und 11 mal Platz 3 (7).
Erfolgreichster Erlanger Läufer war wie 2009 Joseph Katib, diesmal u.a. mit zwei bayerischen Vizetiteln (10.000 m und 10 km wieder unter 31 min). Vergleichbar erfolgreich war Hans-Joachim Herrmann als Senior M45, denn er steigerte seine Leistungen erheblich gegenüber 2009, obwohl er im letzten Jahr der M45 startete. So belegt er als Senior jeweils vier Top-Plätze bei (bayerischen und deutschen) Meisterschaften als auch in der bayerischen Bestenliste über 3000m, 5000m, 10km und Halbmarathon. Sogar in der Word Rankings Masters ist er auf Platz 25 zu finden (5000m). Karl-Georg Spitz ist auf den Bahn-Mittelstrecken (800m und 1500m) erfolgreich. Seine Jahresbestleistung über 1500m ist auch in der deutschen Bestenliste vermerkt und liegt nur noch 1,5 s über dem Stadtrekord. Obwohl Christian Dirscherl auch beruflich bedingt nur relativ wenige Wettkämpfe bestreiten konnte, zeigte er wieder seine großen Fähigkeiten, besonders bei dem Halbmarathon in Ingolstadt. Damit gelangen ihm wieder ein neuer Stadtrekord und der Eintrag in der deutschen Bestenliste. Die herausragende Leistung eines LGE-Teams (Katib, Dirscherl, Herrmann) war die zweimalige Verbesserung des Stadtrekords für die 10km-Mannschaft, die mit Platz 11 die beste Platzierung in der deutschen Bestenliste erreichte. Fast so erfolgreich wie in 2009 war Denis Mietzsch als Senior M35, denn er steht 2010 nicht nur viermal auf Platz eins in der bayerischen Senioren-Bestenliste, sondern holte auch den einzigen Titel (bayerische Sen.-Meisterschaft über 5000m). Aber auch seine 3. Plätze bei deutschen Sen.-Meisterschaften über 3000m, 5000m und 10000m können sich sehen lassen. Außer den oben (im Text) Genannten sind ebenfalls vertreten: Viola Schäffer (5000m, 12. der Bayer. Bestenliste) und unter den Top-10 der Bayerischen Senioren-Bestenliste: Michael Krug, M45 (1500m, 3000m), Oliver Haensell, M45 (800m, 1000m), Carsten Stegner, M35, und John Stackmann, M55 (Marathon), Sina Leitzmann, W30 (5000m); sowie bei bayerischen Meisterschaften (Top-10): Annette Schütz (Halbmarathon).
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Folgendermaßen lassen sich die Erfolge der Läufer und Läuferinnen der LG Erlangen zusammenfassen:
Deutsche Bestenliste: 5 Einträge und davon 1x Top-30
(2009: 4x und davon 2x Top-30)
Bayerische Bestenliste: 13 Einträge und davon 5x Top-10 (2009: 8x und davon 5x Top-10)
Bayerische Senioren-Bestenliste: 27 Einträge und davon 11x Top-3 sowie 20x Top-10
(2009: 21x und davon 8x Top-3 sowie 13x Top-10)
Deutsche Meisterschaften: ein 13. Platz und 2x Top-50 (2009: ein 8.Platz und 2x Top-20)
Bayerische Meisterschaften: 6x Top-10
(2009: 3x Top-10)
Deutsche Senioren-Meisterschaften: 7x Top-10
(2009: 2x Top-10)
Bayerische Senioren-Meisterschaften: 4x Top-3 (2009: 2x Top-3)
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Darüber hinaus haben viele mit tollen persönlichen Leistungen (auf die ich nicht weiter eingehe) aufgewartet, auch wenn sie nicht in diesen Verbandslisten geführt sind (z.B. Sieger im Bayern Lauf-Cup 2010). Glückwunsch und weiter so in 2011!
[John]


31.12.10: München, Pleinfeld, Nürnberg (Silvesterläufe)
Für die LGEler, die bei den drei Silvesterläufen starteten, war es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und schneeglatten Böden sicher nicht nur ein "eiskaltes Vergnügen" und bestimmt auch kein "Wintermärchen". Besonders in der zweiten Hälfte wird es nämlich immer schwieriger, das Tempo zu halten. Und es kann einem richtig kalt werden, wenn so langsam die Kraft und damit die "Heizung ausgeht".

Fotos (mit freundlicher Genehmigung) von Dirk Elsner, MRRC (linkes) und Robert Hackner, TKN (rechtes)
Beim größten Lauf in München waren unter den mehr als 2000 Startern über 10 km auch Björn, Christian und Joseph. Bei diesen Bedingungen mit glatten Schuhen noch eine niedrige 33er Zeit zu laufen (33:15 min), ist schon Klasse! Dazu noch auf dem welligen Parcours im Olympiagelände. Joseph erreichte mit dieser Spitzenleistung als Zweiter das Ziel. Nur der für LG München startende Steffen Justus, der Deutsche und Vize-Weltmeister über die olympische Triathlondistanz, war schneller. Dabei musste Joseph am Ende noch richtig kämpfen, um den 2. Platz zu verteidigen. Denn er hatte nach den beiden ersten gemeinsamen Kilometern mit Steffen, nach denen er abreißen lassen musste, bis km 7 zwar nur 12 s Rückstand, war dann jedoch so platt, dass der Verfolger gefährlich nahe kam. Auch die Leistungen von Christian und Björn können sich sehen lassen: Christian hielt anfangs gut mit und verlor am Ende knapp den Spurt um Platz vier. Für die eigentliche Überraschung sorgte Björn: So nah war er bisher nie an seinen Vereinskameraden dran gewesen und lief als Zwölfter immer in Sichtweite zu den anderen bayerischen Spitzenläufern.
In Pleinfeld am Brombachsee ging es für Carsten nicht nur um die Tageswertung über 9,5 km, sondern auch darum, beim letzten Lauf des Infinity-Läufer-Cups seinen zweiten Platz zu verteidigen. Richtung Brombachsee konnte er zeitweise sogar auf geräumten Straßen laufen und sich dabei deutlich an der Spitze absetzen. Bis zum und entlang des Brombachsees verlor er aber diesen Vorsprung und fiel schließlich auf den zweiten Platz zurück, den er aber souverän bis ins Ziel halten konnte. Das sicherte Carsten auch in der Cupwertung den erhofften zweiten Rang, mit dem er vor einem halben Jahr (als Seiteneinsteiger) nie gerechnet hätte. So kam ihm die Siegerehrung wie eine zusätzliche Weihnachtsbescherung vor :-))
Wegen der schneebedeckten Strecke und immer wieder wechselnder Wetterprognosen stand die Veranstaltung in Nürnberg lange auf der Kippe. Auf den verkürzten 2-Runden-Kurs an der Wöhrder Wiese gingen dann Jörg und 800 "10-km-Starter". Trotz der schlechten Bodenverhältnisse blieb Jörg noch unter 40 Minuten, verpasste aber als Vierter der M45 knapp das Podest. Denis wäre auch gerne über die zwei Runden gestartet, aber die 1111 Startplätze waren schon vergeben, als er sich entschieden hatte, sich anzumelden. So pflügte er sich mit Wut im Bauch nur über eine Runde durch den Schnee und war dabei schnell (16:18 min) und erfolgreich: Platz zwei sorgte auch hier für einen gelungenen Jahresabschluss! [John]


Jörg mit Spaß im Schnee
18.12.10: Langendorf, Saaletal-Cross (9,4 km)
Zwar knapp 130 km Anfahrtsweg, aber absolut lohnenswert - auch für Jörg. Ein Parcours, der um zwei Sportplätze abgesteckt wurde. Klingt zwar langweilig, war es aber nicht. Die 9,4 km - auf reichlich sieben Runden verteilt - hatten es in sich: die abwechslungsreiche Laufstrecke war gespickt mit kleinen Hindernissen und zwei kleinen Anstiegen, die ich mit meinen Trailschuhen trotz fehlender Spikes/Dornen (fast alle hatten keine) auch ganz gut hochkam. Ein gutes Kraftausdauertraining für kommende Aufgaben, dank des vielen Schnees!  Leider war dieser Hauptlauf nur schlecht besucht, denn nur 20 Teilnehmer hatten sich dafür nach Langendorf verirrt. Schade, diese gut organisierte Veranstaltung hätte mehr Resonanz verdient gehabt. Die Teilnehmer bereuten den Weg nach Langendorf keineswegs, und man sah nach dem Lauf nur zufriedene Gesichter. Kein Wunder, denn fast alle kamen aufs Treppchen ;-) Auch Jörg siegte in der M45 klar vor drei Konkurrenten. Als Preis gab es einen wunderbar schmeckenden Lebkuchen, der speziell für diese Veranstaltung gebacken worden war. Meiner überlebte nicht lange - hm!!! Schön, dass die Fourrunners auch da waren! Dadurch machte es doppelt Spaß. [Jörg/ John]

05.12.10: Pfaffenhofen, Nikolaus-Cross (6,6 km)
Der MTV Pfaffenhofen veranstaltete bereits seinen 20. Pfaffenhofener Nikolaus-Crosslauf. Bei -3°C liefen die Männer drei große Runden (ca. 6,6 km mit 260 HM) auf einer herausfordernden Strecke, die wegen ihres Profils und des Schneebodens auf Waldwegen und durch tiefe Wiesen viel Kraft kostete. Gleich nach dem Start gelang es Joseph Katib, das Rennen zu kontrollieren. Danach störte es ihn auch nicht, dass - wie in den Vorjahren - der Krampus (garstiger Begleiter des Nikolaus ...) die Läufer mit Hilfe seiner Rute auf einem knackigen langen Anstieg trotz ihrer bereits brennenden Waden zu Höchstleistungen angetrieben hat, denn Joseph war für den Krampus zu schnell. Mit in der Spitze waren Titelverteidiger Heiko Middelhoff (Ingolstadt) und Lokalfavorit Christian Dirscherl. Christian zeigte sich gegenüber dem Cross in Vaterstetten nochmals stark verbessert und blieb bis 1,5 km vor dem Ziel an der Spitzengruppe dran.

gute Laune und Skepsis beim Start
Joseph zog auf den finalen 300 m den Spurt an und konnte Heiko um 3 s distanzieren. Als Dritter (und Sieger der M30) war Christian auch nur 18 s zurück und sehr zufrieden. Björn Day lief zwei Runden gut in der Verfolgergruppe mit, bevor ihm in der Schlussrunde etwas die Kräfte ausgingen und er dadurch den Anschluss verlor. Aber den dritten Platz in der MHK sicherte er sich überlegen. Die Siegerehrung im Vereinsheim wurde vom Nikolaus höchstpersönlich vorgenommen, der natürlich zuerst an die Gesamtsieger die Pokale verteilte. [John]

04.12.10: Forchheim, Nikolauslauf (10 km)
An diesem Samstag war es nicht nur auf den Straßen sehr glatt, weswegen etliche der angemeldeten Teilnehmer nicht anreisten, sondern auch die 2,5-km-Runde des Nikolaus-Laufs rund um und auf der Forchheimer Sportinsel war sehr rutschig bis auf den Start- und Zielbereich und die Brücke. Dadurch war es kaum möglich, eine gute Zeit zu laufen, und es galt um so mehr, sich die Kräfte gut einzuteilen. Marc Poncette kam mit den Bedingungen nicht so gut zurecht. Auch Peter Lenz hatte Probleme, aber er ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken und spulte trotzdem ein gleichmäßig gutes Rennen ab. Sein Formanstieg ist unverkennbar und wurde durch den Erfolg (2. M55) bestätigt. Marc dagegen verpasste als Vierter der M40 das Podest. Eine böse Überraschung erwartete die Teilnehmer, als sie nach dem Rennen wieder die Umkleidekabinen betraten: Diebe hatten alles durchwühlt und sämtliche Kleidungsstücke lagen auf dem Kabinenboden verstreut. Bei einigen Unvorsichtigen fehlten dann auch tatsächlich Geldbörsen und Scheckkarten! [John]

21.11.10: Darmstadt-Cross (10,5 km)
Zum 25. Mal ging es auf dem "schnellsten Wiesenparcours Deutschlands" zur Sache! Seit exakt einem Vierteljahrzehnt ist der Darmstadt-Cross auch eine der Attraktionen der deutschen Cross-Szene. EM-Qualifikationen für den Deutschen und den Schweizer Leichtathletik-Verband sowie Wertungsläufe beim Deutschen Cross-Cup sind nur zwei der herausragenden Merkmale eines großartigen Events. Entsprechend gut war die Besetzung, aber nicht der Untergrund, denn die Darmstädter "Lichtwiese" war (auch durch die vielen vorherigen Rennen) sehr uneben. Nach einer Einführungsrunde waren acht große Runden mit jeweils drei Hindernissen zu bewältigen, offiziell insgesamt 10,5 km - jedoch wohl eher 11 km lang (meint Joseph). Joseph, der mit einem Top-Ten-Platz geliebäugelt hatte, erwischte einen schlechten Start. Er war aber bei km 1,5 schon Fünfter und hielt sich im "Windschatten" des deutschen Spitzenläufers Martin Beckmann, der im Cross-Cup führt. Als Martin plötzlich deutlich langsamer wurde, schloss Joseph mit einem (weiteren) Kraftakt die 10-m-Lücke zum drittplatzierten Iren Cian McLoughlin. Zu diesem Zeitpunkt hatte Joseph zwar noch einen guten Rhythmus, fühlte jedoch schon, dass die Kräfte schwanden, und blieb daher nur bis kurz vor km 5 an Cian dran. Danach büßte Joseph immer mehr Plätze ein. Bis 3 km vor dem Ziel noch Zehnter, verlor er dann noch 40-60 s auf die unmittelbare Konkurrenz und musste sich schließlich mit Rang 18 zufriedengeben. Warum er ab der Hälfte so "unterirdisch" langsam geworden war, kam am nächsten Tag raus: eine Erkältung! [John]

21.11.10: Memmelsdorf, Schlosslauf (9,6 km)
In Memmelsdorf ist die LGE mit einer kleinen, aber sehr starken Mannschaft von 2 Läufern angetreten. Insbesondere Hans Joachim Herrmann beeindruckte durch eine genial schnelle Zeit. Dabei war er nach seinem HM in München deutlich kürzer getreten und wollte nur einen Aufbauwettkampf absolvieren. Was soll das bloß ab Januar in der neuen AK (M50) werden? Seine Konkurrenz  lief trotz einer Vielzahl an regionalen Topläufern hinter ihm her.  Besonders die Burgebracher Elite musste sich einmal mehr seiner Top-Leistung geschlagen geben: Joachim wurde Gesamtzweiter! Nur ein 26 Jahre (!) jüngerer Athlet konnte sich vor ihm platzieren. Anerkennend wurde Joachim u.a. von Ingo Bäuerlein zur Revanche aufgefordert.
Aber auch Jörg überzeugte, natürlich in einer anderen Leistungsklasse als Joachim. Aber immerhin wurde er hinter Joachim  2. der M45 und gesamt 18. Man muss sich verdeutlichen, dass bis Platz 26 alle Läufer mindestens 5 Jahre jünger als die beiden waren. Siegerpreise scheffelten beide reichlich: Joachim durch seinen Gesamtplatz und Jörg durch Losglück im Raiffeisen-Cup; zusätzlich belegte er noch den dritten Platz in der Cupwertung. [Jörg] (Fotos der Siegerehrung)

Siegerehrung mit den üblichen Bechern

20.11.10: Vaterstetten, Bayerisches Cross-Festival (7,1 km)
Der MTV Ingolstadt richtete in diesem Jahr erstmals dieses Laufevent aus, das bisher immer in Vaterstetten stattfand. Die Laufstrecke im Hindenburgpark ist mitten in Ingolstadt, große Teilnehmerfelder und topbesetzter Laufsport machten dem Begriff „Cross-Festival“ alle Ehre. Zu einem sehr spannenden Rennen gestaltete sich der Hauptlauf der Männer. In der über sieben Runden (7,1 km) führenden Distanz bildete sich sehr bald eine vierköpfige Spitzengruppe mit ständigen Wechseln an der Spitze. Knapp dahinter hielt sich in der ersten Runde der Erlanger Christian Dirscherl, der ab der Hälfte der Distanz zwar deutlich Zeit eingebüsst hat, aber den fünften Platz halten konnte. Dabei ließ Christian mit Mathias Ewender (LG Stadtwerke München) einen bayerischen Spitzenathleten klar hinter sich. "Mir fehlt einfach noch ein wenig die Tempohärte, da sind solche Wettkämpfe aber genau das richtige Training." kommentierte Christian doch recht zufrieden sein Ergebnis. [John]


Carsten läuft an einem Kunstwerk vorbei
20.11.10: Rednitzhembach, Kunstweglauf (10 km)
Die leicht profilierten 10 km des Kunstweglaufes sind zwar nicht vermessen, treffen aber wohl ziemlich exakt diese Distanz. Vom Schulgebäude in Rednitzhembach führt die Strecke zunächst auf einer 1-km-Runde durch den Ort, dann geht es zweimal in einer 4-km-Runde auf Asphalt, Wald und Forststraßen durch den Rednitzgrund, bevor abschließend noch mal die kleine Runde vom Anfang zu laufen ist. Für den, der etwas mehr Zeit hat, sind zwölf Kunstwerke am Rand der Strecke zu bewundern :-)).
So schildert Carsten den Rennverlauf (detaillierter unter www.pure-run.de): Vom Start weg übernahm sofort Titelverteidiger Sebastian Reinwand (LG Regensburg) die Führung und setzte sich sofort vom Feld ab. Hinter ihm formte sich eine Verfolgergruppe, in der bis km 5 das Tempo überwiegend von Daniel Höflinger (LAC Quelle) und mir bestimmt wurde (siehe Bild oben). Nach 5 km konnte ich das Tempo in dieser Gruppe nicht mehr ganz mitgehen und ließ gemeinsam mit dem Passauer Moritz Steininger abreissen. Wenig später bei km 6 klaffte dann auch zwischen uns eine kleine Lücke, leider zu meinem Nachteil. Ein minimaler Anstieg, der in den Wald führte, brach meinen Kampfeswillen, und ich stellte mich darauf ein, nur den großen Vorsprung nach hinten zu halten. Auf der letzten kleinen Runde konnte Moritz sein Tempo gar noch mal so forcieren, dass er den selbsternannten Favoriten und kanadischen Toptriathleten Luke Dragstra noch auf Platz 5 verwies. Zu dieser Zeit war Sebastian längst im Ziel und verbesserte seinen Streckenrekord auf unglaubliche 31:31 min! Nach 33:53 min überquerte ich als schnellster M35-Läufer die Ziellinie und wurde insgesamt Sechster. Ich freue mich über meine neuen Bestzeiten über 10 km und über 5 km (16:30 min) und einen nahezu sicheren dritten (oder sogar zweiten) Platz in der Läufer-Cup-Wertung des BLV-Kreises Mittelfranken-Süd. [Carsten]



14.11.10: Kitzingen, Lebkuchenlauf (10 km)
Da seine Freundin Lust auf Lebkuchen hatte, entschied sich Veit spontan, in Kitzingen zu starten. Bei sonnigem und relativ warmem Novemberwetter war viermal eine 2,5-km Runde auf teils sehr weichem Waldboden zu absolvieren, wobei viele Zuschauer die Teilnehmer anfeuerten. Veit blieb in der ersten Runde recht lange in der Verfolgergruppe der Spitze (siehe Bild, 3. v.l.). Ab der zweiten Runde fehlte Veit dann etwas der Speed – kein Wunder erst 2 Wochen nach dem Braunschweiger Marathon!  „Im Ziel hätte ich noch locker weiterlaufen können, aber halt nicht schneller!“ kommentierte er. Es hat ihm aber Spaß gemacht und insgesamt war er mit den glatten 37 Minuten doch recht zufrieden, da der Kurs nicht viel mehr zugelassen hatte und es bei ca. 350 Startern anfangs doch recht eng gewesen war. Die Organisation war jedenfalls top, alle Wurzeln waren sogar mit weißer Farbe kenntlich gemacht, damit keiner stolperte :-), und für Veit sprang noch ein zweiter Platz in der M30 raus. [John]

13.11.10: Büchenbach, Waldlauf (11,6 km)
Zweimal in Jahr findet der Büchenbacher Waldlauf auf relativ weichen Wiesenpfaden, Waldwegen und Forststraßen statt - meistens mit Schmuddelwettergarantie! Doch heuer erwartete die Teilnehmer herrlicher Sonnenschein und Temperaturen um 17° C. Carsten suchte sich diesen Lauf aus, um die gute Form nach dem Frankfurt-Marathon „auszunutzen".
Hier seine Schilderung des Rennverlaufes (siehe auch www.pure-run.de):
Gleich vom Start weg machte ich gemeinsam mit dem Rother Michael Batz das Tempo, so dass wir uns schon nach der Hälfte der ersten Runde deutlich vom Feld absetzen konnten. Dem ständigen Tempowechsel von Michael versuchte ich in der zweiten Runde eine leichte Tempoverschärfung entgegenzusetzen. Zunächst schien es auch so als könnte Michael diese nicht „toppen“, doch beim Durchlauf in die finale dritte Runde forcierte er unter Beifall der Zuschauer ein weiteres Mal und setzte sich gleich um 10 Meter von mir ab. Relativ schnell gab ich mich mit meiner Position zufrieden und ließ Michael ziehen. Von nun an spürte ich nämlich, dass die Regeneration 13 Tage nach dem Marathon doch noch nicht abgeschlossen ist, denn ich hatte mit unheimlich schweren Beinen zu kämpfen. Erst auf dem letzten Kilometer wurde ich wieder etwas lockerer, da ich im Vergleich zu den Vorrunden gut 30 Sekunden langsamer unterwegs war, und konnte noch mal ein wenig anziehen. Letztendlich gewann Michael mit 38:46 Minuten, 45 Sekunden später durchlief ich als Gesamtzweiter das Ziel. [John/Carsten]


Jörg in Nepal (3500m hoch)
13.11.10: Bad Staffelstein, Staffelberglauf (3,96 km)
Beim Staffelberglauf zeigte Jörg als 16. eine Klasse-Leistung. Kein Wunder - hatte er doch gerade ein spezielles Höhentraining (3500 bis 4400 m) in Nepal hinter sich :-)) und das hat anscheinend richtig gut gewirkt! So hat er die paar Höhenmeter locker überwunden und ist dabei endlich wieder schmerzfrei gelaufen. Hier ist sein Bericht:
Die reinen Bergläufe sind leider rar in unserer Gegend. Auch von anderen fränkischen Läufern wird dies sehr bedauert. Insbesondere fehlt der Scheßlitzer Giechburglauf! Der Staffelberglauf war mit rund 150 Teilnehmern entsprechend gut besucht und die relativ weite Anreise für die ca. 20 Minuten Glücksgefühl haben sich auch für mich gelohnt. Bei idealen Temperaturen und mitunter heftigem Gegenwind lief es bei mir blendend. Die Zeit war sehr gut, obwohl ich den ersten Kilometer etwas "verschlafen" hatte bzw. mir nicht von Anfang an ein hohes Tempo zutraute. Im anschließenden Mittelteil konnte ich dafür eine ganze Reihe von Läufern kassieren. Allerdings waren in der gemeinsam gewerteten M40/M45 so viele starke Läufer am Start, dass mir meine noch verbliebene Kraft an der letzten Rampe nichts nützte, da der Abstand leider schon zu groß war. [John/Jörg]
 

Spitzenreiter: Joseph jagt durch dunkle Gassen
07.11.10: Rothenburger Lichterlauf (8 km)
Beim Rothenburger Lichterlauf wird die 2-km-Runde (beinhaltet keine Flachstücke!) durch Fackeln und Lichteffekte so beleuchtet, dass das besondere Ambiente der Altstadt im Dunkeln auch den Läufern auf der 8 km langen Strecke vermittelt wird. Aber der Sprühregen bei kalten 5°C sorgten nicht so sehr für gute Stimmung, zumal es auf dem Kopfsteinpflaster dadurch recht rutschig wurde. Auch angelockt durch attraktive Preise für Sieg und Platz im Gesamteinlauf, starteten neben Titelverteidiger Joseph auch Christian und Björn. Josephs Taktik, die Konkurrenten durch eine sehr schnelle erste Runde abzuschütteln und danach durch das Führungsfahrrad bei Überrundungen einen Vorteil gegenüber den Verfolgern zu haben, ging nur bedingt auf, denn das Führungsfahrrad konnte an den Anstiegen nicht mehr folgen. Der Ersatzradfahrer ordnete sich dann auch noch vor dem an zweiter Stelle liegenden Sebastian Reinwand ein statt vor dem Spitzenreiter. Joseph hatte das Rennen trotzdem im Griff, beschleunigte nochmals, als Sebastian ca. 400 m vor dem Ziel plötzlich nur noch 10 m hinter ihm lag und gewann mit noch 3 s Vorsprung vor Sebastian. Christian ging es nach seinem Südamerika-Urlaub nicht nur darum, die Müdigkeit abzuschütteln, sondern auch endlich wieder Rennen zu bestreiten. Sein dritter Platz zeigt, dass er bald schon wieder in der alten Form sein dürfte. Björn hat seine Form anscheinend schon gefunden, denn beim Spurt um Platz fünf setzte er sich durch und unterstrich auch damit seine starke Leistung. [John]
 

31.10.10: Frankfurt-Marathon, Braunschweiger Marathon
"Fast" alle Wunschträume gingen in Erfüllung an diesem strahlenden Frankfurter Spätherbsttag. Es hagelte Strecken- und Teilnehmerrekorde in der Bankenmetropole, wobei der kenianische Sieger mit sagenhaften 2:04:57 h nur eine Minute über Hailes Weltrekord blieb! Kein Wunder bei dieser unerwarteten "Wärme" (14°C), die den meisten Marathonis eher zu schaffen machte. Auch Carsten konnte sich über die erhoffte neue Bestzeit (Glückwunsch zu 2:34:01 h!) nicht so richtig freuen.  Genau wie John kam er wegen der vielen wesentlich langsameren Läufer vor ihm schlecht ins Rennen, obwohl er viel weiter vor ihm startete(!). Carsten fand auch keine kooperativen Läufer, in deren Windschatten er sich etwas schonen konnte, und wurde alleine laufend zu schnell (Halbmarathon in 1:15:34 h!) - verleitet durch die starke Gruppe der 2:30-Läufer in Sichtweite vor ihm. Doch als Carsten an diese "heran" gekommen war, wurde er (natürlich) deutlich langsamer. Schon ab km 30 musste er hart kämpfen und zwischen km 35 und 40 sogar eine 19:22 min verkraften. Aber Carsten sicherte sich dann doch die Bestzeit auf dem roten Teppich in der Festhalle schließlich durch einen langen Endspurt ab km 40. John war mit seinem Lauf auch nicht zufrieden, denn er war in seinem Startblock zu weit hinten und wurde auch nach der Startlinie von den Rückstaus im Läuferfeld ausgebremst. Erst ab der Halbmarathon-Marke kam er ins Rollen, als er sein Tempo (auch kürzer als geplant) deutlich erhöhte. Das brachte ihm unterm Strich zwar noch einen negativen Halbmarathon-Split (-10 s) und den Ansporn, nur noch zu überholen, aber die Endzeit war trotz aller Anstrengung deutlich langsamer als erwartet (3:09:20 h). Ihm fehlte der "Saft" auch, weil der Inhalt der kurzfristig eingesetzten Pappbecher (statt der 0,3-Liter-Flaschen) viel zu gering war (und erst deren "Abfallteppich" ...). Die eigentliche Erklärung dafür ist, dass ein Infekt, John schon im Rennen in den Beinen steckte, aber erst danach richtig herauskam - Pech!
Veit hatte in Braunschweig nicht seinen besten Tag und bereute auch seine Entscheidung, dort zu starten. Er fand auf den engen Gassen der City bei eckiger Streckenführung und den weichen Parkwegen nie richtig seinen Rhythmus. Nach passablen 1:27:04 h beim 21,1-km-Schild kam bei km 25 das endgültige KO für die Bestzeit, als er auf das Feld der Halbmarathon-Teilnehmer auflief, seinen Weggefährten verlor und etwas aufsteckte. Mit seinen 3:01:57 h war er trotz Top-ten-Platz nicht zufrieden. So muss er wieder auf die nächste Chance hoffen, eine neue Bestzeit zu laufen. [John]


Carsten läuft Bestzeit, die Veit verfehlt, John erhöht sein Tempo "vergeblich" und alle Drei waren nicht zufrieden!
 


Joseph als 4. im Ziel

17.10.10: Augsburg, Sheridan Meilen (4,83 km)
Bei den "Sheridan Meilen" auf Straßen und Wegen im neuen Augsburger Wohn- und Gewerbepark Sheridan wurde Joseph Katib kurzfristig zum Eliterennen eingeladen (dank Hinweis von Carsten!). Es galt für die 13 Eliteläufer, darunter drei Kenianer, die ca. 1 Meile (1,609 km) lange Runde dreimal und somit insgesamt ca. 4,83 km zu bewältigen. Kühles aber trockenes Herbstwetter ermöglichte es den Assen auf den laubbedeckten großen Ahorn-Alleen ihr hohes Tempo gut durchzulaufen, allen voran natürlich den drei Kenianern, die gleich nach dem Start loslegten. Dadurch zog sich das Feld schnell auseinander, aber Joseph lag als Vierter nie weit hinter den Afrikanern. Seine Meilen-Rundenzeiten waren auch vom schnellen Start geprägt: 4:37, 4:46, 4:49 min. Im Ziel war er dann gerade mal 10 s hinter dem drittplatzierten Kenianer. Mit dieser Glanzvorstellung erreichte Joseph mit 14:12 min auch eine Klasse-Zeit, die über 5000m auf ca. 14:30 bis 14:40 min hinausgelaufen wäre. Angesichts dieser Formbestätigung (im Ziel sah er noch recht frisch aus, siehe Bild) und der Prämie hat sich für Joseph der kurzfristig eingeschobene Sonntags-Ausflug nach Augsburg wahrlich gelohnt. [John]


16.10.10: Burghaslach, Fackellauf (7,8 km)
Die Jubiläumsauflage des wie üblich gut organisierten Traditionslaufes (es war der 25.!) litt unter dem herbstlich kühlen Wetter (9° C, leichter Regen), doch die schnelleren Athleten gingen natürlich trotzdem an den Start. Sicherlich gab es aber nicht viele Nachmeldungen Kurzentschlossener.
Alle vier LGEler schafften es aufs Treppchen: Viola gewann die Frauenwertung souverän mit 2 min Vorsprung, während die drei Männer Michael, Veit und Marco mit der Mannschaft Dritter wurden (12 s vor den Gastgebern). Auch in den Altersklassen gelangen 2. (Veit, M30) und 3. Plätze (Marco, M35), doch wurden diesmal keine Altersklassen, sondern nur die ersten Zehn des Gesamteinlaufes geehrt. Michael verpasste mit einer guten Leistung diese Ehrung als schnellster Erlanger nur um 18 s und lag im Ziel auch nur 4 s hinter dem Sieger in seiner Altersklasse M45. Anlässlich des Jubiläums erhielten aber alle Teilnehmer süße und nützliche Geschenke. [Mi/John]

10.10.10: Schwabach, City-Lauf (Halbmarathon)
Der 19. Citylauf fand unter herrlichen herbstlichen Bedingungen statt: Sonne satt und schön gefärbte Laubwälder, durch die der schwierige profilierte Kurs in einer Runde auf Betonwegen, Asphalt und einigen Feldwegen westlich der "City" führte. Dort war oft Kopfsteinpflaster angesagt und kurz vor dem Ziel war noch eine Rampe zu überwinden - genauso wie der heftige Ostwind ab km 11. Carsten und John starteten in der Vorbereitung zum Frankfurt-Marathon aus dem vollen Training heraus, Denis sah die Chance, um den Sieg mitzulaufen, da der letztjährige Sieger nicht startete, und Günter wollte mal wieder einen Halbmarathon laufen.
Doch es kam ganz anders als erwartet: Denis wurde wieder von seiner "kleinen" Wadenverletzung "eingeholt", die er sich kürzlich beim zu intensiven Berglauf-Training zugezogen hatte, und stieg bei km 4 aus. Dagegen "lief es" bei Carsten und John ausgezeichnet. Carsten führte sogar die Spitzengruppe die ersten fünf Kilometer an und konnte sein Tempo und Platz zwei bis zum Schluss halten trotz Steigungen, Gefällstücken und Gegenwind. Er war praktisch so schnell wie beim flachen (und zu kurzen) Finish-Line-Herbstlauf (1:13:47 h) und freute sich über die Prämie für den Gesamtzweiten und den M35-Sieg. Allerdings hatte er gegen den Gesamtsieger Christian Strauch keine Chance, der im Windschatten des Führungsfahrrads mit 1:11 h einen neuen Streckenrekord aufstellte. John lief trotz auf und ab sehr gleichmäßig (10 km in 42:31), nutzte geschickt den Windschatten hinter jüngeren Läufern aus (bis sie nicht mehr konnten) und wollte es (dann) am Ende noch wissen. So "sprintete" John die letzten eckigen 1,1 km (falls das 20-km-Schild richtig stand) in 3:51 min leichtfüßig über die Rampe, um die M55 mit 1:29:57 h gerade noch unter der Eineinhalb-Stunden-Grenze zu gewinnen. Günter erreichte mit 1:40 h genau die Zeit, die er sich beim Start zugetraut hatte. [John]



Carsten glücklich im Ziel

10.10.10: München-Marathon (10 km, Halbmarathon)
Beim Jubiläums-Marathon gelangen Joseph über 10 km und Joachim beim Halbmarathon große Erfolge. Joseph siegte bei über 2000 Startern über 10 km knapp vor dem Amerikaner Keith Matiskella, und Joachim lief beim Halbmarathon unter ca. 5000 Teilnehmern (!) auf den 10 Gesamtplatz (nach Nettozeit), nur nach Bruttozeit wurde er Elfter.
Mit Blick auf die Starterliste hatte Joseph geplant zu gewinnen, ohne - im Hinblick auf die kommenden Crossläufe - alles zu geben. Bei sehr guten äußeren Bedingungen setzte er sich vom Start weg gleich mit Jan Fitschen, der für eine Marathonstaffel locker vornweg lief, ab. Nach 5 km (Durchgangszeit 15:27 min) war dann die Trennstelle zwischen Marathonstaffeln und 10-km-Läufern, sodass Joseph die zweite Hälfte dann im Alleingang absolvierte, aber den Abstand zu den Verfolgern immer gut kontrollieren konnte. So kam er mit 20 Sekunden Vorsprung ins Olympiastadion (350m vor dem Ziel), hat aber durch falsche Einweisung beim Zieleinlauf und Auskosten der Schlussrunde noch einige Sekunden liegengelassen. Björn ging wegen Urlaubs mit Trainingsrückstand ins Rennen und war daher von seiner Zeit unter 34 min angenehm überrascht.
Für Joachim war der HM ein wichtiger Höhepunkt der Saison, und entsprechend viel hatte er sich vorgenommen. Dank guter Besetzung hatte er lange Zeit eine Gruppe, mit der er laufen konnte. Erst auf dem letzten Streckenabschnitt setzte er sich problemlos ab und staunte über die Kraft, die ihm auch dann noch zur Verfügung stand. Genau 2 km vor dem Ziel (die 10km-Streckenmarkierung war auch für die Halbmarathonis sichtbar) geriet er etwas in Sorge, dass er sein Ziel, unter 1:13 h zu laufen, nicht schaffen würde. Ihm standen nur noch ca. 6:50 min zur Verfügung ... Da aber die Beine tadellos mitspielten, spulte er diesen Rest des Laufes sogar noch in 6:40 min ab und freute sich im Ziel vor allem über die Leichtigkeit dieses Abschnitts.
Nach dem Lauf mussten er und Björn noch auf Joseph warten, der als 10km-Sieger zu einem Empfang eingeladen war und sich dort den Bauch mit gutem Essen voll schlagen konnte. Ob er seinen Vereinskameraden etwas mitgebracht hat, ist nicht überliefert ... [John/Mi]


09.10.10: Heroldsbach, Herbstlauf Schloss Thurn (Halbmarathon)
Trotz vieler Wochen-Trainingskilometer (130) ist Veit auf den drei Runden sehr gut durchgekommen. Sascha Burkhard ging am Start gleich weg (es war sinnlos, da dran zu bleiben, denn er lief letztlich neuen Streckenrekord), dahinter bildete sich eine Siebener-Gruppe, die auf den ersten vier Kilometern zusammenblieb (da ging es tendenziell abwärts). Bei der nächsten Steigung ist Veit sein Tempo durchgelaufen und stellte zu seiner Überraschung fest, dass er am Ende nur noch Günther Wittmann an den Fersen hatte. Der hatte sich aber bei dem Versuch, dran zu bleiben, wohl übernommen und fiel dann auch schnell ab. Danach wurde es für Veit ein einsames und langweiliges Rennen. Um die Zeit konnte es ihm bei der Strecke (wellig, matschig, eckig) nicht gehen und nach vorne und hinten war viel Luft. So wurde es ein guter Trainingslauf (für den geplanten Braunschweig-Marathon), den Veit mit dem beachtlichen zweiten Gesamtplatz beendete! [John/Veit]


Veit läuft am Ende auf Platz zwei

02.10.10: Aichach, Ländervergleichskampf Bayern/Hessen/Baden-Württemberg (M/W 30-45)
Der traditionelle Ländervergleich der süddeutschen LA-Verbände litt diesmal wieder unter dem mangelnden Interesse der eingeladenen Athleten, wobei der späte Termin für einen Stadionwettkampf nur ein Grund war. Die Veranstalter überlegen nun, wie sie diesen an sich schönen Vergleich zukünftig atttraktiver gestalten können.
Von der LGE waren Joachim und Denis eingeladen worden, doch musste Denis wegen einer leichten Verletzung absagen. Auch Joachim schmeckte es eigentlich nicht, eine Woche vor dem Halbmarathon in München noch einen 5000m-Lauf zu absolvieren und im Vorfeld auch etwas dafür tun zu müssen. Doch wie gewohnt nahm er die Sache sehr locker und sah den Lauf als gute Tempo-Trainingseinheit. Leider fand er sich zusammen mit dem bayerischen M30-Vertreter Miguel Lenz einsam an der Spitze des schwach besetzten Feldes wieder und spulte mit ihm gemeinsam sein Rennen ab. Zwei Runden vor Schluss wurde den beiden irrtümlich die Schlussrunde angekündigt, woraufhin Miguel noch einmal Gas gab. Joachim hatte aber die Uhr immer im Blick und wusste um die wahre Rundenzahl. Sportlich fair informierte er auch seinen Mitläufer, der mit seiner zu frühen Attacke aber sein Pulver verschossen hatte, so dass Joachim ihn am Ende mit einer Sekunde Vorsprung in 16:13,67 min bezwang.
Dann ließ er sich sogar noch überreden, die 400m mitzulaufen, da es auch für die Platzierten wichtige Punkte gab. Seine 62,73 Sekunden können sich absolut sehen lassen! Auch wenn diese Strecke für ihn natürlich viel zu kurz war, ging es ihm immer noch besser als anderen, die sogar in anderen Sportarten eingesetzt wurden. So musste z.B. eine hessische Kugelstoßerin (!!) die 3000m mitlaufen, um Punkte für ihrem Verband zu sammeln - wie auch der 50-jährige Helmut Mayer, der mehrfach in der M30 startete. Leider reichte Joachims Einsatz nicht aus, um den Bayern den Sieg zu sichern. Bei 328 bayerischen Punkten fehlten nur sieben zum Sieg über Baden-Württemberg; Hessen landete abgeschlagen mit 262 Punkten auf dem 3. Platz. [Mi]




Axel siegt erstmals beim BLV-Laufcup
(Bild: fourrunners)

24.09.10: Ruhstorf, 10. BLV-Cup-Lauf (7,5 km)
Der Abschluss der diesjährigen BLV-Laufcup-Serie des Bayerischen Leichtathletik-Verbands fand in Ruhstorf statt, wobei der viele Regen die wellige Strecke dieses Geländelaufes noch schwerer gemacht hatte. Dies war allerdings absehbar und so traten nur Axel und Carola an, da sie noch die Chance hatten, sich mit ihrem jeweils sechsten Wertungslauf zu verbessern. Sehr eindrucksvoll gelang dies Axel, der mit einer starken Leistung den 3. Platz der M35 belegte und sich somit erstmals den Gesamtsieg der Serie in der M35 mit 106 Punkten erkämpfte. Carola konnte ihre derzeit gute Form nicht nutzen und belegte abermals in der W40 hinter ihrer Dauerrivalin Anke Härtl (Coburg) den 2. Platz. Damit war sie auch in der Serie (gute) Zweite (116 Punkte) hinter Anke. Bereits vor diesem Lauf waren ihre Chancen allerdings gering, die Serie zu gewinnen, denn der Punkteabstand zu Anke war einfach zu groß und Anke, der sie sich leistungsmäßig immer mehr angenähert hatte, immer noch zu schnell.
Die weiteren Platzierungen der LGEler in der Laufserie standen bereits vor der Abschlussveranstaltung fest: Weitere Seriensiege gelangten Annette (105 Punkte) und Sabine (90) in der W20 und W30, wobei Annette bei allen fünf Teilnahmen in ihrer Klasse gewann! Michael wurde guter Zweiter der stark besetzten Klasse M45 (111), in der Jörg den 4. Platz (75) belegte. In der neu geschaffenen Mannschaftswertung (Anzahl Teilnahmen) belegte die LG Erlangen nach anfänglicher Führung in der Schlussabrechnung (nur) den vierten Platz, weil den Erlangern - bis auf Carola und Axel - die Anreisen zu den Wettkämpfen nach Südbayern in der zweiten Jahreshälfte zu weit war. Ihre Punkte hatten sie sich nämlich schon frühzeitiger gesichert. [John]


19.09.10: Neumarkt (Halbmarathon)
Nach seiner neuen Bestzeit über die Halbmarathonstrecke in 1:18:30 Std. schwärmte Veit: "Das war gestern echt ein guter Tag." Eigentlich wollte er nach den Erfahrungen des letzten Jahres nicht mehr in Neumarkt laufen, da die Strecke alles andere als schön und schnell sei: Enge Kurven und Wege u.a. im Gelände der Landes-Garten-Ausstellung, wechselnde Untergründe wie Schotter und Kopfsteinpflaster, kurze Rampen etc., aber: "Da wir eh Freunde besucht hatten, wollte ich die Chance nutzen und einen Formtest einlegen." Und weiter schildert Veit den Rennverlauf: "Vom Start kam ich gut weg und hing schnell in einer Gruppe, die die Plätze fünf bis zehn umfasste. Das Tempo der Gruppe war aber extrem unrhythmisch und kostete daher zu viel Kraft, so dass ich die Gruppe bei Kilometer fünf habe ziehen lassen. Die Hälfte der Distanz hatte ich dann auf Platz zehn in 39:13 min absolviert und fühlte mich gut." So konnte er das Feld von hinten aufrollen, noch drei Plätze gut machen und die Läufer hinter ihm auf Distanz halten. "Besonders stolz bin ich darauf, dass ich nie die Kontrolle über mein Tempo verloren hatte und sehr gleichmäßig (zweite Runde in 39:17 min) durchlaufen konnte, ohne voll ans Limit zu gehen." resümierte Veit. Dass es so zur Bestzeit reicht, hatte er auf diesem Kurs nicht erwartet. Seine Form Richtung Herbstmarathon stimmt also. [Veit, John]

18.09.10: Erlangen, Lauf in die Mönau (10 km)
Der diesjährige Lauf in die Mönau fand bei besten Bedingungen statt. Nicht nur die Witterungsbedingungen waren an diesem sonnigen, kühlen Frühherbsttag optimal, es gab in dem Rekord-Teilnehmerfeld auch viele sehr gute Athleten.

kurz nach dem Start: Joseph, Joachim und Denis mit roten Hemdchen; ganz links John (roter Trainingsanzug)
So hatte auch Titelverteidiger Joseph, der genauso wie Joachim bereits eine Woche nach der Deutschen 10-km-Meisterschaft wieder startete, starke Konkurrenz durch den frischgebackenen Deutschen 10-km-Juniorenmeister Hagen Brosius, der schon bei der DM 22 Sekunden vor ihm ins Ziel gekommen war. Nach einem packenden Zweikampf bis ins Stadion musste sich Joseph schließlich (nur) um drei Sekunden geschlagen geben (31:55 min). Dabei war Hagen von ganz hinten gestartet und ist deshalb auf dem Bild des Starts nicht zu sehen! Viola, die überraschend an der Startlinie auftauchte (sie hatte den Startplatz von Gertrud übernommen) war in der W35 genauso wie Denis (M35), Joachim (M45), Carola (W40) und Helmut Müller (M65) in ihren Wertungsklassen Spitze. Trotz ihrer guten Endzeit von 38.49 min (praktisch aus dem Stand) war Viola aber bei weitem nicht die schnellste Frau, denn die Kenianerin Kangogo hatte sich an den Main-Donau-Kanal „verirrt“ (aber trotzdem nicht den Streckenrekord geknackt). Denis hatte wieder versucht, mit der Spitze mitzugehen, was ihm zwar bis km 2,5 gelang, aber folglich die Zeit im Ziel verhagelte. Trotzdem war sein vierter Gesamtplatz ungefährdet. Joachim ließ es zunächst locker angehen und beschleunigte wie üblich erst danach. Mit diesem bewährten Erfolgsrezept lief er locker als Fünfter ins Ziel. Neuer Rekord war die gute Zeit der LGE-Mannschaft (2:18.50), aber dafür war leider keine besondere Prämie ausgelobt, sondern es gab wie üblich (nur) einen Bierfass-Gutschein.
Sehr gut schlug sich auch die zweite LGE-Mannschaft (6. Platz): Dazu trugen Carola und auch Helmut bei, der erstmals für die LG Erlangen startete. Beide finishten mit starken Leistungen von 40:36 min bzw. unter 43 min. Marcus Nowak lief noch unter 40 min und kam damit in die Top-Ten der M20. Peter Lenz spürte nach jahrelanger Laufpause besonders, wie anstrengend ein Wettkampf ist, unterbot aber immerhin die 44 min und wurde noch Dritter der M55. [John]

12.09.10: Rannungen, Jubiläums-Marathon
Zur 10. Jubiläums-Laufveranstaltung "Rund-um-Rannungen", zum 100. Vereinsjubiläum und zum 2500. Jahrestag des ersten Marathons (!) wurde vom TSV Rannungen einmalig ein Marathon veranstaltet, wobei die schwere Halbmarathon-Naturstrecke (außer Straßenasphalt und Beton-Wirtschaftswegen gab es dick aufgeschüttete Forstwege, matschige Waldwege, Wiesen, schmale Trails mit Wurzeln, Holperrasen, frisch gemähten Acker, Spitzkehren usw.) bei Bad Kissingen zweimal zu durchlaufen war (ca. 700 HM insgesamt). Dieser war sein Geburtstagsgeschenk und so genoss er diesen sonnigen Spätsommertag trotz der enormen Anstrengung ...
In einer kleinen (dritten) Verfolgergruppe lief John die erste Hälfte mit Sportfreund Frank Schwehla schon viel schneller an als geplant, war aber trotzdem schon 70 m hinter dem ausgemachten starken AK-Konkurrenten (M55). Er musste also etwas tun: Frisch gestärkt durch die gute Betreuung seines Familienteams beschleunigte John eingangs der zweiten Marathonhälfte, löste sich aus seiner Gruppe (mit Frank), lief zur nächsten bei km 23 auf und sofort an seinem Rivalen vorbei. Bis km 40 konnte er das erhöhte Tempo trotz ständigem Auf und Ab durchhalten, noch drei vor ihm liegende Läufer überholen und sich so auf den dritten Gesamtplatz vorkämpfen. Das hatte er bei 33 Jahren Marathonlaufen noch nie erlebt: Ab km 32 wurde dem 57-jährigen von allen Personen auf und an der Strecke zum 3. Gesamtrang gratuliert, was ihn natürlich sehr freute und zusätzlich motivierte. Seinen Platz verteidigte er trotz schwerer Beine bis ins Ziel - wobei er die zweite Hälfte eine halbe Minute schneller lief als die erste (!) - und konnte danach diesen Erfolg zusammen mit seinem Familienteam feiern. [John]

John auf einem Rasenstück [!] der Marathonstrecke (Bild: fourrunners)
Weitere Bilder und Erlebnis-Berichte:

12.09.10: Herzogenaurach, 9. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Die 10-km-Strecke führt in zwei Schleifen durch den schönen Dohnwald, weist aber das bekannte Profil mit den zwei Anstiegen zum TS-Sportplatzgelände auf, was diesen Lauf nicht einfach macht. Carola hat endlich das erreicht, was sie sich schon so lange erhofft hatte und auch schon oft nahe dran war: den Frauen-Gesamtsieg! Und der gelang ihr eindrucksvoll und bestätigte ihre derzeit gute Form - Glückwunsch! Auch Axel hat mit dem zweiten Platz in der M35 gut abgeschnitten und bei Jörg geht es wieder deutlich aufwärts, auch wenn es diesmal (nur) zum sechsten Platz der M45 reichte. Michael kam nicht so gut zurecht  (4. M45) und hofft nun auf den Abschlusslauf in Ruhstorf. [John]

11.09.10: Ohrdruf, Deutsche 10 km-Meisterschaften
Die diesjährige DM über 10 km auf der Straße wartete mit einer Strecke auf, die keine Top-Zeiten erwarten ließ. Irgendwie scheinen die Veranstalter sehr stolz auf ihr wirklich schönes Stadion zu sein, denn es spielte beim Streckenverlauf eine große Rolle. Dort war der Start, dort galt es, die ersten beiden Runden zu laufen. Anschließend ging es zwar auf drei Straßenrunden, die aber jedesmal mit einem erneuten Stadiondurchlauf endeten. Für die Läufer waren das anfangs sehr große Startfeld, der ständige Belagwechsel und die Stadionkurven nicht gerade angenehm, ebenso wenig wie ein sehr grobes Kopfsteinpflasterstück auf der großen Runde. Trotzdem ließen sich die vier LGEler die Stimmung nicht vermiesen und gingen mit großem Kampfgeist in den Wettkampf. Da die Senioren gemeinsam mit den Männern starteten, war es niemals ein einsamer Lauf.
Joachim ging wie üblich sehr klug ins Rennen, hielt sich anfangs zurück und gab erst später Gas. Leider stimmten die Kilometerangaben nicht (Schwankungen um 10-20 Sekunden!), so dass er mehr nach Gefühl laufen musste. Im großen Getümmel hatte er keinerlei Überblick über die Starter seiner AK und konnte sich nur an wenigen Bekannten orientieren. Gegen Ende sah er Klaus Schläfer aus Enkenbach, einen M45-Konkurrenten vor sich, den er von den 5000m kannte, und schloß auf. Da er um dessen Spurtstärke wußte, versuchte er, das Tempo noch einmal zu erhöhen, um es gar nicht erst zu einem Spurt kommen zu lassen. Doch der Konkurrent machte seinem Namen gar keine Ehre, sondern war hellwach und schaffte es am Ende wie befürchtet, an Joachim vorbeizuziehen und zwei Sekunden vor ihm zu finishen. Joachim war mit seiner Zeit (33:09 min) angesichts der Strecke hochzufrieden und rechnete damit, unter den ersten sechs seiner AK zu sein. Wie groß war dann die Überraschung, den deutschen Vizemeistertitel errungen zu haben!
Joseph und Christian liefen die erste Straßenrunde zusammen an, aber dann musste Christian etwas abreißen lassen. Trotz seiner Rippenverletzung konnte Joseph sein hohes Tempo bis zum achten Kilometer durchhalten und wurde dafür mit einer erneuten Topzeit unter 31 Minuten im Ziel belohnt (30:59). Diese bedeutete Platz 13 bei den Männern! Christian trug mit seiner guten Endzeit von 31:49 min ebenso dazu bei, dass die LGE-Mannschaft (mit Joseph und Joachim) einen hervorragenden 8. Platz belegte, und das in einer Zeit, die neuer Erlanger Stadtrekord ist! Nicht weit hinter Joachim lief auch Björn mit 33:41 min seine Saison-Bestzeit und sicherte so den Mannschaftserfolg ab. Gratulation an alle! [Mi]

04.09.10: Weisendorf, Hochstraßenlauf (10 km)
Zum 25. Jubiläum wurde am neu gebauten Heimatmuseum in eine neue 10-km-Strecke gestartet, die in ihren zwei unterschiedlichen Runden nur Teilstrecken der alten 9-km-Runde enthält. Auch wenn er nur kurz auf dem historischen Handelsweg Hochstraße (zwischen Amberg und Kitzingen) verläuft, bleibt es ein schöner, jedoch anspruchsvoll hügeliger Landschaftslauf. Damit sind die 10 km jetzt insgesamt runder zu laufen als die alte Strecke.
John und Michael hatten sich vorgenommen, vor ihren nächsten wichtigen Wettkämpfen einen Trainingslauf zu absolvieren. Da sich der Start um 5 min verzögern sollte, ging Michael noch einmal in das Gebäude, um sich am Waschbecken Kopf und Beine zu übergießen (die Sonne strahlte vom Himmel!). Dort überraschte ihn der Startschuss, so dass er Hals über Kopf hinausstürzte und dem gesamten Feld hinterherlief (ein Albtraum!!). Weil die Spitze aber sehr verhalten loslief, gelang es ihm bald, zu seinem Sportfreund Josef Freudenberger vorzulaufen und mit ihm die ersten Kilometer des Laufes zu absolvieren. Dagegen startete John bewusst verhalten, um dann durchzustarten und seinen Sauerstoffüberschuss vom alpinen Wanderurlaub auf den An- und Abstiegen auszuspielen. So erreichte er mit starken 40:39 min, dem M55-Sieg und einem TopTen-Platz das Ziel. Michael, der nur einen Schwellenlauf machen wollte, war bei seinem M45-Sieg knapp zwei Minuten schneller als John und belegte Gesamtplatz vier. Die zwar unprofessionell, aber mit Charme organisierte Veranstaltung hätte mehr Teilnehmer verdient! [John/Mi]
29.08.10: Nürnberg, Finish-Line-Lauf
Die für die Jahreszeit frischen Temperaturen brachten die optimale Witterung für die fast 700 Ausdauersportler beim traditionellen Finish-Line-Herbstlauf am Nürnberger Tiergarten. Dabei schnitten die Teilnehmer der LGE hervorragend ab, denn alle kamen aufs Podest in ihren Wertungsklassen und mehr noch: Die zwei überlegenen Gesamtsiege durch Viola über 10 km und Carsten beim Halbmarathon versprechen eine gute Form für die kommenden wichtigen Herbstwettkämpfe.
Außer Carsten liefen alle die 10 km (eine Runde). Hier war Denis, der wie Carsten den Gesamtsieg im Auge hatte, trotz seiner guten 32:54 min gegen den Spitzenläufer Oliver Greger aus Marktredwitz (unter 31 min!) ohne Chance. Dagegen gewann Viola im Frauenfeld deutlich und ließ dabei wieder einmal ihre Klasse aufblitzen und auch 195 Männer hinter sich. Sie lief mit 38:25 min kurz nach Marco ins Ziel. Denis und Björn liefen beide zu schnell an und erreichten dadurch nicht die möglichen besseren Endzeiten. Dies gilt auch für Veit, der "den Lauf nach drei ernsthaft gelaufenen Kilometern (Schnitt 3:29 min) in einen Trainingslauf verwandelte, denn das Tempo war heute einfach nicht durchzuhalten!". Dabei können sich seine glatten 36 min durchaus sehen lassen.


Carsten läuft durch das 10km-Feld, im Hintergrund Denis(2082), Veit u. Björn

Carsten, der beim Halbmarathon die große Runde zweimal laufen musste, kam eingangs der zweiten Runde durch das 10-km-Starterfeld, was er als absolutes Gänsehautfeeling empfand. Kurz nachdem er vorbei war, wurden die 10 km gestartet. Da hatte er (nach 11 km) bei konstantem Tempo von 3:30 min/km schon einen Vorsprung von 100 m auf den Zweitplatzierten Karl Durst herausgelaufen. Weiter beschreibt Carsten sein Rennen: "Da ich davon ausging, dass sich Durst von diesen Läufern ziehen lässt und ggf. doch noch auf mich auflaufen kann, forcierte ich. Bei km 14 überholte mich der Führende des 10ers. Ich hatte eigentlich mit Denis gerechnet, aber es war ein Läufer aus Marktredwitz. Etwas später kam dann Denis, an dessen Fersen ich mich klemmen wollte (der dafür aber zu schnell unterwegs war). Kurz hinter ihm lief Björn, und ich entschied mich, so lange wie möglich mit ihm zu laufen. Noch vor km 17 setzte ich mich jedoch von Björn ab und gab noch mal alles, da ich immer noch die Gefahr sah, von Durst eingeholt zu werden. Im Ziel war ich nach 1:13:34 h eine Minute schneller als im Vorjahr. Erst hier erfuhr ich, dass Karl Durst aufgegeben hat, weil es ihn störte, durch die gerade gestarteten 10-km-Läufer laufen zu müssen ..." [Carsten, John]
 
21.08.10: Schwäbisch Gmünd, Süddeutsche Meisterschaften
Obwohl sich Joseph vor fünf Wochen einen Rippenbruch zugezogen hatte, er zeitweilig nur noch Radfahren konnte und nur einmal auf der Bahn war, fuhr er nach Schwäbisch Gmünd, um dort die 5000m zu laufen. Natürlich fehlte ihm die nötige Tempohärte für diesen Lauf, aber er wollte sich dennoch so teuer wie möglich verkaufen und eine gute Platzierung erreichen. Die äußeren Bedingungen waren für Langstreckler alles andere als ideal: Nach kühlen Tagen im Vorfeld nun 30° C und volle Sonne. Immerhin bot der Veranstalter in jeder Runde Wasserbecher an.
Nachdem Joseph 2000m mit der Spitze mithalten konnte (2:53; 5:48 min), kam dann der unvermeidliche und wohl auch erwartete Einbruch. Die dritten 1000m lagen schon über drei Minuten, die letzten beiden waren reine Willenssache. Ziel war die Verteidigung des dritten Platzes. Trotz eines Gefühls wie in der Sauna hielt er tapfer durch und erkämpfte sich die Bronzemedaille mit 13 Sekunden Vorsprung. Glückwunsch!!! [Mi]

14.08.10: Dachau, 7. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Axel Berndt startete in Dachau, motiviert durch seine jüngsten 10-km-Erfolge, um auch in der Wertung des BLV-Laufcups voran zu kommen. Dies gelang ihm auch, aber trotz der guten Bedingungen nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. "Es ging einfach nicht!" berichtete er nach dem Lauf: "Die Beine waren schwer und die Atmung flach. Irgend etwas steckt in mir und ich konnte einfach nicht so, wie ich wollte." Enttäuscht hatte er nach dem Lauf nur geduscht und sich gleich auf die Heimreise begeben. Vielleicht mag es ihn trösten, dass er trotz seines achten Platzes in der M35-Wertung des BLV-Laufcups gut voran kam, denn in dieser wurde er in Dachau zumindest Fünfter. Die damit erzielten Punkte katapultierten ihn nach bisher nur 4 von maximal 6 (gewerteten) Läufen schon auf den zweiten Platz. Bei drei noch ausstehenden Wertungsläufen hat er also noch beste Aussichten, zumal er den derzeit in der Punktewertung führenden Scheßlitzer Marco Lieb läuferisch klar im Griff hat. Ebenfalls mit dem zweiten Platz liegen Carola in der W40 und Michael (M45) bei der Cup-Wertung noch gut im Rennen, während Annette (WHK) und Sabine (W30) die ersten Plätze praktisch nicht mehr zu nehmen sind. [John]

01.08.10: Hilpoltstein, Burgfestlauf (7,6 km)
Carsten Stegner startete in Hilpoltstein beim von Triathleten organisierten Burgfestlauf, um zu gewinnen.
So schildert er seine Eindrücke: Es ist ein sehr ungewöhnlicher Lauf, denn nach ca. einem Kilometer gibt es nach einem ordentlichen Anstieg mit 30 Höhenmetern eine Bergsprintwertung – allerdings nur in der ersten von zwei Runden á 3,8 km. Am Start rasten dann ungefähr 10 Mann wie von der Tarantel gestochen los, um sich ihren Siegpreis, einen Kasten Bier, zu sichern. Dann wurden sie gleich deutlich langsamer. Kurz nach dieser Wertung lief ich auf den Führenden auf, der erstaunlich locker wirkte. Mit dem lief ich in einem für mich extrem hohen Tempo die erste Runde zu Ende. Zunächst dachte ich, er würde vielleicht nur eine Runde laufen, als er kurz vor dem Rundendurchlauf beschleunigte, doch dem war (leider) nicht so. Ich fiel zurück und wurde beim zweiten Anstieg zur Burg von dem Rother Fernando Lozano eingeholt. Mit ihm lief ich die zweite Runde bei ständigen Führungswechseln weiter. Seine Zwischenspurts machten mich zwar etwas mürbe, aber ich konnte immer wieder kontern. Ca. 300 Meter vor dem Ziel beschleunigte ich und er konnte nicht mehr folgen. Dadurch sicherte ich mir den zweiten Gesamtplatz mit 7 Sekunden Vorsprung. Der Sieger Heiko Baier ist übrigens ein Topläufer aus Hessen, der für die LG Braunschweig startet. Da ihm bayerische Läufe so gut gefallen, sagte er mir nach dem Lauf, würde er bis hierher fahren. Können die im Norden denn keine anständigen Läufe organisieren??? Seine 10000-m-Zeit liegt bei 29:41 min. Da wurde mir klar, welchen Fehler ich begangen hatte, ihm in der ersten Runde zu folgen. Gegen so einen darf man ruhig verlieren... [Carsten, John].



"natürlich" erfolgreich ins Ziel
(Bild dank Katrin Starklauf)

01.08.10: Vorra, 1. Kapellenlauf (Halbmarathon) 
Die Premiere dieses schönen aber anspruchsvollen Landschaftslaufs hatte durch die morgendliche Frische beste Voraussetzungen für die fast 200 Teilnehmer. Diese starteten an den DJK-Sportplätzen an der "Rauhe Ebrach" hoch zu ihrem Rundkurs im dichten Birkacher Wald, wo weitere dreieinhalb kräftige Steigungen auf sie warteten, bevor sie wieder runter zur Sportanlage "rollen" konnten. Im Rahmen meines intensiven Marathontrainings wollte ich einen möglichst stressfreien (wenn auch hügeligen) Halbmarathon laufen, aber das gelang mir nicht. Denn zum Starterfeld hatte sich ausgerechnet der Nürnberger Jochen Lux nachgemeldet, der als Läufer-Ass schon vor Jahrzehnten Rudi und mich ständig distanziert hatte, und jetzt nach Wiedereinstieg als Starter in der M50/ M55 bisher immer vor mir lag. Damit war der avisierte 2. AK-Sieg stark gefährdet, zumal Jochen sich sofort nach vorne absetzte und bis km 11 (höchster Punkt) einen Vorsprung von über 100 m herausgelaufen hatte. Ich musste also noch mehr tun, obwohl ich bisher mit 4:31 pro km bergauf (!) schon schneller unterwegs gewesen war als ursprünglich geplant. Die entscheidende Power für meine Tempoerhöhung gab mir der vollständig ausgetrunkene Becher mit "Ist-Getränk" bei km 11 - an der einzigen Verpflegungsstelle, an der dieser angeboten wurde. Ich konnte danach nicht nur diejenigen wieder ein- und überholen, die mich während des Trinkens bei ganz langsamem Tempo passiert hatten, sondern auch zu Jochen auflaufen (km 16). Ich überholte ihn sofort und setzte mich gleich etwas von ihm ab. Bei km 19 waren dann zwar meine Kräfte erschöpft, aber ich ließ bis zur Ziellinie niemanden mehr vorbei.

Mit 1:16 min Vorsprung auf Jochen war der AK-Sieg perfekt. Bei der (natürlich stark verspäteten) Siegerehrung lehnte ich den traditionellen Vorra-Preis (Bierfass) gleich resolut ab und wurde daraufhin prompt mit je 2 Handtüchern und Frauen-Duschgels "belohnt" (Warmduscher? Fehlanzeige! Schon vorher hatte ich gezwungenermaßen eiskalt geduscht ...). [John]
 
31.07.10: Markt Indersdorf, 6. BLV-Cup-Lauf (10 km)
In niederbayerischen Markt Indersdorf empfing die 6 LGEler fast schon die gewohnte Hitze am Samstagnachmittag, aber mit 25° C im Schatten waren die Temperaturen noch einigermaßen erträglich. Die Strecke ging über mehrere ungeschützte Runden durch das "Zentrum" des Örtchens, ein Stück entlang der Bundestraße, durch ein Wohngebiet und dann über einen Wiesenweg wieder zurück. Im Orts- und Zielbereich sorgten einige Zuschauer für gute Stimmung, im Wohngebiet hatten mitfühlende Anwohner sogar eine Dusche aufgestellt, die von den Läufern eifrig benutzt wurde. An anderer Stelle spritzten Kinder mit einem Schlauch und Wassergewehren auf die Läufer. Dagegen ließ die offizielle Erfrischungsstelle zu wünschen übrig, denn die Wasserbecher mussten den Darreichenden geradezu aus der Hand gerissen werden, so fest wurden sie gehalten. Klar, dass dabei viel verschüttet wurde. Da muss vom Veranstalter noch kräftig geübt werden!

So sehen Sieger aus!
Annette, Michael und Axel wollten möglichst die maximale Punktezahl für die Serienwertung einfahren, während Sabine, (der noch erkrankte) Jörg und Helmut auch mit etwas weniger zufrieden gewesen wären. Axel und Michael liefen zusammen mit dem Röthenbacher Roland Elsner (M40) und lagen bei km 5 mit 18:00 min in dem überschaubaren Läuferfeld schon recht weit vorne. Wegen der Wärme und der stechenden Sonne nahmen sie dann aber das Tempo etwas raus. Nach 8 km hat Axel den Kontakt zu Michael abreißen lassen, der sich weiterhin an Roland orientierte, welcher zwischenzeitlich sogar auf ihn "wartete", um ihn weiter zu ziehen. Am Ende verbuchte Michael mit seinem zweiten AK-Sieg beim BLV-Laufcup die volle Punktzahl. Ebenso überlegen gewann Axel, der auch in der Serienwertung eine erfolgreiche Aufholjagd startet.
Auch Annette und sogar Sabine erliefen sich in ihren AKs die 21 Bayerncup-Punkte. Die Siegerpreise waren sehr sinnvoll: Reichlich Gutscheine für Speisen und Getränke auf dem anschließenden Volksfest, so dass sie auch den nicht platzierten Jörg mit durchfüttern konnten. Dieser hatte für die BLV-Cup-Wertung zwar auch 16 Punkte gesammelt, sah aber ein, dass er nicht hätte starten sollen, um schneller wieder richtig fit zu werden. [John/Mi]

24.07.10: Allersberg, Kirchweihlauf (10 km) - Eine Bildergeschichte
Als Axel zwei Tage vorher zu Michael sagte, dass er einen Trainingswettkampf bräuchte und deshalb nach Allersberg fahren würde, sagte Michael spontan zu, es ihm gleich zu tun. Damit konnte er sich das Tempotraining am Freitag sparen, das im Starkregen sicher keine Freude gemacht hätte. Allerdings wurden beide vom Regen verfolgt, denn kurz vor dem Start öffnete der Himmel wieder seine Schleusen. Die Läufer flüchteten sich in Torbögen oder stellten sich an die Hauswände, um nicht völlig durchnäßt zu werden. Als der Starter (mit Regenschirm) kam und sie aufrief, an die Startlinie zu kommen, schallte ihm ein vielstimmiges "Nein!" entgegen. Erst nach einigen Minuten ging es dann los. Zum Glück brauchte man nicht über große Pfützen zu springen, denn die ganze Straße war eine einzige Wasserfläche. Der Regen ließ aber bald nach, so dass der Lauf richtig angenehm wurde und man sich in der zweiten Hälfte sogar wieder mit Wasser überschütten konnte.
Die laut Veranstalter exakt 10 km lange Strecke ging über sechs Runden durch die Allersberger Altstadt, einige verwinkelte Gassen, ein Wohngebiet und um einen Weiher. Axel und Michael liefen zusammen mit dem Rother Harald Ripperger in einer Gruppe und wechselten sich auch einigermaßen ab. In der fünften Runde merkte Axel, dass er das Tempo problemlos halten konnte, und übernahm mutig die Führung, worauf Harald abreißen lassen musste. Von Michael angespornt, versuchte Axel auf dem letzten Kilometer sogar noch, den vor ihnen Laufenden einzuholen, der aber den Braten roch und seinerseits noch einmal Gas gab. Am Ende lief Axel mit neuer persönlicher Bestzeit von 36:15 min ins Ziel, fünf Sekunden vor Michael. Mit Platz fünf und sechs im Gesamteinlauf sicherten sie sich jeweils den AK-Sieg und freuten sich sehr über das gelungene Training. Axel ließ sich sogar noch zum Auslaufen überreden, wahrscheinlich eine Premiere für ihn ... Vorher war aber noch Zeit für ein Gruppenbild mit Harald. [Mi]
Vielen Dank an Jörg Behrendt für die tollen Fotos!!!
 

17.07.10: Bad Birnbach, 5. BLV-Cup-Lauf (9,9 km)
Nach einer langen Anfahrt von ca. 2,5 Std. kamen wir endlich in Bad Birnbach an. Aber die Fahrt-Strapazen waren schnell vergessen, denn wir wurden mit einer entspannten Urlaubsatmosphäre belohnt, von Hektik keine Spur. Der Lauf, der im Kurpark startete, ging nach 3 km flacher Strecke dann über 350-400m etliche Höhenmeter konstant bergauf, wobei die zweitschnellste Frau nach km 4 aufgab und Annette und ich dadurch vorrücken konnten. Das motivierte enorm; und mir machen Hügelläufe sowieso unglaublich viel Spaß. Die wunderschöne Strecke mit Golfplatzambiente ließ keine Wünsche offen. Im Kurpark war wiederum der Zieleinlauf, wo die Athleten mit viel Applaus beglückwünscht wurden. Zudem haben wir beide mit den Klassen-Rängen 1 (Annette) und 2 fleißig Punkte für den BLV-Laufcup gesammelt und konnten zufrieden die Heimreise antreten. [Carola]
 

Veit im Ziel mit Bestzeit
17.07.10: Großenseebach, 12. Seebachmeeting (10 km, Halbmarathon)
Beim Seebachmeeting machte die Sommerhitze zum Glück eine Pause und wir drei LGE-Athleten feierten nicht nur unsere drei Klassensiege: Newcomer Carsten lief zum erwarteten Halbmarathonsieg und Veit wurde beeindruckender Gesamtdritter über 10 km. 
Dabei ist Veit ein taktisch gutes Rennen gelungen und auch die läuferische Leistung stimmte, was er so schildert: "Bis km 7 ließ ich mich von Thomas Zeh ziehen, um meine Kräfte zu schonen. Auf der letzten langen Rückenwind-Passage hoch Richtung Wald habe ich Thomas dann 'stehen lassen' und lief zu Jürgen Wittmann auf. Da dieser dann gleich etwas Tempo herausnahm und anscheinend keine Führungsarbeit leisten wollte, ging ich sofort vorbei. Das Loch zwischen Thomas und Jürgen zu schließen und dann noch Vorsprung auf den Kämpfer Jürgen herauszulaufen, war zwar auf den letzten 2,5 km eine echte Qual, aber es hat sich rentiert: Rang drei und erster der AK M30 war angesichts der Konkurrenz wirklich nicht schlecht." Zudem war Veit noch nie so schnell über 10 km unterwegs wie in diesem Rennen - Glückwunsch zur Bestzeit!
Carsten spulte (erstmals im roten LGE-Trikot) über die 6 Runden sein Tempo zwar alleine, aber ganz gleichmäßig ab. Wenn ihm manche Km-Abschnitte zu langsam wurden, konnte er das kurz darauf problemlos wieder aufholen, ohne an seine Grenzen zu gehen. Zu seinem Einstand gelang ihm also gleich ein ungefährdeter Gesamtsieg und auch ein Erfolg bei einem wichtigen Aufbauwettkampf. Auf seiner letzten Runde motivierte er sich damit, das vor im laufende rote Trikot (in dem ich steckte) zu überrunden. (Das wollte ich eigentlich vermeiden!) Auch ich lief bei meinem Wiedereinstieg zwar gleichmäßig, aber leider gleichmäßig immer langsamer. Uns beiden fehlte angesichts des kleinen Teilnehmerfeldes eine Gruppe oder Läufer, um uns zu ziehen oder auch um zu "beißen". Trotzdem war ich auch zufrieden, hatte ich doch noch die Paris-Reisestrapazen (Diamond League Meeting im Stade de France mit Usain Bolt) von gestern und heute und ein absolutes Schlafdefizit in den Knochen, obwohl ich schon fast so locker war wie Usain. [John]

11.07.10: Bad Brückenau, "Um die Heilquellen" (5 km)
Schon um 9 Uhr früh beim 5-km-Start war sie da und diese Hitze spürte Denis natürlich besonders auf dem ungeschützten Kurs zum Staatsbad und zurück. Seinen Test für die geplante Teilnahme bei der Senioren-EM in Ungarn ging der M35er schnell an (bei km zwei 6:05 min), denn er wollte wissen was aus dem Training heraus geht. Die leichten Steigungen auf den zwei nächsten Kilometern machten ihm dann bei der Hitze zu schaffen, sodass er mit 16:03,8 min finishte. Eine beachtliche Leistung bei diesen Bedingungen! Dies wird noch klarer, wenn man sich die Ergebnisse des 10-km-Laufs betrachtet: Die Spitze hat dafür 2 Minuten mehr gebraucht als im Vorjahr bei guten Bedingungen! Dann wäre Denis (bei guten Bedingungen in Ungarn) gar nicht so weit von seinem Ziel weg, mit einer niedrigen 15er Zeit aufs EM-Podest zu rennen, viel Glück! [John]
Denis vor dem Hitzelauf
27.06.10: Kaiserslautern, Deutsche Seniorenmeisterschaften I
Zu diesem Saisonhöhepunkt im Stadtwaldstadion in Kaiserslautern rechneten sich Joachim (M45) und Denis (M35) über 5000m zumindest einen Platz auf dem Treppchen aus. Beide waren ordentlich vorbereitet und hatten im Vorfeld gute Leistungen gezeigt.
Eigentlich hätte Denis gerne seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt und lief vielleicht deshalb bei seinem Lauf, in dem die Athleten der M30 und M35 gemeinsam starteten, etwas zu schnell an. Er lag bei 1000 m (3:02 min) gleich an zweiter Position hinter dem schnellsten M30er, der mit einer Zeit von unter 15 Minuten gemeldet war. Schon auf den nächsten 1000 m überholten ihn aber der spätere M35-Sieger und -Zweite und nach weiteren 1000 m sogar noch ein weiterer Konkurrent aus seiner AK. Doch Denis kämpfte sich zurück, lief wieder auf den 3. AK-Platz vor und verteidigte diesen Platz energisch bis ins Ziel, obwohl er die zunehmende Hitze schon deutlich spürte. Auch Joachim hatte mit den hohen Temperaturen und der sengenden Sonne sehr zu kämpfen: In seinem Lauf schlugen die mitlaufenden M40er ein sehr hohes Tempo an, dem er zwangsläufig folgen musste, um nicht ganz allein laufen zu müssen. Schon bald aber kam er an seine Grenzen (Hitze) und musste zwei AK-Kollegen ziehen lassen, die beide bei diesen Bedingungen stärker waren. So versuchte Joachim, wenigstens den dritten Platz ins Ziel zu retten. Leider kam auf der Schlußgerade noch ein sprintstarker M45 an ihm vorbei. Schade - nach dem 3. Platz bei der deutschen Crossmeisterschaft im März schien es schon fast so, als ob der Fluch des Viertplatzierten endlich vorbei wäre! Trotzdem war es eine großartige Leistung beider LGEler, gerade bei diesen harten Bedingungen! [John/Mi]

 


Sabine und Monika können die Preise kaum tragen
27.06.10: Scheßlitz, 4. BLV-Cup-Lauf (13 km)
Der Scheßlitzer Burgholzlauf mit seinen 228 Höhenmetern stellte wieder einmal eine besondere Herausforderung für alle Bayerncupläufer dar, da er meistens mit großer Wärme daherkommt. Die frühe Startzeit (9.00 Uhr) ist zwar ein Versuch, der Hitze etwas zu entgehen, aber die Strecke bleibt die gleiche: Recht bald nach dem Start geht es 3 km nur bergan. Nach einem kurzen Erholungskilometer folgt die nächste (knackigere) Steigung, bevor man sich auf 4 km Bergablaufen freuen kann. Doch das geschieht nicht mehr im Wald, sondern auf einer sonnigen Straße ... Bei km 9 geht es wieder in den Wald, und hier wartet die letzte Steigung vor den letzten drei Kilometern vor dem Ziel. Es kommt also sehr darauf an, mit seinen Kräften hauszuhalten und sich nicht zu schnell zu verausgaben.
Die LGE-Frauen konnten das diesmal besser als die Männer:
Carola Wagner als Gesamtzweite und Neuzugang Monika Pletzer als Fünfte ragten dabei besonders heraus. Zusammen mit Sabine haben sie in der Mannschaftswertung auch noch den zweiten Platz belegt. Dafür wurden sie bei der Siegerehrung mit Preisen förmlich überhäuft (s. Foto).
Von den Männern kam die Bergziege Jörg am besten zurecht. Er lief noch vor Michael ins Ziel, der trotz der Hitze mutig lief, dann aber der Sonne Tribut zollen musste und auf dem letzten Kilometer stehend K.O. war. Axel machte es besser und spulte ein gleichmäßiges Rennen ab, um sich Bayerncuppunkte abzuholen. [Mi]

19.06.10: Leipzig, Sonnenwendlauf (15 km)
Wie bei uns gibt es auch in Sachsen eine Laufcupserie, allerdings mit Distanzen bis 28 km (!). Michael nutzte einen Besuch in der Gegend, um bei einem dieser Läufe einen Schwellenlauf zu absolvieren, anstatt ihn allein im Wald machen zu müssen.
Die schöne Strecke bestand aus einer flachen 5km-Runde im Stadtwald "Rosental", die 3x zu durchlaufen war. Als Schmankerl aber war in jeder Runde ein 20m hoher, recht steiler Hügel zu erklimmen, der dem Lauf eine interessante Note gab (neben der Geruchsnote durch das Passieren der städtischen Klärwerke ...). Mit 121 Finishern waren die 15 km nicht gerade stark besucht, was man von der Spitze aber nicht behaupten konnte. Mit der hatte Michael aber ohnehin nichts zu tun, denn er lief in einer Verfolgergruppe ein recht gleichmäßiges Tempo durch. Die Zusammenarbeit mit dem späteren M50-Sieger klappte ohne Absprache hervorragend: Jeder von beiden ging je einen Kilometer nach vorn und machte das Tempo, das die Gruppe dahinschmelzen ließ. Erst nach 13 km, am dritten Anstieg auf den Hügel, setzte sich der M50er ab.
Bemerkenswert war noch eine Art Kassenzettel, den jeder Läufer unmittelbar nach Zieleinlauf in die Hand gedrückt bekam und auf dem nicht nur die Zeit, sondern auch gleich die Gesamt- und AK-Platzierung standen. Ein toller Service der Zeitnahmefirma, die ihren Chip für nur 2,00 Euro verkaufte. Dieser Chip ist ganz leicht, an einer Sicherheitsnadel an der Startnummer zu tragen und ohne erneute Kosten wiederverwendbar. Was für ein Unterschied zu den massigen und teuren Teilen bei diversen fränkischen Läufen!
Nach dem Lauf wurde auf dem Sortplatz noch ein großes Sonnenwendfeuer entzündet.

Michael mit seinem Begleiter nach der 2. Runde [Foto mit freundlicher Genehmigung von Laufszene-Leipzig]

16.06.10: München, Leichtathletik-Abend
Nachdem Joachim für die bevorstehende Senioren-DM über 5000m noch einen Traininglauf über 3000m gesucht hatte, wurde er in München fündig, wo im Dante-Stadion ein gut besetztes Sportfest stattfand. Weil es den ganzen Tag über geschüttet hatte, wollte er aber erst gar nicht laufen. Gegen Abend ging dann der Regen zum Glück in ein weniger unangenehmes Nieseln über, so dass er sich doch dazu aufraffte. Es waren dann auch bei 14-15° C und leichtem Nieselregen noch annehmbare Bedingungen, aber ein paar Grad mehr wären für ihn schon angenehm gewesen.
Die erste Runde lief er mit der Spitze in 70/71s an, musste dann aber abreißen lassen, da sie das 70er Tempo weiterlief. Kurze Zeit später kam (der 20 Jahre jüngere) Münchner Matthias Ewender von hinten angelaufen, der 15 min vorher die 1500m in 4:01 min gewonnen hatte. Joachim hängte sich an ihn und ging so die 1000 in 3:02min und die 2000 in 6:08min durch. Dann wurde es wieder schneller, und er musste Ewender ca. 700 vor Schluss ziehen lassen. Dennoch reichten auch bei ihm die Reserven noch für eine gute Beschleunigung auf den letzten 600m, so dass der letzte Kilometer noch in ca. 3:01 min geschafft war. Dank des "Sprinttrainings" der letzten Wochen mit Joseph, Björn und Jean-Jacques konnte er auch die letzten 100m gut "stehen". Das Rennen hat Joachim großen Spaß gemacht, zumal im Mittelteil noch ein paar Sekündchen drin gewesen wären - aber der nächste 3000er kommt bestimmt! [Joachim/Mi]

13.06.10: Fürth, Metropolmarathon
Die Fürther Veranstalter hatten heuer ausnahmsweise einmal nicht mit der sonst üblichen großen Hitze zu kämpfen. Mit 19° C und vielen Wolken waren die äußeren Bedingungen richtig gut. Auch der Kurs wurde zuschauerfreundlicher gestaltet, denn es galt, zwei Runden im Fürther Stadtgebiet zu laufen, die auch musikalisch viel besser "bestückt" werden konnten Allerdings hatte auch diese Strecke mit einigen knackigen Anstiegen und vielen Ecken ihre Probleme für die Läufer.
Von der LGE nahm nur Gertrud den ganzen Marathon (577 Finisher) in Angriff und ließ sich auch nicht dazu verführen, bereits nach der ersten Runde auszusteigen und für den HM gewertet zu werden. Nach anstrengenden Duathlon- und Triathlon-Meisterschaften konnte von einer ordentlichen Vorbereitung auf den Lauf aber nicht die Rede sein. In der ersten Runde war es wegen der zahlreich mitlaufenden Halbmarathonis noch recht eng, doch das stimmungsvolle erstmalige Durchlaufen des Zielbereichs entschädigte sie für vieles. Auf den letzten beiden Kilometern wurden die Athleten förmlich ins Ziel getragen! Auf der viel einsameren zweiten Runde motivierte sie sich mit der Vorfreude auf den erneuten euphorischen Empfang im Ziel, doch leider war bis 200m vor dem Ziel nichts mehr davon übrig.
Im Gegensatz zum Marathon war der HM wieder stark besetzt, nicht nur zahlenmäßig (1575 Finisher!). Zehn Athleten blieben unter 1:20h; der "Letzte" von ihnen war Veit. Wie schon beim Würzburger Marathon ging er sehr schnell an (5 km in 17:32, 10 km in 36:20) und versuchte, den "Rest" der Strecke dann irgendwie zu schaffen. Da sich seine Uhr bei km 10 verabschiedet hatte, er völlig allein laufen musste und ihm die Strecke überhaupt nicht entgegenkam, war das keine einfache Aufgabe. Trotzdem finishte er nach 1:18,49h und verbesserte seine persönliche Bestzeit um mehr als eine Minute! In der M30 kam er damit als Zweiter aufs Podest.
Annette Schütz, nach einer Urlaubsreise nicht gerade in Top-Form, schaffte mit 1:31,05h trotzdem ein gutes Resultat und wurde als fünfte Frau Dritte ihrer AK. Sabine Sklenar blieb, anders als noch in Bad Staffelstein, deutlich unter 2h.
Die "Kurzstrecke" über 10 km wurde von drei LGElern als Aufbauwettkampf gelaufen. Michael lief zusammen mit einem M40er und siegte in der M45. Jörg machte auf den letzten Kilometern nochmal richtig Druck, kam nur zwei Plätze nach ihm ins Ziel und ermöglichte damit einen Doppelsieg in der AK. Zwischen ihnen war lange Zeit Axel zusammen mit Joanna Murphy unterwegs, die schon bei unserer Bahnserie sehr stark gelaufen war. Als führende Frau hatte sie sogar ein Führungsfahrrad vor sich! Leider hatte dessen Fahrer einen Blackout und führte die beiden bei km 9 in die falsche Richtung. Obwohl sie sich sicher waren, dass das nicht stimmen konnte, beharrte der Radfahrer darauf, worauf sie sich ihm fügten. Erst nach einiger Zeit dämmerte dem Radler, dass er im Irrtum war, und er lenkte wieder um. Sie hatten ca. vier Minuten verloren ... Axel war im Ziel entsprechend bedient! Während Joanna als nunmehrige Gesamtzweite trotzdem als beste Frau geehrt wurde, wurde Axel der sichere AK-Sieg in der M35 verwehrt. Er wurde nun bloß Dritter. Dessen ungeachtet kann er sich dennoch freuen, mit wie üblich minimalem Trainingsaufwand gut gelaufen zu sein!
Der Streckenverlauf über 10 km war indiskutabel: Eine Straße war zweimal zu durchlaufen: beim ersten Mal musste man nach rechts auf eine weitere 3 km-Runde abbiegen, beim zweiten Mal nach links Richtung Ziel (das Fahrrad hatte Joanna und Axel 2x nach rechts gelenkt). Alle Bemühungen des Veranstalters, mit großer Schilder und Streckenposten das Chaos zu ordnen, waren sinnlos, denn gleichzeitig waren auch noch die vielen (eher gestarteten) Halbmarathonis dort unterwegs. So kam es zu kuriosen Ergebnissen, denn nicht wenige bogen gleich zum nahen Ziel ab und erzielten tolle Zeiten. So tauchte ein Schüler A mit 32 min in der (inzwischen korrigierten) Ergebnisliste auf, ein M50er mit einer 33er Zeit usw. Entsprechender Frust herrschte bei der Siegerehrung bei den richtig gelaufenen Athleten. Auf meinen Einspruch hin hat sich der Veranstalter in einer E-Mail dafür und auch für den Radler entschuldigt und versichert, dass die Streckenführung im nächsten Jahr sicher anders sein wird. Das ist wichtig, denn als Preise gab es u.a. Freistarts für 2011 ...[Mi]


06.06.10: Priegendorf, Veitensteinlauf (17 km)
Nach langer Verletzungspause und diversen Therapien geht es bei Jörg Fiedler endlich wieder bergauf, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Zwar ging es noch nicht gleich wieder auf die Zugspitze, aber auch die Haßberge haben ihre Anstiege vorzuweisen. Bei regulärer Streckenlänge von 16,5 km wären es 290 Höhenmeter gewesen, aber heuer kam am Ende ein 500m langer Umweg mit der steilsten Steigung von allen dazu. Jörg bewältigte diese Herausforderung mit Bravour und ließ wieder einmal seine Qualitäten als Bergläufer aufblitzen. Dabei waren die Bedingungen (hohe Temperaturen, sengende Sonne außerhalb des Waldes) nicht einfach. Deshalb lief er sehr vorsichtig los, begann dann aber recht schnell, einen Läufer nach dem anderen einzusammeln. Auf dem höchsten Punkt der Strecke fühlte er sich geradezu frisch; er gab richtig Gas und lief als 15. Mann kraftvoll bis ins Ziel. Bei der Siegerehrung wurde er vom Veranstalter mit den Worten begrüßt: "Du bist doch derjenige, der so locker eingelaufen ist!" In der Wertung dieses sehr stark besetzten Laufes schaffte er als 3. der M45 den Sprung aufs Podest.
Michael lief die Kurzstrecke über 7,2 km als Trainingswettkampf zusammen mit Josef Freudenberger und wurde vor ihm Zweiter. Der Sieger auf dieser Distanz, Valentin Schuhmann aus Lichtenfels, war schon sehr schnell aus ihrem Gesichtfeld verschwunden ... [Mi]

Jörg zusammen mit Werner Dotterweich, dem 2. der M45

05.05.10: Passau, BLV-Seniorenmeisterschaften
Zur Vorbereitung auf die Deutsche Senioren-Meisterschaft reiste Denis nach Passau. Er nahm an den bayerischen Senioren-Titelkämpfen im städtischen Dreiflüsse-Stadion teil, das zum Glück noch nicht überschwemmt war (!). Er wollte eigentlich unter 16 Minuten bleiben und freute sich im Vorfeld über die diesmal zahlreichen Meldungen in der M35 (8). Doch die Hälfte der Konkurrenz hatte schon wieder abgesagt, und mit den zwei Startern der M30 kamen gerade 6 Teilnehmer bei diesem "Finale" zusammen, die nach vielen Wochen der Kälte die erste (im Stadion aufgestaute) Hitze um 18:30 Uhr immer noch spürten. Denis hatte das Rennen von Anfang an gut in der Hand, denn nach dem ersten schnellen Kilometer (3:07 min) konnte er sich mit dem besten M30er immer wieder in der Führung abwechseln und ihn am Ende problemlos besiegen. Nur die Siegerzeit war mit 16:10 min nicht so berauschend, aber schließlich kommt es ihm besonders auf die persönliche Bestform in 3 Wochen bei der Senioren-DM in Kaiserslautern an. Da geht er dann als bayerischer Seniorenmeister über 5000 m an den Start. [John]

16.05.10: Würzburg, Marathon
Veit hat es geschafft, endlich: Würzburg Sub 3!!  Sein Plan war, ohne Anstrengung nach Körpergefühl anzugehen, obwohl er die Halbmarathonmarke schon unter 1:25 h laufen wollte. Denn aus Respekt vor der zweiten Hälfte und hier besonders vor den letzten Kilometern wollte er genügend Vorsprung herausholen, um diese locker zu gestalten. Zu seiner deponierten Eigenverpflegung gehörte auch eine Salztablette, um Krämpfe zu vermeiden. Die Bedingungen waren hinsichtlich der Temperatur ideal, aber der Wind leider stark und böig. Zudem ist der Kurs wellig, eckig und hat einige Kopfsteinpflasterpassagen.
So schildert Veit seinen Rennverlauf: "Die ersten 25 km liefen nahezu ideal, ich traf eine Gruppe aus fünf Läufern die auf einem 4er-Schnitt unterwegs waren. Ab km 25 begannen dann meine Oberschenkelmuskel, leicht zuzumachen, und ich habe die Gruppe lieber ziehen lassen. Die nächsten Kilometer hätte ich sicher locker mitlaufen können, aber irgendwann hätte sich das Tempo wohl gerächt. Bei Kilometer 30 (Durchgangszeit 02:01 h) hatte ich bereits einen derart großen Vorsprung auf die 3-Stunden-Marke, dass ich meine immer stärker angespannten Oberschenkel durch Tempodrosselung (ab km 32)  entlasten und die knapp 4 Kilometer lange Gerade mit heftigen Gegenwind ohne großen Krafteinsatz etwas lockerer laufen konnte. Lustig war die Gerade ganz alleine aber echt nicht. Die letzten Kilometer wurde es dann durch die Innenstadt sehr eckig und vom Belag teilweise unangenehm (Kopfsteinpflaster). Mir war klar: Wenn ich ohne Krampf durchlaufen kann, dann packe ich die drei Stunden locker. So habe ich jeder Versuchung widerstanden, doch noch einmal Tempo zu machen - besonders als ein Zug von Läufern auf Kurs 2:55 h an mir vorbei lief." 
Auf den zwei letzten Kilometern und beim Überqueren der Ziellinie hatte er diesmal ein zufriedenes Dauerlächeln auf den Lippen, denn er hatte es geschafft, weil er sich nirgendwo hat mitreißen lassen. Veits Durchschnittspuls war dadurch bis ins Ziel bemerkenswert niedrig zwischen 161 und 166! [Veit, John]


Joseph im Ziel


Viola eingangs der letzten Runde

18.05.10: Erlangen, Bahnserie III (800m und 5000m)
Ein sehr kühler, aber ausnahmsweise (fast) regenfreier Frühlingsabend waren gute Voraussetzungen für die Starter beim Abschlusstag der diesjährigen Erlanger Bahnlaufserie mit einem 800m- und einem 5000m-Lauf und auch ein würdiger Rahmen für die mittelfränkischen 5000m-Meisterschaften. Zwar haderten einige Athleten mit der Lufttemperatur von ca. 12° C und besonders die 800m-Läufer mit dem Gegenwind auf der Gegengeraden, doch waren alle froh, im Trockenen laufen zu können.
Der Star der ersten beiden Tage, Jordan Donnelly, lief diesmal wieder die schnellsten Runden, aber über 800m. So kam es nicht zum Showdown mit Joseph, in dessen Wettkampfplan nur die 5000m passten. Beide siegten konkurrenzlos und souverän, ohne groß gefordert zu werden. Trotzdem gab es bei beiden Wettbewerben wieder spannende Zweikämpfe und tolle Leistungen. Über 800m verlief der mit Spannung erwartete Zweikampf zwischen Seniorenweltmeister Johann Schrödel (Roth) und dem mehrfachen Deutschen Meister Kurt Herbicht (Lichtenfels) recht einseitig zugunsten von Johann. Kurt konnte nur eine Runde an ihm dran bleiben. Auf der zweiten Runde setzte sich der 62jährige Johann dann ab und finishte in 2:19 min!
Über 5000m konnte Joachim seine derzeit blendende Form unterstreichen und steigerte seine derzeitige Bestzeit auf 15:50 min. Das wäre nach dem neuen mittelfränkischen Meister Joseph fast der zweite Platz im Gesamteinlauf gewesen, aber beim gewaltigen Endspurt des Lichtenfelsers Valentin Schuhmann konnte er nicht gegenhalten. Damit blieb es - wie üblich - bei der Vizemeisterschaft.
Schnellste Frau war wie vor einer Woche Joanna Murphy, die sich noch einmal gegenüber der Vorwoche steigerte (17:49 min). Dahinter lief Viola Schäffer ihren ersten Bahnwettkampf nach langer Pause und wechselte sich gut mit der Rotherin Brigitte Rupp ab. Auf dem letzten Kilometer verschärfte Viola das Tempo entscheidend (3:30 min/km!), setzte sich schnell von Brigitte ab und finishte in 18:29 min souverän. Mit damit gewonnenen mittelfränkischen Meistertitel gelang Viola ein wirklich guter Einstieg; die LG Erlangen sicherte sich somit beide Meisterschaften. [John]
Fotos von Jörg Behrendt [Dankeschön!!]
Viele weitere von ihm sind hier zu finden.



Start 1

Start 2 (weitere Fotos s. Menü)
11.05.10: Erlangen, Bahnlaufserie II (3000m)
Großes Glück hatten die Teilnehmer am zweiten Tag der 7. Erlanger Bahnlaufserie: das angesagte Unwetter mit Gewitter dräute zwar schon am Himmel, verspätete sich aber bis nach dem Auslaufen der Athleten. Die guten Bedingungen nutzten die Starter über 3000 m und wurden diesmal auch mit guten Zeiten belohnt. 
Wieder war Jordan Donnelly (ohne Verein), der schon vor einer Woche über 1500 m Schnellster gewesen war, mit einer tollen Bestzeit (8:20 min) gemeldet, und er wurde natürlich wieder seiner Favoritenrolle gerecht. Recht locker blieb er unter 9 Minuten (8:56 min) und erfüllte damit seine Vorsätze. Mit seiner eleganten Leichtigkeit setzte er sich nach drei Stadionrunden um gut 100 m vom Verfolgerfeld ab. Diesen Vorsprung behielt er bis ins Ziel. Dahinter entbrannten spannende Positionskämpfe in der Verfolgergruppe, die sich 2 Runden vor dem Ziel aus den zwei LGElern Denis und Joachim sowie dem Lichtenfelser Valentin Schuhmann zusammensetzte. Trotz des Handicaps seiner kräfteraubenden Anfahrt per Fahrrad (2 Stunden auf dem Weg am Main-Donau-Kanal) ergriff Denis die Initiative und lief an die Spitze der Gruppe vor Valentin, der bis dato die Verfolger angeführt hatte. Joachim, der kurz zuvor aufgelaufen war, konnte zwar dranbleiben, aber nicht überholen. Dann kam der Konter des Lichtenfelsers: Auf den letzten 100 m zog Valentin den Endspurt an, lief unwiderstehlich an Denis vorbei und als Zweiter ins Ziel (9:12 min). Joachim siegte in der nur mit LGE-Läufern besetzten AK M45 vor Michael und Jörg. Nach einer weiteren halben Minute finishte der erst 16jährige Bamberger Johannes Spielberger in der Klassezeit von 9:43 min.
Die von Jordan zur Teilnahme motivierte Herzogenauracherin Joanna Murphy konnte in der Endphase ihres Rennens zulegen und wurde mit guten 10:25 min schnellste Frau.
Am 18. Mai wird die Bahnlaufserie mit dem Höhepunkt, der Mittelfränkischen Meisterschaft über 5000 m, und dem Wettbewerb über 800 m fortgesetzt. Für die 800 m hat sich ein gewisser Donnelly bereits angemeldet, der ja auch beim diesjährigen Winterwaldlauf als Gesamt-Dritter auf sich aufmerksam gemacht hatte ... [John]


08.05.10: Schmiedefeld, Rennsteiglauf, Supermarathon 72,7 km
Karl Mistelberger hat den Supermarathon beim Rennsteiglauf schon fünfmal erfolgreich beendet. Die letzte Teilnahme datierte allerdings auf 2006, so dass er wieder einmal unbedingt mitlaufen wollte. Der viele Schnee des vergangenen Winters und ein mehrwöchiger Karibikurlaub waren keine Voraussetzungen für eine gute Vorbereitung, so dass Karl bis zuletzt unschlüssig war, ob er tatsächlich an den Start gehen sollte. Die Entscheidung fiel erst nach einem überraschend positiv verlaufenen Training am Dienstag zuvor.
Am Wettkampftag herrschten optimale Verhältnisse: die Strecke war nach Regen gut belaufbar und die Temperaturen betrugen ca. 8° C bei ruhiger Luft; Grund genug, das Rennen optimistisch anzugehen. Karl erreichte die Zeitnahme beim Grenzadler (54,7 km) nach 5:01,23 h, eigentlich ein Grund, zufrieden zu sein, wäre er nicht auf den letzten Kilometern zunehmend überholt worden. Angesichts der nun auftretenden großen Probleme gelang es ihm, einen kühlen Kopf zu bewahren. Drei Tüten eines Kohlenhydratgels zeigten vorerst keine Wirkung, und bei Kilometer 60 war Karl nach Information freundlicher Zuschauer bereits auf Platz 180 zurückgefallen. Erst bei der Schmücke (64 km) stellte sich endlich die erhoffte Wirkung ein, zudem geht es von hier neun Kilometer größtenteils bergab nach Schmiedefeld. Auf dieser Strecke machte er wieder 60 Plätze (!!) gut und lief als 118. (1. M60) nach 6:46,19 h ein. Karl ist mit seinem Abschneiden besonders zufrieden, denn es gelang ihm als erstem Läufer dieser Altersklasse seit 2004, die sieben Stunden (deutlich!) zu unterbieten. Trotz suboptimaler Vorbereitung blieb er keine 3 Minuten über seinem letzten Ergebnis von 2006. [Karl/Mi]


04.05.10: Erlangen, Bahnlaufserie I (1500m)
Der Start der diesjährigen 7. Erlanger Bahnlaufserie litt etwas unter dem nass-kühlen Wetter. Von den 29 Anmeldungen aus ganz Bayern (!) beendeten 26 ihr Rennen, wenn auch fast durchwegs mit langsameren Zeiten als erwünscht. Gerade die Teilnehmer der zwei langsameren von drei Läufen bekamen den immer stärker werdenden Landregen ab, wogegen im ersten Lauf der schnellsten Läufer noch ganz gute Bedingungen herrschten. Erstmals wurde eine elektronische Zeitmessung eingesetzt, um zu gewährleisten, dass die Ergebnisse in die Bestenlisten des Verbands übernommen werden. Ab diesem Jahr werden Ergebnisse per Handstoppung bei Strecken bis 1500 m nämlich nicht mehr in die Bestenlisten übernommen.
Überlegener Sieger wurde aus Herzogenaurach der Engländer Jordan Donnelly (ohne Verein), der einfach „just for fun“ teilnahm. Er konnte sich bereits auf der ersten Stadionrunde (60 s !) mit 30 m Vorsprung deutlich vom Verfolgerfeld absetzen und den Vorsprung bis ins Ziel auf über 100 m ausbauen. Allerdings knackte er – auch durch die fehlende Konkurrenz bedingt – die Vier-Minutenmarke nicht (Siegerzeit: 4:00,28 min.). Aus dem Verfolgerfeld stieg Jean-Jacques, der zunächst versucht hatte, Jordans Tempo mitzugehen, aus. So wurde der Lichtenfelser Valentin Schuhmann (4:14 min) Zweiter vor dem Coburger Martin Militzke (4:16 min), den er erst auf der letzten Runde überholt hatte. Den Glanzpunkt der Veranstaltung setzte aber ein Senior: In der M60 gewann der mehrfache Seniorenweltmeister Johann Schrödel (Roth) überlegen in 4:55 min. Im LGE-internen Duell der M45er setzte sich Michael mit 4:54 min knapp gegen Olli durch, der zunächst den 13-jährigen Sven Göritz (Bayreuth) gezogen hatte und mit 30 Sekunden auf den letzten 200 m dann noch einen gewaltigen Endspurt hinlegte.
Die Frauenkonkurrenz gewann die Nürnberger Triathletin und ehemalige LGE-Läuferin Carmen Valerius (5:30 min) vor der B-Jugendlichen Lina Ende (5:35 min) aus Forchheim. Am 11. Mai wird die Bahnlaufserie mit dem Wettbewerb über 3000 m fortgesetzt. [John]


02.05.10: Bobingen, BLV-Meisterschaft 10 km
Die vier flachen Runden über 2,5 km in einem Bobinger Wohngebiet waren zwar fast menschenleer, aber dafür gut zu laufen; außerdem war es auch nicht zu heiß. Beste Bedingungen auch für die vier Erlanger, um bei der bayerischen 10 km-Meisterschaft anzugreifen. Denn Chancen rechneten sich Joseph in der Hauptwertung und Joachim in der M45 aus; zudem gab es Hoffnungen auf die Mannschaftswertung. Allerdings stellte sich die Frage, wie Christian die Anstrengung bei seinem grandiosen Halbmarathonsieg in Ingolstadt vor Wochenfrist verdaut hatte.
Beim Start ging es ähnlich zu wie beim Kerwalauf in Fürth 2009: Ohne jedes Herunterzählen oder eine andere Ankündigung knallte plötzlich ein Schuss, der von den Läufern nicht gleich ernstgenommen wurde. Erst nach einigen Sekunden dämmerte es ihnen, dass es der Startschuss gewesen sein musste, und das Feld setzte sich in Bewegung.

das erfolgreiche LGE-Team
Nach einigen Ecken und damit verbundenen Stauungen auf dem ersten Kilometer sortierten sich die Läufern ein und konnten ab dann ihr Rennen laufen.
An der Spitze gab es ab km 7 ein Ausscheidungsrennen für die sieben Topläufer. Unter ihnen war auch Joseph, der sich seine Kräfte bis dahin gut eingeteilt hatte. Das Tempo wurde immer schneller, und einer nach dem anderen musste abreißen lassen. Joseph kämpfte und behauptete sich fast bis zum Schluss, obwohl der letzte Kilometer bei wechselnden Attacken unter 2:50 min (!!) gelaufen wurde, aber er konnte Tobias Gröbl (LG Zusam) am Ende doch nicht mehr ganz halten (nur 5 s fehlten). In 31:11 min sicherte er sich die Vizemeisterschaft. Auch Christian hielt sich mit 31:50 min hervorragend, obwohl ohne die Belastung des Halbmarathons vielleicht noch ein paar Sekunden drin gewesen wären. Er war kurz vor km 5 aus der Spitzengruppe gefallen, um danach noch einige Läufer "einzusammeln".
Dagegen zeigte Joachim wieder seine optimale Leistung. Seine 33:21 min reichten aber leider wieder nicht ganz zum Titel in der M45: In Schalke-Manier belegte er mit 8 s Rückstand wieder einmal den 2. Platz. Diesmal war aber nicht Reinmund Hobmaier, sondern Richard Negele von den Sportfreunden Friedberg vor ihm. Taktisch geschickt hatte er sich lange hinter Joachim gehalten und bei seiner abschließenden Tempoverschärfung mehr Reserven. Langsam wird der Vizetitel zur Gewohnheit! Glücklicherweise reichte Joachims Spitzenleistung der LGE-Mannschaft zum 3. Platz und sogar zum neuen Stadtrekord der 10-km-Mannschaft! Auch hier war der Abstand zum Siegerteam aus Passau nicht allzu groß. Die 20 Sekunden zeigen, dass für eine LGE-Mannschaft in Bestbesetzung (mit Denis?) der Titel an diesem Tag durchaus möglich gewesen wäre. Björn, der das gute Gesamtbild der Erlanger mit 34:18 min komplettierte, strahlte nach der Siegerehrung mit seinen Erlanger Sportfreunden um die Wette (s. Foto). [John/Mi]

01.05.10: Ohrdruf, Deutsche Meisterschaft 10.000m
Die Deutschen Meisterschaften im 10.000 Meter-Lauf auf der Bahn im thüringischen Ohrdruf waren zugleich Senioren-Meisterschaften. Denis rechnete sich in seiner „jungen“ Seniorenklasse M35 wieder Chancen auf einen Podestplatz aus, denn seine gute Form hatte sich in den letzten Rennen schon angedeutet. Wie üblich gab es einen gemeinsamen Start der Klassen M30 bis M45, wodurch es für Denis schwer war, die Übersicht zu behalten. Nach den ersten zwei gleichmäßig gelaufenen Kilometern (6:15 min) hatten sich zwei M40-Läufer schon etwas vom übrigen Feld abgesetzt. Nun ergriff Denis selbstbewusst die Initiative, um die Lücke zu schließen, und „ging in den Wind“. Dass diese (unnötige) Anstrengung zu viele Körner für die Endphase des Rennens kostete, musste er auf den zwei letzten Kilometern erkennen, denn hier zogen seine zwei AK-Konkurrenten unwiderstehlich davon, die er vorher an die Spitze herangeführt hatte (und 2009 auch schon einmal besiegt hatte). Zumindest konnte sich Denis über seine Zeit freuen. Mit 32:43,22 min kam er bis auf sieben Sekunden an seine persönliche Bestzeit heran und erreichte tatsächlich den Bronzerang der Deutschen Meisterschaft, allerdings mit einer halben Minute Rückstand zum erhofften Spitzenplatz. [John]


Christian in Siegerpose
25.04.10: Ingolstadt, Halbmarathon
Ausgelassene Stimmung, bestes Wetter und ein Sportler, der nicht zu bremsen war: Christian Dirscherl lief am Samstag beim zehnten Ingolstädter Halbmarathon mit seinem Sieg in 1:08,41 h die Konkurrenten in Grund und Boden und gleichzeitig auch einen neuen Erlanger Stadtrekord. Es war ein beeindruckender Start-Ziel-Sieg vor weiteren 3300 Teilnehmern. Damit erfüllte er sich seinen schon lange gehegten Wunsch, den Ingolstädter HM endlich einmal zu gewinnen.
Christian dominierte vom Start weg das Rennen und legte los nach dem Motto: Jetzt oder nie! Schließlich hatten sich im Vergleich zu den Vorjahren keine auswärtigen Top-Läufer angemeldet. Der Weg für einen regionalen Starter an die Spitze war somit frei. Zunächst blieb der Aichacher Thomas Straßmeir an Christian dran, konnte aber nie zu ihm aufschließen. Thomas lag beim Wendehammer an der Nördlichen Ringstraße noch auf Platz zwei, fiel dann aber leicht zurück. Die Hoffnung, dass Christian seinem schnellen Anfangstempo (die ersten 10 km in glatten 32 Minuten!) irgendwann Tribut zollen musste, erfüllte sich auch nicht. Nein, er legte am Ende sogar noch mal was drauf! Nach der ersten kompletten Runde hatte sich längst der Münchner André Green, der schon Deutscher Crosslauf-Meister war, auf Rang zwei etabliert. André konnte zwar das gesamte Rennen über (auch) nicht zum Ersten aufschließen, erarbeitete sich allerdings einen deutlichen Vorsprung zu seinen Verfolgern. "Der Christian war heute einfach stärker", erkannte er neidlos an.
Bestens gelaunt war natürlich Christian nach seinem Sieg. Dabei war sein Start in der vergangenen Woche noch gar nicht sicher gewesen. Dienstlich in Chilé, saß er auf Grund des Flugverbotes (wegen der isländischen Vulkanasche) sechs Tage fest und traf erst am Donnerstag wieder in Deutschland ein. "Ich konnte dort nicht richtig trainieren. Der Smog war sehr unangenehm und es gab als Trainingsmöglichkeit lediglich einen Hügel. Dort bin ich die zwei oder drei Kilometer immer hoch und runter gelaufen", erzählt er mit einem Lächeln. Aber offensichtlich war es genau das richtige Training, das er vorher über Ostern zusammen mit dem Münchner Matthias Ewender im Trainingslager hatte und das sich anscheinend sehr positiv auf seine aktuelle Leistungsfähigkeit ausgewirkt hatte. [John]

24.04.10: Hohenstadt, Bezirksmeisterschaft 10 km
Die mittelfränkische 10km-Straßenlauf-Meisterschaft hatte heuer sicher eine Rekordbeteiligung - im Minus. Gerade einmal 46 Athleten liefen ins Ziel am Hohenstadter Bahnhof. Dabei waren Strecke und Bedingungen wie immer: flach, 4 Runden durchs landschaftlich schöne, aber windanfällige Tal, dazu warme Witterung und Sonnenschein. Der Termin zwischen den deutschen und bayerischen HM-Meisterschaften und den beiden Meisterschaften am kommenden Wochenende war aber einfach zu ungünstig für mehr Beteiligung. Man fragt sich schon, warum diese Meisterschaften jedes Jahr auf dieser Strecke und an diesem Termin stattfinden müssen!
Trotzdem war die LGE mit 4 Athleten vertreten und räumte mangels Konkurrenz auch alles Erreichbare ab:
Denis und Joachim wollten vor ihren Meisterschaften einen schönen Trainingslauf absolvieren, konnten dieses Ziel aber nur im Duett angehen. So drehten sie bis km 8,5 gemeinsam ihre Runden, wobei Joachim überwiegend die Führungsarbeit leistete. Da der Wind durchaus spürbar war und auch immer wieder drehte, war das keine leichte Aufgabe. Erst am Ende gab Denis etwas Gas, nahm Joachim noch ein paar Sekunden ab und holte sich mit dem Gesamtsieg auch die Mittelfränkische Meisterschaft. Beide sicherten sich natürlich auch den Meistertitel in ihrer AK.
Michael hatte wie üblich gewaltigen Respekt vor der ungewohnten Wärme und lief sehr vorsichtig gemeinsam mit dem Rother Harald Ripperger. Im Gegensatz zum Führungs-Duo wechselten sich beide prima ab. Da der AK-Titel bereits an Joachim gegangen war, verzichteten sie auf einen Endkampf und liefen am Ende Hand in Hand als 4. und 5. ins Ziel. Zum Mannschaftstitel für die LGE reichte es ohnehin mit über 11 min (!) Vorsprung.
Annette lief nach ihrer schwachen Leistung in Bad Staffelstein (= eigene Einschätzung!) ein couragiertes Rennen und gewann in guten 41:11 min die Frauenwertung und damit auch den Meistertitel. Sicher lag es nicht nur daran, dass die Strecke fast vor ihrer Haustür liegt und sie mit dem Rad zum Start fahren konnte. [Mi]


18.04.10: Staffelstein, Obermain-Marathon
Der schöne Landschaftsmarathon bei Staffelstein lockte bei strahlender Frühlingssonne aber kühlem Nordostwind wieder zahlreiche Laufwillige an (1436 Finisher!). Die elf Teilnehmer der LG Erlangen verteilten sich nicht nur auf den Marathon, bei dem eine Frauen- und eine Männermannschaft zustande kam, sondern auch auf den Halbmarathon, bei dem aber nur drei der fünf LGEler bei der Bayerischen Halbmarathon-Meisterschaft starteten. Davon profitierte Veit Riedlberger mit einer starken Leistung (1:20.33), denn sie brachte ihm in der Veranstalterwertung den dritten Gesamtplatz im Männerfeld und den klaren Sieg in der M30 ein. Obwohl er beim Start gleich ganz vorne stand, ließ er sich nicht mitziehen, und konnte durch eine gleichmäßige Renneinteilung auch im letzten Rennabschnitt sein Tempo gut halten. Mit 1:19.27 Std. war Björn Day (31. Meisterschafts-Platz) gar nicht weit vor ihm. Annette Schütz (1:32.12) erreichte in Begleitung von Marc Poncette das Ziel und wurde siebtbeste Frau.
Beim Blick auf die Marathon-Ergebnisse der LGEler/innen könnte man auf Anhieb denken: "Was sind denn das für Zeiten?" Aber gemach, die Strecke ist - anders als beim Halbmarathon - bekanntermaßen sehr anspruchsvoll und mit vielen harten Anstiegen gespickt. Da kam es von Anfang an auf eine gute Einteilung der Kräfte, d.h. zunächst auf ein ruhiges Anfangstempo an, und dann auf gute körperliche und mentale Ausdauer. Die erfahrenen LGE-Seniorenläufer/innen machten alles richtig und sorgten trotz teilweise verletzungsbedingter Trainingsrückstände für Top-Plazierungen. Die Frauenmannschaft mit Elke, Gertrud und Kersten siegte und das Männerteam mit Josef, Peter und Jörg belegte den zweiten Platz. Gleichzeitig erkämpften sich Elke Czermin und Josef Krauthöfer in ihren AK auch zwei zweite Plätze. [John]
10.04.10: Nürnberg, Nika-Sport-Lauf, 10 km
Nach seinem Sieg 2007 nahm Denis Mietzsch (LG/SGS) erneut am Nika-Lauf teil, der über 10 km in drei Runden im Nürnberger Reichswald ging. Schon gleich zu Beginn konnte sich eine Viererspitzengruppe vom restlichen Teilnehmerfeld absetzen. In dieser Spitzengruppe hatte es Denis mit drei starken Junioren aus Regensburg und Scheßlitz zu tun. Bereits nach etwa einem Kilometer schüttelten Denis und der Regensburger Jonas Zweck alle Verfolger ab. Die beiden Spitzenreiter konnten sich sogar taktische Geplänkel leisten: Beide testeten mit Tempoverschärfungen, ob der andere an Steigungen mithielt, bis dann Jonas nach dem letzten Anstieg der dritten Runde seine höhere Grundschnelligkeit ausspielte und auf Denis zwanzig Sekunden herauslaufen konnte. Mit seiner Zeit von 34:25 Min. war Denis dennoch zufrieden, denn bei seinem Sieg in 2007 war die Strecke etwas kürzer gewesen, sodass er diesmal sogar relativ schneller gewesen war. [John]

diesmal waren Denis' Beine zu kurz

10.04.10: Neuburg/Donau, 3. BLV-Cup-Lauf (7,8 km)  
Dritter Sieg im dritten BLV-Cup-Lauf für Annette Schütz! In 31 Minuten 48 Sekunden für die 7,8 km lange Strecke in Neuburg an der Donau wurde die Erlangerin viertbeste Frau und gewann die Frauen Hauptklasse wie zuvor bereits in Kersbach und Neuhaus. Ulrike Gradhand erreichte in der W 30 als dritte ebenfalls das Podest. Dies verpasste diesmal Michael Krug, der trotz guter 28:06 Min. für die knapp 8 km lange Strecke nur als 5. der M 45 abschnitt. Gerade in seiner AK  hatte er es in Neuburg mit unerwartet starker Konkurrenz zu tun. Aber es kommen ja noch 7 weitere Möglichkeiten, Punkte zu sammeln! Wegen der weiten Anreise nahmen diesmal nur zwei LG-Männer und drei LG-Frauen an diesem Rennen teil (Sabine Sklenar und Jörg Fiedler wollten es sich auch nicht nehmen lassen, sich zu zeigen). In der neu geschaffenen Mannschaftswertung des BLV-Cups liegt die LG Erlangen aber immer noch auf dem zweiten Platz hinter TSV Neuburg, der bei seinem Heimrennen die Strecke mit Massen eigener Starter "überflutete". [John, Ku]
 


28.03.10: Berlin, Halbmarathon
Beim traditionellen Berliner Halbmarathon lief Joachim Herrmann wieder ein Super-Rennen. Am Tag vorher war er sich noch nicht sicher gewesen, ob er überhaupt im Wettkampftempo laufen konnte, denn die ganze Woche hatte er wieder Probleme mit seinem Oberschenkel gehabt. Am Morgen sah dann alles viel besser aus. Joachim lief mit 7:10 min auf den zwei ersten km recht langsam an, um sich „einzulaufen“, und versuchte dann, während des Rennens betont locker zu bleiben. Dies hat auch gut funktioniert, denn nur hin und wieder „hat es in der Muskulatur mal gezwickt“.
Nach dem Start am Berliner Dom ging es 7 km bis zum Schloß Charlottenburg fast nur geradeaus (durchs Brandenburger Tor und an der Siegessäule vorbei). Zum Glück war die Läuferdichte auf diesem Stück noch recht groß, so dass er vom Gegenwind fast nicht merkte. Anders erging es der Spitze, die hier wahrscheinlich die Sekunden verloren hat, um noch unter einer Stunde zu bleiben. Über Ku´damm und Potsdamer Platz ging es dann wieder nach Osten in Richtung Ziel am Berliner Rathaus. Anfangs noch kühl und nass kam nach 2/3 der Strecke dann doch noch die Sonne raus. Die Strecke ließ sich super laufen: flach, breite Straßen, kaum enge Kurven. Und für tolle Stimmung garantierten die Berliner.
Nach dem "Warmlaufen" konnte Joachim den Kurs in gleichmäßig hohem Tempo durchlaufen. Er hatte immer eine gute Gruppe, keine Schwächephase und viel Spaß. Das ermöglichte es ihm, in der Endphase des Rennens andere zu überholen, wie beispielsweise die zweitschnellste Deutsche. Seine Altersklassenkonkurrenten um die besten Plätze erreichte er nicht mehr ganz, denn sie waren für ihn nicht zu erkennen. Schade, lagen sie doch im Ziel nur 15 Sekunden (Sieger) bzw. 6 Sekunden vor ihm. Aber er freute sich, dass er mit 1:13,53 h noch unter 74 Minuten geblieben war und immerhin 3. der M45 und 58. unter fast 20000 Finishern wurde! Wäre er schneller angelaufen, hätte er vielleicht noch 20-30 s rausholen können. Vielleicht wäre er dann aber gar nicht ins Ziel gekommen ... [John, Mi]

 


27.03.10: Erlangen, Winterwaldlauf
Der 10. Erlanger Winterwaldlauf in der Brucker Lache fand bei gutem Laufwetter statt, denn der Regen, der am Vortag für Abkühlung gesorgt hatte, verschonte die Teilnehmer beim Wettkampf weitgehend. Bei einer Rekordanmeldezahl von 1.068 Teilnehmern nahmen 856 Läufer und 45 Walker teil, so viele wie nie zuvor. Dabei lockte allein der Schülerlauf über 1,7 km um den Johnny-Pokal 214 Teilnehmer aus Schulen und Vereinen an. Viele von ihnen standen schon eine halbe Stunde vor dem Startschuss ungeduldig wartend an der Startlinie ...
Beim 10 km-Hauptlauf schaffte Christian Dirscherl in glatten 33 Minuten locker den erhofften Heimsieg und holte sich nach 2007 (beim Frühjahrskriterium) zum zweiten Mal den Titel des Deutschen Siemens-Meisters. Im Vorderfeld der 382 Finisher kamen auch seine LGE-Kollegen Jean-Jacques Faurie (4. in 34:49 min und Sieger der M 40) und Björn Day (5. in 35:14 min und 2. der M 20) an. In der Mannschaftswertung waren die drei zusammen mit Veit Riedlberger, der überraschend neue Bestzeit lief, und Axel Berndt nicht zu schlagen. Zweiter wurde ein Team des TV 48, darunter auch der wieder aufgetauchte LGE-Läufer Rolf Frank als M 50-Sieger. Eine Klasse für sich war wie erwartet Kristin Möller (TV 48 Erlangen Triathlon), die lange Zeit allein lief, nach 36:05 min als Zehnte insgesamt finishte und das übrige Frauenfeld um über sechs Minuten deklassierte.
Unter 30 Zwei-Personen-Staffeln ragten Oliver Haensell und Michael Krug (LG Erlangen) heraus. Sie erliefen sich bei glatten 36 Minuten für die 2x 5 km über fünf Minuten Vorsprung vor dem zweiten Team.
Im erstmals ausgetragenen 15 km-Wettbewerb, der mit 195 Finishern auf Anhieb sehr gut angenommenen wurde, musste sich Joseph Katib erst in der letzten der drei 5 km-Runden der Klasse der Läufer vom TSV Burgebrach geschlagen geben. Es siegte Ingo Bäuerlein mit 50:23 min vor seinem Vereinskollegen Markus Blenk (50:32 min). Joseph blieb als Drittem mit 51:54 min nur Rang 2 der M 20 hinter Blenk. Bemerkenswert bei diesem Lauf war der sechste Gesamtplatz des überragenden Siegers der M 60, Manfred Dormann vom TV Bad Brückenau. Die erste Siegerin über 15 Kilometer heißt überraschend Jennifer Wegner (ohne Verein). Sie lief 1:01,42 Stunden. Hinter ihr blieb Annette Schütz (LG Erlangen) mit 1:03,54 sowohl insgesamt als auch in der Klasse W 20 Platz 2. Ihre Clubkameradin Ulrike Gradhand siegte in der W 30. Der TSV Burgebrach verpasste trotz vier Läufern unter den ersten fünf den Sieg in der Mannschaftswertung, da hierfür ein fünfter Starter fehlte. Die 5er-Wertung, die unabhängig vom Geschlecht ausgeschrieben war, gewann auch hier die LG Erlangen mit Joseph Katib, Annette Schütz, Jörg Fiedler, Ulrike Gradhand und Mathieu Gaudiot nicht zuletzt dank Frauen-Power. [Ku, John]

13.03.10: Neuhaus, 2. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Diesen Lauf vor der Haustür haben viele Läufer genutzt, um eine erste Formbestimmung nach der Cross-Saison auf einem amtlich vermessenen 10km-Kurs zu machen Mit 15 Athleten war die LGE heuer die zweitgrößte Aktivengruppe knapp hinter den Gastgebern (17) und führt deshalb nach der ebenfalls guten Beteiligung in Kersbach z.Z. auch die neugeschaffene Teamwertung des Bayerncups an.
Zwar weist der Kurs nach wie vor am Ende eine 600m lange Steigung und anschließend unerfreuliche 200m Ackerhoppeln bis ins Ziel auf, doch ansonsten war er gut zu laufen. Nur wenige Stellen waren richtig matschig; der größte Teil ohnehin Asphalt. Bei 4° C blies ein ziemlicher Westwind, der auf dem (längsten) Teilstück entlang der Bundesstraße 470 wunderbar von hinten wehte und ansonsten meistens von der Seite kam. Nur auf dem relativ kurzen Stück durch den Ort knallte er frontal auf die Läufer. Der Veranstalter trauert wohl noch ein wenig der guten Stimmung auf dem alten Rundkurs durch den Ort nach, denn er versuchte, durch große Lautsprecher und mitreißende Musikbeschallung an dreien der vier Eckpunkte der Strecke die Läufer anzuheizen.
Dank Willis Werbung trat ein sehr starkes Feld an; 12 Läufer blieben unter 34 min! Der mit Abstand Schnellste war Christian, dem nach der Pleite beim DM-Cross ein sehr guter Lauf gelang. Sehr bald hatte er sich von der großen Spitzengruppe abgesetzt und den Vorsprung von ca. 100m bis ins Ziel gehalten.
Joachim war nach seiner bronzenen Meisterleistung in Stockach diesmal nicht in der Lage, seinen AK-Konkurrenten Stephan Bayer (Mengersgreuth-Hämmern) in Schach zu halten, und wurde als 15. des Gesamteinlaufes 2. der M45. Michael schaffte den 3. Platz in der M45 und vervollständigte die erste LGE-Mannschaft, die es leider nur auf den 4. Platz schaffte. Axel lief nach minimalem Trainingsaufwand (30 km/Woche!) immerhin 38:00 min, dicht gefolgt von Marc und Matthieu. Als 2. LGE-Mannschaft wurden sie Achte.
In der Frauen-Hauptklasse gelang Annette als Gesamt-Sechste ein AK-Sieg, ebenso Ulrike Gradhand in der W30. Das Team mit Annette, Carola (2. W40) und Gertrud schnitt als Zweites bedeutend besser ab als die Männer. [Mi]



Joachim hinter seinem Dauerrivalen

Olli und Jean-Jacques
(Fotos mit freundlicher Genehmigung von Sabine Münch)

06.03.10: Stockach (Baden), DM Cross
Auch die Deutsche Cross-Meisterschaft im badischen Stockach fand unter streng winterlichen Bedingungen statt. Die Senioren hatten bei ihren Läufen einigermaßen akzeptable Bedingungen, denn bei noch knackiger Kälte konnte auf dem festen Boden gut gelaufen werden. Der Kurs war nicht sonderlich anstrengend, wies aber eine knackige Steigung pro Runde auf.
Erneut zeigte Joachim eine Klasse-Leistung und erkämpfte sich die Bronzemedaille in der M45, mit der er hochzufrieden war. Er ließ sich am Start nicht von der Masse mitreißen, die wie üblich wie zum Sprint abgeht, sondern versuchte, sein Tempo zu finden. Auch sein bayerischer „Dauerrivale“ Hobmaier (Rosenheim) folgte dieser Taktik und lief eine Weile sogar hinter Joachim. Erst später überholte er ihn und gab ihm damit eine gute Orientierung für die Endphase des Rennens. Leider war er auch im Schlussspurt überlegen (1s Rückstand!). So dicht war Joachim noch nie an ihm dran. Man könnte fast sagen: Beim nächsten Mal hat er ihn! Wenn er jetzt schon und nicht erst im nächsten Jahr in der M50 starten würde, wäre das souverän der DM-Sieg geworden.
Jean Jacques, der auch von einem Podestplatz geträumt hatte, war schon wieder nach dem Start voran gestürmt und wurde dafür diesmal richtig abgestraft, denn er landete bald abgeschlagen weit hinten im Läuferfeld. Er gab aber immerhin nicht auf, sondern "wartete" auf Olli und zog ihn sehr mannschaftsdienlich noch eine Weile. Leider reichte es für das M40/45-Team nur für den 9. Platz.
Im abschließenden Wettkampf liefen die Männer auf der Langstrecke wieder auf einer Matschbahn. Joseph fehlte wegen der Kälte von Anfang an die Energie für eine gute Leistung. Der heftige Schneeschauer pünktlich zum Start nahm ihm den letzten Mut. Im Ziel fehlte ihm dementsprechend diesmal eine gute Minute zu den Konkurrenten, mit denen er üblicherweise um gute Plätze kämpft. Christian war schon die ganze Woche in großem beruflichem Stress und reiste erst recht kurzfristig an. Nach 3 Runden ging nichts mehr und er stieg aus. Björn ist mit der erwartet guten Leistung durchgekommen, aber die Mannschaft war leider geplatzt. [John/Mi]


Olli schaut sich im Zielsprint um, aber da kommt niemand mehr

27.02.10: Forchheim, Kellerwald-Cross
Obwohl uns die oberfränkischen Cross-Meisterschaften nicht betreffen, nutzten vier LGEler die Gelegenheit, einen (sehr gut besetzten!) Trainingswettkampf ganz in der Nähe zu laufen. Die Strecke mit Start an den Forchheimer Kellern war streckenweise zwar noch schneebedeckt, doch hatte der rührige Veranstalter mit viel Fleiß dafür gesorgt, dass zumindest eine "Spur" am Rand frei war. Bei frühlingshaften Temperaturen von 10° C verwandelte diese sich zwar schnell in Matsch, aber das hielt sich in Grenzen und gehört sich für einen Cross ja auch.
Olli lief in Vorbereitung auf die Cross-DM am nächsten Wochenende die Mittelstrecke über 3460 m. Zwar ist er noch nicht in der Form früherer Jahre, doch gelang es ihm, einen ordentlichen Lauf hinzulegen und am Ende auch noch Kurt Herbicht (TS Lichtenfels) zu distanzieren, mit dem er fast die ganze Zeit gelaufen war.
Die Langstrecke über 7950 m ging über vier Runden mit je einem knackigen Anstieg. Sie wurde von drei LGElern in Angriff genommen: Michael wollte Kraft tanken und lief sehr kontrolliert, so dass er am Ende noch wunderbar beschleunigen konnte. In der dritten Runde gesellte sich Matthieu zu ihm, der einen sehr guten Lauf absolvierte und in den z.T. scharfen und matschigen Kurven davon profitierte, dass er mit Spikes lief. Marco hatte sich erst kurz zuvor (nach einem Blick in den Wettkampfplan!) für einen Start entschieden, um das Team zu komplettieren und zugleich ein gutes Training zu haben. [Mi]


21.02.10: Ruhstorf, BLV-Cross-Meisterschaften
Die diesjährigen bayerischen Crossmeisterschaften fanden schon fast in Österreich statt, so dass die Anfahrt eine halbe Ewigkeit dauerte. Der Veranstalter hatte es gut gemeint: Er ließ extra noch Schnee auf die Strecke bringen, damit die Läufer einen festeren Untergrund haben sollten. Am Morgen war der wellige Wiesen-Rundkurs über 1000 m am Ostufer des Rottauer Baggersees noch gut zu laufen, da der Schnee fest und teilweise sogar eisig war. Der Temperaturanstieg eines Frühlingstages um die Mittagszeit machte das Geläuf vier Stunden aber später sehr schwer.
Am frühen Nachmittag hatten die Mastersklassen M 40 und M 45 eine Distanz über 6,3 km zu absolvieren. Das bedeutete sechs Runden durch den von unzähligen Schritten aufgewühlten Schnee, über Passagen mit reinem Schlamm und durch größere Pfützen. Hier waren die eher leichteren Läufer wie Hans-Joachim eindeutig im Vorteil. Dazu kommt noch seine große Leistungsfähigkeit, und schon ist ein Platz ganz vorne drin. Zum Glück spielten diesmal auch seine Oberschenkel wieder mit. Leider hat Joachim in der M45 den deutschen Spitzenläufer Reinmund Hobmaier (Rosenheim) auch bei bayerischen Meisterschaften (meistens) vor sich, der diesmal aber klar besser war. So gewann er als schnellster „Erlanger Master“ die Vizemeisterschaft der M45. Sechs Sekunden hinter ihm lief Jean-Jacques ins Ziel, der nach längerer Wettkampfabstinenz wieder an den Start ging. Wie er es so gern macht, ist er anfangs dem ganzen Feld enteilt und wurde dann nach und nach eingesammelt. Genau zwischen ihm und Joachim lag der Drittplatzierte der M40, so dass Jean-Jacques nur der undankbare vierte Platz in seiner AK blieb. Marc Poncette komplettierte mit seinem 11. Platz in der M40 die Erlanger M40/M45-Mannschaft, in die Oliver Haensell nach seiner einjährigen Wettkampfpause als Zehnter der M45 noch nicht reinlaufen konnte. Sie erreichten gemeinsam einen schönen Erfolg: die Vizemeisterschaft der Mastermannschaften hinter den überlegenen Rosenheimern.
Christian Dirscherl hatte bei der abschließenden Männer-Langstrecke über 8,3 km als eher schwerer Läufer am meisten unter den Bodenverhältnissen zu leiden. Da half ihm auch sein großer Kampfgeist nicht, er musste sich anderthalb Minuten nach dem Sieger mit dem 7. Platz zufriedengeben. [John/Mi]


Jean-Jacques

Joachim hinter einem Rosenheimer, den er später noch klar distanzierte

14.02.10: Sindelfingen, Senioren-Hallen-DM (3000 m)
Bei dem harten, schneereichen Winter ist es schon ein Vorteil, seinen Wettkampf in der Halle zu laufen. Diese Chance nahm Denis Mietzsch bei der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaft über 3000 m im Sindelfinger Glaspalast wahr. Sehr große Aussichten hatte Denis sich nicht ausgerechnet, denn ein grippaler Infekt hatte ihm zu Jahresbeginn einen deutlichen Trainingsrückstand eingebracht. So konnte er zumindest unbelastet in das Rennen der Klasse M35 gehen, das gemeinsam mit der M30 gestartet wurde. Nach dem schnellen ersten km (Denis: 3.01 min) setzten sich die zwei schnellsten M30er nach vorne ab und Denis lief (taktisch falsch) an der Spitze der Verfolgergruppe. Deren Tempo war im zweiten km zwangsläufig etwas langsamer geworden (6.06). Nach einer Tempoverschärfung auf dem dritten km (9.08) fehlten Denis beim Endspurt dann auch die entscheidenden Körner, um sich auf dem 2. Platz der M35 zu behaupten: 150 m vor dem Ziel zog ein Konkurrent unwiderstehlich an ihm vorbei, den er beim letztjährigen DM-Sieg über 5000 m noch hinter sich gelassen hatte. Trotzdem freute sich Denis nicht nur über den Gewinn der Bronze-Medaille: "Ich war viel schneller als ich erwartet hatte und meine Formkurve steigt." Glückwunsch Denis!  [John]
 
06.02.10: Grevenbroich, Energie Cross (8,5 km)
Sehr erfolgreich treibt Joseph Katib mit Top-Leistungen seine Saison-Vorbereitung weiter voran mit erstem Fokus auf die Deutsche Cross-Meisterschaft in genau einem Monat. Wiederum suchte er dafür die internationale und nationale Konkurrenz, diesmal beim „3. Energie Cross“ der SG Neukirchen-Hülchrath im nordrheinischen Grevenbroich, der in der Serie „Deutscher Cross-Cup“ gewertet wird. Angelockt auch durch ausgeschriebene internationale Mannschafts-Vergleiche für U23-Junioren und Männer waren bei diesem Cross der männlichen Asse Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern am Start. Auf schwerem Boden mussten die 56 Eliteläufer fünf anspruchsvolle 1,7km-Runden mit vielen künstlichen Hindernissen (Strohballen) und kurzen Steigungen hinter sich bringen. Joseph kam zwar mit den Hindernissen nicht so toll zurecht, aber er konnte sich trotzdem in dieser hochklassigen Konkurrenz gut behaupten. Zwischenzeitlich war Joseph sogar auf den sechsten Platz vorgelaufen, aber dann stürzte er (nach einem Hindernis auf den - zum Glück - weichen Boden) und fiel wieder etwas zurück. Dadurch kam er wie vor drei Wochen beim EAA-Cross im italienischen Rovereto auf einen Top-Ten-Platz. Als Zehnter der Männerwertung und viertschnellster Deutscher hatte Joseph nach 28:37 min im Ziel einen Rückstand von eineinhalb Minuten zum Sieger Marcin Chabowski, dem (amtierenden) polnischen Meister über 10000m. [John]
 
 

Björn nach der ersten Runde

Fotos von Jörg Behrendt hier
31.01.10: Zirndorf, Mittelfränkische Cross-Meisterschaft (6,1 km)
Auch bei den Bezirks-Crossmeisterschaften war die LGE von Ausfällen wegen Verletzungen gebeutelt. Da die verbliebenen drei Aufrechten in zwei verschiedenen Läufen an den Start gingen, kam leider nicht einmal eine Mannschaft zustande.
Die Strecke über 6,1 km war für Männer und Senioren gleich: Drei Runden durch den tief verschneiten Zirndorfer Stadtwald mit reichlich mehligem Schnee auf dem etwas profilierten Kurs. Im Umkleidezelt in Start- und Zielnähe gab es bei vielen Läufern ein Hauptthema: Welche Dornen schraubt man am besten an die Spikes? Im Nachhinein war klar: Je länger, desto besser. Die von vielen mitgebrachten 12mm-Dornen waren Kinderkram angesichts der Verhältnisse.
Im Lauf der Männer und Junioren konnte Björn nur einen Kilometer mit der Spitze mithalten, die ungleich besser besetzt war als in Eckental. Dann verließen ihn auf dem weichen Schneemehl zunehmend seine Kräfte. Erst in der letzten Runde konnte er noch etwas beschleunigen und damit den vierten Platz in der Bezirkswertung der Männer absichern.
Beim Lauf der Senioren (M30-70) orientierte sich Michael lange Zeit an der M40er-Spitze und gab dabei eine gute Figur ab. Deren Tempo konnte er letztlich aber nicht halten und knickte in der letzten Runde auch noch schmerzhaft um. So war er froh, dass es trotzdem noch zum Sieg in der M45 reichte. Marcs Einstand in der Mastersklasse M40 konnte sich auch sehen lassen, obwohl er mit dem Untergrund gar nicht zurecht kam: Im sehr stark besetzten Feld gelang ihm dennoch ein guter fünfter Platz. [Mi/John]

24.01.10: Eckental, Kreis-Cross-Meisterschaften (6,25 km)
Beim alljährigen Kreiscross in Eckental trafen sich diesmal fast nur Athleten aus dem Landkreis, wobei ein Teil der "üblichen Verdächtigen" (z.B. die Höchstädter) auch noch fehlte. Zwar standen massig LGEler auf der Starterliste, doch handelte es sich fast ausschließlich um Schüler und Jugendliche. Zum Hauptlauf traten nur drei Männer von uns an, die sich aber recht wacker schlugen.
Wie bereits im letzten Jahr galt es, zwei kleine und vier größere Runden zu bewältigen, die aber kaum Crosscharakter aufwiesen. Die kleineren Runden am Anfang ließen sich am schwierigsten laufen, da sie mit hartem Schnee bedeckt waren und viele Löcher aufwiesen. Björn ging mutig in der dreiköpfigen Spitzengruppe mit und führte sie eine Zeitlang sogar an. Dann aber musste er seine Konkurrenten ziehen lassen und begnügte sich damit, den dritten Platz locker nach Hause zu laufen. Michael lief bis km 4 völlig allein und war dann ganz froh, von einem Coburger Atheten überholt zu werden, an den er sich bis ins Ziel hängen konnte. Axel ging es ähnlich. Am Ende schafften aber alle drei den Kreismeistertitel in ihrer AK und vor Herzogenaurach und Eckental auch den Teamsieg. [Mi]

17.01.10: Rovereto/ Italien, Cross (8,7 km)
Mit einer ausgezeichneten Leistung hat Joseph Katib beim „33. Cross della Vallagarina“ in Rovereto/Italien überraschend einen Top-Ten-Platz erreicht. Die Veranstaltung ist Teil der sogenannten Permit-Serie des Europäischen Leichtathletik-Verbandes und war daher mit einigen internationalen Spitzenläufern aus Afrika und Europa und dem Großteil der italienischen Spitze entsprechend gut besetzt. Bei guten äußeren Bedingungen mussten die 30 Eliteläufer eine anspruchsvolle 8,7 km lange, in Obstplantagen abgesteckte Strecke mit mehreren Bergauf- und Bergabpassagen absolvieren. Joseph gelang es von Anfang an, ein hohes Tempo einzuschlagen und auch, dies zu halten. Vorn hatte sich der äthiopische Weltklasseathlet Abere Chane (10km-Bestzeit 27:47 min) gleich nach dem Start etwas vom Feld abgesetzt und vergrößerte seinen Vorsprung kontinuierlich. Dahinter konnte sich der Ukrainer Vasyl Matvijchuk am Ende knapp gegen das italienische Verfolgerfeld durchsetzen. Wilson Busienei (Uganda) - Olympia-Elfter 2004 über 10000 m - wurde, nachdem er Abere Chane in der ersten Runde noch dicht auf den Fersen gewesen war, ab der Hälfte des Rennens nach hinten durchgereicht, denn er hatte sich eine Rückenverletzung zugezogen. Auch Joseph gelang es noch, den Ugander zu distanzieren. Dadurch kam er als Zehnter nach  27:17 min ins Ziel und war sehr zufrieden, denn er hatte nur einen Rückstand von 1:25 min auf den Sieger und lag fast eine Minute vor seinem deutschen Lauffreund Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt). [dy/John]


Das siegreiche Frauenteam und 3/5 der Männermannschaft
06.01.10: Kersbach, Dreikönigslauf (12 km)
Der altbekannte 3-km-Rundkurs war diesmal etwas besser präpariert als vor Jahresfrist; und wieder wurde in vier Runden auf Schnee und bei frostiger Kälte (- 6 °C) der erste Wertungslauf im diesjährigen Bayern-Lauf-Cup ausgetragen. Zur Standard-Jahreseröffnung starteten erfreulich viele LGEler bei diesem 12-km-Lauf in Kersbach, wodurch gute Frauen- und Männermannschaften zustande kamen.
Die männliche Konkurrenz war in vielen Klassen deutlich stärker als 2009, aber die Erlanger, die auch in starker Besetzung angetreten waren, rechneten sich sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung gute Chancen aus. Christian Dirscherl setzte sich gleich in der ersten Runde einige Meter von Joseph Katib und dem ihnen beiden wohlbekannten Passauer Stefan Hohberger ab, denn er wollte gewinnen.
Joseph dagegen schonte sich deutlich für die nächsten wichtigeren Rennen. Etwas dahinter folgten – wie immer mit bedächtigem Anfangstempo – Joachim Herrmann und dann Björn Day. In der zweiten Runde verletzte sich dann Joachim leider und musste aussteigen. Damit wurde der Kampf um den Mannschaftssieg aber erst richtig spannend und war keineswegs verloren, denn jetzt zeigten (hinter Christian und Joseph) Björn, Michael Krug und Veit Riedlberger ihre Qualitäten. Sie liefen entweder gleichmäßig durch oder konnten auf der letzten Runde sogar noch zulegen. Noch besser konnte das an der Spitze Stefan, der leichtfüßig zu Christian auflief und ihn anfangs der Zielstraße überholte. Da half diesem sein großer Kampfeswille nicht mehr – er hatte auf dem rutschigen Schnee-Boden zu viel Kraft verloren und konnte im Schlussspurt nicht mehr gegenhalten. Bei einer Mannschaftszeit von dreieinhalb Stunden fehlten den Erlangern am Ende gerade mal 10 Sekunden zum Sieg.
Der gelang aber dem Damen-Team (Carola Wagner, Annette Schütz und Gertrud Härer) ganz überlegen. Carola hatte sich ganz unauffällig und „zielstrebig“  nach vorne gepirscht und wurde drittbeste Frau. Annette kam auf den sechsten Frauen-Rang und konnte sich über den Sieg in der W20 freuen.
Weitere Podestplätze in ihren Altersklassen erliefen sich Christian (1. M30), Joseph (2. M20), Michael (2. M45 von 59!), Karl Mistelberger (3. M60 mit nur 2 Sek. Rückstand auf Platz 2) und Carola (2. W40). [John]







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