Leichtathletikgemeinschaft Erlangen - Laufgruppe



Aktuelles
- Beachtet den sehr frühen Meldeschluss (09.09., keine Nachmeldung) für den Mönaulauf!
- Ein herzliches Willkommen
für Carsten Stegner bei der LGE!
- Jörgs Fotos vom Sommerfest hier.

- LGE-Lauftreff jeden Mittwoch, 18 Uhr, vor Kirche St. Marien in Bruck (ruhiger DL)

04.09.10: Weisendorf, Hochstraßenlauf (10 km)
Zum 25. Jubiläum wurde am neu gebauten Heimatmuseum in eine neue 10-km-Strecke gestartet, die in ihren zwei unterschiedlichen Runden nur Teilstrecken der alten 9-km-Runde enthält. Auch wenn er nur kurz auf dem historischen Handelsweg Hochstraße (zwischen Amberg und Kitzingen) verläuft, bleibt es ein schöner, jedoch anspruchsvoll hügeliger Landschaftslauf. Damit sind die 10 km jetzt insgesamt runder zu laufen als die alte Strecke.
John und Michael hatten sich vorgenommen, vor ihren nächsten wichtigen Wettkämpfen einen Trainingslauf zu absolvieren. Da sich der Start um 5 min verzögern sollte, ging Michael noch einmal in das Gebäude, um sich am Waschbecken Kopf und Beine zu übergießen (die Sonne strahlte vom Himmel!). Dort überraschte ihn der Startschuss, so dass er Hals über Kopf hinausstürzte und dem gesamten Feld hinterherlief (ein Albtraum!!). Weil die Spitze aber sehr verhalten loslief, gelang es ihm bald, zu seinem Sportfreund Josef Freudenberger vorzulaufen und mit ihm die ersten Kilometer des Laufes zu absolvieren. Dagegen startete John bewusst verhalten, um dann durchzustarten und seinen Sauerstoffüberschuss vom alpinen Wanderurlaub auf den An- und Abstiegen auszuspielen. So erreichte er mit starken 40:39 min, dem M55-Sieg und einem TopTen-Platz das Ziel. Michael, der nur einen Schwellenlauf machen wollte, war bei seinem M45-Sieg knapp zwei Minuten schneller als John und belegte Gesamtplatz vier. Die zwar unprofessionell, aber mit Charme organisierte Veranstaltung hätte mehr Teilnehmer verdient! [John/Mi]
29.08.10: Nürnberg, Finish-Line-Lauf
Die für die Jahreszeit frischen Temperaturen brachten die optimale Witterung für die fast 700 Ausdauersportler beim traditionellen Finish-Line-Herbstlauf am Nürnberger Tiergarten. Dabei schnitten die Teilnehmer der LGE hervorragend ab, denn alle kamen aufs Podest in ihren Wertungsklassen und mehr noch: Die zwei überlegenen Gesamtsiege durch Viola über 10 km und Carsten beim Halbmarathon versprechen eine gute Form für die kommenden wichtigen Herbstwettkämpfe.
Außer Carsten liefen alle die 10 km (eine Runde). Hier war Denis, der wie Carsten den Gesamtsieg im Auge hatte, trotz seiner guten 32:54 min gegen den Spitzenläufer Oliver Greger aus Marktredwitz (unter 31 min!) ohne Chance. Dagegen gewann Viola im Frauenfeld deutlich und ließ dabei wieder einmal ihre Klasse aufblitzen und auch 195 Männer hinter sich. Sie lief mit 38:25 min kurz nach Marco ins Ziel. Denis und Björn liefen beide zu schnell an und erreichten dadurch nicht die möglichen besseren Endzeiten. Dies gilt auch für Veit, der "den Lauf nach drei ernsthaft gelaufenen Kilometern (Schnitt 3:29 min) in einen Trainingslauf verwandelte, denn das Tempo war heute einfach nicht durchzuhalten!". Dabei können sich seine glatten 36 min durchaus sehen lassen.


Carsten läuft durch das 10km-Feld, im Hintergrund Denis(2082), Veit u. Björn

Carsten, der beim Halbmarathon die große Runde zweimal laufen musste, kam eingangs der zweiten Runde durch das 10-km-Starterfeld, was er als absolutes Gänsehautfeeling empfand. Kurz nachdem er vorbei war, wurden die 10 km gestartet. Da hatte er (nach 11 km) bei konstantem Tempo von 3:30 min/km schon einen Vorsprung von 100 m auf den Zweitplatzierten Karl Durst herausgelaufen. Weiter beschreibt Carsten sein Rennen: "Da ich davon ausging, dass sich Durst von diesen Läufern ziehen lässt und ggf. doch noch auf mich auflaufen kann, forcierte ich. Bei km 14 überholte mich der Führende des 10ers. Ich hatte eigentlich mit Denis gerechnet, aber es war ein Läufer aus Marktredwitz. Etwas später kam dann Denis, an dessen Fersen ich mich klemmen wollte (der dafür aber zu schnell unterwegs war). Kurz hinter ihm lief Björn, und ich entschied mich, so lange wie möglich mit ihm zu laufen. Noch vor km 17 setzte ich mich jedoch von Björn ab und gab noch mal alles, da ich immer noch die Gefahr sah, von Durst eingeholt zu werden. Im Ziel war ich nach 1:13:34 h eine Minute schneller als im Vorjahr. Erst hier erfuhr ich, dass Karl Durst aufgegeben hat, weil es ihn störte, durch die gerade gestarteten 10-km-Läufer laufen zu müssen ..." [Carsten, John]
 
21.08.10: Schwäbisch Gmünd, Süddeutsche Meisterschaften
Obwohl sich Joseph vor fünf Wochen einen Rippenbruch zugezogen hatte, er zeitweilig nur noch Radfahren konnte und nur einmal auf der Bahn war, fuhr er nach Schwäbisch Gmünd, um dort die 5000m zu laufen. Natürlich fehlte ihm die nötige Tempohärte für diesen Lauf, aber er wollte sich dennoch so teuer wie möglich verkaufen und eine gute Platzierung erreichen. Die äußeren Bedingungen waren für Langstreckler alles andere als ideal: Nach kühlen Tagen im Vorfeld nun 30° C und volle Sonne. Immerhin bot der Veranstalter in jeder Runde Wasserbecher an.
Nachdem Joseph 2000m mit der Spitze mithalten konnte (2:53; 5:48 min), kam dann der unvermeidliche und wohl auch erwartete Einbruch. Die dritten 1000m lagen schon über drei Minuten, die letzten beiden waren reine Willenssache. Ziel war die Verteidigung des dritten Platzes. Trotz eines Gefühls wie in der Sauna hielt er tapfer durch und erkämpfte sich die Bronzemedaille mit 13 Sekunden Vorsprung. Glückwunsch!!! [Mi]

14.08.10: Dachau, 7. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Axel Berndt startete in Dachau, motiviert durch seine jüngsten 10-km-Erfolge, um auch in der Wertung des BLV-Laufcups voran zu kommen. Dies gelang ihm auch, aber trotz der guten Bedingungen nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. "Es ging einfach nicht!" berichtete er nach dem Lauf: "Die Beine waren schwer und die Atmung flach. Irgend etwas steckt in mir und ich konnte einfach nicht so, wie ich wollte." Enttäuscht hatte er nach dem Lauf nur geduscht und sich gleich auf die Heimreise begeben. Vielleicht mag es ihn trösten, dass er trotz seines achten Platzes in der M35-Wertung des BLV-Laufcups gut voran kam, denn in dieser wurde er in Dachau zumindest Fünfter. Die damit erzielten Punkte katapultierten ihn nach bisher nur 4 von maximal 6 (gewerteten) Läufen schon auf den zweiten Platz. Bei drei noch ausstehenden Wertungsläufen hat er also noch beste Aussichten, zumal er den derzeit in der Punktewertung führenden Scheßlitzer Marco Lieb läuferisch klar im Griff hat. Ebenfalls mit dem zweiten Platz liegen Carola in der W40 und Michael (M45) bei der Cup-Wertung noch gut im Rennen, während Annette (WHK) und Sabine (W30) die ersten Plätze praktisch nicht mehr zu nehmen sind. [John]

01.08.10: Hilpoltstein, Burgfestlauf (7,6 km)
Carsten Stegner startete in Hilpoltstein beim von Triathleten organisierten Burgfestlauf, um zu gewinnen.
So schildert er seine Eindrücke: Es ist ein sehr ungewöhnlicher Lauf, denn nach ca. einem Kilometer gibt es nach einem ordentlichen Anstieg mit 30 Höhenmetern eine Bergsprintwertung – allerdings nur in der ersten von zwei Runden á 3,8 km. Am Start rasten dann ungefähr 10 Mann wie von der Tarantel gestochen los, um sich ihren Siegpreis, einen Kasten Bier, zu sichern. Dann wurden sie gleich deutlich langsamer. Kurz nach dieser Wertung lief ich auf den Führenden auf, der erstaunlich locker wirkte. Mit dem lief ich in einem für mich extrem hohen Tempo die erste Runde zu Ende. Zunächst dachte ich, er würde vielleicht nur eine Runde laufen, als er kurz vor dem Rundendurchlauf beschleunigte, doch dem war (leider) nicht so. Ich fiel zurück und wurde beim zweiten Anstieg zur Burg von dem Rother Fernando Lozano eingeholt. Mit ihm lief ich die zweite Runde bei ständigen Führungswechseln weiter. Seine Zwischenspurts machten mich zwar etwas mürbe, aber ich konnte immer wieder kontern. Ca. 300 Meter vor dem Ziel beschleunigte ich und er konnte nicht mehr folgen. Dadurch sicherte ich mir den zweiten Gesamtplatz mit 7 Sekunden Vorsprung. Der Sieger Heiko Baier ist übrigens ein Topläufer aus Hessen, der für die LG Braunschweig startet. Da ihm bayerische Läufe so gut gefallen, sagte er mir nach dem Lauf, würde er bis hierher fahren. Können die im Norden denn keine anständigen Läufe organisieren??? Seine 10000-m-Zeit liegt bei 29:41 min. Da wurde mir klar, welchen Fehler ich begangen hatte, ihm in der ersten Runde zu folgen. Gegen so einen darf man ruhig verlieren... [Carsten, John].



"natürlich" erfolgreich ins Ziel
(Bild dank Katrin Starklauf)

01.08.10: Vorra, 1. Kapellenlauf (Halbmarathon) 
Die Premiere dieses schönen aber anspruchsvollen Landschaftslaufs hatte durch die morgendliche Frische beste Voraussetzungen für die fast 200 Teilnehmer. Diese starteten an den DJK-Sportplätzen an der "Rauhe Ebrach" hoch zu ihrem Rundkurs im dichten Birkacher Wald, wo weitere dreieinhalb kräftige Steigungen auf sie warteten, bevor sie wieder runter zur Sportanlage "rollen" konnten. Im Rahmen meines intensiven Marathontrainings wollte ich einen möglichst stressfreien (wenn auch hügeligen) Halbmarathon laufen, aber das gelang mir nicht. Denn zum Starterfeld hatte sich ausgerechnet der Nürnberger Jochen Lux nachgemeldet, der als Läufer-Ass schon vor Jahrzehnten Rudi und mich ständig distanziert hatte, und jetzt nach Wiedereinstieg als Starter in der M50/ M55 bisher immer vor mir lag. Damit war der avisierte 2. AK-Sieg stark gefährdet, zumal Jochen sich sofort nach vorne absetzte und bis km 11 (höchster Punkt) einen Vorsprung von über 100 m herausgelaufen hatte. Ich musste also noch mehr tun, obwohl ich bisher mit 4:31 pro km bergauf (!) schon schneller unterwegs gewesen war als ursprünglich geplant. Die entscheidende Power für meine Tempoerhöhung gab mir der vollständig ausgetrunkene Becher mit "Ist-Getränk" bei km 11 - an der einzigen Verpflegungsstelle, an der dieser angeboten wurde. Ich konnte danach nicht nur diejenigen wieder ein- und überholen, die mich während des Trinkens bei ganz langsamem Tempo passiert hatten, sondern auch zu Jochen auflaufen (km 16). Ich überholte ihn sofort und setzte mich gleich etwas von ihm ab. Bei km 19 waren dann zwar meine Kräfte erschöpft, aber ich ließ bis zur Ziellinie niemanden mehr vorbei.

Mit 1:16 min Vorsprung auf Jochen war der AK-Sieg perfekt. Bei der (natürlich stark verspäteten) Siegerehrung lehnte ich den traditionellen Vorra-Preis (Bierfass) gleich resolut ab und wurde daraufhin prompt mit je 2 Handtüchern und Frauen-Duschgels "belohnt" (Warmduscher? Fehlanzeige! Schon vorher hatte ich gezwungenermaßen eiskalt geduscht ...). [John]
 
31.07.10: Markt Indersdorf, 6. BLV-Cup-Lauf (10 km)
In niederbayerischen Markt Indersdorf empfing die 6 LGEler fast schon die gewohnte Hitze am Samstagnachmittag, aber mit 25° C im Schatten waren die Temperaturen noch einigermaßen erträglich. Die Strecke ging über mehrere ungeschützte Runden durch das "Zentrum" des Örtchens, ein Stück entlang der Bundestraße, durch ein Wohngebiet und dann über einen Wiesenweg wieder zurück. Im Orts- und Zielbereich sorgten einige Zuschauer für gute Stimmung, im Wohngebiet hatten mitfühlende Anwohner sogar eine Dusche aufgestellt, die von den Läufern eifrig benutzt wurde. An anderer Stelle spritzten Kinder mit einem Schlauch und Wassergewehren auf die Läufer. Dagegen ließ die offizielle Erfrischungsstelle zu wünschen übrig, denn die Wasserbecher mussten den Darreichenden geradezu aus der Hand gerissen werden, so fest wurden sie gehalten. Klar, dass dabei viel verschüttet wurde. Da muss vom Veranstalter noch kräftig geübt werden!

So sehen Sieger aus!
Annette, Michael und Axel wollten möglichst die maximale Punktezahl für die Serienwertung einfahren, während Sabine, (der noch erkrankte) Jörg und Helmut auch mit etwas weniger zufrieden gewesen wären. Axel und Michael liefen zusammen mit dem Röthenbacher Roland Elsner (M40) und lagen bei km 5 mit 18:00 min in dem überschaubaren Läuferfeld schon recht weit vorne. Wegen der Wärme und der stechenden Sonne nahmen sie dann aber das Tempo etwas raus. Nach 8 km hat Axel den Kontakt zu Michael abreißen lassen, der sich weiterhin an Roland orientierte, welcher zwischenzeitlich sogar auf ihn "wartete", um ihn weiter zu ziehen. Am Ende verbuchte Michael mit seinem zweiten AK-Sieg beim BLV-Laufcup die volle Punktzahl. Ebenso überlegen gewann Axel, der auch in der Serienwertung eine erfolgreiche Aufholjagd startet.
Auch Annette und sogar Sabine erliefen sich in ihren AKs die 21 Bayerncup-Punkte. Die Siegerpreise waren sehr sinnvoll: Reichlich Gutscheine für Speisen und Getränke auf dem anschließenden Volksfest, so dass sie auch den nicht platzierten Jörg mit durchfüttern konnten. Dieser hatte für die BLV-Cup-Wertung zwar auch 16 Punkte gesammelt, sah aber ein, dass er nicht hätte starten sollen, um schneller wieder richtig fit zu werden. [John/Mi]

24.07.10: Allersberg, Kirchweihlauf (10 km) - Eine Bildergeschichte
Als Axel zwei Tage vorher zu Michael sagte, dass er einen Trainingswettkampf bräuchte und deshalb nach Allersberg fahren würde, sagte Michael spontan zu, es ihm gleich zu tun. Damit konnte er sich das Tempotraining am Freitag sparen, das im Starkregen sicher keine Freude gemacht hätte. Allerdings wurden beide vom Regen verfolgt, denn kurz vor dem Start öffnete der Himmel wieder seine Schleusen. Die Läufer flüchteten sich in Torbögen oder stellten sich an die Hauswände, um nicht völlig durchnäßt zu werden. Als der Starter (mit Regenschirm) kam und sie aufrief, an die Startlinie zu kommen, schallte ihm ein vielstimmiges "Nein!" entgegen. Erst nach einigen Minuten ging es dann los. Zum Glück brauchte man nicht über große Pfützen zu springen, denn die ganze Straße war eine einzige Wasserfläche. Der Regen ließ aber bald nach, so dass der Lauf richtig angenehm wurde und man sich in der zweiten Hälfte sogar wieder mit Wasser überschütten konnte.
Die laut Veranstalter exakt 10 km lange Strecke ging über sechs Runden durch die Allersberger Altstadt, einige verwinkelte Gassen, ein Wohngebiet und um einen Weiher. Axel und Michael liefen zusammen mit dem Rother Harald Ripperger in einer Gruppe und wechselten sich auch einigermaßen ab. In der fünften Runde merkte Axel, dass er das Tempo problemlos halten konnte, und übernahm mutig die Führung, worauf Harald abreißen lassen musste. Von Michael angespornt, versuchte Axel auf dem letzten Kilometer sogar noch, den vor ihnen Laufenden einzuholen, der aber den Braten roch und seinerseits noch einmal Gas gab. Am Ende lief Axel mit neuer persönlicher Bestzeit von 36:15 min ins Ziel, fünf Sekunden vor Michael. Mit Platz fünf und sechs im Gesamteinlauf sicherten sie sich jeweils den AK-Sieg und freuten sich sehr über das gelungene Training. Axel ließ sich sogar noch zum Auslaufen überreden, wahrscheinlich eine Premiere für ihn ... Vorher war aber noch Zeit für ein Gruppenbild mit Harald. [Mi]
Vielen Dank an Jörg Behrendt für die tollen Fotos!!!
 

17.07.10: Bad Birnbach, 5. BLV-Cup-Lauf (9,9 km)
Nach einer langen Anfahrt von ca. 2,5 Std. kamen wir endlich in Bad Birnbach an. Aber die Fahrt-Strapazen waren schnell vergessen, denn wir wurden mit einer entspannten Urlaubsatmosphäre belohnt, von Hektik keine Spur. Der Lauf, der im Kurpark startete, ging nach 3 km flacher Strecke dann über 350-400m etliche Höhenmeter konstant bergauf, wobei die zweitschnellste Frau nach km 4 aufgab und Annette und ich dadurch vorrücken konnten. Das motivierte enorm; und mir machen Hügelläufe sowieso unglaublich viel Spaß. Die wunderschöne Strecke mit Golfplatzambiente ließ keine Wünsche offen. Im Kurpark war wiederum der Zieleinlauf, wo die Athleten mit viel Applaus beglückwünscht wurden. Zudem haben wir beide mit den Klassen-Rängen 1 (Annette) und 2 fleißig Punkte für den BLV-Laufcup gesammelt und konnten zufrieden die Heimreise antreten. [Carola]
 

Veit im Ziel mit Bestzeit
17.07.10: Großenseebach, 12. Seebachmeeting (10 km, Halbmarathon)
Beim Seebachmeeting machte die Sommerhitze zum Glück eine Pause und wir drei LGE-Athleten feierten nicht nur unsere drei Klassensiege: Newcomer Carsten lief zum erwarteten Halbmarathonsieg und Veit wurde beeindruckender Gesamtdritter über 10 km. 
Dabei ist Veit ein taktisch gutes Rennen gelungen und auch die läuferische Leistung stimmte, was er so schildert: "Bis km 7 ließ ich mich von Thomas Zeh ziehen, um meine Kräfte zu schonen. Auf der letzten langen Rückenwind-Passage hoch Richtung Wald habe ich Thomas dann 'stehen lassen' und lief zu Jürgen Wittmann auf. Da dieser dann gleich etwas Tempo herausnahm und anscheinend keine Führungsarbeit leisten wollte, ging ich sofort vorbei. Das Loch zwischen Thomas und Jürgen zu schließen und dann noch Vorsprung auf den Kämpfer Jürgen herauszulaufen, war zwar auf den letzten 2,5 km eine echte Qual, aber es hat sich rentiert: Rang drei und erster der AK M30 war angesichts der Konkurrenz wirklich nicht schlecht." Zudem war Veit noch nie so schnell über 10 km unterwegs wie in diesem Rennen - Glückwunsch zur Bestzeit!
Carsten spulte (erstmals im roten LGE-Trikot) über die 6 Runden sein Tempo zwar alleine, aber ganz gleichmäßig ab. Wenn ihm manche Km-Abschnitte zu langsam wurden, konnte er das kurz darauf problemlos wieder aufholen, ohne an seine Grenzen zu gehen. Zu seinem Einstand gelang ihm also gleich ein ungefährdeter Gesamtsieg und auch ein Erfolg bei einem wichtigen Aufbauwettkampf. Auf seiner letzten Runde motivierte er sich damit, das vor im laufende rote Trikot (in dem ich steckte) zu überrunden. (Das wollte ich eigentlich vermeiden!) Auch ich lief bei meinem Wiedereinstieg zwar gleichmäßig, aber leider gleichmäßig immer langsamer. Uns beiden fehlte angesichts des kleinen Teilnehmerfeldes eine Gruppe oder Läufer, um uns zu ziehen oder auch um zu "beißen". Trotzdem war ich auch zufrieden, hatte ich doch noch die Paris-Reisestrapazen (Diamond League Meeting im Stade de France mit Usain Bolt) von gestern und heute und ein absolutes Schlafdefizit in den Knochen, obwohl ich schon fast so locker war wie Usain. [John]

11.07.10: Bad Brückenau, "Um die Heilquellen" (5 km)
Schon um 9 Uhr früh beim 5-km-Start war sie da und diese Hitze spürte Denis natürlich besonders auf dem ungeschützten Kurs zum Staatsbad und zurück. Seinen Test für die geplante Teilnahme bei der Senioren-EM in Ungarn ging der M35er schnell an (bei km zwei 6:05 min), denn er wollte wissen was aus dem Training heraus geht. Die leichten Steigungen auf den zwei nächsten Kilometern machten ihm dann bei der Hitze zu schaffen, sodass er mit 16:03,8 min finishte. Eine beachtliche Leistung bei diesen Bedingungen! Dies wird noch klarer, wenn man sich die Ergebnisse des 10-km-Laufs betrachtet: Die Spitze hat dafür 2 Minuten mehr gebraucht als im Vorjahr bei guten Bedingungen! Dann wäre Denis (bei guten Bedingungen in Ungarn) gar nicht so weit von seinem Ziel weg, mit einer niedrigen 15er Zeit aufs EM-Podest zu rennen, viel Glück! [John]
Denis vor dem Hitzelauf
27.06.10: Kaiserslautern, Deutsche Seniorenmeisterschaften I
Zu diesem Saisonhöhepunkt im Stadtwaldstadion in Kaiserslautern rechneten sich Joachim (M45) und Denis (M35) über 5000m zumindest einen Platz auf dem Treppchen aus. Beide waren ordentlich vorbereitet und hatten im Vorfeld gute Leistungen gezeigt.
Eigentlich hätte Denis gerne seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigt und lief vielleicht deshalb bei seinem Lauf, in dem die Athleten der M30 und M35 gemeinsam starteten, etwas zu schnell an. Er lag bei 1000 m (3:02 min) gleich an zweiter Position hinter dem schnellsten M30er, der mit einer Zeit von unter 15 Minuten gemeldet war. Schon auf den nächsten 1000 m überholten ihn aber der spätere M35-Sieger und -Zweite und nach weiteren 1000 m sogar noch ein weiterer Konkurrent aus seiner AK. Doch Denis kämpfte sich zurück, lief wieder auf den 3. AK-Platz vor und verteidigte diesen Platz energisch bis ins Ziel, obwohl er die zunehmende Hitze schon deutlich spürte. Auch Joachim hatte mit den hohen Temperaturen und der sengenden Sonne sehr zu kämpfen: In seinem Lauf schlugen die mitlaufenden M40er ein sehr hohes Tempo an, dem er zwangsläufig folgen musste, um nicht ganz allein laufen zu müssen. Schon bald aber kam er an seine Grenzen (Hitze) und musste zwei AK-Kollegen ziehen lassen, die beide bei diesen Bedingungen stärker waren. So versuchte Joachim, wenigstens den dritten Platz ins Ziel zu retten. Leider kam auf der Schlußgerade noch ein sprintstarker M45 an ihm vorbei. Schade - nach dem 3. Platz bei der deutschen Crossmeisterschaft im März schien es schon fast so, als ob der Fluch des Viertplatzierten endlich vorbei wäre! Trotzdem war es eine großartige Leistung beider LGEler, gerade bei diesen harten Bedingungen! [John/Mi]

 


Sabine und Monika können die Preise kaum tragen
27.06.10: Scheßlitz, 4. BLV-Cup-Lauf (13 km)
Der Scheßlitzer Burgholzlauf mit seinen 228 Höhenmetern stellte wieder einmal eine besondere Herausforderung für alle Bayerncupläufer dar, da er meistens mit großer Wärme daherkommt. Die frühe Startzeit (9.00 Uhr) ist zwar ein Versuch, der Hitze etwas zu entgehen, aber die Strecke bleibt die gleiche: Recht bald nach dem Start geht es 3 km nur bergan. Nach einem kurzen Erholungskilometer folgt die nächste (knackigere) Steigung, bevor man sich auf 4 km Bergablaufen freuen kann. Doch das geschieht nicht mehr im Wald, sondern auf einer sonnigen Straße ... Bei km 9 geht es wieder in den Wald, und hier wartet die letzte Steigung vor den letzten drei Kilometern vor dem Ziel. Es kommt also sehr darauf an, mit seinen Kräften hauszuhalten und sich nicht zu schnell zu verausgaben.
Die LGE-Frauen konnten das diesmal besser als die Männer:
Carola Wagner als Gesamtzweite und Neuzugang Monika Pletzer als Fünfte ragten dabei besonders heraus. Zusammen mit Sabine haben sie in der Mannschaftswertung auch noch den zweiten Platz belegt. Dafür wurden sie bei der Siegerehrung mit Preisen förmlich überhäuft (s. Foto).
Von den Männern kam die Bergziege Jörg am besten zurecht. Er lief noch vor Michael ins Ziel, der trotz der Hitze mutig lief, dann aber der Sonne Tribut zollen musste und auf dem letzten Kilometer stehend K.O. war. Axel machte es besser und spulte ein gleichmäßiges Rennen ab, um sich Bayerncuppunkte abzuholen. [Mi]

19.06.10: Leipzig, Sonnenwendlauf (15 km)
Wie bei uns gibt es auch in Sachsen eine Laufcupserie, allerdings mit Distanzen bis 28 km (!). Michael nutzte einen Besuch in der Gegend, um bei einem dieser Läufe einen Schwellenlauf zu absolvieren, anstatt ihn allein im Wald machen zu müssen.
Die schöne Strecke bestand aus einer flachen 5km-Runde im Stadtwald "Rosental", die 3x zu durchlaufen war. Als Schmankerl aber war in jeder Runde ein 20m hoher, recht steiler Hügel zu erklimmen, der dem Lauf eine interessante Note gab (neben der Geruchsnote durch das Passieren der städtischen Klärwerke ...). Mit 121 Finishern waren die 15 km nicht gerade stark besucht, was man von der Spitze aber nicht behaupten konnte. Mit der hatte Michael aber ohnehin nichts zu tun, denn er lief in einer Verfolgergruppe ein recht gleichmäßiges Tempo durch. Die Zusammenarbeit mit dem späteren M50-Sieger klappte ohne Absprache hervorragend: Jeder von beiden ging je einen Kilometer nach vorn und machte das Tempo, das die Gruppe dahinschmelzen ließ. Erst nach 13 km, am dritten Anstieg auf den Hügel, setzte sich der M50er ab.
Bemerkenswert war noch eine Art Kassenzettel, den jeder Läufer unmittelbar nach Zieleinlauf in die Hand gedrückt bekam und auf dem nicht nur die Zeit, sondern auch gleich die Gesamt- und AK-Platzierung standen. Ein toller Service der Zeitnahmefirma, die ihren Chip für nur 2,00 Euro verkaufte. Dieser Chip ist ganz leicht, an einer Sicherheitsnadel an der Startnummer zu tragen und ohne erneute Kosten wiederverwendbar. Was für ein Unterschied zu den massigen und teuren Teilen bei diversen fränkischen Läufen!
Nach dem Lauf wurde auf dem Sortplatz noch ein großes Sonnenwendfeuer entzündet.

Michael mit seinem Begleiter nach der 2. Runde [Foto mit freundlicher Genehmigung von Laufszene-Leipzig]

16.06.10: München, Leichtathletik-Abend
Nachdem Joachim für die bevorstehende Senioren-DM über 5000m noch einen Traininglauf über 3000m gesucht hatte, wurde er in München fündig, wo im Dante-Stadion ein gut besetztes Sportfest stattfand. Weil es den ganzen Tag über geschüttet hatte, wollte er aber erst gar nicht laufen. Gegen Abend ging dann der Regen zum Glück in ein weniger unangenehmes Nieseln über, so dass er sich doch dazu aufraffte. Es waren dann auch bei 14-15° C und leichtem Nieselregen noch annehmbare Bedingungen, aber ein paar Grad mehr wären für ihn schon angenehm gewesen.
Die erste Runde lief er mit der Spitze in 70/71s an, musste dann aber abreißen lassen, da sie das 70er Tempo weiterlief. Kurze Zeit später kam (der 20 Jahre jüngere) Münchner Matthias Ewender von hinten angelaufen, der 15 min vorher die 1500m in 4:01 min gewonnen hatte. Joachim hängte sich an ihn und ging so die 1000 in 3:02min und die 2000 in 6:08min durch. Dann wurde es wieder schneller, und er musste Ewender ca. 700 vor Schluss ziehen lassen. Dennoch reichten auch bei ihm die Reserven noch für eine gute Beschleunigung auf den letzten 600m, so dass der letzte Kilometer noch in ca. 3:01 min geschafft war. Dank des "Sprinttrainings" der letzten Wochen mit Joseph, Björn und Jean-Jacques konnte er auch die letzten 100m gut "stehen". Das Rennen hat Joachim großen Spaß gemacht, zumal im Mittelteil noch ein paar Sekündchen drin gewesen wären - aber der nächste 3000er kommt bestimmt! [Joachim/Mi]

13.06.10: Fürth, Metropolmarathon
Die Fürther Veranstalter hatten heuer ausnahmsweise einmal nicht mit der sonst üblichen großen Hitze zu kämpfen. Mit 19° C und vielen Wolken waren die äußeren Bedingungen richtig gut. Auch der Kurs wurde zuschauerfreundlicher gestaltet, denn es galt, zwei Runden im Fürther Stadtgebiet zu laufen, die auch musikalisch viel besser "bestückt" werden konnten Allerdings hatte auch diese Strecke mit einigen knackigen Anstiegen und vielen Ecken ihre Probleme für die Läufer.
Von der LGE nahm nur Gertrud den ganzen Marathon (577 Finisher) in Angriff und ließ sich auch nicht dazu verführen, bereits nach der ersten Runde auszusteigen und für den HM gewertet zu werden. Nach anstrengenden Duathlon- und Triathlon-Meisterschaften konnte von einer ordentlichen Vorbereitung auf den Lauf aber nicht die Rede sein. In der ersten Runde war es wegen der zahlreich mitlaufenden Halbmarathonis noch recht eng, doch das stimmungsvolle erstmalige Durchlaufen des Zielbereichs entschädigte sie für vieles. Auf den letzten beiden Kilometern wurden die Athleten förmlich ins Ziel getragen! Auf der viel einsameren zweiten Runde motivierte sie sich mit der Vorfreude auf den erneuten euphorischen Empfang im Ziel, doch leider war bis 200m vor dem Ziel nichts mehr davon übrig.
Im Gegensatz zum Marathon war der HM wieder stark besetzt, nicht nur zahlenmäßig (1575 Finisher!). Zehn Athleten blieben unter 1:20h; der "Letzte" von ihnen war Veit. Wie schon beim Würzburger Marathon ging er sehr schnell an (5 km in 17:32, 10 km in 36:20) und versuchte, den "Rest" der Strecke dann irgendwie zu schaffen. Da sich seine Uhr bei km 10 verabschiedet hatte, er völlig allein laufen musste und ihm die Strecke überhaupt nicht entgegenkam, war das keine einfache Aufgabe. Trotzdem finishte er nach 1:18,49h und verbesserte seine persönliche Bestzeit um mehr als eine Minute! In der M30 kam er damit als Zweiter aufs Podest.
Annette Schütz, nach einer Urlaubsreise nicht gerade in Top-Form, schaffte mit 1:31,05h trotzdem ein gutes Resultat und wurde als fünfte Frau Dritte ihrer AK. Sabine Sklenar blieb, anders als noch in Bad Staffelstein, deutlich unter 2h.
Die "Kurzstrecke" über 10 km wurde von drei LGEler als Aufbauwettkampf gelaufen. Michael lief zusammen mit einem M40er und siegte in der M45. Jörg machte auf den letzten Kilometern nochmal richtig Druck, kam nur zwei Plätze nach ihm ins Ziel und ermöglichte damit einen Doppelsieg in der AK. Zwischen ihnen war lange Zeit Axel zusammen mit Joanna Murphy unterwegs, die schon bei unserer Bahnserie sehr stark gelaufen war. Als führende Frau hatte sie sogar ein Führungsfahrrad vor sich! Leider hatte dessen Fahrer einen Blackout und führte die beiden bei km 9 in die falsche Richtung. Obwohl sie sich sicher waren, dass das nicht stimmen konnte, beharrte der Radfahrer darauf, worauf sie sich ihm fügten. Erst nach einiger Zeit dämmerte dem Radler, dass er im Irrtum war, und er lenkte wieder um. Sie hatten ca. vier Minuten verloren ... Axel war im Ziel entsprechend bedient! Während Joanna als nunmehrige Gesamtzweite trotzdem als beste Frau geehrt wurde, wurde Axel der sichere AK-Sieg in der M35 verwehrt. Er wurde nun bloß Dritter. Dessen ungeachtet kann er sich dennoch freuen, mit wie üblich minimalem Trainingsaufwand gut gelaufen zu sein!
Der Streckenverlauf über 10 km war indiskutabel: Eine Straße war zweimal zu durchlaufen: beim ersten Mal musste man nach rechts auf eine weitere 3 km-Runde abbiegen, beim zweiten Mal nach links Richtung Ziel (das Fahrrad hatte Joanna und Axel 2x nach rechts gelenkt). Alle Bemühungen des Veranstalters, mit großer Schilder und Streckenposten das Chaos zu ordnen, waren sinnlos, denn gleichzeitig waren auch noch die vielen (eher gestarteten) Halbmarathonis dort unterwegs. So kam es zu kuriosen Ergebnissen, denn nicht wenige bogen gleich zum nahen Ziel ab und erzielten tolle Zeiten. So tauchte ein Schüler A mit 32 min in der (inzwischen korrigierten) Ergebnisliste auf, ein M50er mit einer 33er Zeit usw. Entsprechender Frust herrschte bei der Siegerehrung bei den richtig gelaufenen Athleten. Auf meinen Einspruch hin hat sich der Veranstalter in einer E-Mail dafür und auch für den Radler entschuldigt und versichert, dass die Streckenführung im nächsten Jahr sicher anders sein wird. Das ist wichtig, denn als Preise gab es u.a. Freistarts für 2011 ...[Mi]


06.06.10: Priegendorf, Veitensteinlauf (17 km)
Nach langer Verletzungspause und diversen Therapien geht es bei Jörg Fiedler endlich wieder bergauf, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Zwar ging es noch nicht gleich wieder auf die Zugspitze, aber auch die Haßberge haben ihre Anstiege vorzuweisen. Bei regulärer Streckenlänge von 16,5 km wären es 290 Höhenmeter gewesen, aber heuer kam am Ende ein 500m langer Umweg mit der steilsten Steigung von allen dazu. Jörg bewältigte diese Herausforderung mit Bravour und ließ wieder einmal seine Qualitäten als Bergläufer aufblitzen. Dabei waren die Bedingungen (hohe Temperaturen, sengende Sonne außerhalb des Waldes) nicht einfach. Deshalb lief er sehr vorsichtig los, begann dann aber recht schnell, einen Läufer nach dem anderen einzusammeln. Auf dem höchsten Punkt der Strecke fühlte er sich geradezu frisch; er gab richtig Gas und lief als 15. Mann kraftvoll bis ins Ziel. Bei der Siegerehrung wurde er vom Veranstalter mit den Worten begrüßt: "Du bist doch derjenige, der so locker eingelaufen ist!" In der Wertung dieses sehr stark besetzten Laufes schaffte er als 3. der M45 den Sprung aufs Podest.
Michael lief die Kurzstrecke über 7,2 km als Trainingswettkampf zusammen mit Josef Freudenberger und wurde vor ihm Zweiter. Der Sieger auf dieser Distanz, Valentin Schuhmann aus Lichtenfels, war schon sehr schnell aus ihrem Gesichtfeld verschwunden ... [Mi]

Jörg zusammen mit Werner Dotterweich, dem 2. der M45

05.05.10: Passau, BLV-Seniorenmeisterschaften
Zur Vorbereitung auf die Deutsche Senioren-Meisterschaft reiste Denis nach Passau. Er nahm an den bayerischen Senioren-Titelkämpfen im städtischen Dreiflüsse-Stadion teil, das zum Glück noch nicht überschwemmt war (!). Er wollte eigentlich unter 16 Minuten bleiben und freute sich im Vorfeld über die diesmal zahlreichen Meldungen in der M35 (8). Doch die Hälfte der Konkurrenz hatte schon wieder abgesagt, und mit den zwei Startern der M30 kamen gerade 6 Teilnehmer bei diesem "Finale" zusammen, die nach vielen Wochen der Kälte die erste (im Stadion aufgestaute) Hitze um 18:30 Uhr immer noch spürten. Denis hatte das Rennen von Anfang an gut in der Hand, denn nach dem ersten schnellen Kilometer (3:07 min) konnte er sich mit dem besten M30er immer wieder in der Führung abwechseln und ihn am Ende problemlos besiegen. Nur die Siegerzeit war mit 16:10 min nicht so berauschend, aber schließlich kommt es ihm besonders auf die persönliche Bestform in 3 Wochen bei der Senioren-DM in Kaiserslautern an. Da geht er dann als bayerischer Seniorenmeister über 5000 m an den Start. [John]

16.05.10: Würzburg, Marathon
Veit hat es geschafft, endlich: Würzburg Sub 3!!  Sein Plan war, ohne Anstrengung nach Körpergefühl anzugehen, obwohl er die Halbmarathonmarke schon unter 1:25 h laufen wollte. Denn aus Respekt vor der zweiten Hälfte und hier besonders vor den letzten Kilometern wollte er genügend Vorsprung herausholen, um diese locker zu gestalten. Zu seiner deponierten Eigenverpflegung gehörte auch eine Salztablette, um Krämpfe zu vermeiden. Die Bedingungen waren hinsichtlich der Temperatur ideal, aber der Wind leider stark und böig. Zudem ist der Kurs wellig, eckig und hat einige Kopfsteinpflasterpassagen.
So schildert Veit seinen Rennverlauf: "Die ersten 25 km liefen nahezu ideal, ich traf eine Gruppe aus fünf Läufern die auf einem 4er-Schnitt unterwegs waren. Ab km 25 begannen dann meine Oberschenkelmuskel, leicht zuzumachen, und ich habe die Gruppe lieber ziehen lassen. Die nächsten Kilometer hätte ich sicher locker mitlaufen können, aber irgendwann hätte sich das Tempo wohl gerächt. Bei Kilometer 30 (Durchgangszeit 02:01 h) hatte ich bereits einen derart großen Vorsprung auf die 3-Stunden-Marke, dass ich meine immer stärker angespannten Oberschenkel durch Tempodrosselung (ab km 32)  entlasten und die knapp 4 Kilometer lange Gerade mit heftigen Gegenwind ohne großen Krafteinsatz etwas lockerer laufen konnte. Lustig war die Gerade ganz alleine aber echt nicht. Die letzten Kilometer wurde es dann durch die Innenstadt sehr eckig und vom Belag teilweise unangenehm (Kopfsteinpflaster). Mir war klar: Wenn ich ohne Krampf durchlaufen kann, dann packe ich die drei Stunden locker. So habe ich jeder Versuchung widerstanden, doch noch einmal Tempo zu machen - besonders als ein Zug von Läufern auf Kurs 2:55 h an mir vorbei lief." 
Auf den zwei letzten Kilometern und beim Überqueren der Ziellinie hatte er diesmal ein zufriedenes Dauerlächeln auf den Lippen, denn er hatte es geschafft, weil er sich nirgendwo hat mitreißen lassen. Veits Durchschnittspuls war dadurch bis ins Ziel bemerkenswert niedrig zwischen 161 und 166! [Veit, John]


Joseph im Ziel


Viola eingangs der letzten Runde

18.05.10: Erlangen, Bahnserie III (800m und 5000m)
Ein sehr kühler, aber ausnahmsweise (fast) regenfreier Frühlingsabend waren gute Voraussetzungen für die Starter beim Abschlusstag der diesjährigen Erlanger Bahnlaufserie mit einem 800m- und einem 5000m-Lauf und auch ein würdiger Rahmen für die mittelfränkischen 5000m-Meisterschaften. Zwar haderten einige Athleten mit der Lufttemperatur von ca. 12° C und besonders die 800m-Läufer mit dem Gegenwind auf der Gegengeraden, doch waren alle froh, im Trockenen laufen zu können.
Der Star der ersten beiden Tage, Jordan Donnelly, lief diesmal wieder die schnellsten Runden, aber über 800m. So kam es nicht zum Showdown mit Joseph, in dessen Wettkampfplan nur die 5000m passten. Beide siegten konkurrenzlos und souverän, ohne groß gefordert zu werden. Trotzdem gab es bei beiden Wettbewerben wieder spannende Zweikämpfe und tolle Leistungen. Über 800m verlief der mit Spannung erwartete Zweikampf zwischen Seniorenweltmeister Johann Schrödel (Roth) und dem mehrfachen Deutschen Meister Kurt Herbicht (Lichtenfels) recht einseitig zugunsten von Johann. Kurt konnte nur eine Runde an ihm dran bleiben. Auf der zweiten Runde setzte sich der 62jährige Johann dann ab und finishte in 2:19 min!
Über 5000m konnte Joachim seine derzeit blendende Form unterstreichen und steigerte seine derzeitige Bestzeit auf 15:50 min. Das wäre nach dem neuen mittelfränkischen Meister Joseph fast der zweite Platz im Gesamteinlauf gewesen, aber beim gewaltigen Endspurt des Lichtenfelsers Valentin Schuhmann konnte er nicht gegenhalten. Damit blieb es - wie üblich - bei der Vizemeisterschaft.
Schnellste Frau war wie vor einer Woche Joanna Murphy, die sich noch einmal gegenüber der Vorwoche steigerte (17:49 min). Dahinter lief Viola Schäffer ihren ersten Bahnwettkampf nach langer Pause und wechselte sich gut mit der Rotherin Brigitte Rupp ab. Auf dem letzten Kilometer verschärfte Viola das Tempo entscheidend (3:30 min/km!), setzte sich schnell von Brigitte ab und finishte in 18:29 min souverän. Mit damit gewonnenen mittelfränkischen Meistertitel gelang Viola ein wirklich guter Einstieg; die LG Erlangen sicherte sich somit beide Meisterschaften. [John]
Fotos von Jörg Behrendt [Dankeschön!!]
Viele weitere von ihm sind hier zu finden.



Start 1

Start 2 (weitere Fotos s. Menü)
11.05.10: Erlangen, Bahnlaufserie II (3000m)
Großes Glück hatten die Teilnehmer am zweiten Tag der 7. Erlanger Bahnlaufserie: das angesagte Unwetter mit Gewitter dräute zwar schon am Himmel, verspätete sich aber bis nach dem Auslaufen der Athleten. Die guten Bedingungen nutzten die Starter über 3000 m und wurden diesmal auch mit guten Zeiten belohnt. 
Wieder war Jordan Donnelly (ohne Verein), der schon vor einer Woche über 1500 m Schnellster gewesen war, mit einer tollen Bestzeit (8:20 min) gemeldet, und er wurde natürlich wieder seiner Favoritenrolle gerecht. Recht locker blieb er unter 9 Minuten (8:56 min) und erfüllte damit seine Vorsätze. Mit seiner eleganten Leichtigkeit setzte er sich nach drei Stadionrunden um gut 100 m vom Verfolgerfeld ab. Diesen Vorsprung behielt er bis ins Ziel. Dahinter entbrannten spannende Positionskämpfe in der Verfolgergruppe, die sich 2 Runden vor dem Ziel aus den zwei LGElern Denis und Joachim sowie dem Lichtenfelser Valentin Schuhmann zusammensetzte. Trotz des Handicaps seiner kräfteraubenden Anfahrt per Fahrrad (2 Stunden auf dem Weg am Main-Donau-Kanal) ergriff Denis die Initiative und lief an die Spitze der Gruppe vor Valentin, der bis dato die Verfolger angeführt hatte. Joachim, der kurz zuvor aufgelaufen war, konnte zwar dranbleiben, aber nicht überholen. Dann kam der Konter des Lichtenfelsers: Auf den letzten 100 m zog Valentin den Endspurt an, lief unwiderstehlich an Denis vorbei und als Zweiter ins Ziel (9:12 min). Joachim siegte in der nur mit LGE-Läufern besetzten AK M45 vor Michael und Jörg. Nach einer weiteren halben Minute finishte der erst 16jährige Bamberger Johannes Spielberger in der Klassezeit von 9:43 min.
Die von Jordan zur Teilnahme motivierte Herzogenauracherin Joanna Murphy konnte in der Endphase ihres Rennens zulegen und wurde mit guten 10:25 min schnellste Frau.
Am 18. Mai wird die Bahnlaufserie mit dem Höhepunkt, der Mittelfränkischen Meisterschaft über 5000 m, und dem Wettbewerb über 800 m fortgesetzt. Für die 800 m hat sich ein gewisser Donnelly bereits angemeldet, der ja auch beim diesjährigen Winterwaldlauf als Gesamt-Dritter auf sich aufmerksam gemacht hatte ... [John]


08.05.10: Schmiedefeld, Rennsteiglauf, Supermarathon 72,7 km
Karl Mistelberger hat den Supermarathon beim Rennsteiglauf schon fünfmal erfolgreich beendet. Die letzte Teilnahme datierte allerdings auf 2006, so dass er wieder einmal unbedingt mitlaufen wollte. Der viele Schnee des vergangenen Winters und ein mehrwöchiger Karibikurlaub waren keine Voraussetzungen für eine gute Vorbereitung, so dass Karl bis zuletzt unschlüssig war, ob er tatsächlich an den Start gehen sollte. Die Entscheidung fiel erst nach einem überraschend positiv verlaufenen Training am Dienstag zuvor.
Am Wettkampftag herrschten optimale Verhältnisse: die Strecke war nach Regen gut belaufbar und die Temperaturen betrugen ca. 8° C bei ruhiger Luft; Grund genug, das Rennen optimistisch anzugehen. Karl erreichte die Zeitnahme beim Grenzadler (54,7 km) nach 5:01,23 h, eigentlich ein Grund, zufrieden zu sein, wäre er nicht auf den letzten Kilometern zunehmend überholt worden. Angesichts der nun auftretenden großen Probleme gelang es ihm, einen kühlen Kopf zu bewahren. Drei Tüten eines Kohlenhydratgels zeigten vorerst keine Wirkung, und bei Kilometer 60 war Karl nach Information freundlicher Zuschauer bereits auf Platz 180 zurückgefallen. Erst bei der Schmücke (64 km) stellte sich endlich die erhoffte Wirkung ein, zudem geht es von hier neun Kilometer größtenteils bergab nach Schmiedefeld. Auf dieser Strecke machte er wieder 60 Plätze (!!) gut und lief als 118. (1. M60) nach 6:46,19 h ein. Karl ist mit seinem Abschneiden besonders zufrieden, denn es gelang ihm als erstem Läufer dieser Altersklasse seit 2004, die sieben Stunden (deutlich!) zu unterbieten. Trotz suboptimaler Vorbereitung blieb er keine 3 Minuten über seinem letzten Ergebnis von 2006. [Karl/Mi]


04.05.10: Erlangen, Bahnlaufserie I (1500m)
Der Start der diesjährigen 7. Erlanger Bahnlaufserie litt etwas unter dem nass-kühlen Wetter. Von den 29 Anmeldungen aus ganz Bayern (!) beendeten 26 ihr Rennen, wenn auch fast durchwegs mit langsameren Zeiten als erwünscht. Gerade die Teilnehmer der zwei langsameren von drei Läufen bekamen den immer stärker werdenden Landregen ab, wogegen im ersten Lauf der schnellsten Läufer noch ganz gute Bedingungen herrschten. Erstmals wurde eine elektronische Zeitmessung eingesetzt, um zu gewährleisten, dass die Ergebnisse in die Bestenlisten des Verbands übernommen werden. Ab diesem Jahr werden Ergebnisse per Handstoppung bei Strecken bis 1500 m nämlich nicht mehr in die Bestenlisten übernommen.
Überlegener Sieger wurde aus Herzogenaurach der Engländer Jordan Donnelly (ohne Verein), der einfach „just for fun“ teilnahm. Er konnte sich bereits auf der ersten Stadionrunde (60 s !) mit 30 m Vorsprung deutlich vom Verfolgerfeld absetzen und den Vorsprung bis ins Ziel auf über 100 m ausbauen. Allerdings knackte er – auch durch die fehlende Konkurrenz bedingt – die Vier-Minutenmarke nicht (Siegerzeit: 4:00,28 min.). Aus dem Verfolgerfeld stieg Jean-Jacques, der zunächst versucht hatte, Jordans Tempo mitzugehen, aus. So wurde der Lichtenfelser Valentin Schuhmann (4:14 min) Zweiter vor dem Coburger Martin Militzke (4:16 min), den er erst auf der letzten Runde überholt hatte. Den Glanzpunkt der Veranstaltung setzte aber ein Senior: In der M60 gewann der mehrfache Seniorenweltmeister Johann Schrödel (Roth) überlegen in 4:55 min. Im LGE-internen Duell der M45er setzte sich Michael mit 4:54 min knapp gegen Olli durch, der zunächst den 13-jährigen Sven Göritz (Bayreuth) gezogen hatte und mit 30 Sekunden auf den letzten 200 m dann noch einen gewaltigen Endspurt hinlegte.
Die Frauenkonkurrenz gewann die Nürnberger Triathletin und ehemalige LGE-Läuferin Carmen Valerius (5:30 min) vor der B-Jugendlichen Lina Ende (5:35 min) aus Forchheim. Am 11. Mai wird die Bahnlaufserie mit dem Wettbewerb über 3000 m fortgesetzt. [John]


02.05.10: Bobingen, BLV-Meisterschaft 10 km
Die vier flachen Runden über 2,5 km in einem Bobinger Wohngebiet waren zwar fast menschenleer, aber dafür gut zu laufen; außerdem war es auch nicht zu heiß. Beste Bedingungen auch für die vier Erlanger, um bei der bayerischen 10 km-Meisterschaft anzugreifen. Denn Chancen rechneten sich Joseph in der Hauptwertung und Joachim in der M45 aus; zudem gab es Hoffnungen auf die Mannschaftswertung. Allerdings stellte sich die Frage, wie Christian die Anstrengung bei seinem grandiosen Halbmarathonsieg in Ingolstadt vor Wochenfrist verdaut hatte.
Beim Start ging es ähnlich zu wie beim Kerwalauf in Fürth 2009: Ohne jedes Herunterzählen oder eine andere Ankündigung knallte plötzlich ein Schuss, der von den Läufern nicht gleich ernstgenommen wurde. Erst nach einigen Sekunden dämmerte es ihnen, dass es der Startschuss gewesen sein musste, und das Feld setzte sich in Bewegung.

das erfolgreiche LGE-Team
Nach einigen Ecken und damit verbundenen Stauungen auf dem ersten Kilometer sortierten sich die Läufern ein und konnten ab dann ihr Rennen laufen.
An der Spitze gab es ab km 7 ein Ausscheidungsrennen für die sieben Topläufer. Unter ihnen war auch Joseph, der sich seine Kräfte bis dahin gut eingeteilt hatte. Das Tempo wurde immer schneller, und einer nach dem anderen musste abreißen lassen. Joseph kämpfte und behauptete sich fast bis zum Schluss, obwohl der letzte Kilometer bei wechselnden Attacken unter 2:50 min (!!) gelaufen wurde, aber er konnte Tobias Gröbl (LG Zusam) am Ende doch nicht mehr ganz halten (nur 5 s fehlten). In 31:11 min sicherte er sich die Vizemeisterschaft. Auch Christian hielt sich mit 31:50 min hervorragend, obwohl ohne die Belastung des Halbmarathons vielleicht noch ein paar Sekunden drin gewesen wären. Er war kurz vor km 5 aus der Spitzengruppe gefallen, um danach noch einige Läufer "einzusammeln".
Dagegen zeigte Joachim wieder seine optimale Leistung. Seine 33:21 min reichten aber leider wieder nicht ganz zum Titel in der M45: In Schalke-Manier belegte er mit 8 s Rückstand wieder einmal den 2. Platz. Diesmal war aber nicht Reinmund Hobmaier, sondern Richard Negele von den Sportfreunden Friedberg vor ihm. Taktisch geschickt hatte er sich lange hinter Joachim gehalten und bei seiner abschließenden Tempoverschärfung mehr Reserven. Langsam wird der Vizetitel zur Gewohnheit! Glücklicherweise reichte Joachims Spitzenleistung der LGE-Mannschaft zum 3. Platz und sogar zum neuen Stadtrekord der 10-km-Mannschaft! Auch hier war der Abstand zum Siegerteam aus Passau nicht allzu groß. Die 20 Sekunden zeigen, dass für eine LGE-Mannschaft in Bestbesetzung (mit Denis?) der Titel an diesem Tag durchaus möglich gewesen wäre. Björn, der das gute Gesamtbild der Erlanger mit 34:18 min komplettierte, strahlte nach der Siegerehrung mit seinen Erlanger Sportfreunden um die Wette (s. Foto). [John/Mi]

01.05.10: Ohrdruf, Deutsche Meisterschaft 10.000m
Die Deutschen Meisterschaften im 10.000 Meter-Lauf auf der Bahn im thüringischen Ohrdruf waren zugleich Senioren-Meisterschaften. Denis rechnete sich in seiner „jungen“ Seniorenklasse M35 wieder Chancen auf einen Podestplatz aus, denn seine gute Form hatte sich in den letzten Rennen schon angedeutet. Wie üblich gab es einen gemeinsamen Start der Klassen M30 bis M45, wodurch es für Denis schwer war, die Übersicht zu behalten. Nach den ersten zwei gleichmäßig gelaufenen Kilometern (6:15 min) hatten sich zwei M40-Läufer schon etwas vom übrigen Feld abgesetzt. Nun ergriff Denis selbstbewusst die Initiative, um die Lücke zu schließen, und „ging in den Wind“. Dass diese (unnötige) Anstrengung zu viele Körner für die Endphase des Rennens kostete, musste er auf den zwei letzten Kilometern erkennen, denn hier zogen seine zwei AK-Konkurrenten unwiderstehlich davon, die er vorher an die Spitze herangeführt hatte (und 2009 auch schon einmal besiegt hatte). Zumindest konnte sich Denis über seine Zeit freuen. Mit 32:43,22 min kam er bis auf sieben Sekunden an seine persönliche Bestzeit heran und erreichte tatsächlich den Bronzerang der Deutschen Meisterschaft, allerdings mit einer halben Minute Rückstand zum erhofften Spitzenplatz. [John]

25.04.10: Ingolstadt, Halbmarathon
Ausgelassene Stimmung, bestes Wetter und ein Sportler, der nicht zu bremsen war: Christian Dirscherl lief am Samstag beim zehnten Ingolstädter Halbmarathon mit seinem Sieg in 1:08,41 h die Konkurrenten in Grund und Boden und gleichzeitig auch einen neuen Erlanger Stadtrekord. Es war ein beeindruckender Start-Ziel-Sieg vor weiteren 3300 Teilnehmern. Damit erfüllte er sich seinen schon lange gehegten Wunsch, den Ingolstädter HM endllich einmal zu gewinnen.
Christian dominierte vom Start weg das Rennen und legte los nach dem Motto: Jetzt oder nie! Schließlich hatten sich im Vergleich zu den Vorjahren keine auswärtigen Top-Läufer angemeldet. Der Weg für einen regionalen Starter an die Spitze war somit frei. Zunächst blieb der Aichacher Thomas Straßmeir an Christian dran, konnte aber nie zu ihm aufschließen. Thomas lag beim Wendehammer an der Nördlichen Ringstraße noch auf Platz zwei, fiel dann aber leicht zurück. Die Hoffnung, dass Christian seinem schnellen Anfangstempo (die ersten 10 km in glatten 32 Minuten!) irgendwann Tribut zollen musste, erfüllte sich auch nicht. Nein, er legte am Ende sogar noch mal was drauf! Nach der ersten kompletten Runde hatte sich längst der Münchner André Green, der schon Deutscher Crosslauf-Meister war, auf Rang zwei etabliert. André konnte zwar das gesamte Rennen über (auch) nicht zum Ersten aufschließen, erarbeitete sich allerdings einen deutlichen Vorsprung zu seinen Verfolgern. "Der Christian war heute einfach stärker", erkannte er neidlos an. Bestens gelaunt war natürlich Christian nach seinem Sieg. Dabei war sein Start in der vergangenen Woche noch gar nicht sicher gewesen. Dienstlich in Chilé, saß er auf Grund des Flugverbotes (wegen der isländischen Vulkanasche) sechs Tage fest und traf erst am Donnerstag wieder in Deutschland ein. "Ich konnte dort nicht richtig trainieren. Der Smog war sehr unangenehm und es gab als Trainingsmöglichkeit lediglich einen Hügel. Dort bin ich die zwei oder drei Kilometer immer hoch und runter gelaufen", erzählt er mit einem Lächeln. Aber offensichtlich war es genau das richtige Training, das er vorher über Ostern zusammen mit dem Münchner Matthias Ewender im Trainingslager hatte und das sich anscheinend sehr positiv auf seine aktuelle Leistungsfähigkeit ausgewirkt hatte. [John]

24.04.10: Hohenstadt, Bezirksmeisterschaft 10 km
Die mittelfränkische 10km-Straßenlauf-Meisterschaft hatte heuer sicher eine Rekordbeteiligung - im Minus. Gerade einmal 46 Athleten liefen ins Ziel am Hohenstadter Bahnhof. Dabei waren Strecke und Bedingungen wie immer: flach, 4 Runden durchs landschaftlich schöne, aber windanfällige Tal, dazu warme Witterung und Sonnenschein. Der Termin zwischen den deutschen und bayerischen HM-Meisterschaften und den beiden Meisterschaften am kommenden Wochenende war aber einfach zu ungünstig für mehr Beteiligung. Man fragt sich schon, warum diese Meisterschaften jedes Jahr auf dieser Strecke und an diesem Termin stattfinden müssen!
Trotzdem war die LGE mit 4 Athleten vertreten und räumte mangels Konkurrenz auch alles Erreichbare ab:
Denis und Joachim wollten vor ihren Meisterschaften einen schönen Trainingslauf absolvieren, konnten dieses Ziel aber nur im Duett angehen. So drehten sie bis km 8,5 gemeinsam ihre Runden, wobei Joachim überwiegend die Führungsarbeit leistete. Da der Wind durchaus spürbar war und auch immer wieder drehte, war das keine leichte Aufgabe. Erst am Ende gab Denis etwas Gas, nahm Joachim noch ein paar Sekunden ab und holte sich mit dem Gesamtsieg auch die Mittelfränkische Meisterschaft. Beide sicherten sich natürlich auch den Meistertitel in ihrer AK.
Michael hatte wie üblich gewaltigen Respekt vor der ungewohnten Wärme und lief sehr vorsichtig gemeinsam mit dem Rother Harald Ripperger. Im Gegensatz zum Führungs-Duo wechselten sich beide prima ab. Da der AK-Titel bereits an Joachim gegangen war, verzichteten sie auf einen Endkampf und liefen am Ende Hand in Hand als 4. und 5. ins Ziel. Zum Mannschaftstitel für die LGE reichte es ohnehin mit über 11 min (!) Vorsprung.
Annette lief nach ihrer schwachen Leistung in Bad Staffelstein (= eigene Einschätzung!) ein couragiertes Rennen und gewann in guten 41:11 min die Frauenwertung und damit auch den Meistertitel. Sicher lag es nicht nur daran, dass die Strecke fast vor ihrer Haustür liegt und sie mit dem Rad zum Start fahren konnte. [Mi]


18.04.10: Staffelstein, Obermain-Marathon
Der schöne Landschaftsmarathon bei Staffelstein lockte bei strahlender Frühlingssonne aber kühlem Nordostwind wieder zahlreiche Laufwillige an (1436 Finisher!). Die elf Teilnehmer der LG Erlangen verteilten sich nicht nur auf den Marathon, bei dem eine Frauen- und eine Männermannschaft zustande kam, sondern auch auf den Halbmarathon, bei dem aber nur drei der fünf LGEler bei der Bayerischen Halbmarathon-Meisterschaft starteten. Davon profitierte Veit Riedlberger mit einer starken Leistung (1:20.33), denn sie brachte ihm in der Veranstalterwertung den dritten Gesamtplatz im Männerfeld und den klaren Sieg in der M30 ein. Obwohl er beim Start gleich ganz vorne stand, ließ er sich nicht mitziehen, und konnte durch eine gleichmäßige Renneinteilung auch im letzten Rennabschnitt sein Tempo gut halten. Mit 1:19.27 Std. war Björn Day (31. Meisterschafts-Platz) gar nicht weit vor ihm. Annette Schütz (1:32.12) erreichte in Begleitung von Marc Poncette das Ziel und wurde siebtbeste Frau.
Beim Blick auf die Marathon-Ergebnisse der LGEler/innen könnte man auf Anhieb denken: "Was sind denn das für Zeiten?" Aber gemach, die Strecke ist - anders als beim Halbmarathon - bekanntermaßen sehr anspruchsvoll und mit vielen harten Anstiegen gespickt. Da kam es von Anfang an auf eine gute Einteilung der Kräfte, d.h. zunächst auf ein ruhiges Anfangstempo an, und dann auf gute körperliche und mentale Ausdauer. Die erfahrenen LGE-Seniorenläufer/innen machten alles richtig und sorgten trotz teilweise verletzungsbedingter Trainingsrückstände für Top-Plazierungen. Die Frauenmannschaft mit Elke, Gertrud und Kersten siegte und das Männerteam mit Josef, Peter und Jörg belegte den zweiten Platz. Gleichzeitig erkämpften sich Elke Czermin und Josef Krauthöfer in ihren AK auch zwei zweite Plätze. [John]
10.04.10: Nürnberg, Nika-Sport-Lauf, 10 km
Nach seinem Sieg 2007 nahm Denis Mietzsch (LG/SGS) erneut am Nika-Lauf teil, der über 10 km in drei Runden im Nürnberger Reichswald ging. Schon gleich zu Beginn konnte sich eine Viererspitzengruppe vom restlichen Teilnehmerfeld absetzen. In dieser Spitzengruppe hatte es Denis mit drei starken Junioren aus Regensburg und Scheßlitz zu tun. Bereits nach etwa einem Kilometer schüttelten Denis und der Regensburger Jonas Zweck alle Verfolger ab. Die beiden Spitzenreiter konnten sich sogar taktische Geplänkel leisten: Beide testeten mit Tempoverschärfungen, ob der andere an Steigungen mithielt, bis dann Jonas nach dem letzten Anstieg der dritten Runde seine höhere Grundschnelligkeit ausspielte und auf Denis zwanzig Sekunden herauslaufen konnte. Mit seiner Zeit von 34:25 Min. war Denis dennoch zufrieden, denn bei seinem Sieg in 2007 war die Strecke etwas kürzer gewesen, sodass er diesmal sogar relativ schneller gewesen war. [John]

diesmal waren Denis' Beine zu kurz

10.04.10: Neuburg/Donau, 3. BLV-Cup-Lauf (7,8 km)  
Dritter Sieg im dritten BLV-Cup-Lauf für Annette Schütz! In 31 Minuten 48 Sekunden für die 7,8 km lange Strecke in Neuburg an der Donau wurde die Erlangerin viertbeste Frau und gewann die Frauen Hauptklasse wie zuvor bereits in Kersbach und Neuhaus. Ulrike Gradhand erreichte in der W 30 als dritte ebenfalls das Podest. Dies verpasste diesmal Michael Krug, der trotz guter 28:06 Min. für die knapp 8 km lange Strecke nur als 5. der M 45 abschnitt. Gerade in seiner AK  hatte er es in Neuburg mit unerwartet starker Konkurrenz zu tun. Aber es kommen ja noch 7 weitere Möglichkeiten, Punkte zu sammeln! Wegen der weiten Anreise nahmen diesmal nur zwei LG-Männer und drei LG-Frauen an diesem Rennen teil (Sabine Sklenar und Jörg Fiedler wollten es sich auch nicht nehmen lassen, sich zu zeigen). In der neu geschaffenen Mannschaftswertung des BLV-Cups liegt die LG Erlangen aber immer noch auf dem zweiten Platz hinter TSV Neuburg, der bei seinem Heimrennen die Strecke mit Massen eigener Starter "überflutete". [John, Ku]
 


28.03.10: Berlin, Halbmarathon
Beim traditionellen Berliner Halbmarathon lief Joachim Herrmann wieder ein Super-Rennen. Am Tag vorher war er sich noch nicht sicher gewesen, ob er überhaupt im Wettkampftempo laufen konnte, denn die ganze Woche hatte er wieder Probleme mit seinem Oberschenkel gehabt. Am Morgen sah dann alles viel besser aus. Joachim lief mit 7:10 min auf den zwei ersten km recht langsam an, um sich „einzulaufen“, und versuchte dann, während des Rennens betont locker zu bleiben. Dies hat auch gut funktioniert, denn nur hin und wieder „hat es in der Muskulatur mal gezwickt“.
Nach dem Start am Berliner Dom ging es 7 km bis zum Schloß Charlottenburg fast nur geradeaus (durchs Brandenburger Tor und an der Siegessäule vorbei). Zum Glück war die Läuferdichte auf diesem Stück noch recht groß, so dass er vom Gegenwind fast nicht merkte. Anders erging es der Spitze, die hier wahrscheinlich die Sekunden verloren hat, um noch unter einer Stunde zu bleiben. Über Ku´damm und Potsdamer Platz ging es dann wieder nach Osten in Richtung Ziel am Berliner Rathaus. Anfangs noch kühl und nass kam nach 2/3 der Strecke dann doch noch die Sonne raus. Die Strecke ließ sich super laufen: flach, breite Straßen, kaum enge Kurven. Und für tolle Stimmung garantierten die Berliner.
Nach dem "Warmlaufen" konnte Joachim den Kurs in gleichmäßig hohem Tempo durchlaufen. Er hatte immer eine gute Gruppe, keine Schwächephase und viel Spaß. Das ermöglichte es ihm, in der Endphase des Rennens andere zu überholen, wie beispielsweise die zweitschnellste Deutsche. Seine Altersklassenkonkurrenten um die besten Plätze erreichte er nicht mehr ganz, denn sie waren für ihn nicht zu erkennen. Schade, lagen sie doch im Ziel nur 15 Sekunden (Sieger) bzw. 6 Sekunden vor ihm. Aber er freute sich, dass er mit 1:13,53 h noch unter 74 Minuten geblieben war und immerhin 3. der M45 und 58. unter fast 20000 Finishern wurde! Wäre er schneller angelaufen, hätte er vielleicht noch 20-30 s rausholen können. Vielleicht wäre er dann aber gar nicht ins Ziel gekommen ... [John, Mi]

 


27.03.10: Erlangen, Winterwaldlauf
Der 10. Erlanger Winterwaldlauf in der Brucker Lache fand bei gutem Laufwetter statt, denn der Regen, der am Vortag für Abkühlung gesorgt hatte, verschonte die Teilnehmer beim Wettkampf weitgehend. Bei einer Rekordanmeldezahl von 1.068 Teilnehmern nahmen 856 Läufer und 45 Walker teil, so viele wie nie zuvor. Dabei lockte allein der Schülerlauf über 1,7 km um den Johnny-Pokal 214 Teilnehmer aus Schulen und Vereinen an. Viele von ihnen standen schon eine halbe Stunde vor dem Startschuss ungeduldig wartend an der Startlinie ...
Beim 10 km-Hauptlauf schaffte Christian Dirscherl in glatten 33 Minuten locker den erhofften Heimsieg und holte sich nach 2007 (beim Frühjahrskriterium) zum zweiten Mal den Titel des Deutschen Siemens-Meisters. Im Vorderfeld der 382 Finisher kamen auch seine LGE-Kollegen Jean-Jacques Faurie (4. in 34:49 min und Sieger der M 40) und Björn Day (5. in 35:14 min und 2. der M 20) an. In der Mannschaftswertung waren die drei zusammen mit Veit Riedlberger, der überraschend neue Bestzeit lief, und Axel Berndt nicht zu schlagen. Zweiter wurde ein Team des TV 48, darunter auch der wieder aufgetauchte LGE-Läufer Rolf Frank als M 50-Sieger. Eine Klasse für sich war wie erwartet Kristin Möller (TV 48 Erlangen Triathlon), die lange Zeit allein lief, nach 36:05 min als Zehnte insgesamt finishte und das übrige Frauenfeld um über sechs Minuten deklassierte.
Unter 30 Zwei-Personen-Staffeln ragten Oliver Haensell und Michael Krug (LG Erlangen) heraus. Sie erliefen sich bei glatten 36 Minuten für die 2x 5 km über fünf Minuten Vorsprung vor dem zweiten Team.
Im erstmals ausgetragenen 15 km-Wettbewerb, der mit 195 Finishern auf Anhieb sehr gut angenommenen wurde, musste sich Joseph Katib erst in der letzten der drei 5 km-Runden der Klasse der Läufer vom TSV Burgebrach geschlagen geben. Es siegte Ingo Bäuerlein mit 50:23 min vor seinem Vereinskollegen Markus Blenk (50:32 min). Joseph blieb als Drittem mit 51:54 min nur Rang 2 der M 20 hinter Blenk. Bemerkenswert bei diesem Lauf war der sechste Gesamtplatz des überragenden Siegers der M 60, Manfred Dormann vom TV Bad Brückenau. Die erste Siegerin über 15 Kilometer heißt überraschend Jennifer Wegner (ohne Verein). Sie lief 1:01,42 Stunden. Hinter ihr blieb Annette Schütz (LG Erlangen) mit 1:03,54 sowohl insgesamt als auch in der Klasse W 20 Platz 2. Ihre Clubkameradin Ulrike Gradhand siegte in der W 30. Der TSV Burgebrach verpasste trotz vier Läufern unter den ersten fünf den Sieg in der Mannschaftswertung, da hierfür ein fünfter Starter fehlte. Die 5er-Wertung, die unabhängig vom Geschlecht ausgeschrieben war, gewann auch hier die LG Erlangen mit Joseph Katib, Annette Schütz, Jörg Fiedler, Ulrike Gradhand und Mathieu Gaudiot nicht zuletzt dank Frauen-Power. [Ku, John]

13.03.10: Neuhaus, 2. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Diesen Lauf vor der Haustür haben viele Läufer genutzt, um eine erste Formbestimmung nach der Cross-Saison auf einem amtlich vermessenen 10km-Kurs zu machen Mit 15 Athleten war die LGE heuer die zweitgrößte Aktivengruppe knapp hinter den Gastgebern (17) und führt deshalb nach der ebenfalls guten Beteiligung in Kersbach z.Z. auch die neugeschaffene Teamwertung des Bayerncups an.
Zwar weist der Kurs nach wie vor am Ende eine 600m lange Steigung und anschließend unerfreuliche 200m Ackerhoppeln bis ins Ziel auf, doch ansonsten war er gut zu laufen. Nur wenige Stellen waren richtig matschig; der größte Teil ohnehin Asphalt. Bei 4° C blies ein ziemlicher Westwind, der auf dem (längsten) Teilstück entlang der Bundesstraße 470 wunderbar von hinten wehte und ansonsten meistens von der Seite kam. Nur auf dem relativ kurzen Stück durch den Ort knallte er frontal auf die Läufer. Der Veranstalter trauert wohl noch ein wenig der guten Stimmung auf dem alten Rundkurs durch den Ort nach, denn er versuchte, durch große Lautsprecher und mitreißende Musikbeschallung an dreien der vier Eckpunkte der Strecke die Läufer anzuheizen.
Dank Willis Werbung trat ein sehr starkes Feld an; 12 Läufer blieben unter 34 min! Der mit Abstand Schnellste war Christian, dem nach der Pleite beim DM-Cross ein sehr guter Lauf gelang. Sehr bald hatte er sich von der großen Spitzengruppe abgesetzt und den Vorsprung von ca. 100m bis ins Ziel gehalten.
Joachim war nach seiner bronzenen Meisterleistung in Stockach diesmal nicht in der Lage, seinen AK-Konkurrenten Stephan Bayer (Mengersgreuth-Hämmern) in Schach zu halten, und wurde als 15. des Gesamteinlaufes 2. der M45. Michael schaffte den 3. Platz in der M45 und vervollständigte die erste LGE-Mannschaft, die es leider nur auf den 4. Platz schaffte. Axel lief nach minimalem Trainingsaufwand (30 km/Woche!) immerhin 38:00 min, dicht gefolgt von Marc und Matthieu. Als 2. LGE-Mannschaft wurden sie Achte.
In der Frauen-Hauptklasse gelang Annette als Gesamt-Sechste ein AK-Sieg, ebenso Ulrike Gradhand in der W30. Das Team mit Annette, Carola (2. W40) und Gertrud schnitt als Zweites bedeutend besser ab als die Männer. [Mi]



Joachim hinter seinem Dauerrivalen

Olli und Jean-Jacques
(Fotos mit freundlicher Genehmigung von Sabine Münch)

06.03.10: Stockach (Baden), DM Cross
Auch die Deutsche Cross-Meisterschaft im badischen Stockach fand unter streng winterlichen Bedingungen statt. Die Senioren hatten bei ihren Läufen einigermaßen akzeptable Bedingungen, denn bei noch knackiger Kälte konnte auf dem festen Boden gut gelaufen werden. Der Kurs war nicht sonderlich anstrengend, wies aber eine knackige Steigung pro Runde auf.
Erneut zeigte Joachim eine Klasse-Leistung und erkämpfte sich die Bronzemedaille in der M45, mit der er hochzufrieden war. Er ließ sich am Start nicht von der Masse mitreißen, die wie üblich wie zum Sprint abgeht, sondern versuchte, sein Tempo zu finden. Auch sein bayerischer „Dauerrivale“ Hobmaier (Rosenheim) folgte dieser Taktik und lief eine Weile sogar hinter Joachim. Erst später überholte er ihn und gab ihm damit eine gute Orientierung für die Endphase des Rennens. Leider war er auch im Schlussspurt überlegen (1s Rückstand!). So dicht war Joachim noch nie an ihm dran. Man könnte fast sagen: Beim nächsten Mal hat er ihn! Wenn er jetzt schon und nicht erst im nächsten Jahr in der M50 starten würde, wäre das souverän der DM-Sieg geworden.
Jean Jacques, der auch von einem Podestplatz geträumt hatte, war schon wieder nach dem Start voran gestürmt und wurde dafür diesmal richtig abgestraft, denn er landete bald abgeschlagen weit hinten im Läuferfeld. Er gab aber immerhin nicht auf, sondern "wartete" auf Olli und zog ihn sehr mannschaftsdienlich noch eine Weile. Leider reichte es für das M40/45-Team nur für den 9. Platz.
Im abschließenden Wettkampf liefen die Männer auf der Langstrecke wieder auf einer Matschbahn. Joseph fehlte wegen der Kälte von Anfang an die Energie für eine gute Leistung. Der heftige Schneeschauer pünktlich zum Start nahm ihm den letzten Mut. Im Ziel fehlte ihm dementsprechend diesmal eine gute Minute zu den Konkurrenten, mit denen er üblicherweise um gute Plätze kämpft. Christian war schon die ganze Woche in großem beruflichem Stress und reiste erst recht kurzfristig an. Nach 3 Runden ging nichts mehr und er stieg aus. Björn ist mit der erwartet guten Leistung durchgekommen, aber die Mannschaft war leider geplatzt. [John/Mi]


Olli schaut sich im Zielsprint um, aber da kommt niemand mehr

27.02.10: Forchheim, Kellerwald-Cross
Obwohl uns die oberfränkischen Cross-Meisterschaften nicht betreffen, nutzten vier LGEler die Gelegenheit, einen (sehr gut besetzten!) Trainingswettkampf ganz in der Nähe zu laufen. Die Strecke mit Start an den Forchheimer Kellern war streckenweise zwar noch schneebedeckt, doch hatte der rührige Veranstalter mit viel Fleiß dafür gesorgt, dass zumindest eine "Spur" am Rand frei war. Bei frühlingshaften Temperaturen von 10° C verwandelte diese sich zwar schnell in Matsch, aber das hielt sich in Grenzen und gehört sich für einen Cross ja auch.
Olli lief in Vorbereitung auf die Cross-DM am nächsten Wochenende die Mittelstrecke über 3460 m. Zwar ist er noch nicht in der Form früherer Jahre, doch gelang es ihm, einen ordentlichen Lauf hinzulegen und am Ende auch noch Kurt Herbicht (TS Lichtenfels) zu distanzieren, mit dem er fast die ganze Zeit gelaufen war.
Die Langstrecke über 7950 m ging über vier Runden mit je einem knackigen Anstieg. Sie wurde von drei LGElern in Angriff genommen: Michael wollte Kraft tanken und lief sehr kontrolliert, so dass er am Ende noch wunderbar beschleunigen konnte. In der dritten Runde gesellte sich Matthieu zu ihm, der einen sehr guten Lauf absolvierte und in den z.T. scharfen und matschigen Kurven davon profitierte, dass er mit Spikes lief. Marco hatte sich erst kurz zuvor (nach einem Blick in den Wettkampfplan!) für einen Start entschieden, um das Team zu komplettieren und zugleich ein gutes Training zu haben. [Mi]


21.02.10: Ruhstorf, BLV-Cross-Meisterschaften
Die diesjährigen bayerischen Crossmeisterschaften fanden schon fast in Österreich statt, so dass die Anfahrt eine halbe Ewigkeit dauerte. Der Veranstalter hatte es gut gemeint: Er ließ extra noch Schnee auf die Strecke bringen, damit die Läufer einen festeren Untergrund haben sollten. Am Morgen war der wellige Wiesen-Rundkurs über 1000 m am Ostufer des Rottauer Baggersees noch gut zu laufen, da der Schnee fest und teilweise sogar eisig war. Der Temperaturanstieg eines Frühlingstages um die Mittagszeit machte das Geläuf vier Stunden aber später sehr schwer.
Am frühen Nachmittag hatten die Mastersklassen M 40 und M 45 eine Distanz über 6,3 km zu absolvieren. Das bedeutete sechs Runden durch den von unzähligen Schritten aufgewühlten Schnee, über Passagen mit reinem Schlamm und durch größere Pfützen. Hier waren die eher leichteren Läufer wie Hans-Joachim eindeutig im Vorteil. Dazu kommt noch seine große Leistungsfähigkeit, und schon ist ein Platz ganz vorne drin. Zum Glück spielten diesmal auch seine Oberschenkel wieder mit. Leider hat Joachim in der M45 den deutschen Spitzenläufer Reinmund Hobmaier (Rosenheim) auch bei bayerischen Meisterschaften (meistens) vor sich, der diesmal aber klar besser war. So gewann er als schnellster „Erlanger Master“ die Vizemeisterschaft der M45. Sechs Sekunden hinter ihm lief Jean-Jacques ins Ziel, der nach längerer Wettkampfabstinenz wieder an den Start ging. Wie er es so gern macht, ist er anfangs dem ganzen Feld enteilt und wurde dann nach und nach eingesammelt. Genau zwischen ihm und Joachim lag der Drittplatzierte der M40, so dass Jean-Jacques nur der undankbare vierte Platz in seiner AK blieb. Marc Poncette komplettierte mit seinem 11. Platz in der M40 die Erlanger M40/M45-Mannschaft, in die Oliver Haensell nach seiner einjährigen Wettkampfpause als Zehnter der M45 noch nicht reinlaufen konnte. Sie erreichten gemeinsam einen schönen Erfolg: die Vizemeisterschaft der Mastermannschaften hinter den überlegenen Rosenheimern.
Christian Dirscherl hatte bei der abschließenden Männer-Langstrecke über 8,3 km als eher schwerer Läufer am meisten unter den Bodenverhältnissen zu leiden. Da half ihm auch sein großer Kampfgeist nicht, er musste sich anderthalb Minuten nach dem Sieger mit dem 7. Platz zufriedengeben. [John/Mi]


Jean-Jacques

Joachim hinter einem Rosenheimer, den er später noch klar distanzierte

14.02.10: Sindelfingen, Senioren-Hallen-DM (3000 m)
Bei dem harten, schneereichen Winter ist es schon ein Vorteil, seinen Wettkampf in der Halle zu laufen. Diese Chance nahm Denis Mietzsch bei der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaft über 3000 m im Sindelfinger Glaspalast wahr. Sehr große Aussichten hatte Denis sich nicht ausgerechnet, denn ein grippaler Infekt hatte ihm zu Jahresbeginn einen deutlichen Trainingsrückstand eingebracht. So konnte er zumindest unbelastet in das Rennen der Klasse M35 gehen, das gemeinsam mit der M30 gestartet wurde. Nach dem schnellen ersten km (Denis: 3.01 min) setzten sich die zwei schnellsten M30er nach vorne ab und Denis lief (taktisch falsch) an der Spitze der Verfolgergruppe. Deren Tempo war im zweiten km zwangsläufig etwas langsamer geworden (6.06). Nach einer Tempoverschärfung auf dem dritten km (9.08) fehlten Denis beim Endspurt dann auch die entscheidenden Körner, um sich auf dem 2. Platz der M35 zu behaupten: 150 m vor dem Ziel zog ein Konkurrent unwiderstehlich an ihm vorbei, den er beim letztjährigen DM-Sieg über 5000 m noch hinter sich gelassen hatte. Trotzdem freute sich Denis nicht nur über den Gewinn der Bronze-Medaille: "Ich war viel schneller als ich erwartet hatte und meine Formkurve steigt." Glückwunsch Denis!  [John]
 
06.02.10: Grevenbroich, Energie Cross (8,5 km)
Sehr erfolgreich treibt Joseph Katib mit Top-Leistungen seine Saison-Vorbereitung weiter voran mit erstem Fokus auf die Deutsche Cross-Meisterschaft in genau einem Monat. Wiederum suchte er dafür die internationale und nationale Konkurrenz, diesmal beim „3. Energie Cross“ der SG Neukirchen-Hülchrath im nordrheinischen Grevenbroich, der in der Serie „Deutscher Cross-Cup“ gewertet wird. Angelockt auch durch ausgeschriebene internationale Mannschafts-Vergleiche für U23-Junioren und Männer waren bei diesem Cross der männlichen Asse Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern am Start. Auf schwerem Boden mussten die 56 Eliteläufer fünf anspruchsvolle 1,7km-Runden mit vielen künstlichen Hindernissen (Strohballen) und kurzen Steigungen hinter sich bringen. Joseph kam zwar mit den Hindernissen nicht so toll zurecht, aber er konnte sich trotzdem in dieser hochklassigen Konkurrenz gut behaupten. Zwischenzeitlich war Joseph sogar auf den sechsten Platz vorgelaufen, aber dann stürzte er (nach einem Hindernis auf den - zum Glück - weichen Boden) und fiel wieder etwas zurück. Dadurch kam er wie vor drei Wochen beim EAA-Cross im italienischen Rovereto auf einen Top-Ten-Platz. Als Zehnter der Männerwertung und viertschnellster Deutscher hatte Joseph nach 28:37 min im Ziel einen Rückstand von eineinhalb Minuten zum Sieger Marcin Chabowski, dem (amtierenden) polnischen Meister über 10000m. [John]
 
 

Björn nach der ersten Runde

Fotos von Jörg Behrendt hier
31.01.10: Zirndorf, Mittelfränkische Cross-Meisterschaft (6,1 km)
Auch bei den Bezirks-Crossmeisterschaften war die LGE von Ausfällen wegen Verletzungen gebeutelt. Da die verbliebenen drei Aufrechten in zwei verschiedenen Läufen an den Start gingen, kam leider nicht einmal eine Mannschaft zustande.
Die Strecke über 6,1 km war für Männer und Senioren gleich: Drei Runden durch den tief verschneiten Zirndorfer Stadtwald mit reichlich mehligem Schnee auf dem etwas profilierten Kurs. Im Umkleidezelt in Start- und Zielnähe gab es bei vielen Läufern ein Hauptthema: Welche Dornen schraubt man am besten an die Spikes? Im Nachhinein war klar: Je länger, desto besser. Die von vielen mitgebrachten 12mm-Dornen waren Kinderkram angesichts der Verhältnisse.
Im Lauf der Männer und Junioren konnte Björn nur einen Kilometer mit der Spitze mithalten, die ungleich besser besetzt war als in Eckental. Dann verließen ihn auf dem weichen Schneemehl zunehmend seine Kräfte. Erst in der letzten Runde konnte er noch etwas beschleunigen und damit den vierten Platz in der Bezirkswertung der Männer absichern.
Beim Lauf der Senioren (M30-70) orientierte sich Michael lange Zeit an der M40er-Spitze und gab dabei eine gute Figur ab. Deren Tempo konnte er letztlich aber nicht halten und knickte in der letzten Runde auch noch schmerzhaft um. So war er froh, dass es trotzdem noch zum Sieg in der M45 reichte. Marcs Einstand in der Mastersklasse M40 konnte sich auch sehen lassen, obwohl er mit dem Untergrund gar nicht zurecht kam: Im sehr stark besetzten Feld gelang ihm dennoch ein guter fünfter Platz. [Mi/John]

24.01.10: Eckental, Kreis-Cross-Meisterschaften (6,25 km)
Beim alljährigen Kreiscross in Eckental trafen sich diesmal fast nur Athleten aus dem Landkreis, wobei ein Teil der "üblichen Verdächtigen" (z.B. die Höchstädter) auch noch fehlte. Zwar standen massig LGEler auf der Starterliste, doch handelte es sich fast ausschließlich um Schüler und Jugendliche. Zum Hauptlauf traten nur drei Männer von uns an, die sich aber recht wacker schlugen.
Wie bereits im letzten Jahr galt es, zwei kleine und vier größere Runden zu bewältigen, die aber kaum Crosscharakter aufwiesen. Die kleineren Runden am Anfang ließen sich am schwierigsten laufen, da sie mit hartem Schnee bedeckt waren und viele Löcher aufwiesen. Björn ging mutig in der dreiköpfigen Spitzengruppe mit und führte sie eine Zeitlang sogar an. Dann aber musste er seine Konkurrenten ziehen lassen und begnügte sich damit, den dritten Platz locker nach Hause zu laufen. Michael lief bis km 4 völlig allein und war dann ganz froh, von einem Coburger Atheten überholt zu werden, an den er sich bis ins Ziel hängen konnte. Axel ging es ähnlich. Am Ende schafften aber alle drei den Kreismeistertitel in ihrer AK und vor Herzogenaurach und Eckental auch den Teamsieg. [Mi]

17.01.10: Rovereto/ Italien, Cross (8,7 km)
Mit einer ausgezeichneten Leistung hat Joseph Katib beim „33. Cross della Vallagarina“ in Rovereto/Italien überraschend einen Top-Ten-Platz erreicht. Die Veranstaltung ist Teil der sogenannten Permit-Serie des Europäischen Leichtathletik-Verbandes und war daher mit einigen internationalen Spitzenläufern aus Afrika und Europa und dem Großteil der italienischen Spitze entsprechend gut besetzt. Bei guten äußeren Bedingungen mussten die 30 Eliteläufer eine anspruchsvolle 8,7 km lange, in Obstplantagen abgesteckte Strecke mit mehreren Bergauf- und Bergabpassagen absolvieren. Joseph gelang es von Anfang an, ein hohes Tempo einzuschlagen und auch, dies zu halten. Vorn hatte sich der äthiopische Weltklasseathlet Abere Chane (10km-Bestzeit 27:47 min) gleich nach dem Start etwas vom Feld abgesetzt und vergrößerte seinen Vorsprung kontinuierlich. Dahinter konnte sich der Ukrainer Vasyl Matvijchuk am Ende knapp gegen das italienische Verfolgerfeld durchsetzen. Wilson Busienei (Uganda) - Olympia-Elfter 2004 über 10000 m - wurde, nachdem er Abere Chane in der ersten Runde noch dicht auf den Fersen gewesen war, ab der Hälfte des Rennens nach hinten durchgereicht, denn er hatte sich eine Rückenverletzung zugezogen. Auch Joseph gelang es noch, den Ugander zu distanzieren. Dadurch kam er als Zehnter nach  27:17 min ins Ziel und war sehr zufrieden, denn er hatte nur einen Rückstand von 1:25 min auf den Sieger und lag fast eine Minute vor seinem deutschen Lauffreund Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt). [dy/John]


Das siegreiche Frauenteam und 3/5 der Männermannschaft
06.01.10: Kersbach, Dreikönigslauf (12 km)
Der altbekannte 3-km-Rundkurs war diesmal etwas besser präpariert als vor Jahresfrist; und wieder wurde in vier Runden auf Schnee und bei frostiger Kälte (- 6 °C) der erste Wertungslauf im diesjährigen Bayern-Lauf-Cup ausgetragen. Zur Standard-Jahreseröffnung starteten erfreulich viele LGEler bei diesem 12-km-Lauf in Kersbach, wodurch gute Frauen- und Männermannschaften zustande kamen.
Die männliche Konkurrenz war in vielen Klassen deutlich stärker als 2009, aber die Erlanger, die auch in starker Besetzung angetreten waren, rechneten sich sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung gute Chancen aus. Christian Dirscherl setzte sich gleich in der ersten Runde einige Meter von Joseph Katib und dem ihnen beiden wohlbekannten Passauer Stefan Hohberger ab, denn er wollte gewinnen.
Joseph dagegen schonte sich deutlich für die nächsten wichtigeren Rennen. Etwas dahinter folgten – wie immer mit bedächtigem Anfangstempo – Joachim Herrmann und dann Björn Day. In der zweiten Runde verletzte sich dann Joachim leider und musste aussteigen. Damit wurde der Kampf um den Mannschaftssieg aber erst richtig spannend und war keineswegs verloren, denn jetzt zeigten (hinter Christian und Joseph) Björn, Michael Krug und Veit Riedlberger ihre Qualitäten. Sie liefen entweder gleichmäßig durch oder konnten auf der letzten Runde sogar noch zulegen. Noch besser konnte das an der Spitze Stefan, der leichtfüßig zu Christian auflief und ihn anfangs der Zielstraße überholte. Da half diesem sein großer Kampfeswille nicht mehr – er hatte auf dem rutschigen Schnee-Boden zu viel Kraft verloren und konnte im Schlussspurt nicht mehr gegenhalten. Bei einer Mannschaftszeit von dreieinhalb Stunden fehlten den Erlangern am Ende gerade mal 10 Sekunden zum Sieg.
Der gelang aber dem Damen-Team (Carola Wagner, Annette Schütz und Gertrud Härer) ganz überlegen. Carola hatte sich ganz unauffällig und „zielstrebig“  nach vorne gepirscht und wurde drittbeste Frau. Annette kam auf den sechsten Frauen-Rang und konnte sich über den Sieg in der W20 freuen.
Weitere Podestplätze in ihren Altersklassen erliefen sich Christian (1. M30), Joseph (2. M20), Michael (2. M45 von 59!), Karl Mistelberger (3. M60 mit nur 2 Sek. Rückstand auf Platz 2) und Carola (2. W40). [John]

Jahresrückblick 2009
Eine Rückschau auf das Jahr 2009 anhand der a) Bestenlisten und b) Erfolge bei Meisterschaften zeigt nicht nur das gute Niveau der LGEler bei den Top-Leistungen sondern auch die Leistungsdichte, besonders bei den Senioren.
Erfolgreichster LGE-Läufer 2009 war Joseph Katib mit seiner herausragenden 10-km-Leistung und dem neuen Stadtrekord (30:36 min). Diese Zeit bestätigte er bei der Deutschen 10-km-Meisterschaft (30:42 min), womit er einen ausgezeichneten 16. Platz belegte.  Aber auch in seiner Paradedisziplin im Crosslauf konnte er bei der Bayerischen Meisterschaft auf der Langstrecke gegen die versammelte Spitze einen Glanzpunkt setzen wie auch beim 5000m-Lauf in Eskilstuna und als Bayerischer Vizemeister über 5000 m. Obwohl unser Neuzugang Christian Dirscherl verletzungsbedingt nur relativ wenige Wettkämpfe bestreiten konnte, zeigte er seine großen Fähigkeiten, besonders bei der deutschen Halbmarathon-Meisterschaft. Da gelang ihm ebenfalls ein neuer Stadtrekord. Außerdem verhalf er als sehr mannschaftsdienlicher Läufer, LGE-Teams über 10km und im Cross zu Erfolgen.
Sein bisher bestes Jahr als Senior hatte Denis Mietzsch 2009 in der Klasse M35, vor allem mit den zwei Meisterschaften über 5000m (Bayerische und Deutsche) und dem 3. EM-Platz über 10 km. Aber auch sein 2. DM-Platz über 10000m und die Einträge in den Bestenlisten können sich sehen lassen. Jean-Jacques Faurie startete zwar recht selten, war dabei aber immer in der M40 erfolgreich. Beide können sich am “Teamplayer“ Christian ein Beispiel nehmen, d.h. unsere LGE-Teams häufiger verstärken. Diesbezüglich ist auch Hans-Joachim Herrmann vorbildlich, der in der M45 genauso erfolgreich wie Jean-Jacques war.
Darüber hinaus haben viele von uns mit tollen persönlichen Leistungen (auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehe) aufgewartet, auch wenn sie nicht in diesen Verbandslisten aufgeführt sind, wie z.B. Karl Mistelberger und Carola Wagner beim Bayern-Lauf-Cup. Vielen Dank an alle (!), es hat Michael und mir neben der Arbeit damit auch viel Spaß gemacht, das zu „managen“, und weiter so in 2010 (auch wenn es ohne mich als Aktiver sein wird). [John]

Folgendes haben die Männer und Frauen, die zur LGE-Laufgruppe gehören, jeweils erreicht:
a1) Bayerische (B) und Deutsche Bestenliste (D) = 8x und davon 5xTop-ten (B), 4x und davon 2xTop30 (D)
Männer
Joseph Katib: 5000m 7.(B), 27.(D) / 10000m 7.(B), 29.(D) / 10km 6.(B), 31.(D) (in 30:36 min. Erlanger Stadtrekord)
Christian Dirscherl 14.(B) 10km/ 8.(B), 36.(D) Halbmarathon (in 69:16min. Erlanger Stadtrekord)
Dirscherl, Day, Herrmann 10km-Mannschaft, 10.(B)
Frauen
Annette Schütz 20.(B) 3000m
Schütz, Forster, Douverne 10km-Mannschaft, 11.(B)

a2) Bayerische Senioren-Bestenliste = 21x und davon 8xTop-Drei sowie 13xTop-ten
(die Deutsche Senioren-Bestenliste erscheint als Buch erst im April)
Am erfolgreichsten waren:
Denis Mietzsch, M35 (1. 5000m, 2. 10000m, 7. 10km)
Jean-Jacques Faurie, M40 (2. 1500m und 3000m, 3. 5000m)
Joachim Herrmann, M45 (2. 5000m, 3. 3000m und 10 km, 5. Halbmarathon)
weiterhin sind vertreten: Michael Krug, M45 (800m, 10km), Josef Krauthöfer, M50 (1500m, 3000m), John Stackmann, M55 (3000m, 10km, Marathon)
und bei den Seniorinnen: Ulrike Gradhand, W30 (10km), Bärbel Douverne, W40 (Halbmarathon), Gertrud Härer, W45 (Marathon)

b1) Bayerische (BM) und Deutsche Meisterschaft (DM)
Joseph: DM: 8. 10000m und 16. 10 km; BM: 2. 5000m und 4. Cross Langstrecke
Christian: DM 16. Halbmarathon
Katib, Dirscherl, Day: BM 3. Cross-Mannschaft

b2) Senioren-Meisterschaften: Bayerische (SBM), Deutsche (SDM) und Europäische (SEM)
Denis, M35: SEM 3. 10km, SDM 1. 5000m und 2. 10000m, SBM 1. 5000m
Jean-Jacques, M40: SDM 10. Cross
Joachim, M45: SBM 2. 10km


31.12.09: München, Silvesterlauf (10 km)
Über 2300 Sportlerinnen und Sportler hatten den letzten Tag des Jahres 2009 zu einer Runde im Olympiapark beim 26. Münchner Silvesterlauf genutzt. Zum Jahreswechsel hatten dabei Triathleten an der Spitze des Männer- und Frauenfeldes (noch) die besseren Beine als die Lauf-Spezialisten, denn die Sieger in München hießen Steffen Justus (HansgroheTeam Schwarzwald) und Rebecca Robisch (Triathletin beim TV48 Erlangen). Auf der hügeligen Stecke (Brücken, Olympiastadion), deren Boden durch Splitt und geschmolzenen Schnee sehr rutschig war, ließ Steffen, der an gleicher Stelle im Jahr 2008 auch den München Marathon für sich entscheiden konnte, in 30:14 Minuten dem Lokalmatador Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München, 2. in 31:36) sowie dem Erlanger Christian Dirscherl (LG Erlangen, 5. in 32:24) keine Chance. Bei seinem letzten Lauf in der M20 hatte Christian nach Verletzung und Krankheit definitiv wieder Spaß und erreichte als drittbester bayerischer Läufer das Ziel. Dabei präsentierte sich Christian schon jetzt in ansprechender Form, denn er konnte mit dieser guten Leistung nicht nur 2327 Finisher, sondern auch noch etliche namhafte Konkurrenten aus ganz Deutschland hinter sich lassen. Und das gelang ihm, obwohl das Rennen nicht ganz einfach war, was im Ziel die Frauensiegerin Rebecca so kommentierte: „Es war richtig anstrengend, mir war der Wind etwas zu stark und die Temperatur etwas zu kalt.“ [John]

27.12.09: Saarbrücken, Silvesterlauf (10 km)
Nicht erst seit Heinz Becker wissen wir, dass die Saarländer ganz besondere Leute sind. Auch als Organisatoren tanzten die Saarbrücker aus der Reihe und führten ihren Silvesterlauf schon fünf Tage vor dem Jahreswechsel durch. Trotzdem kamen viele Läuferinnen und Läufer an den Start und 842 von ihnen auch ins Ziel. Die meisten von ihnen waren natürlich Einheimische, aber es liefen auch viele Franzosen und eine starke Gruppe Kenianer. Allerdings war die Leistungsdichte unter 35 min nicht so groß wie im letzten Jahr. Vielleicht hatte das Wetter doch einige vom Fahren abgeschreckt. Joachim war aber ohnehin in der Gegend und konnte ohne lange Anreise starten.
Die Strecke im Saarbrücker Stadtwald war schwer und teilweise etwas glatt. Vom Start weg hatte sich schnell eine Spitzengruppe aus drei Kenianern und drei Franzosen gebildet. Joachim hielt sich auf dem ersten Kilometer mit zwei Kenianerinnen und einer Russin (BL 5000: 14:40 min!) hinten dran. Obwohl es schon leicht bergan ging, liefen sie ihn in 3:15 min durch. Da die ersten fünf Kilometer es aber mit drei ordentlichen Steigungen in sich haben, nahm er dann erst einmal etwas Fahrt heraus. Am ersten Berg überholte er dann eine der Gazellen und lief von da ab meist allein, mit der zweiten Kenianerin und der Russin in Sichtweite. Die erste Hälfte ging er in ca. 18:16 min durch; damit war das schwerste Stück geschafft. Auf einem Bergabstück passierte er dann einen Franzosen aus der Spitzengruppe und lief auch wieder ein Stück näher an die Russin heran, die auf den letzten zwei Kilometern aber wieder Gas gab. Die zweiten 5 km waren dann wieder sehr schnell in ca. 16:20 min. Damit war er trotz des vielen Alleinlaufens in 34:37 min rund 4 Sekunden schneller als im letzten Jahr. Als 6. der Männer-Gesamtwertung (und 1. M45) kam er als bester Deutscher noch in die "Geldränge" und mit auf das Podium. Dass er  bei der Siegerehrung dem kenianischen Siegertrio Kipkorir, Lagat und Kemboi die Hand schütteln durfte, war ein weiteres Highlight. Joachims Fazit: "So kann's  weitergehen!" [Joachim/Mi]
[Auf der Startseite des Laufes ist Joachim übrigens vor seinen Mitläuferinnen im Jahr 2008 zu sehen.]


05.12.09: Forchheim, Nikolauslauf (10 km)
Nach mehreren Reinfällen mit dem Wetter hatten die Forchheimer heuer großes Glück: Der angesagte Regen kam erst zur Siegerehrung, die aber im trockenen Zelt stattfand. Zur Startzeit dagegen schien sogar noch die Sonne.
Das schöne Wetter hatte diesmal ein Rekord-Teilnehmerfeld angelockt. Auch die meisten regionalen Vereine waren mit vielen guten Läufern vertreten. Die LGE ging leider nur mit vier Männern an den Start, weil zwei gemeldete Leute kurzfristig absagen mussten und einer einfach nicht kam. Damit war die Mannschaftswertung geplatzt, bei der es hinter den bärenstarken Burgebrachern zum zweiten Platz gereicht hätte. Bei den Frauen war Gertrud gar die einzigste von uns.
Trotzdem ließen wir uns die Laune nicht vermiesen und nahmen den Zehner motiviert unter die Füße. Schon nach einer Runde sahen alle aus wie die Schweine, da die Häfte der Strecke matschig und voller Pfützen war. Im Ziel konnte man sehr gut erkennen, wer geführt hatte oder wer nur im Windschatten gelaufen war ...
Joseph lief kontrolliert an der Spitze und nach 33:02 min Hand in Hand mit Bruno Schumi ins Ziel, den er vor einem Monat in Rothenburg noch klar distanziert hatte. Immer diese Absprachen lange vor dem Ziel ...
In einer bemerkenswerten Form ist zur Zeit Hans Joachim, der locker im sehr starken Spitzenfeld mithielt (6 Leute unter 34 min!) und sich mit einigen Burgebrachern herumschlug. Seine Zeit von 33:49 min bedeutete den sechsten Gesamtplatz und den sicheren AK-Sieg der M45. Außerdem verbesserte er den sechs Jahre alten Streckenrekord in der M45, der bisher von Josef Freudenberger gehalten worden war, um eine halbe Minute.
Björn hatte nach einer überstandenen Erkrankung nur eine Woche Zeit, um ein wenig zu trainieren, lief aber trotzdem seine gewohnte 34er-Zeit (34:39 min). Michael schont nach wie vor sein Sprunggelenk und lief deshalb wieder verhalten zum 2. Platz in der M45. Gertrud komplettierte das LGE-Team und erkämpfte sich den 3. Platz in der W45.
Bei der abschließenden Siegerehrung bekamen fast alle LGEler das Forchheimer Nikolaussäckchen, das für die Erstplatzierten allerdings nicht allzu adventlich war (Bier, Brot und Leberwurst). Die Zweiten konnten sich u.a. an Lebkuchen erfreuen! Mi
Fotos von Jörg Fiedler (Dankeschön!)

22.11.09: Memmelsdorf, Schlosslauf (9,6 km)
Der Schlosslauf wurde dieses Jahr durch einen herrlich milden Herbsttag und starke Konkurrenz charakterisiert. Letzteres bekam Josef Krauthöfer zu spüren, der trotz guter Leistung nur 5. seiner AK wurde. Die Strecke durch den Schlosspark war wie jedes Jahr durch ihre Richtungswechsel, die leichten Hügel und das schwierige Geläuf (Matsch) sehr anspruchsvoll. Josef ist sehr konstant durchgelaufen und tastet sich Schritt für Schritt an sein altes Leistungsniveau heran. Beim Ein- und Auslaufen war er aber definitiv schneller als alle anderen.... Gertrud und Jörg wurden für ihre Läufe mit den nun schon traditionellen Memmelsdorfer Kaffeebechern belohnt. Für beide war der AK-Sieg greifbar, den sie beide als 2. jeweils nur um wenige Sekunden verpassten. Obwohl auf dem Treppchen, gibt es doch stets was zu bemängeln. Gertrud trauerte ihren alten Zeiten hinterher und Jörg dem möglichen AK-Sieg, den er durch einen unnötigen (zu frühen) Zwischenspurt vergeben hatte. Die wirklich starken Leute waren leider viel zu weit (vorne) weg: Freudenberger, Saulich und Co. - aber wir behalten euch im Auge!!!  [Jörg]

prost!
 
14.11.09: Erlangen, Herbstwaldlauf (8 km)
Der Skiclub Erlangen hatte wieder zum jährlichen Lauf auf dem Trimm-Dich-Pfad im Meilwald eingeladen und ihn sogar als offiziellen BLV-Lauf angemeldet. Auch einige LGEler kamen der Einladung nach und nutzten die Gelegenheit, vor der Haustür einen familiären und gut organisierten Trainingslauf zu absolvieren.
Die 2km-Runde führte wie üblich zuerst auf einem breiteren Weg bergan, um anschließend auf holprigen Wegen wieder abwärts zu gehen. Aus Joachims Sicht wäre sie andersherum besser zu laufen. Er lief die ersten beiden Runden zusammen mit Jürgen Wittmann (TSV Burghaslach) hinter dem späteren überlegenen Sieger Daniel Götz (LAC Quelle Fü/Mü) her, der bald außer Sicht geriet. In der dritten Runde ließ Jürgen etwas nach, so dass Joachim sich absetzen konnte und sich im Ziel den zweiten Platz mit ca. 50m Vorsprung sicherte. Gertrud gelang sogar der Gesamtsieg bei den Frauen, deren Feld allerdings sehr übersichtlich war. Stéphane startete im Hobbylauf über 4 km und wurde Zweiter. [Mi]
 
25.10.09: Frankfurt-Marathon
Aus einem eingeschworenen Viererteam, das in Frankfurt an diesem sonnigen Herbsttag den krönenden Höhepunkt seiner Laufsaison erleben wollte, haben sich Drei bis ins Ziel an der Frankfurter Messe durchgekämpft: Veit Riedlberger, Jörg Fiedler und Axel Berndt. Der dort postierte überlebensgroße Mann mit dem Hammer hat alle Drei ordentlich gequält, obwohl das - wie immer - gar nicht eingeplant war. Axel merkte bereits nach den "ersten Metern", dass er "nicht locker" war. Trotzdem hielt er bewundernswert bis zur Halbmarathon-Marke kurz vor der Schwanheimer Brücke als Jörgs Begleiter dessen Marathontempo durch (1:30) Dann ging für Axel nichts mehr, aber trotzdem biss er sich durch! Und er will es allen "Mutanten und bierbäuchigen Gruftis" noch zeigen, dass auch er die "lächerliche" Drei-Stunden-Marke knacken kann. Dies bleibt auch Jörgs Ziel, obwohl er diesmal auch mit einer Zeit knapp darüber zufrieden gewesen wäre. Bis zur 35-km-Marke (knapp 2:30) konnte er die 5-km-Abschnitte klar unter 22 Minuten abspulen. Ab km 38 Krämpfe, gehen und enttäuscht sah Jörg diesmal wieder seine Ziele schwinden. Die verflixten letzten 4 Kilometer! Veit erging es sehr ähnlich. Die 35 km (2:27:30) lief er problemlos noch etwas schneller als Jörg. Dann ging auch bei ihm einfach nichts mehr, obwohl er sich bis dahin im Vergleich zum letztjährigen Frankfurt-Marathon noch deutlich "frischer" gefühlt hatte. Vielleicht fehlte ihnen der Kick an Mineralien im Blut oder es waren die vielen Wettkämpfe bei Veit vor Frankfurt. Das gilt es noch weiter zu analysieren. Aber aufgeben wollen sie alle nicht => jetzt erst recht! Ein paar Bilder (v. Jörg) sind hier. [John]

17.10.09: Burghaslach, Fackellauf (7,8 km)
Der diesjährige Fackellauf war wieder ein abwechslungsreiches Erlebnis: 7 Runden durch den Ortskern (mit Zuschauern) und über einen stillen Flurweg, alles eindrucksvoll mit vielen Fackeln beleuchtet. An manchen Stellen durfte man aber nicht zu tief einatmen ...
Drei LGEler haben heuer teilgenommen: Viola ließ sich zu einem Trainings-Wettkampf überreden, den sie auch prompt gewinnen konnte. Noch wichtiger war ihr allerdings die stete Steigerung ihrer Leistung seit dem Wiedereinstieg.
Veit wollte nur einen lockeren Tempolauf vor seinem großen Ziel, dem Frankfurt-Marathon, absolvieren, lief dann aber doch überraschend schnell durch. Im Dunkeln kann man leider keine Uhr ablesen ... Er wurde mit dem Sieg in der M 30 belohnt. Michael lief verletzungsbedingt wieder nur "mit einem Bein" und konnte deshalb auch den Sieger der M45, Hans Freudenberger, nicht halten. Kurioserweise wurde seine Gruppe (im Ziel Platz 3-5) in der letzten Runde noch von einem unbekannten Burghaslacher Läufer, der von hinten angeschossen kam, förmlich zerlegt. Dieser hatte sich seine Kräfte sehr gut eingeteilt, wurde aber genau deshalb im Ziel auf eine weitere Runde geschickt. Man glaubte ihm seine Leistung nicht. Leider ließ die Dunkelheit während des Laufes keine spätere Klärung dieses ärgerlichen Vorfalles zu. [Mi]

Viola bei der Siegerehrung



das LGE-Team in Fürth
(weitere Fotos hier und (+ Videos) bei den Fourrunners)
11.10.09: Fürth, BLV-Cup-Lauf (7,5 km)
Das war doch mal etwas Neues in Fürth: Als die meisten Läufer noch schwatzend im Startbereich herumstanden (einige auch noch vor der Startlinie), knallte plötzlich ein Schuss, und alle staunten: Sollte es wirklich (eine Minute zu früh) schon losgehen? Vorher gab es keinerlei offizielle Begrüßung, Hinweise zur Strecke usw. Nachdem sich die Meute von der Überraschung erholt hatte (einige warteten sogar auf den Rückschuss und einen Neustart), ging das Rennen durch die Fürther Innenstadt los. Auch die Streckenführung führte zu mancher Überraschung, entsprach sie doch keinesfalls dem online stehenden Streckenplan. Aber das machte nichts, denn alles war gut abgesperrt. Die zwei Runden auf der Pendelstrecke ermöglichten einen interessanten Blick auf das Feld, den man sonst nicht geboten bekommt.
Björn und Joachim liefen ein sehr beherztes Rennen, wobei Joachim viel Führungsarbeit leistete. Dann ging Björn nach vorn und konnte dank seiner Bahnqualitäten das freundschaftliche Duell für sich entscheiden. Die beiden liefen als Sechster und Siebenter ins Ziel - eine tolle Platzierung in dem sehr starken Feld!
Michael lief wegen einer Verletzung sehr vorsichtig und hatte deshalb am Ende noch die Kraft, in einem langen Endspurt den 3. AK-Platz zu erringen. Karl dagegen gewann souverän die M60, ebenso wie Joachim die M45.
Carola, die ihren vierten Cup-Lauf für die Gesamtwertung schaffen wollte, hielt sich sehr gut und wurde als fünfte Frau 2. ihrer AK, ebenso wie Gertrud.
Nach dem Auslaufen gab es die nächste Überraschung: Während alle anderen Veranstalter sich große Mühe geben, die Läufer auch nach dem Lauf zu betreuen, zu verköstigen usw., gab es in Fürth - eine leere Turnhalle. Die BLV-Verantwortlichen wollten die Siegerehrung der Cupwertung eigentlich absagen, denn es gab nicht einmal Tische und Bänke. Diese wurden dann irgendwie organisiert, während die Läufer sich in Imbißläden der Innenstadt stärkten. So konnte die Gesamtehrung des Bayerncups einschließlich der traditionellen Verlosung doch noch stattfinden. Karl gelang als Einzigem ein Gesamtsieg; Michael wurde Zweiter der M45, Carola und John jeweils Dritte. [Mi]


04.10.09: Schwabach, Citylauf
Den dritten Gesamtplatz und einen Klassensieg erreichte Denis Mietzsch beim Schwabacher Citylauf auf der Halbmarathonstrecke bei Sonnenschein, aber kräftigen Windböen. Unter den mehr als 200 Teilnehmern lief er von Anfang an in der Spitzengruppe, denn er wollte den Lauf – wenn möglich – wie im vorletzten Jahr gewinnen. So musste er sich mit dem 10 Jahre jüngeren Gewinner des Vorjahres Christian Strauch auseinandersetzen. Vor beiden lag allerdings schon bald (scheinbar) uneinholbar Andreas Straßner, der Spitzenläufer von der TSG Roth. Also ging es um den zweiten Platz. Obwohl Denis mit einer tollen Zeit von 1:14,44 h eine Minute schneller war als 2007, konnte er den äußerst unrhythmisch laufenden Christian nicht besiegen, denn dieser legte im letzten Streckendrittel noch einmal enorm zu und lief fast noch zu Andreas auf. Dafür gewann Denis mit dem guten dritten Gesamtplatz eine Prämie und die Klasse M 35 mit fast fünf Minuten Vorsprung. [John]

04.10.09: Neumarkt/ITA, Südtirol-Marathon
Josef Krauthöfer ließ sich erneut auf das Abenteuer Südtirol-Marathon ein, und erneut versuchte er sich an der Dreistunden-Marke, nachdem die ersten Kilometer recht locker waren. Nach gelungener erster Hälfte (1:28,11 Std.) zeigte sich im zweiten Teil, dass die Substanz bei ihm für ein durchgängig hohes Tempo noch nicht ausreichte, zumal es auf der ungeschützten Strecke dann doch ordentlich heiss geworden war. Vorausschauend hatte er sich im Mittelteil des Rennens noch ein paar Körner aufgehoben. Das hat sich gelohnt, denn er siegte mit drei Stunden und neun Minuten überraschend in der Altersklasse M50. Zudem war er in dem (allerdings überschaubaren) Starterfeld noch bester deutscher Teilnehmer. Am schönsten für ihn war aber bestimmt der mit diesem Lauf verbundene Urlaub in dieser herrlichen Hochgebirgslandschaft. [John]


03.10.09: Nürnberg, Stadtlauf, Halbmarathon
Axel Berndt und Jörg Fiedler starteten zur Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon sozusagen aus dem Training heraus.
Hier Jörgs Schilderung: Nürnberg war trotz Massen(be)trieb in erster Linie für Axel ein tolles Ergebnis. Diesmal ist er reserviert gestartet, hat nach 3 km eine Pinkelpause eingelegt und im zweiten Teil das Tempo gesteigert. Und wie schon von Fachkreisen vermutet: Er zeigte eine "proportionale" Leistungssteigerung und war über eine Minute schneller als in Neumarkt. Ich habe zumindest meine Zeit einigermaßen bestätigt. Ansonsten musste ich wie so oft die beste Frau ziehen lassen und fühle mich ziemlich schlapp. Vor, während und nach dem Lauf wurde es nicht besser! [Jörg]
Wenn Axel dann noch diese Pausen besser planen (d.h. vermeiden) würde ... Immerhin haben sie bei den zig-1000 Läufern die Gesamtplätze 23 und 29 belegt und wären beide als AK-Dritte aufs Podest gekommen, wenn es eine Siegerehrung gegeben hätte. [John]
 

die geehrten SGS-Läufer (Joachim fehlt)
01.10.09: Erlangen: "SGS-Meisterehrung"
Gute Tradition ist die sogenannte SGS-Meisterehrung. Zwar ist die SGS inzwischen aufgelöst, aber (dankenswerterweise) hat  die Erlanger Freizeitgemeinschaft Siemens, in der die bisherigen SGS-Sportgruppen jetzt organisiert sind, diese Ehrung "übernommen" und durchgeführt. Wie jedes Jahr wurden die besten Sportler (nicht nur die Meister) im Rahmen einer schönen Feier mit Gutscheinen geehrt und vor dem abschließenden leckeren Buffet der SGS-Sportler des Jahres und die SGS-Mannschaft des Jahres. Die Leichtathleten waren mit sieben Mann stark vertreten und stellten mit ihrem Aushängeschild Joseph Katib (wie 2007) darüber hinaus noch den SGS-Sportler des Jahres (Glückwunsch!!). Damit ging der Wanderpokal zum dritten Mal in Folge an die Leichtathletik-Abteilung, denn im letzten Jahr waren Denis Mietzsch SGS-Sportler und die 3x1000m-M40-Staffel (mit Oliver Haensell, Joachim Herrmann und Jean-Jacques Faurie) die SGS-Mannschaft des Jahres. [Mi/John]
(Foto zum Vergrößern anklicken)

 

27.09.09: Regensburg, BLV-Meisterschaft (10 km)
Nach dem Testlauf in der Mönau vor einer Woche gingen Joachim und Björn bei den bayerischen 10-km-Meisterschaften an den Start. Der Rundkurs in einem Regensburger Gewerbegebiet ist flach, die Kurven sind gut zu laufen - eine schnelle Strecke! Die Bedingungen passten ebenfalls: kein Wind, aber mit etwa 23-24° C war es nicht gerade kühl. Zum Glück waren aber immer wieder schattige Passagen dabei, so dass man nicht die ganze Zeit in der Sonne laufen musste. Im Start/Ziel-Bereich war auch recht gute Stimmung.
Björn war kurz nach dem Start in einer Gruppe eingekeilt und musste auf dem ersten Kilometer einen kleinen Abstand zu Joachim zulaufen. Dann liefen beide bis ca. km 6-7 gleichmäßig in einer guten Gruppe mit, die Björn auch zeitweise anführte. Die 5 km wurden in ca. 16:43 min passiert; anschließend wurden einige Läufer aufgesammelt, die aus der Gruppe vor ihnen heraus fielen. Bei km 7 hatte Björn einen Durchhänger, so dass ihn Joachim überholte. Außer einem leichten Seitenstechen bei km 8 lief es bei ihm das ganze Rennen über gut.

Joachim kurz nach dem Start (Foto fourrunners)

Im Ziel war er über die erreichten 33:43 min happy, zumal Reinmund Hobmaier, der Erstplazierte der M45, mit 36 s Vorsprung uneinholbar gewonnen hatte. Vor dem Drittplatzierten hatte Joachim gerade einmal 10 s Vorsprung, doch das hat er erst der Ergebnisliste entnommen. Björn erholte sich glücklicherweise wieder und lief den letzten Kilometer noch in 3:18 min, getrieben von der Motivation, unter 34 min zu bleiben, was er mit 33:56 min auch schaffte. Beide Läufer waren am Ende sehr zufrieden und verließen Regensburg mit dem Gefühl: das war noch nicht alles ... Einziger Wermutstropfen war das Fehlen eines dritten Mannes für die Teamwertung, da ein Platz auf dem Mannschafts-Podium wohl evtl. drin gewesen wäre. [Mi nach Joachims Schilderungen]



Annette beim Zieleinlauf (Foto: Erwin Bittel)

19.09.09: Neumarkt, Halbmarathon
Die vier LGEler gingen in Neumarkt nicht gerade ausgeruht an den Start: Veit hatte sich am Mittwoch davor noch über 33 km „eingelaufen“; Axel besuchte einen Tag vorher mit seinen Kindern Schloss Thurn und hatte am Wettkampftag absolut feste Beine; Annette war am Vortag noch ausgiebig wandern und auch nicht optimal vorbereitet und Jörg wollte eigentlich verhalten starten. Zudem war die Strecke (laut Veit) nicht wirklich gut geeignet für hohes Tempo (da viele Richtungsänderungen, immer wieder kurze Anstiege, teilweise schlechter Belag). Aber die Stimmung war so toll, dass sie letztlich alle förmlich mitriss. Und so kamen auch die guten Leistungen zustande.

Für Veit wären die Bedingungen wohl noch zu verschmerzen gewesen, aber am meisten gebremst hatten ihn die anderen Läufer auf der teilweise engen Strecke. Am Anfang wurde er trotz guter Startposition und einem Tempo von unter 7 min für die ersten zwei Kilometer massenweise überholt (auch der 10,5km-Lauf startete parallel). Diese optimistischen Zeitgenossen stellten sich ihm etwas später als Hindernisse eines Slalomlaufs dar (bis auf einige, die am Steckenrand reiherten). „Auf der zweiten Runde war man dann plötzlich völlig alleine und am Ende hatte man wieder mit überrundeten Läufern zu kämpfen.“
Axel war (mit neuen Schuhen) besonders motiviert und legte den ersten Teil enorm schnell zurück. Da konnte Jörg nicht mithalten und verlor ihn ziemlich schnell aus den Augen. Als Jörg dann merkte, dass er den 4er Schnitt trotz der von Veit geschilderten Schwierigkeiten halten konnte, fühlte er sich immer stärker. Die letzten 3 Kilometer dürften seine schnellsten gewesen sein, denn da konnte er noch unzählige Läufer einsammeln. Im Ziel dann der Triumph: Er hatte seine Bestzeit um fast 2,5 Minuten verbessert! Axel musste seine Tempohatz zu Beginn des Rennens am Ende etwas büßen. Es ist aber trotzdem sensationell, wie er sich in der Kürze der Zeit mit so großen Schritten steigert. Auch Veit und Annette waren letztlich mit ihren Ergebnissen zufrieden, denn beide hatten in ihren Klassen gewonnen. [John]


19.09.09: Erlangen, Arcadenlauf (10 km)
Beim diesjährigen Mönaulauf standen so viele LGEler wie lange nicht mehr am Start; selbst Thomas Drechsler ließ es sich nicht nehmen, seine Hausstrecke unter die Füße zu nehmen. Ob das die Konkurrenz abschreckte, weiß man nicht - bis auf Kristin Möller (TV 48), die spätere Frauensiegerin, brach jedenfalls niemand in die LGE-Phalanx ein. Die Männer belegten Platz 1-4, wobei Joseph Katib wie üblich allein vornweg lief. Da eine neue Bestzeit außer Reichweite lag, lief er relativ locker in 32:27 min durch und versäumte es auch nicht, bei km 9 kurz stehenzubleiben und eine kurze Dehnübung zu absolvieren ...
Hinter ihm hatte Björn Day wenig Mühe, den zweiten Platz zu sichern, doch um den dritten Platz wurde hart gekämpft. Lange Zeit schien er Hans Joachim Hermann zu gehören, doch dann schob sich Thomas Drechsler an ihm vorbei und verteidigte ihn (und den AK-Sieg in der M45) bis ins Ziel. Für Joachim, der den Lauf als Test für die bayerischen Meisterschaften lief, sprang die Erkenntnis heraus, dass sich ein zu hohes Anfangstempo doch jedesmal rächt.
Bei den Frauen ging Viola Schäffer erstmals wieder im LGE-Trikot an den Start und hatte nach ihrer zweiten Babypause als Ziel, die 40 min zu knacken. Das gelang ihr auch mit 39:44 min, womit sie ihre AK und zusammen mit den ersten drei Männern auch die Mannschaftswertung gewann. Carola Wagner sicherte sich den dritten Platz in der Frauenwertung und gemeinsam mit Joachim, Marc Poncette und Stéphane Reinhardt den 2. Mannschaftsplatz. Das bedeutet wieder Unmengen von Bier für die nächste LGE-Fete! [Mi]
Fotos von Jörg und Michael hier , weitere Fotos und Videos bei den Fourrunners.

 

06.09.09: Pertisau, Achenseelauf (23,2 km)
Der schwere Landschaftslauf um Tirols größten See wurde zum 10. Mal ausgetragen. Dabei zählt der Achenseelauf längst nicht mehr nur unter Insidern zu den schönsten Laufveranstaltungen der Alpen. Seit mittlerweile einem Jahrzehnt pilgern Laufbegeisterte (in diesem Jahr aus vierzehn Nationen) Anfang September an den Achensee, um dieses Spektakel aktiv oder zumindest aus erster Reihe miterleben zu können. Der Jubiläumslauf zog bei traumhaften Wetterbedingungen weit über 1.000 Teilnehmer an den Start bei der Karwendel-Bergbahn in Pertisau, was imposante Bilder des Massenstarts lieferte. Entlang der gesamten Strecke sorgten an die 3.000 Zuschauer für gute Stimmung und feuerten die Sportler mit kräftigem Beifall so richtig an. Zudem zeigte sich der Wettergott gnädig und ließ die 1.140 Laufbegeisterten die 23,2 Kilometer des schönsten alpinen Panoramalaufs (mit seinen knackigen Steilpassagen) unter besten Bedingungen zurücklegen. Der Pole Bogdan Dziuba erreichte nach 1:23,43 h als Erster vor Kris Moernaut (BEL) und dem Zillertaler Markus Kröll das Ziel in Pertisau. Angespornt durch die tolle Unterstützung des Publikums und die guten Wetterbedingungen legte Denis Mietzsch von der LG Erlangen die Strecke in 1:27,52 h zurück und feierte als Vierter und schnellster Deutscher im internationalen Feld wieder eine hervorragende Platzierung. Noch mehr war an diesem Tag für Denis einfach nicht drin, der die ersten 15 km in einer Vierergruppe die Spitze verfolgte. Obwohl er sich auf dem nächsten Streckenabschnitt bis zum Ziel steigerte und diesen als insgesamt Drittschnellster bewältigte, konnte er den Anschluß an den Österreicher Kröll nicht halten, der eine halbe Minute vor ihm ins Ziel lief. Dafür durfte er sich über die 100 Euro Geldprämie (4. Platz) und den Preis für den 3. Platz der Klasse M35 freuen. [John]


06.09.09: Ebermannstadt, 10. Fränkische-Schweiz-Marathon
Beim Marathon starteten Gertrud Härer, Josef Krauthöfer, Marcus Nowak und John Stackmann. Josef konnte als Zugläufer (für 3:30 h) seinen Bekanntheitsgrad in der fränkischen Laufszene deutlich steigern. Kannte ihn bisher nur "jeder zweite Läufer" in Franken, so sind durch seinen Einsatz als Marathon-Zugläufer noch eine ganze Reihe hinzu gekommen. Wildfremde Läufer sprachen ihn nach dem Lauf an und bedankten sich! Auch seine längere Verletzungsmisere scheint nun endlich überwunden. Zwar nicht so spektakulär, aber erfolgreich liefen Gertrud und John. Beide sind auf unterschiedliche Art mit dieser Veranstaltung eng verbunden und beide schafften es auch dieses Jahr aufs Treppchen. Gertrud wurde 3. in der W45 und gleichzeitig für ihre zehnte Teilnahme geehrt. Respekt! John hatte sich nach drei Jahren Marathonpause den Lauf zu einfach vorgestellt und war wohl von den vielen Vorbereitungskilometern noch nicht erholt. Als er ab km 34 endlich in Schwung kam, war eine passable Endzeit nicht mehr zu erreichen. Für sein "Durchhalten" wurde John mit Platz 2 in der M55 belohnt. Marcus zeigte als Neuling in der LGE und im Marathonlauf eine gute Leistung und belegte in der MHK Platz 7. Dabei deutete er sein läuferisches Potenzial eindrucksvoll an, denn er lief die zweite Hälfte deutlich schneller als die erste! Bei der Marathon-Teamwertung erreichten Annette Schütz und Jörg Fiedler jeweils keine Traumzeiten, waren aber mit der Gesamtzeit unter 3 Stunden durchaus zufrieden und freuten sich über ihre gemeinsame Aktion. Leider reichte dies unter 113 Mixed-Teams nur zu Platz 4, allerdings mit deutlichem Abstand zu den drei Top-Teams.

Veit war so schnell, "dass ihm das LGE-Trikot zu warm wurde".
Die stärkste Leistung aus LGE-Sicht bot Veit Riedlberger im 16-km-Lauf. Lange lief er mit der Spitze mit. Schließlich erzielte Veit mit einer Endzeit unter 60 Minuten bei ansteigender Strecke einen tollen 3. Gesamtplatz unter den 438 Teilnehmern! [Jörg/John]
 
 
05.09.09: Freising, 9. BLV-Cup-Lauf, 10 km
Von den Erlanger Straßenläufern fuhren Carola Wagner und Karl Mistelberger zum 9. Bayern-Cup-Lauf nach Freising. Die Anstrengungen der langen Anfahrt und schließlich der fünf Runden auf dem profilierten Kurs haben sich für den SG Siemens-Läufer gelohnt. In 40 Minuten 34 Sekunden schaffte Karl einen überlegenen Sieg in der M 60 über seine sieben Konkurrenten. Der Sieg im BLV-Cup Klasse M 60 ist ihm damit nur noch theoretisch zu nehmen. Carola erreichte in der Gesamtwertung der Frauen wieder einen hervorragenden vierten Platz. Ihr Pech war jedoch erneut, dass - wie in Dachau - die amtierende deutsche Marathonmeisterin, die auch in ihrer Altersklasse startet, noch unerreichbar vor ihr finishte. Somit blieb ihr in der W40 nur Rang zwei. [John]
   
23.08.09: Nürnberg, Finish-Line-Lauf
Die bekannt enge (und zu kurze) 10-km-Rundstrecke auf Waldwegen am Nürnberger Tiergarten musste diesmal nicht nur das 10-km- und Halbmarathon-Feld verkraften, sondern erstmals auch Marathonis. Die Läufe wurden nicht hintereinander, sondern in sich verschachtelt so durchgeführt, dass die schnellen 10-km-Läufer von dem langsamen HM-Feld sowie von Marathonis etwas ausgebremst wurden. Trotzdem kamen wie immer gute Zeiten zustande wegen der fehlenden Meter für korrekte Streckenlängen. Auch Denis Mietzsch war mit seiner Zeit (33:08 Min.) zufrieden, aber nicht mit dem Slalomparcours. In der zweiten Rennhälfte versuchte er vergeblich, sich durch Tempoverschärfungen von jüngeren Konkurrenten zu lösen. Die blieben aber an seinen Fersen "kleben" und konnten ihn letztendlich noch überholen. So blieb ihm nur der undankbare vierte Gesamtplatz und er verpasste das Preisgeld (1. bis 3. Platz). Für Björn Day war "es kein großer Stress", denn "er hat da nur ein Training absolviert". Er kam gemeinsam mit Marc Poncette ins Ziel (35:45), der für den 3. AK-Platz die Bronzemedaille bekam. Denis musste sich mit der Silbermedaille (beide M35) trösten. Helmut Mayer konnte auf der Halbmarathonstrecke mit 1:52 Std. noch zahlreiche Teilnehmer hinter sich lassen. [John]
 
22.08.09: Gefrees, Ölschnitztallauf (Halbmarathon)
Der Gefreeser Halbmarathon war zwar unter neuer Regie (SC/TV Gefrees), aber bei der schweren und landschaftlich reizvollen Mittelgebirgsstrecke ist es geblieben. Zum Glück hatte die Sommerhitze wegen einer Kaltfront Pause gemacht und damit fiel es auch dem Männerteam der LGE (Axel, Jörg, John und Josef) leichter, die starken Steigungen und Gefällstrecken zu bewältigen. Es war trotzdem sehr ratsam, sich die Kräfte bis zuletzt gut einzuteilen. Wenn die Beine etwas schwer wurden, galt es, sich bei den Gefällstücken schnell zu erholen, um dann besonders bergauf seinen Rhythmus zu finden und es sich "leicht zu machen"! Recht gut gelang (und gefiel) dies den "Bergziegen" Jörg und John. Der war mit Axel und dann auch Josef verhalten gestartet, legte aber ab km 3 - besonders bergab - kräftig los und lief so nach 7 km zu Jörg vor. Jörg bremste ihn in seiner Euphorie noch kurz vor der Wende in Bad Berneck mit dem trockenen Kommentar: "Vorsicht da kommen bald steile Anstiege!", was John zum Glück beherzigte. Dadurch hatte er - wie auch Jörg - noch genug Körner für die Bergauftour zurück. Die fehlten Axel und Josef am Ende als sie ganz schön zu kämpfen hatten. Jörgs gute Leistung wurde leider nicht belohnt, denn 7 (!) Konkurrenten seiner Altersklasse M45 lagen vor dem schnellsten LGEler. Dafür konnte John, der knappe 1,5 Minuten nach Jörg finishte, seine AK M55 überlegen gewinnen und seinen 1. Saisonsieg feiern. Axel verpasste als AK-Vierter knapp das Podest, während dies Josef als 3. der M50 noch besteigen durfte. Die LGEler waren als Team im Schnitt wesentlich älter als die starken Mannschaftskonkurrenten, daher insgesamt etwas zu langsam und belegten Platz 4. Trotzdem war es für alle vier sehr motivierend, als Team bei diesem Klassiker zu starten! [John]

Axel startete verhalten
 
15.08.09: Prölsdorf, Kerwalauf (10 km)
Klein aber fein: 80 Läufer fanden sich zum zweiten Kerwalauf in Prölsdorf ein. Sie traten neben dem 5-km-Hobbylauf im 10-km-Hauptlauf an, dabei auch Josef Krauthöfer. Hier seine Eindrücke: Die Voraussetzungen waren: 28°C (eigentlich viel zu warm für so was) und ein ca. 1,6 km langer, größtenteils asphaltierter, teilweise kopfsteingepflasterter, leicht welliger Rundkurs, 6 Runden. Nachdem ich mich verfahren hatte, somit erst ca. 10 min vor dem Start dort ankam, konnte ich mich gerade noch 5 min ein bisschen einlaufen. Nach flotten Beginn, 3:37 min auf dem ersten km, ging's die nächsten 5 km (also bis km 6, Zwischenzeit: 23:33 min) fast kontinuierlich im 4er-Schnitt. Dann kam, fast wie erwartet, der Einbruch. Ich hatte so mit mir selbst zu kämpfen, dass ich bei km 7 und 8 gar nicht mehr auf die Uhr schaute. Nachdem ich bei km 9 dann 36:08 min registrierte, hab ich mich auf dem letzten km noch mal zusammengerissen und wollte wenigstens noch unter den 40 bleiben. Da ein weiterer Teilnehmer, der bei km 9 unmittelbar neben mir war, anscheinend das selbe vorhatte, haben wir uns gegenseitig mit mehrfach wechselnden Führungen geholfen und sind somit (mit noch zwei weiteren Teilnehmern im Schlepptau) noch unter den 40 Minuten geblieben. Ich wusste gar nicht mehr genau, wie lang so ein 10-er im Wettkampftempo sein kann.  [Josef / John]

08.08.09: Dachau, 8. BLV-Cup-Lauf  (10 km)
Drei LGEler starteten zum heißen Tänzchen (28°C, schwül) beim Dachauer Straßenlauf mit seiner bekannt schnellen 3-Runden-Strecke - mussten aber wie alle anderen Teilnehmer Abstriche bei der Laufzeit hinnehmen. Joachim Herrmann wollte sich im Hinblick auf die Bayerischen 10-km-Meisterschaften wieder an die "Straße gewöhnen", wogegen es für Carola Wagner und John Stackmann um den BLV-Laufcup ging. In dem guten Starterfeld zeigte Joachim seine Klasse und trotzte den Bedingungen auch deswegen erfolgreich, weil er sich sein Rennen bis zum Ende gleichmäßig einteilte. Dadurch hatte er auf dem letzten Kilometer noch "seinen Spaß", als es gegen die wesentlich jüngeren Konkurrenten um die Einlaufplatzierung ging. So behauptete Joachim den 7. Gesamtplatz und gewann überlegen die AK M45. (Er hätte auch M35 und aufwärts gewonnen!) Das gemeinsame Vorhaben von Carola und John, Carola auf eine Zeit an die 40 Min. heranzuziehen, scheiterte nicht nur an der Hitze, sondern auch an Johns etwas zu hohem Tempo auf den ersten Kilometern.

 
John lief relativ locker durch
Carola hatte von Anfang an mit den Temperaturen zu kämpfen und musste nach 3,5 km abreißen lassen. In der dritten Runde fand sie dann wieder "ihren Rhythmus" und lief als insgesamt fünfte Frau ins Ziel. Wieder ein toller Erfolg für unsere Newcomerin! Ihr Pech war jedoch, dass zwei Top-Läuferinnen in ihrer Altersklasse noch unerreichbar vor ihr finishten, u.a. die amtierende deutsche Marathonmeisterin. Dadurch gingen ihr erhoffte Punkte für die BLV-Laufcup-Wertung verloren. Für John war nach der "Trennung" bei 3,5 km der Zug nach vorne schon abgefahren und er lief diesmal relativ locker durch. Dies passte ihm als Tempolauf bei heißen Bedingungen auch ganz gut in die FS-Marathonvorbereitung. In der Cup-Wertung, die er weiterhin anführt, konnte er damit allerdings sein Konto gerade mal um einen Punkt aufbessern. Aber vielleicht ist auch der wertvoll.  [John]
 
02.08.09: Hersbruck, 21. Altstadtfest-Lauf (10 km)
Beim 21. Altstadtfest-Lauf in Hersbruck kamen von 9 Angemeldeten der LG Erlangen leider nur sechs ins Ziel. Dies lag nicht nur an der schwül-warmen Luft über dem Kopfsteinpflaster des eckigen Rundkurses im historischen Stadtkern. (Der ist leider auch nicht mehr so schnell wie die früher gelaufene große Runde auf Asphalt.) Dadurch platzte zwar die vorgesehene (5er) Männer-Mannschaft, aber die starke Frauen-Mannschaft holte sich den ersten Platz. Diese waren nämlich nicht nur vollständig am Start, sondern auch noch relativ schnell im Ziel.
Annette Schütz steckte zwar noch der (für sie erfolgreiche) „romantische Halbmarathon“ vor Wochenfrist in Füssen in den Knochen (3. Frauen-Gesamtplatz), aber sie zeigte mit knapp über 42 Minuten wieder eine ansprechende Leistung und belegte den zweiten Platz im Frauenfeld. Dabei musste sie diesmal nur ihrer Trainerin Rieke Mayer-Tancic (LG Regensburg) den Vortritt lassen, die die Frauenkonkurrenz dominierte. Neben Gertrud Härer, die den 3. Platz der W45 erzielte, verstärkte mal wieder Ulrike Gradhand das erfolgreiche Erlanger Frauenteam. Ulrike kam in der Einzelwertung auf den 3. Platz der W35.
Bei den Männern erzielten Stéphane Reinhard (3.MHK) und Jörg Fiedler (2.M45) die erwarteten guten Ergebnisse (ca. 38 Min.) und waren als insgesamt 13. und 14. vorne dabei. Axel Berndt spürte noch die zu geringe Trainingsgrundlage nach seinem erst kürzlich erfolgten Wiedereinstieg. Aber er biss sich durch und hielt sich im Bereich der schnellsten Frau, womit er das Podest der M35 allerdings knapp verfehlte. [John]
 
25.07.09: Regensburg, Bayerische Meisterschaft (5000 m)
Bei der diesjährigen Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaft herrschten gute äußere Bedingungen und mit fast 1000 Teilnehmern eine prächtige Stimmung im Regensburger Uni-Stadion. Dazu gab es in vielen Wettbewerben starke Konkurrenz, wie auch im 5000-m-Endlauf der Männer und Junioren. 26 Teilnehmer hatten sich dafür qualifiziert, unter ihnen der Topfavorit Sebastian Hallmann (München). Die Langstreckler hatten auf der Gegengeraden mit starkem Gegenwind zu kämpfen und dies sorgte zunächst für ein nicht allzu hohes Renntempo (1000 m in 3:08 Min.). Drei Läufern war es schon nach 2000 m (6:06 Min.) zu langsam. Neben Sebastian H. hatten sich der Ingolstädter Heiko Middelhoff, der zunächst die Spitze übernahm (3000 m in 8:56 Min.), und der Erlanger Joseph Katib klar vom restlichen Feld abgesetzt. Dabei lief Joseph taktisch klug bis 4 Runden vor dem Ziel nicht vorneweg. Dann zog er das Tempo an, um seine Chancen gegen die spurtstarken Gegner zu wahren, und ging in Führung. Die behielt er allerdings nicht lange, denn Sebastian schoss plötzlich an ihm vorbei (4000 m in 11:52 Min.) und rannte danach den letzten Kilometer noch unter 2:40 Min (!). Da konnte Joseph nicht ganz mithalten, aber mit seinen 2:50 Min auf diesem entscheidenden Rennabschnitt verteidigte er gegen Heiko seinen zweiten Platz in 14:45 Min.. "Endlich aufs Podest": Nachdem er trotz seiner starken Leistung bei der Bayerischen Cross-Meisterschaft im Frühjahr mit dem 4.Platz das Podest noch knapp verpasst hatte, feierte er mit einer souveränen Vorstellung diesmal einen so nicht erwarteten Erfolg - Glückwunsch zur Bayerischen Vizemeisterschaft, Joseph!  [John]

 


Jörg kurz vor dem Ziel auf 2370m
(Foto von "Foto Horst")

19.07.09: Großglockner-Berglauf (12,67 km/1494 Höhenmeter)
Hier Jörgs Bericht: Nachdem ich mehrmals den höchsten deutschen Berg bezwingen konnte [auch 2008!! Mi.], war ich diesmal auf seinen Bruder in Österreich gespannt. Um es vorweg zu nehmen: Die Organisation des Laufes war perfekt. Alles war so, wie man es sich als Läufer wünscht. Für das geringe Startgeld bekam man einiges geboten; so war auch die Anfahrt über die Großglockner-Straße die richtige Einstimmung auf den Lauf "Im Banne der unzähligen 3000er". Von der Franz-Josefs-Höhe hatte man schon mal einen Blick auf die letzten mehreren hundert Höhenmeter des bevorstehenden Martyriums. Keine Ahnung, wie man da später hochlaufen soll. Wobei Laufen bei diesen Höhenmetern sowieso eine relative Bewegung ist. Richtiger wäre: Großglockner-Geschwindigkeitsbesteigung mit Laufpassagen. Es gibt Rampen, die schnauft man nur im Eilwanderschritt hoch. Der Wettkampf selber fand bei idealen Bedingungen statt: Sonne und Temperaturen um die 10° C. Am Ziel waren es wohl so 4° C. Ab km 2 begann bereits eine der steilsten Anstiege. Da hieß es, Kräfte sparen für alles, was da noch so kommt. Leider wusste ich als Neuling nicht, was das so war. Die erste Hälfte waren Teerstraßen und Waldpfade. Nicht unbedingt das, was ich mir von einem Berglauf im Hochgebirge  erwartete.

Aber ab km 6 wurde ich entschädigt; da ging es richtig los: Schlammige Bergpfade, Laufen in Sturzbächen und Schnee, Springen auf bzw. über scharfkantige Steine, Überwinden von meterhohen felsigen Hindernissen und stets die majestätische Bergwelt vor sich. Einfach Klasse! Allerdings fühlte ich mich, trotz aller Vorsicht, körperlich ziemlich schnell mies. Ein Großteil des Laufes war einfach Quälerei. Man fragt sich öfter, warum man sich so was antut. Aber im Ziel ist alles egal. Da ist man nur noch glücklich, es geschafft zu haben. Auch der letzte Kilometer ist dann vergessen. Gefühlte 10 Millionen Stufen sind das, die nicht enden wollen. Mein verrückter Lauffreund Dirk aus Scheßlitz brachte es noch fertig, während des Laufes Blümchen für seine Freundin zu pflücken ... Meine Zielzeit ist schwer zu beurteilen, wahrscheinlich eher schlechter als besser. Aber den Vergleich habe ich beim nächsten Mal. Denn das war sicherlich nicht mein letzter Großglockner-Berglauf. [Jörg]


19.07.09: Haßfurt, 7. BLV-Cup-Lauf (8 km)
Einen großartigen zweiten Gesamtplatz bei den Frauen belegte Carola Wagner bei ihrem ersten Rennen für die LG Erlangen. Dabei sind ihr die 6 Runden im Zentrum der Mainstadt gar nicht so schwer gefallen, aber sie war so (unerwartet) schnell eingangs des Zieleinlaufs, dass sie auf eine zusätzliche siebente Runde geschickt wurde. Dies konnte jedoch im Nachhinein geklärt werden. Carola gewann neben einer stattlichen Prämie auch die W40-Wertung. Derart motiviert hat sie jetzt vor, als Seiteneinsteigerin bei den noch ausstehenden drei BLV-Cup-Läufen so viele Punkte abzuräumen, dass es auch in der Endwertung für einen Treppchenplatz reicht.
Die zwei männlichen LGE-Starter Michael und John belegten die erwarteten zweiten Plätze in ihren Altersklassen. Dabei war Michael dem M45-Sieger Anton Graml diesmal mit nur 7 s Rückstand dicht auf den Fersen. Dadurch konnte er gut beobachten, wie Anton ein Gerangel mit Josef Freudenberger auslöste, den er eingangs des Zielkanals nicht mehr vorbeisprinten lassen wollte und dies unter Einsatz seines Ellenbogens zu erreichen suchte. Josef revanchierte sich seinerseits mit einem kräftigen Schubser. Daraufhin entwickelte sich ein heftiger Disput, in den sich auch noch der Veranstalter sowie ein Zuschauer einschaltete, dessen Frau ebenfalls Leidtragende des Bodychecks war, da der Gecheckte auf sie fiel ... Als friedliebender Mensch versuchte Michael aber, den Streit zu schlichten, statt auf die Disqualifikation seines Konkurrenten zu hoffen.


v.l.n.r.: John, Carola, Michael
Foto von den
fourrunners


Ganz unspektakulär gab John zunächst nach zwei Runden den Versuch auf, bei dem hohen Tempo seines Konkurrenten mitzuhalten. Als dieser am Ende der vorletzten Runde nachließ und John seinerseits das Tempo verschärfte, um die ca. 60 m Rückstand aufzuholen, wurde er als "Gesamtdritter" in den Zielkanal gelenkt und hinter dem Ziel schon beglückwünscht, ehe er seinen Lauf ordnungsgemäß fortsetzte. Aus den 60 m waren 100 m geworden. Über den "möglichen verpassten Sieg" konnte ihn auch nicht sein Sachpreis  (u.a. Torwarthandschuhe !) hinwegtrösten, aber immerhin ging er bei der Cupwertung (als einziger LGEler) in seiner Klasse in Führung. [John]

05.07.09: Altdorf, HM; Neuendettelsau, Kirchweihlauf
Mit seinem Ergebnis beim Wallenstein-Halbmarathon in Altdorf war Jörg nicht zufrieden: 13. gesamt und Zweiter der M45 in 1:28,23 h. Es ging zwar ganz gut für ihn los, aber vor den Anstiegen in der herrlichen Hügellandschaft der Frankenalb um Altdorf hatte er zu viel Respekt. Diese waren nämlich gar nicht so steil, wie es in der Ausschreibung beschrieben war. Sehr viel schneller hätte er aber nicht laufen können, denn sein guter 10km-Lauf beim Fürther Metropolmarathon steckte ihm noch in den Beinen und der Sieger der M45 lag im Ziel mit einer 3/4 Minute noch zu weit vor ihm.
Michael fuhr nach Neuendettelsau, um sich beim dortigen Kirchweihlauf über 6,72 km an sommerliche Hitzeläufe zu gewöhnen. Pünktlich zum Start kam die Sonne heraus und heizte die Luft in den Straßen der Kleinstadt noch mehr auf. Zum Glück gab es in jeder der 7 Runden durch das Ortszentrum einen Becher Wasser für den Kopf. Auch sonst war der Lauf gut organisiert, aber leider wie immer schwach besetzt. [John/Mi]

28.06.09: Fürth, Metropolmarathon
Die Strecken beim Fürther Metropolmarathon sind nicht für Bestzeiten gut und die schwül-warmen Bedingungen förderten auch nicht gute Zeiten. Dennoch zeigten die vier teilnehmenden LGEler gute Leistungen; Jörg gelang mit 37:03 min sogar eine neue Bestzeit auf der 10km-Strecke. Damit hatte er gar nicht gerechnet. Viel zu spät realisierte er, was möglich gewesen wäre, sonst hätte er nicht nur an die 36er-Tür angeklopft. Obwohl als insgesamt Siebter und Zweiter der M45 sehr zufrieden – ärgerte ihn nur, dass ihn die schnellste Frau auf der Zielgeraden „stehen ließ“ …
Auf der Marathondistanz unternahm Veit einen neuen Anlauf, unter drei Stunden zu finishen. Der Abstand von 5 Wochen seit seinem letzten Versuch war jedoch zu kurz und ihm gelang es nicht, obwohl auch er eine gute Leistung zeigte. Veit hatte unterwegs das Gefühl, „Quark in den Beinen“ zu haben. Damit schaffte er aber immerhin 1:26 h für die erste Hälfte, bevor er bewusst das Tempo rausnahm, um ohne weitere Probleme „anzukommen“. Nur 6 s Rückstand hatte er (nach Nettozeit) auf Platz 3 in der M30, obwohl er den Konkurrenten im Schlussspurt besiegt hatte und nach Bruttozeit vor ihm rangierte. Nach einer Verletzungspause meldete sich Gertrud auf ihrer Lieblingsdistanz mit einer ansprechenden Leistung zurück. Sie bewältigte den Marathon in 3:45 h als 12. Frau und kam auf den 2. Rang der W45.
Drei Minuten schneller als Veit nach 21,1 km war Marc im Halbmarathon-Ziel und verpasste als 18. Mann im Zieleinlauf knapp den dritten Platz in der M35. [John]
 

28.06.09: St. Wendel, Deutsche Seniorenmeisterschaften I
Die deutschen Bahn-Meisterschaften der Senioren haben heuer drei LGEler angelockt. Bei anfangs guten Bedingungen (bewölkt, kein Wind, ca. 20° C , die Luft aber ziemlich feucht), zeigten sie dort gute Ergebnisse und räumten sogar einen Titel ab:
Denis, der jüngste von ihnen, lief die 5000m sehr stark und ging das Rennen offensiv an. Um das Tempo hochzuhalten (es ging ihm auch um eine gute Zeit), lief er im gemeinsam gestarteten Rennen der AK M30, M35 und M40 von Anfang an selbstbewußt vorn und hat dabei fast 8 Runden geführt. Dann begannen die taktischen Spielchen der Mitläufer: Tempoverschärfungen, Bummelphasen usw. Dadurch verlor Denis auf den letzten 1000 m etwas auf die Spitze, konnte aber dennoch in seiner AK M35 mit knapp 3 s Vorsprung den Sieg herauslaufen und in 15:40 min Deutscher Meister werden. Glückwunsch!
Bereits einen Lauf vorher war Hans Joachim über 5000m dran. Auch bei ihm lief es prima: Er blieb immer in der Spitzengruppe und hielt ein recht gleichmäßiges Tempo. Nach 3 km hat sich dann der spätere Sieger abgesetzt, die Verfolgergruppe blieb aber noch zusammen. Auf dem letzten Kilometer wurde es dann richtig flott (3:06 min für seinen letzten km). Bis 100 m vor Schluss war er noch Dritter, konnte aber dem Zielspurt eines Konkurrenten nichts mehr entgegensetzen, da die Beine schön sauer waren. Trotzdem war er mit dem vierten Platz seiner AK M45 und vor allem mit der Zeit (16:06 min) total zufrieden.
Am Nachmittag ging Jean-Jacques über 1500m an den Start. Inzwischen war es fast 30° C warm, die Sonne brannte vom Himmel. Wie oft bei Meisterschaften wurde es ein taktisches Rennen, bei dem erst auf den letzten 300m die Post abging. Jean-Jacques zog mutig den Spurt an, doch drei andere parierten sofort und haben noch eins draufgesetzt. So wurde auch er in 4:16,10 min Vierter seiner AK M40. [Mi]


21.06.09: Mettenheim, 6. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Zwei LGEler haben es auf sich genommen, zum am weitesten entfernten Bayerncuplauf nach Mettenheim (bei Altötting) zu fahren, um dort Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Bei sonnig-kühlem Sommerwetter ging es bereits 9.00 Uhr los. Die 5km-Runde in Mettenheim ist wirklich superflach, aber trotzdem abwechslungsreich. Noch beeindruckender war der schnelle Aushang der Ergebnisliste der ersten 100 Finisher-Zeiten bereits 57 Minuten nach dem Start. Diese zeigte auf Gesamtplatz 21 Michael, der sich zwar viel vorgenommen hatte, aber weiterhin seiner Form hinterherläuft. Sein Bayerncup-Konkurrent in der M 45 Anton Graml (SV Amberg) war diesmal extrem motiviert und ging die ersten 5 km in 17:22 min an, weil er unter 35 min laufen wollte. Michael bemühte sich zwar dranzubleiben, doch war ihm das Tempo einfach zu hoch, so dass er in der zweiten Runde stark einbrach. So blieb ihm nur der 5. AK-Platz. Anton Graml (35:18 min) wurde aber auch bloß Vierter, da drei M45er unter 35 min gelaufen waren.
John hatte den Seriensieg in der Bayerncupwertung schon (fast) abgehakt, denn der Punkterückstand auf den Führenden ist schon sehr groß. Aber ihm gelang es, trotz zweier Wettkämpfe vor einer Woche in Italien den zweiten Platz in der M 55 zu erkämpfen. Auch er hatte sich zu einem hohen Anfangstempo verleiten lassen und dadurch eine halbe Minute in der zweiten Hälfte eingebüßt. Im Ziel verfehlte John die 40-Minutengrenze nur knapp und sammelte damit weiteren Auftrieb für die zweite Jahreshälfte. Noch haben die zwei erfahrenen BLV-Cupläufer, die derzeit beide den zweiten Platz bei der BLV-Cup-Serienwertung einnehmen, ihre Hoffnungen nicht ganz aufgegeben … [John/Mi]

 
13.06.09: Eskilstuna/Schweden, 5000 m
Happy Birthday, Eskilstuna! Anlässlich des 350ten Jubiläums unserer schwedischen Partnerstadt fuhren überwiegend jugendliche Leichtathleten vom TV und Joseph (SGS) sowie die A-Jugend-Fußballer des FSV Bruck vom 10. bis 14. Juni 2009 nach Schweden (Leitung Sport-Stadtverband). An der Jubiläumsgala nahmen eine Reihe von Top-Sportlern aus Schweden teil. Angefeuert von den Fußballern, kamen die LGEler in dem schönen Leichtathletikstadion in den Bereich ihrer persönlichen Bestleistungen, aber das reichte bei den Klassefeldern meistens nicht für das Podest. Nur Joseph konnte "auf Augenhöhe" mitmischen und  belegte über die 5000m einen guten zweiten Platz! In einem schnellen Rennen mit etlichen Tempowechseln konnte er sich gut bis 4000 m im Windschatten des schwedischen Spitzenläufers Fredrik Uhrbom halten. Dann wurden seine Beine etwas müde (er meint vom Ausflugsprogramm) und Joseph lief mit 17 s Rückstand auf Fredrik 14:38,84 Min. [John]
 

v.l.n.r.: John, Luigi, Christian, Davide und JJ
11.+13.06.09: Lignano/Italien (6 km Cross + 5000m)
Auf Einladung der Freizeitgemeinschaft Siemens Mailand, die ihr 20-jähriges Jubiläum feierte, weilten drei LGEler an der Adriaküste in Lignano und nahmen innerhalb von drei Tagen an zwei „heißen“ Rennen teil gemeinsam mit ca. 20 Sportlern aus Österreich und Italien.
Beim ersten Jubiläumslauf unter italienischer Sonne über 6 km Cross Country war der Kurs in einem Freizeitgelände zwar mit vielen Richtungswechseln sehr „eckig“, aber durch die Pinien gab es etwas Schatten und es ging ein leichter Wind. Christian gewann mühelos und hatte ca. 50 Sekunden Vorsprung vor Jean-Jacques (JJ) und fast 2 Minuten vor dem Italiener Luigi Babusco auf dem 3. Platz. John finishte auf Platz 5. Beim 5000-m-Rennen zwei Tage später im nahen Stadion von Lignano war es auf der schnellen Tartanbahn sehr heiß und windstill. Wie beim Cross gab es wieder den Erlanger Doppelsieg mit Christian (15:46 min) und JJ (16:06), diesmal vor dem Italiener Davide Scarabello, der nur auf den ersten 1000 m mithielt und danach nicht mehr an JJ heran laufen konnte. John lief durch eine gleichmäßige Renneinteilung auf den 6. Platz vor und erreichte mit 19:48 min die erstrebte Zeit unter 20 min.
Ein ausführlicher Bericht ist unter www.sgs-leichtathletik.de veröffentlicht. [ Ku/John]

06.06.09: Elsenfeld, BLV-Seniorenmeisterschaften
Denis Mietzsch gewann bei den bayerischen Senioren Meisterschaften auf der Bahn in Obernburg den Titel über 5.000m in der Klasse M 35. Nach der Bronzemedaille bei den Senioren-Europameisterschaften über 10 Kilometer auf der Straße konnte er sich gute Chancen bei den Landesmeisterschaften über die halbe Entfernung ausrechnen. Schließlich entschied die Taktik, und er hielt seinen Konkurrenten Miguel Lenz aus Ingolstadt mit 16:04,11 min um etwa zwei Sekunden auf Distanz. Da diese Zeit knapp über der Quali für die Deutschen Seniorenmeisterschaften (16:00 min) lag, fuhr Denis am 17.06. kurz entschlossen nach Ingolstadt und schaffte dort in einem harten Rennen 15:56,28 min. [Ku/Mi]

06.06.09: Thalmässing, Volksfestlauf (10 km)
„Gut, dass ich nicht gewonnen habe!“ dachte sich Jörg Fiedler, denn die AK-Sieger wurden beim Volksfestlauf in Thalmässing mit 5 Liter Fassbier „abgefüllt“. Aber etwas mehr als der vierte AK-Platz hätte es dann doch sein können: Den bereits mit 200 m Vorsprung vor ihm Laufenden hatte er fast eingeholt, denn aber doch den möglichen dritten Platz gerade mal um eine Sekunde verpasst. Dabei war seine Zeit mit 37:39 min. für die schwierige Strecke mit Grasabschnitten, einem engen Wendepunkt und knackigen Steigungen gar nicht schlecht. Aber die Konkurrenz schläft nicht … und Jörg muss nach seinem Regensburger Marathonerlebnis wieder mehr Fahrt auf den kürzeren Strecken aufnehmen. [John]

29.05.09: Aarhus, Straßenlauf-EM der Senioren (10 km)
Seine bisher beste Platzierung bei einer internationalen Meisterschaft erreichte SGS-Seniorenläufer Denis Mietzsch für die LGE mit einer Bronzemedaille im dänischen Aarhus. Der 2,5 km lange Y-Wendepunktkurs auf Parkwegen nahe dem städtischen Stadion war mit seinen Ecken, Anstiegen und den drei Wendepunkten nicht so einfach zu laufen. Die böigen Meeresbrisen und der sehr rauhe Asphalt taten ihr übriges. Die Läufer seiner AK M35 starteten zusammen mit den Altersklassen 40, 45 und 50 in einem Feld von ca. 100 Athleten aus 13 europäischen Ländern. Denis hatte seine Konkurrenten dennoch gut im Blick, da diese wie er auch die Startnummern auf Brust und Rücken tragen mussten, aus denen auch die Altersklasse hervorging. Denis fühlte sich von Anfang an sehr gut, lief gleichmäßig und lag vom Start weg insgesamt auf Platz 10 bzw. war Dritter in der M35. Er fixierte besonders den Konstanzer Carsten Brod, der zwar bei 2,5 km in der Spitzengruppe laufend schon 18 Sekunden vor ihm und anderen Verfolgern war, aber den Vorsprung bis zur Hälfte des Rennens nicht weiter ausbauen konnte. Denis steigerte auf der dritten Runde sein Tempo und konnte den Abstand auf 14 Sekunden verkürzen, doch sein deutscher AK-Konkurrent um die Vizemeisterschaft konterte in der vierten Runde und stellte den alten Abstand wieder her. Natürlich war Denis mit der Bronzemedaille hoch zufrieden, die er sich mit 33:33 min für die schweren 10 km erkämpft hatte, und geht mit großer Zuversicht in die kommenden (Meisterschafts-)Rennen. [John]

Denis mit "kleinen" Startnummern vorn und hinten zu EM-Bronze

26.05.09: Erlanger Bahnlaufserie III (800m und mittelfränkische Meisterschaften über 5000m)
Am dritten Tag der Bahnserie 2009 gingen viele Blicke immer wieder zum Himmel: Hielt das Wetter durch oder kam das angekündigte Unwetter auch in Erlangen an? Trotz der schlechten Vorhersage waren 38 der 45 angemeldeten Teilnehmer am Start.
Die beiden 800m-Läufe konnten wegen eines Fußballspiels zwar erst 20 min später gestartet werden, doch fanden sie noch bei guten Bedingungen statt. Wieder setzte sich Markus Göttert aus Gera durch und blieb nur 1 Sekunde über der Zwei-Minutengrenze. Beeindruckend waren auch die 2:16 min des 61jährigen Johann Schrödel (TSG 08 Roth), mit denen er Meisterläufer Kurt Herbicht (TS Lichtenfels) klar distanzierte.
Im Meisterschaftsrennen der Männer über 5000 m öffnete der Himmel nach nur zweieinhalb Runden seine Schleusen und setzte die Bahn mehr und mehr unter Wasser. Zum Glück gewitterte es aber nicht, so dass das Rennen nicht abgebrochen werden musste. Es war anfangs von ganz unterschiedlichen Taktiken geprägt: Sein Heil in der Flucht nach vorn suchte auf den ersten 400 m der Burghaslacher Günter Wittmann und war - 20 m vor dem Feld laufend - noch schneller als die meisten 800m-Läufer. Dieses Spielchen war aber bald vorbei, und er wurde gnadenlos nach hinten durchgereicht. Wie erwartet setzte sich Joseph Katib locker durch und zog dabei noch Vizemeister Jean-Jacques Faurie auf gute 16:00 min. Mit Joachim Herrmann war auch der Drittplazierte ein LGE-Athlet.
In der Wasserschlacht des zweiten 5000m-Laufes (fast die gesamte Innenbahn stand 1-2 cm unter Wasser) war für Annette Schütz von der LGE keine gute Zeit möglich, aber sie sicherte sich immerhin den mittelfränkischen Titel und gewann dabei auch wieder die Frauenwertung. Bei der anschließenden Siegerehrung im (trockenen) Wettkampfbüro konnten sich neben Annette noch weitere 8 Seriensieger über ihre Preise freuen. [John] (Eindrücke eines teilnehmenden Athleten hier)


19.05.09: Erlanger Bahnlaufserie II (3000 m)
Beim zweiten Teil der Bahnserie 2009 konnten sich die 32 Teilnehmer, die auf drei Läufe aufgeteilt wurden, nicht über die Bedingungen an diesem sonnig-milden und windstillen Frühsommerabend beschweren.
Wie schon über 1.500 m gewann der Erlanger Student Markus Göttert aus Gera die Männerwertung in 9:24,3 min. Dabei profitierte er bis zur vorletzten Runde des ersten Laufs von der Führungsarbeit des Freystädters Felix Heiselbetz, den er dann auf den letzten 400 m  mühelos distanzierte. Bei der weiblichen Konkurrenz war mit Lea Süß (LAC Quelle Fürth/München) in 10:10,5 min wieder ein Nachwuchstalent vor Annette Schütz von der LGE, die als Erste des zweiten Laufs auch die Frauenwertung gewann. Mit einem furiosen Schlussspurt erreichte Annette die Zeit von 10:56,1 min sozusagen aus dem Stand, denn sie war gerade rechtzeitig zum Start des zweiten Laufs von ihrer Arbeitsstelle auf der TV-Bahn eingetroffen und es blieb ihr keine Zeit, sich warm zu laufen. Die Erlangerin Ulrike Mayer-Tancic (LG Regensburg) zeigte sich 9 Tage nach ihrem Erfolg bei der Deutschen Marathonmeisterschaft gut erholt und gewann - nur 11 Sekunden nach Annette im Ziel - die W40. Dank der guten Bedingungen konnte Hans-Peter Nohner (TSV Ipsheim) wieder persönliche Bestzeit laufen und die Altersklasse M45 gewinnen. In der mit sechs Finishern erneut am stärksten besetzten Klasse M50 erreichte Josef Krauthöfer hinter Josef Freudenberger (TSV Höchstadt) wieder den zweiten Rang. M55-Sieger John Stackmann war nur mit seiner Zeit unzufrieden, war er doch - als Mitorganisator erst im dritten Lauf startend - ständig alleine an der Spitze. [John]


das Spitzenduo Heiselbetz (vorne)/ Göttert
(weitere Fotos hier
)


das Feld des ersten von drei Läufen
(Foto zum Vergrößern anklicken)


12.05.09: Erlanger Bahnlaufserie I (1500 m)
Der erste Teil der Bahnserie 2009 wäre fast ins Wasser gefallen, denn es regnete bis 2h vor dem ersten Lauf. Die Innenbahn stand teilweise unter Wasser, das per Besen (!) weggekehrt werden musste. Trotzdem ließen es sich 26 Athletinnen und Athleten nicht nehmen, die 1500 m anzugehen.
Ein neues Gesicht gewann die Männerwertung in 4:20,1 min: Markus Göttert vom SV Gera, der in Erlangen studiert. Bei der weiblichen Konkurrenz siegte mit Delia Schmitt (TSV Langenzenn) ein Nachwuchstalent knapp vor Annette Schütz, die die Frauenwertung gewann. Dass die Bedingungen gar nicht so schlecht waren, zeigte die Leistung von Hans-Peter Nohner (TSV Ipsheim), der persönliche Bestzeit lief. In der mit sechs Finishern am stärksten besetzten Klasse M50 erreichte Josef Krauthöfer Platz zwei. [Mi]


09.05.09: Ingolstadt, Halbmarathon
In diesem Wochenende war der Wurm drin: Gleich drei LGEler konnten wegen eines Infektes nicht zu ihren fest eingeplanten Wettkämpfen fahren: Michael verpasste Weiden, Christian und Björn konnten nicht in Ingolstadt starten, obwohl sie sich vorher so sehr um das Zustandekommen einer (5er-)Mannschaft bemüht hatten. Trotzdem fuhr das "Rumpf-Team" tapfer nach Ingolstadt und hielt die Erlanger Fahne hoch.
Der Lauf fand unter guten Verhältnissen statt: Viele Zuschauer feuerten die mehr als 2500 Finisher an der schönen Strecke an. Es war zwar relativ warm, aber dafür gab es auch schattige Passagen. Leider brach ein Läufer kurz vor dem Ziel zusammen und verstarb trotz sofort eingeleiteter medizinischer Hilfe. Die Siegerehrung wurde daraufhin verständlicherweise abgesagt.
Die beiden erst relativ kurz vorher für den Lauf motivierten Athleten Joachim Herrmann und Veit Riedlberger kamen am besten zurecht: Joachim lief bis km 10 in einer Fünfergruppe mit, musste dann aber dem fast völlig fehlenden HM-Training Tribut zollen und abreißen lassen. Trotzdem lief er noch so gut weiter, dass ihn niemand mehr überholte und er seinerseits noch zwei Läufer kassierte. Nach einem Slalomlauf durch die vielen Überrundeten auf den letzten Kilometern kam er nach 1:15,57 h ins Ziel, lief damit noch unter die Top-Ten [!!] und gewann die M45 klar.
Veit Riedlberger, der sich auf das Knacken der 3h-Marke beim Marathon vorbereitet, steckten noch der HM in Bamberg sowie eine weitere lange Einheit ein paar Tage vorher in den Knochen. So reduzierte er frühzeitig das anfangs hohe Tempo und lief trotzdem noch in 1:22,15 h durch. Weniger gut ging es Marc Poncette, der wider Willen vier Häuschen an der Strecke besichtigen musste. Trotzdem zeigte er einen starken Kampfeswillen und gab nicht auf. [Mi]

09.05.09: Weiden, 5. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Mehr hätten Karl Mistelberger und John Stackmann fast nicht erreichen können als Karls Sieg in der M60 und Johns zweiten Platz in der M55. Damit festigten sie ihre gleichlautenden Platzierungen in der Serienwertung des BLV-Lauf-Cups 2009. Die Bedingungen schienen eigentlich gut zu sein, wie gebacken für Saisonbestzeiten: eine flache, schattige, asphaltierte Strecken entlang der Naab, 23° C und wenig Wind, allerdings etwas schwül. Doch wider Erwarten waren die Zeiten miserabel, und das nicht nur bei den Erlangern. Das zeigt auch die Siegerzeit von 35:40 min ... So gesehen waren die Ergebnisse der LGEler doch ganz gut. [John]

03.05.09: Bamberg, Weltkulturerbelauf
Der Weltkulturerbelauf war, wie zu erwarten, ein hartes Stück Arbeit. Nicht nur bergauf, sondern selbst bergab mussten die Muskeln volle Leistung bringen. Und der Belag forderte alles ab, besonders die letzten Kilometer bergab auf Kopfsteinpflaster. Das brachte gerade den Halbmarathonläufern eine Menge Blasen ein.
Veit Riedlberger musste dies büßen mit seiner Platzierung, die durchaus hätte besser sein können. Nach seiner Rechnung kam er zwar gut durch, verlor aber mit zwei Pausen, um Socken und Schuhwerk zu richten, in Summe über eine Minute.
Jörg Fiedler kam mit den Bedingungen etwas besser zurecht und hatte Glück, weil er bis 2 km vor dem Ziel in einer schnellen Gruppe mitlief, bevor seine Kräfte schwanden. Sein Lohn war eine neue Halbmarathon-Bestzeit (auf dieser schweren Strecke!) und der 3. Platz in der M45.
Die überragende Leistung brachte allerdings wieder Annette Schütz, die über 10,9 km im Feld der fast 800 Frauen auf den vierten Platz vorlief und damit ihre Klasse W20 gewann. Dabei gelang es ihr sogar, die Erlanger Konkurrentin Ulrike Mayer-Tancic (jetzt LG Regensburg) um eine halbe Minute zu distanzieren. [John]

Jörg kurz vor dem Ziel

02.05.09: Bremen, Deutsche 10.000 m-Meisterschaft
Joseph Katib und Denis Mietzsch suchten ihren Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften im weit entfernten Bremer Weserstadion, und jeder fand ihn auf seine Weise. Dabei sind die 25 Runden à 400 m nicht nur körperlich, sondern gerade mental schwierig zu meistern.
Für Joseph war schon die Unterbietung der Meisterschafts-Quali (30:40 min) der eigentliche Erfolg, den er mit einer grandiosen Leistung bei einem italienischen Straßenlauf mit 30.36 min erreicht hatte (s. u.). Im elitären Feld der besten deutschen 10000 m-Läufer lief für Joseph acht Kilometer alles nach Plan, der auf eine Endzeit zwischen 30:30 bis 30:40 min abzielte. Er kam kraftschonend und locker in einer Gruppe mit und wollte die letzten zwei Kilometer seine Konkurrenten mit einer Tempoverschärfung überraschen. Doch ein plötzlich auftretendes Seitenstechen machte ihm einen dicken Strich durch die Rechnung, und er musste sogar dreimal kurz anhalten (!). Aber er dachte nicht daran aufzugeben, und somit kam er am Ende mit Rang acht noch auf seine bisher beste Platzierung bei Deutschen Meisterschaften.
Die Konkurrenz in der AK M35 schien für Denis in seinem Lauf beherrschbar, aber reichte dafür auch seine noch schmale Trainingsbasis von drei Monaten nach fast einjähriger Verletzungspause? Sie reichte bis zur Hälfte des Rennens, bei dem er im Feld der Klassen M30, M35, M40 und M45 an der Spitze lief. Dann verließen ihn die Kräfte, und die Zwischenzeiten gingen deutlich hoch. Dennoch konnte er sich über die Vizemeisterschaft der M35-Senioren freuen, wenn auch bei Normalform noch mehr drin gewesen wäre … [John]


die siegreiche Meister-Mannschaft

25.04.09: Hohenstadt, Bezirksmeisterschaft 10 km
Nach Jahren der Abstinenz haben wieder einige LGEler die Straßenlauf-Bezirksmeisterschaft besucht und dabei die wichtigsten Titel abgeräumt. Die Bedingungen vor Ort waren wie üblich: Wenige Teilnehmer, kaum Zuschauer, warmes, sonniges Wetter, etwas Wind. Die Strecke ist zwar flach und schnell, bietet aber praktisch keinen Schatten. Trotzdem liefen Annette Schütz und Christian Dirscherl zum mittelfränkischen Gesamt-Titel, und das in Super-Zeiten:
Annette, der hohe Temperaturen nichts ausmachen, fand sechs Tage nach ihrem tollen HM die Kraft, die 10 km in 40:37 min zu absolvieren. Als Gesamtzweite hinter Katharina Kaufmann (Regensburg) sicherte sie sich mit großem Abstand den Bezirkstitel und ist auf dem besten Weg, bald die 40 min zu knacken.
Christian wollte eigentlich zusammen mit Matthias Ewender (München) laufen, fand sich aber sehr bald allein auf weiter Flur und lief solo in überragenden 31:29 min zum Gesamtsieg. Obwohl er die Wärme nicht gerade genoss, machte sie ihm anscheinend nicht viel aus.
Björn Day und Hans Joachim Herrmann als Gesamt-Dritter und -Fünfter sicherten den souveränen Sieg der Männermannschaft. Dabei litt Joachim mehr unter der Hitze, wurde aber mit dem Meistertitel in der M 45 entschädigt. Björn blieb nach einem starken Auftritt der Vizetitel in der Gesamtwertung und der Männer-Hauptklasse.
Die restlichen LGEler hatten mit einigen Problemen zu kämpfen: Für Michael (2. M45) war es einfach zu warm, weswegen er sehr kontrolliert lief. Axel dagegen kämpfte mit seinem derzeitigen Wochenumfang von ca. 20 km [!!] und war froh, ganz gut durchgekommen zu sein. [Mi]

19.04.09: Bad Staffelstein, Obermain-Marathon
Seit 2007 ist am Sonntag des Obermain-Marathons „Kaiserwetter“ - was für die Läufer nicht ganz so einfach sein kann. Aber die Bedingungen waren diesmal gut. Am Start zeigte das Thermometer noch empfindliche 5° C. Der Nebel ging früh nach den ersten Kilometern weg und dann war es schön sonnig, aber nicht zu warm. Beim Halbmarathon war das Teilnehmerfeld in diesem Jahr nicht nur sehr groß (806 im Ziel) sondern auch sehr stark besetzt, denn es war ein guter Test für die Deutschen und Bayerischen Marathon-Meisterschaften im Mai. So waren u.a. Philipp Ratz, der Deutsche Marathonmeister von 2007, die Vorjahressiegerin und Bayerische Marathonmeisterin 2008 Kerstin Steg und weitere gute bayerische Läuferinnen am Start. Zu ihnen zählte auch die Vorjahressiegerin Annette Schütz von der LGE. Annette lief ein gleichmäßiges Rennen; nach 41:50 min für die ersten 10 Kilometer konnte sie ihr Tempo bis ins Ziel durchhalten. Dass sie mit 1:26,40 h ihre bisherige Bestzeit um mehr als zwei Minuten steigerte, war überraschend. Dass es in der Frauengesamtwertung "nur" der vierte Platz war (bei 159 im Ziel), dagegen nicht. In den Jahren vorher hätte sie mit dieser Zeit die Frauenwertung gewonnen, aber die Konkurrenz aus Fürth und München war diesmal zu stark und somit der vierte Platz keine Enttäuschung. "Über meine neue (Best-)Zeit in Staffelstein habe ich mich sehr gefreut und auch darüber, dass es so locker ging. Es hat Spaß gemacht und ich musste mich nicht völlig verausgaben." resümierte Annette nachher und strahlte auf dem Siegerpodest als Zweite in der Frauenklasse W20. [John]


  Annette "schwebt" zu neuer Bestzeit


Denis (#767) am Start noch mit vorn
13.04.09: Scheßlitz, Osterlauf (10 km und Halbmarathon)
Die ungeschützte Pendelstrecke zwischen Scheßlitz und Giech ist nicht gerade der Hit und der löchrige Asphalt nicht so einfach zu laufen, aber auf der amtlich vermessenen Strecke können dennoch gute Zeiten erreicht werden. Dies hatte die zwei LGE-Starter Denis Mietzsch (10 km) und Jörg Fiedler (HM) auch angelockt. Denis wollte in seinem zweiten Wettkampf (nach dem Winterwaldlauf) nach seiner langen Verletzungspause unbedingt die Quali laufen, um Anfang Mai bei der DM über 10.000 m im Bremer Weserstadion starten zu können. Bis zur Hälfte des 10-km-Rennens hatte er mit 15:45 min fast das gewohnte (alte) Tempo und lag aussichtsreich auf dem 5. Platz nicht weit hinter der Spitze. In der zweiten Rennhälfte machte sich dann doch die fehlende Tempohärte bemerkbar, an der er im Training noch arbeitet, und er verlor dadurch viel Zeit. Mit seinen 33:48 min hatte er aber die geforderte AK-Qualifikations-Zeit von 34:30 min klar unterboten. Dies brachte ihm in dem Klassefeld der oberfränkischen Meisterschaft den 8. Gesamtplatz und den zweiten Rang in der M35 ein. Bei seinem Start um 11 Uhr hatte Jörg wesentlich mehr mit der frühsommerlichen Hitze zu kämpfen als Denis, der anderthalb Stunden früher gestartet war. Sein Schlüssel zum Erfolg war die "Krugsche Methode": Kappe ins Wasser und drauf auf die überhitzte Platte. So lief er in der Mittagssonne mit 1:27:06 h ziemlich locker fast 2 Minuten schneller als bei seiner bisherigen Bestzeit. Das war insgesamt ebenfalls Platz acht und der Sieg in der M45. [John]

04.04.09: Aichach, Deutsche Halbmarathon-Meisterschaften
Noch ein Erlanger Stadtrekord!
Auch in Aichach hatten Deutschlands beste Halbmarathon-Läufer mit dem starken Temperaturanstieg binnen Wochenfrist und etwas Schwüle  zu kämpfen. Dem LGE-Neuzugang Christian Dirscherl machte das anscheinend gar nichts aus. Auch die holprigen Kopfsteinpassagen in der Aichacher Innenstadt konnten seinen Spaß und damit seinen Speed nicht bremsen, den er wie gewohnt in der ersten Rennhälfte zeigte. Damit war sein Kurs klar auf Bestzeit abgesteckt. Im letzten Renndrittel musste er dann doch den Bedingungen Tribut zollen und fiel etwas ab. Insgesamt war er aber hochzufrieden mit der erzielten Zeit von 1:09:16 h, mit der er den sieben Jahre alten Stadtrekord von Altmeister Thomas Drechsler deutlich verbesserte und bei den Deutschen den hervorragenden 16. Platz erreichte.
Björn Day zeigte ebenfalls eine gute Leistung und finishte in 1:16:12 h. Fehlte nur noch der Dritte im Bunde. Diese Rolle war eigentlich Joseph Katib zugedacht. Er kam aber mit den Bedingungen gar nicht zurecht und war nach eigener Aussage noch etwas platt von den letzten Wochen, sodass seine Beinmuskeln schon nach einem Renndrittel zumachten und er ausstieg. Ähnlich erging es dem Mittelstreckler Jean-Jacques Faurie, der sich extra in die Starterliste des Männerfelds hatte eintragen lassen, und auch Marc Poncette. Damit war die Mannschaft zwar geplatzt, aber die Stimmung dennoch nicht im Keller, dank Christians Erfolg. [John]

04.04.09: Erlangen, Winterwaldlauf (10 km)
Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 20° C konnte man zwar nicht mehr von einem "Winterwaldlauf" sprechen, aber unsere Veranstaltung wurde trotzdem wieder ein großer Erfolg. Die Wärme und die Konkurrenz durch andere gleichzeitige Laufveranstaltungen konnten einen neuen Teilnehmerrekord nicht verhindern. Es kamen insgesamt 753 Läufer und 38 Walker ins Ziel. Das waren genau 20 Teilnehmer mehr als 2008, obwohl die Zahl der Voranmeldungen diesmal kleiner war.

Joachim und Denis im Teamwork auf der Verfolgung


Annette läuft strahlend zum Gesamtsieg

Für die (größtenteils Nordic) Walker stand das Gemeinschaftserlebnis und nicht der Konkurrenzkampf im Mittelpunkt. Dennoch walkten über 15 von ihnen zehn, die übrigen fünf Kilometer.
Beim Schülerlauf über 1,8 km verdienten sich wie im Vorjahr die Aktiven der Adalbert-Stifter-Schule den Johnny-Pokal mit über 100 Teilnehmern im Ziel. Schnellster insgesamt war der B-Schüler Tim Thies (LGE) mit 6:14 min. Die Schwestern Sarah (6:51 min) und Theresa Neukam vom TV 48 Erlangen siegten in den Klassen Schülerinnen B und C.
Den vom Schirmherrn Jens Wegmann gestarteten Hauptlauf über 10 km gewann Christian Häupler (TSV Ansbach) mit einem Start-Ziel-Sieg in 34:39 min. Den entscheidenden Vorsprung vor dem nahen Verfolgerfeld hatte er bereits nach 5 Kilometern herausgelaufen. Den Zweikampf um den zweiten Gesamtplatz verlor der beste Erlanger Denis Mietzsch ganz knapp mit nur drei Sekunden gegen Florian Holzinger aus Feuchtwangen. Denis, der nach langer Verletzungszeit endlich wieder richtig trainieren kann, behauptete sich seinerseits mit sieben Sekunden Vorsprung vor seinen LGE-Teamkollegen Joachim Herrmann. Auch für Joachim war es der erste Wettkampf nach einer Verletzungspause. In der Teamwertung hieß der Sieger wieder LG Erlangen, diesmal mit Mietzsch, Herrmann und Jörg Fiedler, der in neuer persönlicher Bestzeit als 14. ins Ziel lief.
Bei den Damen gab es einen nicht unerwarteten Doppelsieg der LGE-Läuferinnen vor Marina Schenk aus Dinkelsbühl. Dass Annette Schütz allerdings mit glatten 41 min das gesamte Frauenfeld deklassierte, war schon überraschend. Zweite wurde Marathonspezialistin Bärbel Douverne, wobei sie über eine Minute schneller war als im Vorjahr. Als Zwölfte kam Lisa Forster in das Trio der Siegerinnen in der Mannschaftswertung.
In den Staffelwettbewerben über 2x5 km waren mit 33 Teams mehr als doppelt so viele im Ziel wie im letzten Jahr. Der letztjährige Staffelrekord geriet jedoch nicht in Gefahr. Bei den Männern setzten sich “The Frighteners“ mit Wolfgang und Simon Christel in 38:20 min durch vor dem schnellsten Mixed-Team mit Delia und Christian Schmitt aus Wilhermsdorf. Bei den Frauen siegten die Ansbacherinnen Nadine Kießling und Luisa Ordner. [Ku]

04.04.09: Neuburg/D.: 4. BLV-Cup-Lauf (7,8 km)
Obwohl "zuhause" der Winterwaldlauf stattfand, fuhren Karl und Michael (mit etwas schlechten Gewissen) in den nördlichsten Zipfel Oberbayerns, um auf die nötige Anzahl Läufe zu kommen, die in der Endabrechnung für eine gute Platzierung nötig sind. Auch Neuburg präsentierte sich frühlingshaft und machte dem Namen des Laufes "Frühjahrswaldlauf" alle Ehre. Die Temperaturen waren ähnlich hoch wie in der Brucker Lache, doch stach die Sonne wegen zahlreicher Wolken nicht so intensiv. Die Waldstrecke im Englischen Garten und an der Donau entlang war wegen des teilweisen Schotterbelags nicht überall gut zu laufen, doch bezauberte sie durch den intensiven Duft nach Bärlauch, der streckenweise in der Luft lag.
Karl lief ähnlich stark wie in Burglaslach, konnte aber diesmal dem Angriff seines M60-Konkurrenten Wolfgang Bernard (TSV Burgfarrnbach), der kurz vor dem Ziel erfolgte, nichts entgegensetzen. Im persönlichen Vergleich steht es trotzdem noch 2:1 für Karl. Michael lief endlich mal wieder ein beherztes Rennen und hielt die AK-Konkurrenz mit über einer Minute Vorsprung auf guter Distanz. Vielleicht war die Streckenmarkierung für den Winterwaldlauf am Vormittag (zusammen mit Axel, Jan und Jörg) das richtige Aufwärmprogramm gewesen? [Mi]

22.03.09: Vicenza/Italien: 10km-Lauf
Joseph Katib läuft im Trainingslager einen neuen Erlanger Stadtrekord über 10 km!
Zu seiner Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften über Halbmarathon reiste Joseph zusammen mit einem anderen bayerischen Spitzenläufer in ein Trainingslager in Norditalien. Zur Kontrolle ihrer Form nahmen sie zum Abschluss ihres Aufenthaltes am internationalen Straßenlauf StrAVicenza über 10 km in Vicenza teil, der mit rund 8000 Teilnehmern eine der größten Laufveranstaltungen in Norditalien ist, und zeigten dabei hervorragende Leistungen. Joseph glänzte mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 30:36 min, die er im Feld der Elite-Läufer auf dem Stadtkurs erreichte. Damit unterbot er seine bisherige Bestzeit um eine halbe Minute und erzielte die schnellste Zeit, die je ein Erlanger Athlet gelaufen ist. Diese berechtigt ihn auch zur Teilnahme an der Deutschen 10.000-m-Meisterschaft Anfang Mai in Bremen. Insgesamt kam er mit dem vierten Platz unter 530 Finishern in die Prämienränge und wurde Sieger der M20. [John]

21.03.09: Burghaslach, 3. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Laut Ausschreibung sollte die neue Strecke im Haslachtal "ein abwechslungsreicher Rundkurs mit einer leichten Steigung" sein. Das Einlaufen brachte dann die Überraschung: Die Steigung war mindestens 1 km lang und hatte schätzungsweise 50 Höhenmeter. Da sie dreimal zu laufen war und der Kurs auch sonst anspruchsvoll war, galt es, sich die Kräfte gut einzuteilen und geplante Zielzeiten gleich zu streichen. Beim Auslaufen konnte man dann die schöne Aussicht genießen ...
Mit sieben Teilnehmern brachte die LGE wieder mal zwei Mannschaften an den Start. Das schnellere Dreier-Team erreichte mit Michael Krug, Jörg Fiedler und Matthieu Guillon gegen die gute Konkurrenz unter 31 Mannschaften den dritten Platz. Der Vorsprung vor der viertplazierten Mannschaft betrug ganze 0,9 Sekunden! Das zweite Team mit Veit Riedlberger, Karl Misterberger und John Stackmann erreichte den 9. Platz.


die AK-Sieger und Platzierten der LGE

Der sehr hügelige Kurs kam einigen Athleten sehr entgegen, so dass sie gute Ergebnisse erreichten. Karl (1. M60) gelang als einzigem LGEler ein AK-Sieg. Jörg (3. M45) war im Ziel nur 39 Sekunden hinter Michael (2. M45), der mit der Strecke überhaupt nicht zurechtkam. Matthieu und gehandikapt hinter ihm Veit, der u.a. mal wieder mit seiner Fußverletzung kämpfte, kamen als 6. und 7. der M30 ins Ziel. John erwischte einen schlechten Tag und musste als Fünfter der M55 einen Rückschlag in der BLV-Laufcup-Wertung einstecken. Helmut Mayer lief trotz des anspruchsvollen Kurses eine für ihn gute 50er Zeit. [John/Mi]

14.03.09: Ingolstadt, Deutsche Cross-Meisterschaften
Bei gutem Wetter präsentierte der Veranstalter einen gut zu laufenden Kurs mit 3 kleinen Hindernissen und einigen kurzen Anstiegen auf der ca. ein km langen Runde. Das LGE-Team war mit Christian, Marc und Björn am Start der Männer-Mittelstrecke (3,1 km) mit einem sehr stark besetzten Feld von über 130 Läufern. Christian hatte großes Pech, denn er musste leider schon nach 500 m aufgeben, weil ihm ein Konkurrent den Schuh „weggezogen“ hat. Damit hatte er bereits frühzeitig den Anschluss ans Starterfeld verpasst und stieg aus. Björn ging das hohe Anfangstempo mit und hatte nach einer Runde schon schwere Beine. Somit war für ihn nicht mehr als der 87. Platz drin. Auch in Bestform wäre es wohl nicht mehr als ein Platz um Rang 60 gewesen, meinte er danach. Marc ging es im Prinzip ähnlich, er zeigte aber eine deutlich bessere Leistung als letztes Jahr bei den Deutschen Cross in Ohrdruf.
Eine sehr gute Leistung zeigte Jean-Jacques, obwohl die 6,1 km im Seniorenlauf vielleicht etwas zu lang für ihn waren. So setzte er sich das Ziel,  unbedingt vor dem Deutschen Rekordhalter der M40 über 800 m (1:54 min), Maximilian Freund, zu bleiben. Dieser hatte ihn letztes Jahr als Deutscher Seniorenmeister der M40 über 1500 m auf den 3. Platz verdrängt. J.-J. war erfolgreich, kam noch in die Top-Ten und war im Ziel eine Sekunde schneller als der Sport-„Freund“. [John]



Karl kurz vor dem Ziel

07.03.09: Neuhaus/A.: 2. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Der Winter ließ (noch) nicht locker und sorgte auch in Neuhaus mit scharfem Nordwind für Kühlschrank-Temperaturen. Zu allem Überfluss mussten die Aktiven den letzten Kilometer auch noch bergauf laufen (Start war unten) mit der 180°-Kehre vor dem Finalstück auf dem durchtränken „Fußballacker“, was die 10km-Zeiten natürlich verhagelte. Die Riege der typischen Erlanger BLV-Cupläufer schwächelte auch und war bis auf John Stackmann nicht am Start. Die beste Leistung eines LGElers zeigte Karl Mistelberger. Er hatte sich vorgenommen, unter 40 min zu bleiben und erreichte das auch sicher in 39:45 min, womit er die M60 souverän dominierte. Joseph Katib lieferte eine Woche nach seiner Top-Leistung beim BLV-Cross ein kurioses Rennen ab. So hatte er nach 5 km bereits mit über einer Minute deutlich geführt (15:15), aber im Ziel gerade mal 9 Sekunden Vorsprung (33.29). Die Erklärung: Fußschmerzen bzw. Probleme mit seinen Laufschuhen. Triathlet Rodrigo Nebel kam als zweitschnellster LGEler auf den 2. Platz in der M30. Die LGE-Mannschaft mit Joseph, Rod und Karl kam auf den dritten Platz. Fast eine Minute hinter Karl kam John als 3. der M55 ins Ziel, war aber angesichts einer Knieverletzung und entsprechender Trainingsunterbrechung  vor diesem Lauf durchaus zufrieden. Gertrud Härer meldete sich als zweite der W45 mit einer überraschend starken Leistung (45.15) zurück und war damit eine halbe Minute schneller als Klaus Schaub. [John] Weitere Fotos von Jörg

02.03.09: Markt Indersdorf, BLV-Cross-Meisterschaften
Bei den in Markt Indersdorf stattfindenden Bayerischen Crosslaufmeisterschaften ist der Mannschaft der LGE der Sprung aufs Siegerpodest gelungen. Hinter dem aktuellen Deutschen Meister aus München und dem Deutschen Vizemeister aus Passau gewannen die Erlanger überraschend die Bronzemedaille. Die Einzelwertung über die äußerst selektive, knöcheltief schlammige, 7500 m lange Strecke gewann der haushohe Favorit Sebastian Hallmann (München) in 21:50 min. Als bester Erlanger glänzte Joseph Katib wieder mit einer sehr starken Leistung. Er lief lange an der Spitze mit und kam mit nur 22 Sekunden Rückstand auf den Sieger auf einen sehr guten vierten Platz. Damit verpasste er die Bronze-Medaille gerade mal um 9 Sekunden. LGE-Neuzugang Christian Dirscherl musste seiner Müdigkeit nach einer Auslands-Geschäftsreise Tribut zollen, kämpfte dennoch aufopferungsvoll und wurde in einem sehr starken Teilnehmerfeld mit Platz 12 belohnt. Zusammen mit Björn Day, der mit einer ebenfalls starken Leistung und Platz 19 etliche höher eingeschätzte Athleten hinter sich lassen konnte, wurde der Mannschaftserfolg perfekt gemacht. Auf dem Weg zu den in fünf Wochen stattfindenden Deutschen Halbmarathonmeisterschaften liegt das Team damit voll im Soll. [jk - tl]


Joseph im Schlamm


Christian am "Cross-Abschnitt"

01.02.09: Eckental, Mittelfränkische Cross-Meisterschaft (ca. 6 km)
Nach mehreren Jahren recht langweiligem Sportplatz-Umrunden in Veitsbronn fand die Cross-Meisterschaft heuer in Eckental-Forth statt. Leider waren auch dort wie überall einige Waldwege vereist, so dass der sehr rührige Veranstalter die Streckenführung kurzfristig ändern musste. Um nicht aus der Übung zu kommen, wurde auch jetzt erst einmal um den Sportplatz gelaufen, bevor es auf vier Runden durch den Wald ging. Die Wege hatten viele Kurven und waren z.T. schmal, aber völlig eisfrei und sehr gut zu laufen. Durch die Überquerung eines Baches kam sogar etwas Cross-Charakter auf. Die angegebenen 6,35 km waren es aber sicherlich nicht.
Obwohl einige Athleten krankheitsbedingt nicht laufen konnten, war doch ein starkes Feld am Start. Neuzugang Christian Dirscherl dominierte den Hauptlauf von Anfang an und hielt die Verfolger, die meist aus Roth kamen, auf Distanz. Mit 8 Sekunden Vorsprung lief er locker ins Ziel. Die LGEler Hans Joachim Herrmann (1. M 45) und Björn Day liefen ebenfalls beide sehr stark und kamen als 6. bzw. 8. ins Ziel. Trotzdem konnten sie die Dominanz der Rother nicht durchbrechen und belegten in der Mannschaftswertung den 2. Platz. Michael Krug (2. M 45), Marc Poncette (2. M 35) und Helmut Mayer vervollständigten das LGE-Team. Bei der recht zügig durchgeführten Siegerehrung kamen alle irgendwann aufs Treppchen, da auch die M40/45-Mannschaft (Herrmann, Krug, Mayer) den Vizetitel geholt hatte. [Mi]
Impressionen vom Lauf im Video ["hohe Qualität" einstellen!] der Fourrunners (an dieser Stelle einmal Danke dafür!!); weitere Fotos in Fotoalbum

06.01.09: Kersbach, BLV-Cup-Lauf (12 km)
Am Dreikönigstag präsentierte sich der Kersbacher 3-km-Rundkurs bei ca. - 4° C winterlich. Aber es war nicht der Feldweg, dessen Belag Schwierigkeiten bereitete, sondern die nicht geräumte Seitenstraße mit Start/Ziel am Vereinsheim. Auf diesem Anstieg musste man noch den mehligen Schnee durchpflügen. Als Entschädigung wärmte die Sonne, besonders zwischen Ortsausgang und Feldweg bei Rückenwind (nördliche Ost-West-Passage).
10 Läufer und eine Läuferin der LGE wollten gemäß Wettkampfplan bzw. Voranmeldung starten, aber leider waren es dann nur 4 Läufer, die hinsichtlich Mannschaftswertung in die Röhre schauten. Da es vorher nur zwei Absagen (aus gesundheitlichen Gründen) gab, hatten wir auch nicht versucht, noch einen fünften Mann zu finden. Wofür treiben wir eigentlich den Aufwand mit der Wettkampfliste?

Wieder mit einer glänzenden Vorstellung überraschte M45er Hans Joachim Herrmann die junge Burgebracher Konkurrenz im Spitzenfeld. Hinter dem Führenden hielt er sich gut in der Verfolgergruppe und hatte manchmal sogar das Gefühl, dass das Tempo etwas zu langsam war. Als er es jedoch forcierte, verschärfte auch der Führende. Einen Gegenangriff aus der Gruppe konnte Joachim gut parieren und 400m vor dem Ziel einen Schluss-Spurt ansetzen, der ihm den 2. Gesamtplatz sicherte. Mit 3 Minuten Vorsprung war das auch der Sieg der  M45, in der sich Michael Krug über den dritten Platz freute und dabei nur 9 Sekunden hinter dem Zweiten lag. Ähnlich erging es John Stackmann in der M55, wobei er Platz zwei mit Pech verfehlte. Der wäre nämlich drin gewesen, wenn ihn nicht ein unachtsamer Läufer nach der ersten Runde durch einen leichten Tritt in die Beine zu Fall gebracht hätte. [John]
Fotos von Jörg Fiedler
2 Videos bei den Fourrunners

John als "Pacemaker"

28.12.08: Frankfurt/M. und Saarbrücken: Silvesterläufe
Einige Athleten der LGE leben bei Frost wohl erst richtig auf und erreichten bei Silvesterläufen Top-Ergebnisse:
Joseph Katib schaffte in Frankfurt/M. den 3. Gesamtplatz und verbesserte mit seiner Nettozeit den Erlanger Stadtrekord über 10 km um eine Sekunde (31:04 min). Glückwunsch!!!
Joachim Herrmann nahm nach 17jähriger Abstinenz wieder am Saarbrücker Silvesterlauf teil, diesmal aber im Trikot der LGE. Hier seine Eindrücke:
Auf der sehr anspruchsvollen 10km-Runde, die meist im Wald verlief und drei schöne Anstiege aufwies, waren insgesamt ca. 160 Höhenmeter zu bewältigen. Die Besetzung war international mit einer großen Gruppe aus Ostafrika und zahlreichen Franzosen; genau 1111 Athleten finishten. Ich war gut drauf und durfte die gesamte Strecke in Damenbegleitung laufen (2 Läuferinnen aus Kenia, eine aus Äthiopien), was mich mächtig motiviert hat! Bergab haben die Ostafrikanerinnen geknallt, was das Zeug hielt, einfach unglaublich! Auf dem letzten Kilometer ging dann noch mal die Post ab, und ich konnte mich mit der Äthiopierin aus einer 5er Gruppe etwas lösen. Auf den letzten 80 m im Stadion haben die Äthiopierin und ich noch mal mächtig gespurtet [gar nicht gentlemanlike! (Mi)]. Sie war dann 5 Hundertstel vor mir und gewann die Frauenwertung in 34:40,71 min und ich die M45 mit 3 s Vorsprung in 34:40,76 min. Insgesamt wurde ich 15. Vom Erlebnis war es ein toller Lauf und mit der Zeit bin ich angesichts der schweren Strecke sehr zufrieden. [Mi]



Joachim konzentriert auf dem Weg zum Vizetitel

13.12.08: Ingolstadt, BLV-Crossmeisterschaft
Nachdem der Frühjahrssturm die bayerischen Crosslaufmeisterschaften in Ingolstadt unmöglich gemacht hatte, fand nun der Nachholtermin statt, zugleich die Generalprobe für den DLV-Cross 2009 an gleicher Stelle. Der Schneefall in den Tagen zuvor sorgte für sehr anspruchsvolle Titelkämpfe. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt machten den Boden weich und rutschig. Tiefer Boden, ständige Rhythmuswechsel durch 3 kurze Anstiege und Senken, enge Kurven und 3 Hindernisse pro 1000m-Runde kosteten viel Kraft. Schlechte Voraussetzungen für Bahn- und Straßenläufer - ein Eldorado für Cross-Spezialisten!
Die LGE war mit vier Läufern vertreten, von denen Joachim Herrmann am erfolgreichsten war: Im Rennen der M40/45 über 6,1 km lief er sehr kontrolliert mit. Nach drei Runden war er an der Spitzengruppe dran, musste aber nach einer Tempoverschärfung in der vierten Runde wieder abreißen lassen. Das so entstandene Loch ließ sich auch im Schlussspurt nicht mehr zulaufen. So wurde Joachim Sechster dieses Laufes und mit 3 s Rückstand Vizemeister der M 45 hinter Reinmund Hobmaier aus Rosenheim. Seine Silbermedaille ist die erste bayerische Cross-Medaille für die LGE seit zwei Jahren!
 Joseph Katib hatte über die Männer-Langstrecke (8,1 km) mit Platz 5 geliebäugelt, musste diese Hoffnung aber schon weit vor der Hälfte des Rennens im tiefen Boden und vor allem an den Hindernissen begraben. Zusammen mit Björn Day, der sehr offensiv anging, und Marc Poncette belegte die Mannschaft den vierten Platz. [Kiefner/Mi]


06.12.08: Forchheim, Nikolauslauf (10 km)
Das Wetter kam genauso schlimm wie vorhergesagt, denn pünktlich zum Start ging der leichte Regen in massive Schauer über – und das bei 5° C. Dadurch verwandelte sich der Matsch auf den Parkwegen schnell in eine regelrechte bräunliche Wasser-Matsch-Bahn mit aneinander gereihten Riesenpfützen, die sich auch auf den Asphaltpassagen fortsetzten. Mit der triefenden, kalten Kleidung hatte jeder seinen persönlichen Kühlschrank dabei. Aber jeder Teilnehmer musste damit auf den vier Runden kämpfen, auch die sechs LGE-Athleten, die sich dabei wieder gut in Szene setzten:
Locker vornweg lief Joseph Katib alleine zum Gesamtsieg und deutete damit genauso wie Joachim Herrmann, der insgesamt Sechster wurde, eine gute Form für die bevorstehende Bayerische Crossmeisterschaft an. Hinter Joachim, der ganz überlegen die M45 gewann, kam Jörg Fiedler mit respektvollem Abstand auf den 2. Platz der AK. Viel knapper ging es in der M55 zu, in der John Stackmann nur mit 13 Sekunden Vorsprung vor Karl Mistelberger gewann. Sie hatten 3 Runden gut zusammengearbeitet, bis Karl ab der Schlussrunde nicht mehr ganz mithalten konnte. Die Erlanger waren so überlegen, dass sie auch ohne Joseph den Mannschaftssieg errungen hätten. Dazu trug auch Veit Riedlberger mit seiner neuen 10-km-Bestzeit bei, was ihn etwas für den 5. Platz in der M30 entschädigte. [John]

08.11.08: Zeil/M., Waldmarathon
Bei bestem Laufwetter erlief sich Elke Czermin über die volle Distanz den dritten Platz in 3:50,25 Stunden - wegen der vielen Anstiege eine gute Leistung! Leider kamen die ersten beiden Frauen ebenfalls aus der ihrer Klasse, weswegen sie sich in der W 45 auch mit dem dritten Platz begnügen musste.
Über die halbe Strecke lief Karl Mistelberger ein gutes Rennen und wurde  in der M 55 Zweiter. Dabei hatte er nur gegen den vier Jahre jüngeren Senioren-Klasseläufer Hans Heidelberger aus Fürth mit 40 Sekunden das Nachsehen. Annette Schütz wurde beim Halbmarathon der Frauen Siebente und verpasste als Vierte der WHK knapp das Podest. [Ku]

25.10.08: Schwäbisch Gmünd, Albmarathon (50km, ca. 1070 Hm)
Karl Mistelberger erzielte kurz vor seinem 59. Geburtstag bei einem der schwierigsten Marathons in Deutschland den 43. Gesamtplatz unter insgesamt 563 Finishern und einen überlegenen AK-Sieg in der mit 46 Finishern zahlenmäßig wie immer stark besetzten M55. Sein Vorsprung auf den 3 Jahre jüngeren Zweitplazierten betrug knapp 15 Minuten. Karl freut sich besonders über die Gesamtzeit von 4:08:04 h, die nicht nur das beste Ergebnis aus den insgesamt 5 Teilnahmen in der M55 darstellt, sondern auch eine Verbesserung von mehr als drei Minuten gegenüber der bisherigen Bestleistung in der AK aus dem Vorjahr. Für Karl kam dieser deutliche Erfolg ziemlich überraschend. Das Jahr hatte zwar viel versprechend begonnen (Halbmarathon in Bad Füssing), jedoch zwangen ihn eine vier Wochen andauernde Bronchitis sowie sich daran anschließende Gelenkprobleme zu einer sechsmonatigen Wettkampfpause. Er überbrückte den Sommer mit Alternativtraining beim Deutschen Alpenverein, um zu regenerieren und die Form zu erhalten. Daran schloss sich im September ein kurzes Intensivtraining in der Laufgruppe von Rieke Mayer-Tancic an, das im Oktober mit zwei gemeinsamen Rennen in Zeil am Main (11km) und dem Lauf rund um den Wolfgangsee (27km, sechs Tage vor Schwäbisch Gmünd) abgeschlossen wurde. Karl dankt Rieke für die Motivation ganz besonders! [Karl]


Karl mit Berg-Hund


das LGE-Team in der Erlanger Partnerstadt
[Foto mit freundlicher Genehmigung des Veranstalters; s. auch www.kernberglauf.de]

18.10.08: Jena, Kernberglauf
Der Kernberglauf in Jena ist einer der drei größten traditionellen Landschaftsläufe in den neuen Bundesländern. Die sehr schönen, aber auch sehr anspruchsvollen Rundkurse über 15 km und 27 km verlangten den Teilnehmern bei der 32. Auflage der Veranstaltung viel ab: nicht enden wollende Anstiege auf die Kernberge, sehr schmale Lauftrails mit verwurzelten und steil abschüssigen Passagen auf rutschigem Laub und im Schlussteil sehr weiche und unebene Querfeldein-Abschnitte, sozusagen „über den Acker geschickt“.
Das sechsköpfige LGE-Laufteam, das mit vier SGSlern über 15 km und zwei TVlern über 27 km antrat,  behauptete sich trotzdem in Erlangens Partnerstadt gegen die starke Konkurrenz, obwohl es nicht bei allen nach Wunsch lief. Die Erlanger hatten den Gewinn der Mannschaftswertung und den Gesamtsieg mit Joseph Katib im Visier, aber schon vor dem Start waren die Chancen für die Mannschaft stark gesunken: Sowohl Elke Czermin als auch Oliver Haensell litten unter Erkältungen, liefen aber dennoch für die Mannschaft!

Besonders Olli hatte mit dem frischen Infekt zu kämpfen und bestritt deshalb seinen 15-km-Lauf  kontrolliert mit Pulsmesser. Elke zeigte sich dagegen kaum geschwächt und erlief sich in der W45 den zweiten Platz über 27 km. In der 15-km-Spitzengruppe lief Joseph zwar (verhalten) mit, aber ließ bergab gleich abreißen und ging sogar auf den steil abschüssigen Rutschpassagen. Dadurch lief Joachim Herrmann, der sein Rennen wieder einmal ausgezeichnet eingeteilt hatte, auf ihn auf. Erst im Schlussteil konnte sich Joseph noch etwas von ihm absetzen. Sie kamen als insgesamt Vierter und Fünfter ins Ziel, was Joachim den überlegenen AK-Sieg (M45) und Joseph den 3. Rang der M20 einbrachte. John Stackmann holte mit einer seiner besten Saisonleistungen für die LGE den zweiten AK-Sieg (M55) über 15 km.
Den Mannschaftsplatz sicherten Peter Heßler mit AK-Rang 7 (M50) über 27 km und Olli mit Rang 9 (M40) ab. Bei Punktgleichheit mit zwei anderen Vereinen gewann das LGE-Team den dritten Platz durch die besseren AK-Platzierungen von Joachim, John und Elke. [John]


die strahlenden Sieger in ihren neuen Jacken

BLV-Laufcup 2008: Neuhaus/Aisch - Zeil/Main
Sensationell: fünfmal Platz 1 für die LGE beim diesjährigen Laufcup des Bayerischen Leichtathletikverbands (BLV): Annette Schütz (WHK), Jörg Fiedler (M45), Michael Krug (M40), John Stackmann (M55) und Marco Volland (M30) hatten sich bei der bayernweiten Laufserie mit 10 Veranstaltungen gegen ihre AK-Konkurrenten klar durchgesetzt. So erfolgreich waren die Erlanger seit dem Anfang dieser "BLV-Serienmeisterschaft für Altersklassen" in der Mitte der 1980er Jahre noch nie gewesen, erinnerte sich John. Er hatte als erster den diesjährigen Seriensieg bereits vorzeitig perfekt gemacht und reiste mit Michael und Marco, denen das ebenfalls gelang, nur zur Siegerehrung und nicht zum Laufen zur Abschluss-Veranstaltung nach Zeil am Main. Annette und Jörg, der sich als Newcomer dieses Jahr am meisten steigerte, machten ihre Siege dann bei diesem abschließenden Abt-Degen-Lauf in Zeil klar. Der BLV ließ sich bei den Preisen nicht lumpen und überreichte den Siegern jeweils einen Hotel-Gutschein für ein Sportwochenende im Bayerischen Wald im Januar 2009. Dies wird eines der ersten Wiedersehen im neuen Jahr mit den vertrauten Gesichtern der teils langjährigen Sportfreunde, auf das sich nicht nur die Erlanger freuen können. [John]

11.10.08: Zeil/Main, BLV-Cup-Lauf (11 km)
Beim 13. Abt-Degen-Lauf in Zeil am Main gelangen den LGElern zwei Altersklassensiege durch Annette Schütz (WHK) sowie Karl Mistelberger (M55) und ein dritter Platz durch Jörg Fiedler (M45). Annette und besonders Jörg waren in erster Linie die Platzierungen bei diesem Finale des BLV-Laufcup wichtig, wobei Jörg als Zweiter gewertet wurde. Jörg, der als Elfter der Gesamtwertung schnellster Erlanger war und die Weinberge wieder eindrucksvoll meisterte, schilderte seine Erwartungen und den Rennverlauf so:
Vor dem Lauf war klar, da kann alles nur schief gehen. Schmerzen in der Hüfte, keine Kraft in den Beinen und ein riesiges Völlegefühl im Magen. Am Start gab es keinen Zweifel mehr. Mein schärfster Konkurrent im BLV-Laufcup - nicht da! Wahrscheinlich ruht er sich beim Ironman auf Hawaii aus. Aber egal. Heute hätte er mich auch so nicht geschlagen. Die "Hügel" um Zeil kamen mir gerade recht. Von den vorherigen Schwierigkeiten war während des Laufes keine Rede mehr. Es lief gut und die Anstiege waren ein Genuss. Mehrfach fragte ich die Zuschauer nach dem berüchtigten Eselssteig. Keine Auskunft. Irgendwann dachte ich: dass muss es doch gewesen sein. Ein letzter Antritt am letzten Berg. Da vorn links geht es endlich bergab... Aber wer hat da nur das Absperrband hingemacht? Neeein! Da türmte er sich vor mir auf, der schon hinter mir geglaubte Eselssteig. Frust, Gehpause! Zum Glück trieb mich ein Mitstreiter an. Ende gut, alles gut. [John, Jörg]

04.10.08: Neudorf, Fichtelberglauf
Bei Temperaturen um 0° Celsius lief Jörg Fiedler 9,1 km den Fichtelberg, den höchsten Berg des Erzgebirges (1216 m), hinauf. Er war selbst von seinem guten Ergebnis freudig überrascht, denn im letzten Jahr hatte er noch 2,5 min mehr gebraucht. So hat sich Jörg schon bei uns gesteigert! Mit 45:38 min erreichte er im Feld der Bergspezialisten als 32. das Ziel, wurde Dritter der M 45 und bekam dafür die traditionellen Räucherkerzen als Preis. [Ku-Mi-St]
Hier seine Eindrücke:
Der Fichtelberglauf war Klasse! Am Ende war ich überrascht, dass das Ergebnis so gut war. Tolle Platzierung und tolle Zeit. Der Lauf an sich zog sich für mich quälend dahin. Hatte von Beginn an schwere Beine. Dies deutete sich aber bereits im Training an. Große Schande: an der letzten Rampe musste ich gar mehrfache Gehpausen einlegen. Eigentlich wollte ich dies vermeiden. Wettermäßig waren ja Zugspitzverhältnisse. An die 0 Grad, gefühlte minus 5 Grad. Eigentlich war Schnee angekündigt. Kam mir wie ein Exot vor: Der Einzige in kurzen Klamotten, der Rest mit langen Hosen bzw. Shirts, Mützen und Handschuhen. [Jörg]

03.10.08: Bad Rodach, Marathon
Am Tag der deutschen Einheit findet alljährlich ein Marathon über die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen Oberfranken und Thüringen statt. Auf der überwiegend flachen, aber nicht schnellen Strecke wählte Annette Schütz den Wettbewerb über 21,1 km. Es lief so gut bei ihr, dass sie unter 30 Läuferinnen im Ziel mit 1:34,22 h einen ungefährdeten Gesamtsieg erreichen konnte und sich nicht mit dem Sieg der Frauen-Hauptklasse alleine begnügen musste. [Ku]

27.09.08: Leinfelden, Senioren Bundesländerkampf
Beim Senioren-Länderkampf der Klassen M/W30/35 und M/W40/45 in Leinfelden (Württemberg) sorgten die berufenen Athletinnen und Athleten der LG Erlangen mit tollen Leistungen und Platzierungen dafür, dass sich die Auswahlmannschaften Bayerns gut in Szene setzten. Gegen die Ländervertretungen aus Hessen, Thüringen und Württemberg hatten die Bayern in den letzten Jahren immer die rote Laterne, verpassten aber diesmal nur knapp den zweiten Rang insgesamt und bei der M40/45 holten sie sogar den Sieg. Dabei war Jean-Jacques Faurie kurzfristig mit Oliver Haensell und Joachim Herrmann mitgekommen, um bei den jüngeren Läufern der M30/35 zu starten.
Jean-Jacques und Olli zeigten über 1500 m der Konkurrenz die Hacken, wobei sich Jean-Jacques ganz überlegen den Sieg der M30/35 mit zehn Sek. Vorsprung holte. Aber er war bei weitem nicht der Älteste, denn auch die anderen Bundesländer vertrauten hier auf ihre "alten Hasen". Olli konnte sich als insgesamt zweitschnellster 1500-m-Läufer auch klar bei der M40/45 durchsetzen. Zwei Stunden nach seinem 1500-m-Triumph war Jean-Jacques über 5000 m der M30/35 zwar nicht mehr ganz so frisch, konnte aber als Vierter und bester Bayerischer Läufer überzeugen. Über 5000 m lief Joachim wieder ein tolles Rennen, in dem er als schnellster Bayer seine Saisonbestleistung auf 16:21 min schraubte und Dritter der M40/45 wurde. Olli und Jean-Jacques sammelten mit ihren weiteren Starts über 400m und bei der Olympischen Staffel (Olli) noch wichtige Punkte für die Bayerischen Auswahl-Teams. [John]

21.09.08: Erding, BLV-Meisterschaft 10 km
Das Trio der LGE kam bei den Bayerischen 10-km-Meisterschaften in Erding zu ausgezeichneten Ergebnissen. Joseph Katib und Joachim Herrmann zeigten auf der 2,5 km langen Stadtrunde, die mit ihren Ecken und versteckten Anstiegen schwer zu laufen war, beide ihre Klasse und kamen auf das Siegerpodest. Dabei bewies Joseph erneut, dass er auch auf der 10-km-Distanz zur absoluten bayerischen Spitze gehört. Eigentlich hatte er gegen den bärenstarken Regensburger Crossläufer Philipp Pflieger, der der DLV-Junioren-Nationalmannschaft angehört, wenig Chancen. Trotzdem ging er aber zusammen mit dem Friedberger Johannes Hillebrand das hohe Anfangstempo von Philipp bis km 6 mit. Bei km 8 setzte sich zwar auch Johannes durch eine Tempoverschärfung ab, aber Joseph konnte sein Tempo halten und den dritten Platz der Gesamtwertung erfolgreich verteidigen.
Auch Joachim war bis zur Hälfte des Rennens an seinem AK-Konkurrenten dran, musste aber dann dieser Anstrengung Tribut zollen. In der letzten 2,5-km-Runde kam er wieder in seinen Rhythmus und konnte dadurch den zweiten Platz in der M45 ganz souverän behaupten. Marc war extra wegen der Mannschaft mit nach Erding gekommen - und das hat sich gelohnt. Zwar schaffte das LGE-Team keinen Podestplatz, aber Rang fünf kann sich bei der starken bayerischen Konkurrenz mit über 30 Mannschaften durchaus sehen lassen. [John]

20.09.08: Weisendorf, Hochstraßenlauf (9 km)
Nur noch das wärmende Lächeln der Sonne hat gefehlt bei diesem hügeligen schönen Landschaftslauf, der zum größten Teil auf Naturwegen und dem historischen Handelsweg Hochstraße (zwischen Amberg und Kitzingen) verläuft. Auf deren inzwischen stark verwurzelten Waldpassagen waren wieder gute Koordination und Trittsicherheit gefragt und auch der richtige Rhythmus, um diese anspruchsvolle 9-km-Strecke zu meistern. John Stackmann ging auf dem ersten flachen Kilometer verhalten an, um die folgenden Anstiege hochfrequent bei gleichem Tempo zu nehmen und dann auf der eigentlichen Hochstraße noch kraftvoll zu "rollen". Von weitem durch Josef Freudenberger (TSV Höchstadt) gezogen, konnte sich John bis zum Schwanenweiher (km 7) auf den 8. Platz vorarbeiten, den er bis ins Ziel verteidigte. Der ungefährdete AK-Sieg in der M55 war sein zehnter dieser Saison. (und noch ein Anlass für unsere LGE-Fete am 26.9.!) [John]

14.09.08: Memmingen, BLV-Cuplauf (5,82 km)
Die lange Anfahrt nahm Jörg Fiedler in Kauf, um seine Führung in der Cup-Wertung abzusichern. Zwar war sein schärfster Widersacher (doch) nicht anwesend, aber dafür etliche gute Läufer aus der Memminger Region. Jörg rannte die Strecke in beachtlichen 20 min glatt, fühlte sich dabei aber beengt, hin- und hergeschoben, also ausgebremst bei den vielen Teilnehmern (und Überrundungen) auf dem kurzen Stadt-Rundkurs (< 1 km). Nur wenige Sekunden hinter seinen AK-Konkurrenten landete er nur auf dem 4. Rang der BLV-Wertung und hat damit leider sein Streichergebnis (außer Spesen nix gewesen). Ein Lob, dass er im Nachhinein aus berufenem Munde bekam, mag ihn etwas trösten: "Da habt ihr wieder einen starken AK-Läufer mit Potenzial!" [John]



das siegreiche Team (mit 50 Liter Bier in Stéphanes Händen)

auf dem M45-Podest ging es eng zu

13.09.08: Erlangen, Mönau-Lauf (10 km)
Beim Traditionslauf im sonnigen, aber kühlen Erlanger Westen präsentierte sich die LGE mit einem kleinen, aber erfolgreichen Team. Sie glänzte besonders durch den Gesamtsieg von Thomas Drechsler und den erneuten Sieg der Mannschaft (Thomas, Michael Krug, Stéphane Reinhardt und Annette Schütz) nach dem Team-Erfolg beim Herzogenauracher City-Nachtlauf.
Da die Triathleten des TV48 heuer keine Mannschaft an den Start brachten, fiel der Sieg gegen FSV Großenseebach sehr deutlich aus. Thomas dagegen musste mehr kämpfen, weil er die ganze Zeit einen Verfolger im Nacken spürte. Der knappe Vorsprung, den er schon in der Anfangsphase des Rennens herausgelaufen hatte, schmolz immer mehr dahin, aber er konnte ihn mit 11 Sek. vor dem 19 Jahre jüngeren Münchner Jan Müller noch ins Ziel retten.
Bei der Siegerehrung der M45 gab es ein seltenes Bild, denn neben Thomas blieb der Podestplatz für den Dritten leer. Als gemeinsame Zweite dieser AK hatten nämlich Josef Krauthöfer und der Herzogenauracher Klaus Schuwirth zeitgleich in den zwei Zielkanälen gefinisht. Den zweiten AK-Sieg holte John Stackmann in der M55. Dabei zeigte er sich dank der Massagekünste des SZ-Gesundheitsparks wieder deutlich verbessert gegenüber dem City-Nachtlauf. Viel mehr als der AK-Sieg erfreute John die Würdigung durch den Veranstalter: als "Legende auf der Laufstrecke" durfte er 21 Jahre, nachdem er bei der Premiere Gesamtzweiter wurde, mit der besonderen Startnummer 6 finishen. Den AK-Sieg dagegen knapp verpasst hatte Michael als Zweiter der M40. Müde von den Wettkämpfen der beiden letzten Wochenenden ging er den Lauf zu verhalten an und ahnte nicht, dass der in Reichweite vor ihm liegende Konkurrent schon seiner AK angehörte. Stéphane lief sogar neue 10km-Bestzeit (!) und erreichte ebenfalls zeitgleich mit dem Großenseebacher Stephan Hassold den 3. Platz in der MHK. Ein besonderer Dank gilt Annette, die sich mit einer guten Leistung (6. Frau gesamt und 3. Platz der WHK) bereits 6 Tage nach ihrem Marathondebüt ganz in den Dienst der Mannschaft stellte! [John]
[weitere Fotos im Album]
Ein Zieleinlauf-Video findet sich bei den "Fourrunners".


07.09.08: Fränkische-Schweiz-Marathon
Die 9. Auflage des Fränkische-Schweiz-Marathons, die heuer auch BLV-Meisterschaft war, startete diesmal in Forchheim und führte über Ebermannstadt zur Sachsenmühle und zurück nach Ebermannstadt. Bei recht guten Bedingungen (ca. 18°C, teilweise leichter Regen, erst am Ende etwas Wind) gelang vielen LGElern der Sprung aufs Podium:
Am erfolgreichsten war Bärbel Douverne, die als Vierte der Gesamtwertung den dritten Platz in der bayerischen Wertung belegte. Dabei lag sie nur 47s über ihrer persönlichen Bestleistung! Annette Schütz debütierte über die Marathondistanz und schaffte wie Bärbel einen zweiten AK-Platz. Mit Elke Czermin (3. W 45 bei der Meisterschaft) gewannen sie die Mannschaftswertung und holten nach 2003 (Männer) wieder einen Marathon-Titel für die LGE. Marc Poncette ging es lockerer an, so dass es ihm endlich mal wieder gelang, einen Marathon durchzulaufen.
Auch in den Rahmenwettbewerben gelangen uns gute Ergebnisse: Joachim Herrmann und Veit Riedlberger belegten über 16 km den zweiten und vierten Platz und gewannen beide ihre AK. Schnellster über diese Distanz war Joseph Katib, der allerdings mit Michael Krug in der Teamwertung lief und ihm einen schönen Vorsprung mitgab, der am Ende zum dritten Platz reichte. Immerhin konnte Michael es 8 km lang genießen, als erster Läufer von den Zuschauern gefeiert zu werden ... Jörg Fiedler und Josef Krauthöfer (der die 30 km von zuhause angeradelt kam!!) belegten Platz 11. Als Drittplatzierte wurden Marion Worms und Björn Day in der Mixed-Wertung geehrt. [Mi]


das LGE-Team in Ebermannstadt (es fehlen: Carmen, Gertrud, Helmut, Jörg, Josef Krauthöfer, Reinhold, Veit und Michaels Kopf [das tat weh, Peter!!!])


Erlanger Männer dominieren das 45er-Podest

das siegreiche LGE-Team

30.08.08: Herzogenaurach, BLV-Cup-Lauf (7,8 km)
Der prestigeträchtige und stark besetzte Herzogenauracher City-Nachtlauf mit Wertung zum BLV-Laufcup war ein großer Erfolg für die Läufer der LG Erlangen, und zwar in mehrfacher Hinsicht:
Schnellster Läufer war Joseph Katib, der sich als Gesamtsieger neben Thomas Drechsler, Joachim Herrmann, Björn Day und Michael Krug auch in die siegreiche LGE-Mannschaft einbrachte (der erste LGE-Team-Sieg bei diesem Lauf!!). Joseph ließ sich an zweiter Stelle liegend bis zur letzten Runde ziehen, ehe er dann mit einer Tempoerhöhung leicht aufschloss.
Nach zwei Jahren Wettkampfpause meldete sich „Altmeister“ Thomas eindrucksvoll als Sechster der Gesamtwertung und Sieger der M45 zurück. Problemlos lief er in der Verfolgergruppe mit den 20 Jahre jüngeren Topläufern mit. Joachim machte das sehr hohe Tempo der Spitzengruppe nicht mit, sondern lief taktisch klug hinter ihr und sammelte peu à peu die schwächer Werdenden auf. Am Ende schaffte er den hervorragenden achten Platz. Neben Joseph und Thomas sicherte sich auch Michael einen AK-Sieg (M40).
Den Ton gaben die Erlanger besonders in der M45 an, wo sie mit Thomas, Joachim und Jörg Fiedler das Siegertreppchen ganz in der Hand hatten. Josef Krauthöfer wurde hier Fünfter. Jörg kämpfte wieder gegen starke Konkurrenz in seiner AK und kam mit dem dritten Platz und 18 Laufcup-Punkten dem angestrebten Sieg in der Cupwertung einen Schritt näher. Nur gegen die zwei AK-Spitzenläufer aus den eigenen Reihen hatte er keine Chance. Aber bekanntermaßen belebt auch die Konkurrenz in den eigenen Reihen das Geschäft ...
Auch Punkte in der Cupwertung sammelten Annette Schütz in der WHK und John Stackmann in der M55 jeweils mit einem zweiten Platz, obwohl John verletzungsbedingt eine schwache Leistung zeigte. In der Wertung zum BLV-Laufcup stehen die ersten Plätze von Annette, John, Marco (obwohl nicht gestartet) und Michael jetzt schon fest, nur Jörg muss weiter kämpfen ...  [John]


24.08.2008: Nürnberg, 12. Finish-Line Herbstlauf
Auf der schnellen, da flachen Waldstrecke am Nürnberger Tiergarten war Stéphane Reinhardt als 14. gesamt mit 37:09 min. für 10 km zwar der schnellste LGEler, aber diese gute Leistung reichte dennoch nicht fürs Treppchen, sondern nur zu Rang 6 in der MHK. Über eine Minute langsamer, aber in seiner Klasse M30 erfolgreicher war Marco Volland mit Rang drei. Gertrud Härer wählte nach längerer Wettkampfpause als Vorbereitung zum FS-Marathon die 10-km-Distanz zum Tempotest, der durchaus gelang: 7. Gesamtplatz der Frauen und 2. Rang in der W45. Bärbel Douverne entschied sich dagegen mit dem Halbmarathon für die klassische Vorbereitung zum FS-Marathon und konnte sich trotz Verletzungsproblemen über eine neue Bestzeit freuen. Die 1:31:34 h brachten ihr Gesamtplatz 6 in der Frauenwertung und den Sieg in der W40 ein. Axel Berndt wagte sich auch an die 21,1 km, die er genau mit einer Geschwindigkeit von 15 km pro Stunde abspulte. Leider verpasste er damit als 4. der M30 knapp das Siegertreppchen. [John]

 

23.08.2008: Gefrees, Ölschnitztallauf
Zwei LGEler starteten beim Halbmarathon in Gefrees:
Annette Schütz bestätigte wieder einmal, dass sie eine Spitzenläuferin ist. Mit 1:46:10 h ließ sie fast alle der 41 Frauen, die das Ziel erreichten, hinter sich. Nur gegen die Lokalmatadorin Julia Skutschik hatte sie keine Chance. Leider gab es keine Altersklassenwertung - in der WHK wäre sie klare Siegerin gewesen.
Veit Riedlberger kam auf der hügeligen Waldstrecke unter 232 Startern auf Platz 12 in 1:28:51 h. In der M 30 hätte er damit den zweiten Platz belegt. Diese gute Leistung kam zustande, weil er sich aus Respekt vor der Strecke diesmal sein Rennen gut einteilte. Nach der Hälfte des Rennens lag er noch auf Platz 16 und arbeitete sich dann auf den langen Anstiegen weiter nach vorne. [Ku]

 

09.08.08: Dachau, 7. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Der BLV-Cuplauf auf der schnellen (vermessenen!) Dachauer Strecke fing verheißungsvoll an für John Stackmann, der bei guten Bedingungen (trocken, 20 °C, aber schwül) sein sechstes Rennen dieser Serie bestritt. Mit einer für ihn sehr schnellen ersten Hälfte war er schon klar unter seiner Marschtabelle und eine Endzeit unter 39 min. schien durchaus im Bereich des Möglichen, aber bei km 6 kam unerwartet früh der Einbruch. Mit der für ihn gestoppten Zeit von 39:23 min. war John zwar zufrieden, doch es hatte für ihn nur zum 4. Platz in seiner AK M55 gereicht - so zeigten sich die Grenzen seines reduzierten Trainings bei starker Konkurrenz! In der Serienwertung liegt er dafür uneinholbar in Führung. [John]

John: bereits nach 5 km gezeichnet

03.08.08: Neustadt/Waldnaab, Läufermeeting
Beim traditionell sehr stark besetzten Neustädter Läufermeeting startete Oliver Haensell über 1500m zu seinem (Bahn-)Saisonabschluss. Olli war mit seinem Lauf diesmal nicht zufrieden, da er sein Potenzial nicht ausreizte. Gerade im Mittelteil seines Rennens verlor er wertvolle Sekunden und den Anschluss zur (durchwegs jüngeren) Konkurrenz. Schließlich erzielte er 4:21,08 min. [John]


02.08.08: Markt Indersdorf: 6. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Kurz entschlossen gingen einige Erlanger BLV-Cup-Läufer auf Punktejagd im Niederbayerischen Markt Indersdorf und waren dabei sehr erfolgreich. Sie mussten sich an dem Samstag Nachmittag vor allem mit der sommerlichen Hitze auseinandersetzen, die für langsamere Laufzeiten sorgte. Durch seinen ersten Sieg bei einem BLV-Cup-Lauf in der M45 konnte sich Jörg Fiedler die Führung in der Serienwertung zurück erkämpfen, wobei er seinen Konkurrenten wiederum um 1,5 min distanzierte. Zwar nicht den obersten Platz auf dem Podest aber erstmals die volle Punktzahl für die Serienwertung erreichte Marco Volland. Auch Annette Schütz ließ mit ihrem klaren Sieg in der Frauenhauptklasse "nichts anbrennen". Damit liegen sie jetzt alle drei in der bayerischen Cup-Wertung in Führung. Helmut Mayer erreichte mit dem 7. Rang in der AK M45 seine beste Platzierung in der Serie. [John]
 

30.07.08: Hirschaid, Abendsportfest
Beim traditionellen Hirschaider Abendsportfest kurz vor den Sommerferien zeigten die LGE Starter noch einmal gute Leistungen:
Zuerst starteten Karl Georg Spitz und Oliver Haensell über die 800m, die mit sehr starken Läufern besetzt war. Es gelang Olli, bis 500m an Karl Georg dranzubleiben. Dann zog Karl Georg wieder unwiderstehlich davon, so dass Olli sich die letzten 300m allein durchbeißen musste. Am Ende wurden für ihn hervorragende 2:05,69 min gestoppt, die für ihn Saison-Bestzeit bedeuten. Karl Georg erzielte 2:01,88 min.
Weniger Glück mit dem Startfeld hatte Hans Joachim Herrmann über die 5000m. Er hatte auf schnelle Konkurrenz gehofft, um ca. 16:20 min laufen zu können. Schon nach der Hälfte der Distanz lief er jedoch mutterseelenallein an der Spitze und bemühte sich, das Tempo trotzdem hochzuhalten (nicht leicht bei der schwülen Luft!). Wie bei den letzten Rennen legte er am Ende noch eine schnelle Schlussrunde hin und kam nach 16:34,86 min ins Ziel. [Mi]


26.07.08: Bad Staffelstein, Altstadtlauf (10 km)
Bei hochsommerlichen Temperaturen, schwüler Witterung und wenig Schatten, jedoch guter Stimmung in der Staffelsteiner Innenstadt sahen die vielen Zuschauer im Rahmen des Altstadtfestes ein spannendes Rennen, das im Schluss-Spurt der bereits 47jährige Stephan Bayer aus Mengersgereuth in für diese Verhältnisse hervorragenden 34:28 min für sich entschied und damit die jüngere Konkurrenz hinter sich ließ.
Die zwei Teilnehmer der LG Erlangen waren mit ihren Ergebnissen bei diesen Bedingungen sehr zufrieden: Annette Schütz siegte in der Frauen-Hauptklasse als Gesamtzweite bei den Frauen hinter der erst 17jährigen Martina Dotterweich, die von ihrem Vater Werner unterstützend begleitet wurde.
Josef Krauthöfer, der nach seiner Verletzung nach drei Monaten mal wieder an den Start ging und den Lauf als Test ansah, lief die vier Runden beschwerdefrei und relativ konstant durch. Dabei kam er noch auf Gesamtplatz 29 und damit auf Platz sechs seiner AK M45. [Josef]


das siegreiche LGE-Männerteam (diesmal gab es statt Bier eine Torte ...)

19.07.08: Ammerthal: BLV-Cup-Lauf (10 km)
Für die gute Stimmung der LGE-Athleten nach dem 20. Tölpellauf in Ammerthal hatten der Mannschaftssieg bei den Männern und ihre guten Platzierungen gesorgt, denn bis auf Helmut Mayer, der in der M45 auf den 16. Platz kam, durften bei der Siegerehrung alle aufs Treppchen.
Im überschaubaren Teilnehmerfeld dieses Jubiläumslaufes in der Oberpfalz ging es für die Erlanger Athleten vor allem darum, Bayerncup-Punkte zu sammeln. Sie mussten sich jedoch vorher mit einer schwer zu laufenden Strecke auseinandersetzen, auf der es überwiegend auf weichen Waldwegen an steilen „Rampen“ ständig auf und ab ging. Am besten kam mit den Bedingungen am Samstagabend Michael Krug zurecht, der zwar nur den dritten Platz in der M40 belegen konnte, aber die Laufserie weiterhin klar anführt. Einen Rang besser schnitt Jörg Fiedler in der M45 ab und schloss damit in der Serienwertung fast zum Führenden auf, den er diesmal um 1,5 min distanzieren konnte. Gleich zweimal aufs Podest kletterten LGE-Läufer in der M30 mit Axel Berndt (Zweiter) und Marco Volland (Dritter). Dabei „verschenkte“ Marco ein besseres Ergebnis durch eine Gehpause an der letzten „Rampe“. Annette Schütz liegt mit ihrem Sieg in der Frauenhauptklasse jetzt allein in Führung; John Stackmann baute mit seinem vierten Sieg in der M55 seine Führung noch weiter aus. [John]

18.07.08: Iphofen: Schwanberglauf
So sind sie, die jungen Hirsche: nur 5 Tage nach dem schweren Halbmarathon in Cadolzburg wagte sich Veit Riedlberger an den Berglauf in Iphofen. Nach dem Motto „mal schauen, was die Beine noch hergeben“ rannte er (anfangs noch) euphorisch den Schwanberg hoch und bis auf Platz sieben nach vorne. Dann aber ging es zwar mit der Strecke, aber auch mit seinen Kräften abwärts, wodurch ihn einige Läufer überholten. Zumindest konnte er in den ebenen Passagen noch halbwegs sein Tempo halten und erreichte das Ziel immerhin als 16. in der Gesamtwertung unter den knapp 1000 Teilnehmern. Anschließend konnte er seinen „Frust“ beim abendlichen Weinfest „ertränken“. [John]



13.07.08: Cadolzburg: Löwenlauf (HM und 10 km)
Gleich fünf LGEler nutzten den Löwenlauf im nahen Cadolzburg als Trainingslauf für die kommenden Wettkämpfe. Dabei waren die Bedingungen alles andere als trainingsfreundlich: Dauerregen, wenige Teilnehmer und eine recht profilierte und aufgeweichte Waldstrecke.
Veit Riedlberger lief den Halbmarathon praktisch die ganze Zeit völlig allein, ohne Sichtkontakt zu anderen Läufern. Trotzdem schaffte er in 1:23,19 min den 3. Platz in der Gesamtwertung und den 2. in der AK "unter 40".
Über 10 km hatte Michael Krug mehr Glück: Er war gemeinsam mit einem Fürther Läufer unterwegs, mit dem er sich hervorragend abwechseln konnte. Am Ende reichte es zum 2. Platz und zum Sieg in der AK "über 40". Axel Berndt und das Geburtstagskind Marco Volland kamen in den Genuss einer ganzen Läufergruppe, der sich sogar noch ein fremder Hund anschloss (er gab allerdings schon nach 3 km auf ...). Sie liefen sehr kontrolliert durch und kamen als 5. und 6. ins Ziel. Helmut Mayer ließ sich von Rieke begleiten und wurde 38. der Gesamtwertung. [Mi]

12.07.08: München: Bayerische Meisterschaft
Mit einer Bronzemedaille kehrte Joseph Katib von der diesjährigen Bayerischen Leichtathletikmeisterschaft zurück. Die hatte sich der LGE-Topläufer im 5000-m-Lauf der Männer letztendlich doch mühsam erkämpfen müssen. Erst mit eineinhalbstündiger Verspätung, die sich aufgrund heftiger Regenschauer und organisatorischer Pannen ergab, konnte der Lauf gestartet werden. Joseph konnte bis 1100 m vor dem Ziel gut mit dem späteren Sieger R. Friedrich (LG Passau) mithalten. Dann wurden seine Beine müde und er musste abreißen lassen. Dies ging auf seinen verletzungsbedingten Trainingsrückstand zurück. Diese Verletzungsfolge (Zerrung der Rückenmuskulatur) hatte ihm auch schon bei der Deutschen Meisterschaft in Nürnberg zu schaffen gemacht. Joseph kämpfte also gegen die immer müder werdenden Beine an, konnte jedoch nicht verhindern, dass ihn noch ein Münchener Läufer 600 m vor dem Ziel überholte. Mit einer Zeit von 14:46,08 min konnte er aber den dritten Platz erfolgreich verteidigen. Auch Björn Day hatte sich viel mehr vorgenommen. Eine neue Bestzeit unter 15:30 min sollte es schon werden. Bis zur Hälfte des Rennens lag er auf Kurs, aber ab 3000 m war der Ofen aus. Auch ihn holten seine müden Beine und einige Konkurrenten ein und die Aussicht auf eine neue Bestzeit war dahin. Trotzdem kam für Björn mit 15:52,19 min noch ein gutes Ergebnis heraus, das nur knapp 18 Sek. über seiner Bestleistung liegt. [John]




die erfolgreiche Staffel
(Foto: TV Waldstraße Wiesbaden/Heike Schell)
29.06. u. 12.07.08: Kevelaer + Schweinfurt: DM Senioren I+II
Die Starts Erlanger Läufer bei den diesjährigen Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer und Schweinfurt wurden mit tollen Ergebnissen belohnt:
Jean-Jacques Faurie erreichte in Kevelaer über 1500m den dritten Platz in 4:09,87 min und verpasste mit 0,4 s Rückstand nur knapp den 2. Platz in der M40. Gegen den Sieger Maximilian Freund aus Wiesbaden, der auch über 800m gesiegt hatte, war er chancenlos. Der diesjährige Bayerische Meister in der AK M40 über diese Distanz, Oliver Haensell, kam dagegen nicht gut ins Rennen und landete auf dem 14. Platz.
Was im Einzelrennen versagt blieb, gelang der Staffelmannschaft der LGE im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion: Mit dem Vizemeister-Titel über 3x1000m in der M40 konnte sie das Optimum herausholen. Gegen die Sieger, die Ausnahmemannschaft der Waldstraße Wiesbaden, die mit Maximilian Freund über den wahrscheinlich weltbesten Läufer dieser Altersklasse verfügt (immerhin lief er heuer bereits 3:53 min über 1500m), hatten Oliver Haensell, Neuzugang Joachim Herrmann und Jean Jacques Faurie nie eine reelle Chance. So wurde auch der 13 Jahre alte Deutsche Rekord der Laufzwang Wippetal (7:58,92 min, immerhin mit dem berühmten Läufer Orthmann) von den Wiesbadenern mit 7:51,78 min deutlich verbessert. Die Zeit der Erlanger betrug 8:12,01 min, wobei insbesondere Oliver (ca. 2:43/44 min) und Joachim (ca. 2:47/48 min) mit ihren Leistungen überraschten. Der an einer Oberschenkelverhärtung laborierende Jean-Jacques konnte sich als Schlussläufer etwas schonen, da die dritte Mannschaft (LG Baunatal, Endzeit 8:16,81 min) schon einige Meter abgeschlagen war. Für ihn standen am Schluss ca. 2:41 min zu Buche. [Olli/John]



06.07.08: Altdorf: Halbmarathon
John Stackmann gewann auch beim Halbmarathonlauf in Altdorf in der Klasse M 55. Mit 221 Finishern war dieser traditionelle Wallensteinlauf in der herrlichen Hügellandschaft der Frankenalb um Altdorf nach zweijähriger Pause wieder ein großer Erfolg, bei dem auch überraschend viele Zuschauer die Läufer an der Strecke anfeuerten. Trotz der schon beim Start um 8 Uhr sommerlichen Temperaturen und einer Höhendifferenz von insgesamt 340 Metern gaben nur fünf Sportler vorzeitig auf (die anderen liefen zwangsläufig etwas langsamer als geplant). Seiner Stärke bewusst, hatte John zwei Ziele: die Strecke unter eineinhalb Stunden zu bewältigen und die Klasse M 55 zu gewinnen. Nach einem fast zu hohen Tempo im ersten Drittel der Strecke kamen ihm die folgenden vielen Anstiege entgegen, an denen er auch viele jüngere Läufer überholen konnte. Trotz müder Beine auf den letzten Kilometern kämpfte er sich als insgesamt 19. noch im vordersten Feld ins Ziel und erreichte mit 1:29:40 h seine Ziele. [Ku]




05.07.08: Erlangen: SGS-Sportfest (5000 m)
Im Rahmen des SGS-Sportfestes organisierte die SGS-Leichtathletik einen 5000-m-Lauf. Hierzu traten auch Gäste von der befreundeten Siemens-Sportgruppe aus Mailand an, und zwar drei Läuferinnen und drei Läufer. Leider hatte sich auf deutscher Seite keine Teilnehmerin gefunden, die bereit war zu starten. Der Termin an einem Samstag Nachmittag um 15 Uhr, die Hitze und dazu die Aussicht, auf einer Aschenbahn zu laufen, waren nicht so förderlich für gute Zeiten. Den Italienerinnen war es dann ganz recht, dass sie nicht unter Erfolgsdruck standen. Bei den Männern entwickelte sich jedoch ein spannendes Rennen
Mit taktischem Geschick hatten die Läufer aus Italien recht langsame Bestzeiten angegeben. Dabei waren sie mit Davide Scarabello, dem ehemaligen italienischen Meister im 3000m-Hindernislauf, angetreten. Der wollte es im Rennen schon von Anfang an wissen und führte über die Hälfte der Strecke das Feld zusammen mit seinem Landsmann Luigi Babusci an. Beide wollten es auch nicht zulassen, dass mal ein SGSler nach vorn geht, um "den Hasen zu spielen". So liefen Joachim Herrmann und Michael Krug lange hinterher. Nach 3000m wurde es Joachim aber zu bunt: Er ging nach vorn und verschärfte das Tempo derart, dass die Gruppe auseinander fiel. Nur Davide konnte ihm anfangs folgen, ließ dann aber auch abreißen. Joachim lief die letzte Runde noch in beachtlichen 72s und siegte in glatten 17 min. Michael blieb bis zur Schlussrunde am zweiten Italiener Luigi dran, hatte aber dessen Schlussspurt nichts entgegenzusetzen. Neu-SGSler Stéphane Reinhardt kam auf Platz fünf vor Jörg Fiedler ins Ziel. [John/Mi]




17./18.06.08: Lichtenfels + Treuchtlingen: Bahnserie (400m + 800m)
Einige LGEler haben immer noch nicht genug vom Bahnlaufen. Da aber unsere Erlanger Bahnserie vorüber ist, mussten sie etwas weiter fahren, um wieder die Spikes schnüren zu können.
Olli Haensell stürmte beim abschließenden 400m-Lauf in Lichtenfels in 58,22 s über die Stadionrunde und wurde damit Gesamtvierter sowie 1. der M40. Hoffentlich kann er seine Form bis zur Deutschen Senioren-Meisterschaft halten!
Marco Volland und Michael Krug wollten ihre 800m-Zeit von vor vier Wochen verbessern und fuhren deshalb nach Treuchtlingen. Beide schafften dieses Ziel mit 2:15,7 min bzw. 2:17,9 min. Dabei hatten sie das Glück, einen deutschen AK-Rekord live miterleben zu können: Johann Schrödel (inzwischen TSG Roth) lief 2:12,8 min und knackte damit den 22 Jahre alten Rekord der M60 (!!!). Schon vor dem Rekordlauf ließ er schöne Grüße an John ausrichten, der ihn erst vor fünf Jahren zum Bahnlaufen überredet hatte ("Mach doch mal bei unserer Bahnserie mit ..."). [Mi]




Marco und Michael, noch bei den Steigerungen
(Foto von Jörg Behrendt)



15.06.08: Fürth: Metropolmarathon
Drei vordere Plätze auf kürzeren Distanzen erreichte die LG Erlangen im Rahmen des Fürther Metropolmarathons. Die Marathonläufer taten sich dagegen schwerer.
Über 10 km erreichte Axel Berndt Platz 2 der M 30, bei der 61 Läufer ins Ziel kamen. Nachwuchsläufer Philipp Bräunlein schaffte die gleiche Platzierung bei der Jugend A.
Veit Riedlberger lief auf der nicht gerade schnellen Strecke auf der Halbmarathondistanz mit 1:19:55 h eine neue persönliche Bestzeit und wurde elfter unter 1.659 Finishern. Veit setzte sich bei km 11 an die Spitze einer 7-köpfigen Gruppe, um die 1:20 h-Marke zu knacken. Bis km 17 lag er auf Platz 7, hatte aber das Pech, dass er dabei auf einem neuen Teilstück entlang des Main-Donau-Kanals alleine gegen den Wind laufen musste. Auf den letzten Kilometern fehlte ihm die Kraft, die er am Kanal verloren hatte. Er konnte dann das Tempo nicht halten und verlor einige Plätze. Leider verpasste er dadurch als 4. der M 30 unter 143 Konkurrenten einen Platz auf dem Siegertreppchen.
Auf der Marathonstrecke setzte sich Jörg Fiedler gut in Szene und blieb noch unter 3:20 Stunden. Es hätte eigentlich noch 10 Minuten schneller sein sollen, aber der Mann mit dem Hammer traf ihn unbarmherzig bei km 39. Ein starker Oberschenkelkrampf ließ ihn schon an Aufgabe denken, aber er kämpfte sich durch - wenn auch langsamer als geplant. Sein 80. Platz unter 750 Startern kann sich durchaus sehen lassen. Fritz Forster konnte den Marathon in 4:11 h bewältigen. [Ku/John]




15.06.08: Taunusstein: 15 km
Der gute Ruf, den der Taunussteiner Waldlauf seit seiner ersten Auflage im Jahr 1988 erworben hat, lockte in diesem Jahr mehr als 700 Läuferinnen und Läufer aus dem Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus an. Knapp 400 Läufer, darunter der Erlanger John Stackmann, hatten sich für die anspruchsvolle 15-km-Mittelgebirgsstrecke mit 333 HM (Summe der Steigungen) entschieden, die sie bei idealen Witterungsbedingungen am frühen Sonntagmorgen in Angriff nahmen. Angesichts der guten und zahlreichen Konkurrenz lief John von Anfang an ein gleichmäßig hohes Tempo, das er bis zum Schluss trotz der heftigen Anstiege gut durchhalten konnte. Gerade an diesen Bergaufpassagen holte er den entscheidenden Vorsprung vor seinen 24 AK-Konkurrenten (der M55) heraus und siegte erneut in 1:02:03 h. Damit landete er in der Gesamtwertung auf dem 26. Platz und blieb sogar knapp vor der schnellsten Frau. [John]




10.06.08: Erlangen: Bahnserie III (5000 m)
Sieger des abschließenden 5.000-Meter-Laufs der Erlanger Bahnlaufserie 2008 wurden der bereits 47jährige Hans-Joachim Herrmann in 16:46,3 min und Viola Schäffer (Regensburg), die genau 18 min lief.
Die Veranstalter freuten sich wie beim 3000-m-Lauf vor einer Woche wieder über den regen Zuspruch von ca. 40 Sportlern.  Beim Lauf über 5000 m war es recht heiß, so dass einige Läufer gegen Ende einbrachen. Diesmal konnte sich mit Joachim Herrmann ein erfahrener ehemaliger Klasseläufer bei den Männern durchsetzen. Der Erlanger machte seinen Sieg erst in der letzten 400m-Runde perfekt als er sein Tempo haltend den bis dahin führenden Stefan Fuchs aus Burgebrach überholte. Für ihn ist die Siegerzeit von 16:46,3 min ein gelungener Wiedereinstieg, den er künftig bei Starts für die LG Erlangen fortsetzen will. Bei seinen drei Starts hatte er jeweils überlegen seine Klasse M45 und damit die Serienwertung gewonnen. Weiterer Erlanger Klassensieger war John Stackmann in der M 55. Für die LGE gewann neben Michael Krug in der M 40 auch Veit Riedlberger in der M 30 die Serie. [Ku/John]




08.06.08: Regensburg: BLV-Meisterschaft 3000m Hindernis
Schon seit einigen Jahren sucht der TV-Athlet Björn Day die Herausforderung in der Laufdisziplin 3000 m Hindernis. Hierbei kommt es ja nicht nur auf das Lauftempo an, sondern man braucht noch genügend Kraft, um auch die letzten Hindernisse gut zu bewältigen. Kontinuierlich hat sich Björn über Jahre verbessert und kontinuierlich hat er bei der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft in Regensburg sein Rennen gestaltet. Dies war der B-Lauf, der wie der A-Lauf international besetzt war und bei optimalen äußeren Bedingungen stattfand. Dabei entwickelte sich ein spannender Kampf zwischen vier bayerischen Läufern um den dritten Meisterschaftsplatz. Bis über die Hälfte des Rennens sah es gut aus für den Erlanger, aber dann kam ein kleiner Leistungsknick und zwei der Konkurrenten zogen etwas davon. Letztlich fehlten Björn dann nur 6,5 Sekunden auf Platz drei, aber er war dennoch sehr zufrieden. Er hatte sich im internationalen Feld gut behauptet, einen guten fünften Bayerischen Rang und mit 9:52,26 Minuten sogar einen neuen Erlanger Stadtrekord erzielt. [John]




07.06.08: Stadtsteinach: Halbmarathon
Carmen Valerius' Bericht über ihren Start-Ziel-Sieg:
Pünktlich zum Start um 15:00 Uhr hörte es  in Stadtsteinach auf zu regnen. Für uns Halbmarathonläufer galt es, eine Einführungsrunde von 2 km zu durchlaufen; anschließend ging es auf eine Wendepunktstrecke in den Wald. Ich übernahm direkt nach dem Start die Damenführung von ca. 50 Starterinnen und gab diese bis zum Ziel nicht mehr ab. Souverän habe ich nach 1:35:31 h meinen ersten Gesamtsieg über die Halbmarathondistanz mit 3min 51 sek Vorsprung vor der Zweitplatzierten gewonnen.



06.06.08: Bogen: Bayerische Senioren-Meisterschaften (1500 m)
Nachdem Denis Mietzsch verletzungsbedingt leider auf seinen Start verzichten musste, ruhten alle LGE-Hoffnungen auf Olli Haensell. Nach sehr langer Verletzungspause war es ihm gelungen, seine Form einigermaßen wieder aufzubauen und sie bei diversen Bahnläufen im Vorfeld unter Beweis zu stellen. Vor den 1500 m in Bogen fühlte sich Olli zwar gut, war sich aber sicher, dass Zeiten unter 4:20 min für ihn wohl endgültig vorbei seien.
Trotzdem lief er nach dem Start mutig das hohe Tempo im Führungstrio mit und verlor erst auf den letzten Metern den Anschluss, obwohl er 48 sek. über die letzten 300 m hinlegte. Wahrscheinlich reduzierte das Wissen, dass die beiden anderen Athleten nicht seiner Altersklasse angehörten, etwas seinen Biss. So wurde er Dritter seines Laufes, schaffte aber in 4:17,57 min. eine Superzeit und wurde mit dem bayerischen Meistertitel in der M40 belohnt ! Glückwunsch! [Mi]




03.06.08: Erlangen: Bahnserie II (3000 m)
Die Siege beim 3000m-Lauf am 2. Tag der Erlanger Bahnlaufserie gingen nach Passau und Regensburg. Bester Erlanger war der Jugendliche Karl-Georg Spitz.
Mit vierzig Läufern war das Interesse am zweiten Tag der Erlanger Bahnlaufserie groß. Auch das Wetter hielt trotz schlechter Vorhersage. Es blieb trocken und war weder heiß noch schwül, so dass einige Athleten sogar persönliche Bestleistungen schafften.
Der Passauer Dirscherl war als Sieger in 8:52,2 min nicht überraschend eine Klasse für sich. Erlangens Talent Karl-Georg Spitz konnte aber in 9:20,8 min wie über 1500 Meter erneut den zweiten Platz erreichen und die Klasse Jugend A überlegen gewinnen. Neben Spitz konnte nur Michael Krug einen Klassensieg (M40) erringen. Er holte damit nach den 1500 m seinen zweiten Erfolg.
Bei den Frauen gab es dagegen keinen Sieg für die LG Erlangen. Das lag vor allem daran, dass die Einheimischen Viola Schäffer (Siegerin Gesamtwertung und W30 in 10:31,2 min) und Ulrike Mayer-Tancic (Siegerin W40) für die LG Regensburg starteten. Als Höhepunkt und Abschluss folgt nächsten Dienstag der 5000m-Lauf.
Vor den Langstrecklern konnten Erlanger Mädchen bei den Mittelfränkischen Meisterschaften über 400 m Hürden zwei von vier Titeln sammeln. Cornelia Schindler gewann in guten 69,2 s bei der weiblichen Jugend B und Alexandra Achilles reichten 71,5 s für den Titel der Jugend A. [Ku]




23./24./31.05.08: Abenberg/Elpersheim/Aurau (4 km/HM/10 km)
Beim Burgfestlauf in Abenberg feierte Marco Volland einen Gesamtsieg auf der 4-km-Strecke. Den Grundstein legte Marco schon auf den ersten 2,5 km, die er deutlich unter 10,5 min absolvierte. Auf dem anschließenden, 1,5 km langen, steilen Anstieg hoch zur Burg konnte er seinen Vorsprung vor der Konkurrenz sogar noch auf eine Minute ausbauen. Der Gesamtsieg wurde fürstlich belohnt: Neben sieben verschiedenartigen Einzelpreisen bekam Marco noch ein Damenfahrrad als Hauptpreis überreicht. Trotzdem bleibt Marco dem Laufsport weiter treu – seine Freundin wird sich freuen ...
Jörg Fiedler startete in Elpersheim an der Tauber über die wellige Halbmarathon-Strecke. Die Strecke war abwechslungsreich, aber nicht schnell, da es die vielen kleinen Steigungen des 10-km-Rundkurses in sich hatten. Dazu kam noch die ungewohnte Wärme. Von Platz 10 nach der ersten von zwei Runden arbeitete sich Jörg noch auf den vierten Gesamtrang vor. Diese reife Leistung nützte ihm zwar nur wenig für seine Platzierung in seiner Altersklasse M45, denn da blieb ihm „nur“ der dritte Rang. Dafür waren die 1:28:49 h immerhin zwei Minuten unter seiner bisherigen Bestzeit - er war’s zufrieden.
Bei dem 12. Klosterweg-Lauf im ländlichen Aurau bei Roth erlebte John Stackmann größtenteils einen Naturwaldweg: die mit Wurzeln, Kies oder weichem Sand durchsetzten schmalen Pfade neben dem grünen Mittelstreifen waren jedoch schwer zu laufen. Zudem hatte der starke, böige Südwind die ca. 27°C warme Luft am späten Nachmittag auch größtenteils in den Wald gedrückt. Demzufolge waren fast sämtliche 10-km-Zeiten (auch Johns) anderthalb bis zwei Minuten langsamer als sonst,. Trotzdem durfte John seinen vierten AK-Sieg (M55) in Folge feiern und konnte danach nicht nur den begehrten Pokal entgegen nehmen, sondern auch die vielen Leckereien genießen, die im Festzelt zu Discountpreisen angeboten wurden. [John]




27.05.08: Erlangen: Bahnserie I (1500 m)
Der erste Tag der dreitägigen Serie auf der Bahn des TV 48 brachte bei schönem Wetter auch entsprechende Leistungen. Björn Day gewann in 4:18,3 min und konnte dabei den Sieger der Jugend A, Karl-Georg Spitz, der 4:19,9 min erreichte, gerade noch in Schach halten.
Was Spitz nicht gelang,, schaffte dann Lea Süß (LAC Fürth). Die ebenfalls noch Jugendliche war in 4:46,0 min schnellste Frau. Neben dem Sieg in der Männer Hauptklasse durch Day gewannen die beiden LGEler Marco Volland (M 30, 4:35,3 min) und Veranstaltungsleiter Michael Krug (M 40, 4:41,5 min) in ihrer jeweiligen Altersklasse. [Ku]





21.05.08: Koblenz: Mini-Internationales (5000 m)
Nicht weit zu fahren haben die Erlanger, wenn sie bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft am ersten Juli-Wochenende zuschauen wollen. Diese findet nämlich im Nürnberger Franken-Stadion statt. Und die Fahrt lohnt sich auch deshalb, weil sie Joseph Katib anfeuern können, der jetzt in Koblenz die Quali knackte. Beim Sportfest "Mini-Internationales" unterbot Joseph in 14:22,25 min die 5000-m-Qualifikationszeit (14:25,00 min), war aber mit dem Rennverlauf nicht zufrieden. Nahezu ideale Bedingungen herrschten in der Rheinstadt, und ein starkes Teilnehmerfeld mit internationaler Beteiligung sorgte für konstant schnelle Anfangskilometer von 2:50 min pro Kilometer, sodass die 3000-m-Marke bei 8:30 min passiert wurde. Dann konnte Joseph den Anschluss nicht mehr halten: Vielleicht wegen (noch) fehlender Wettkampfhärte oder wegen der etwas stressigen Anreise, aber Hauptsache die Quali unterboten! Mit einer Leistungssteigerung und guten Bedingungen ist beim "Heimspiel" im Frankenstadion auch eine neue Bestzeit drin, die Joseph in Koblenz ja nur um 7 Sekunden verpasst hatte. [John]


 





Olli, Michael und Marco - relativ zufrieden
20.05.08: Lichtenfels: Bahnserie (800 m)
Da bei unserer eigenen Bahnserie keine 800m angeboten werden, liefen einige LGEler diese Strecke in Lichtenfels. Die Bedingungen waren sehr gut, nur auf der Zielgeraden gab es einen anständigen Gegenwind.
Wegen der großen Teilnehmerzahl wurden fünf Läufe durchgeführt. Olli kam in den letzten, der aber zugleich der schnellste war. Von allen Läufern dieser Startgruppe hatte er die meiste Erfahrung, war er doch mindestens doppelt so alt wie jeder andere. So ging er das Rennen klug an, teilte sich seine Kräfte gut ein und kam am Ende als Sechster in 2:10,70 min ins Ziel. Seine AK M 40 gewann er natürlich klar.
Marco und Michael waren froh, einen Lauf eher starten zu dürfen, hatten sie doch einen Riesenrespekt vor der Strecke, besonders vor den letzten 200 m. Marco schaffte es dann aber, gerade auf diesen Metern noch einige Läufer zu überholen und in 2:16,31 min die M 30 zu gewinnen. Michael dagegen lief einigermaßen gleichmäßig durch und wurde in 2:20,20 min Zweiter der M 40. [Mi]




04.05.08: Kassel: City-Lauf (10 km)
Bei sommerlichen Temperaturen und gewohnt guter Stimmung in der Kasseler Innenstadt sahen die Zuschauer im Lauf der Asse über 10 Kilometer ein spannendes Rennen, das erst in einem Schlussspurt und auf der Ziellinie von Nicholas Koech aus Kenia (29:46 Minuten) entschieden wurde. Davor forderte der ca. 900 m lange Rundkurs mit einem steilen 100 m langen Anstieg und noch etlichen Ecken und Kanten den angetretenen Topläufern einiges ab. Die Spitzengruppe aus sechs Kenianern und einem Tansanier machte schon nach drei der 11 Runden ernst und schüttelte die Konkurrenz ab, die bis dahin noch mitgehalten hatte. Joseph Katib (LGE) hielt sich taktisch klug zurück und lief ein gleichmäßiges Rennen. Ihm kam es nämlich auf eine gute Endzeit an, wobei er allerdings nicht mit einem so anspruchsvollen Kurs gerechnet hatte. Deshalb blieb Joseph ab Runde vier immer ca. 30 m hinter dem deutschen Spitzenläufer Embaye Hedrit (LG Braunschweig) - ohne aber auf ihn aufzulaufen. Somit erkämpfte er sich hinter Hedrit (31:02) den 9. Platz noch vor den europäischen Konkurrenten und blieb mit 31:15 Minuten auch nur 10 Sekunden über seiner Bestzeit. [John]





04.05.08: Regensburg-Marathon
Regensburg präsentierte sich wie so oft freundlich mit strahlendem Sonnenschein. Dieser trieb den Marathonis in der zweiten Hälfte allerdings auch zusätzliche Schweißperlen (nicht nur) ins Gesicht, als sie schon mit der nicht allzu leichten Strecke und mit ihren schwindenden Kräften zu kämpfen hatten. Dieser Herausforderung stellten sich Bärbel Douverne und Veit Riedlberger, deren Rennen aber ganz unterschiedlich verliefen.
Als routinierte Marathonläuferin startete Bärbel bestens vorbereitet mit der Absicht, auf dem bekannten Kurs die Zeit von 2006 zu unterbieten. Ihr gelang es meisterhaft, die Kräfte einzuteilen, denn sie lief in der zweiten Hälfte nur gut 1,5 Minuten langsamer als in der ersten. Mit ihrer Zeit von 3:13,12 Stunden lief sie mit Rang sechs in die Top-Ten der Frauen und gewann in ihrer Altersklasse W40 überlegen. Damit erreichte sie auch ihr selbst gestecktes Ziel, denn so schnell war sie in Regensburg auf der Marathondistanz noch nie gelaufen. Bei der gleichzeitig durchgeführten Deutschen Marathonmeisterschaft in Mainz wäre das der sechste Platz in der W40 gewesen.
Veit hatte sich auch viel vorgenommen: Klar unter drei Stunden zu bleiben. Aber wie sich nach km 30 herausstellte: es war zu viel. Bis dahin konnte er nämlich sein hohes Tempo von 4:06 Minuten pro km halten, bevor der Einbruch kam und der Mann mit dem Hammer erbarmungslos zuschlug. Da konnte auch das historische Flair der Altstadt auf den letzten Kilometern nicht mehr motivieren. Immerhin hat er trotzdem durchgehalten (!) und als Trost bleibt ihm noch: Er kann viel daraus lernen und kam noch 37 Sekunden vor Bärbel ins Ziel. [John]

 


Gesamtsieger Joseph bei der Siegerehrung
26.04.08: Vorra: 4. BLV-Cup-Lauf (9 km)
Auch wenn die LGE-Mannschaft wegen Krankheit doch noch geplatzt war, hat sich die Fahrt nach Vorra für alle Athleten gelohnt. Bei frühlingshaften Temperaturen und viel Sonnenschein lief Joseph Katib ein einsames Rennen und blieb nur knapp über dem Streckenrekord. Die Veranstalter hatten mit einem derartigen Tempo nicht gerechnet und waren bass erstaunt, als er im Ziel auftauchte. Zuerst dachten sie an einen verspäteten Hobbyläufer ...
John Stackmann tut sein reduziertes Training weiterhin so gut, dass er wieder einen AK-Sieg einfahren konnte. Axel Berndt, der nach einem Jahr mal wieder an den Start ging, und Michael Krug schafften den Sprung auf Platz Zwei ihrer AK. Dennoch räumte Michael die volle Punktzahl ab, da nur ein Fußballer vor ihm lag, und baute damit wie auch John seine Führung in der Cup-Wertung weiter aus. [Mi/John]

das LGE-Team und seine flüssigen Preise
(insgesamt 21 Liter ...) - nur John konnte sich davor "retten"




19.04.08: Weiden: 3. BLV-Cup-Lauf (10 km)
Dauerregen war angesagt und der kam in Weiden auf dem 5-km-Rundkurs um die Waldnaab auch prompt – zum Glück fing es erst so richtig an, als die Erlanger LG’ler bereits im oder kurz vor dem Ziel des 10-km-Laufes waren (ausgenommen Helmut Mayer). Das passte ihnen natürlich genau so gut ins Konzept wie die erreichten guten AK-Platzierungen. Denn sie wollten ja in erster Linie wieder viele Punkte für die Bayerische Serienwertung des Laufcups mit nach Hause nehmen.
Das gelang ihnen auch eindrucksvoll, denn mit drei Siegen und zwei zweiten Plätzen haben alle fünf ihre Spitzenpositionen weiter gefestigt: Annette Schütz (WHK), Michael Krug (M40) und John Stackmann (M55) siegten  in ihren Wertungsklassen mit nicht weniger als 1,5 Minuten Vorsprung. Jörg Fiedler errang nicht nur die erhoffte neue Bestzeit (37:54 Min.), sondern auch den zweiten Serienplatz der AK M45. Dabei verpasste er den Sieg gerade mal um 2 Sekunden und war hinter Michael Krug diesmal sogar zweitschnellster Erlanger vor Marco Volland. Marco hatte nämlich seinem viel zu hohen Anfangstempo Tribut zollen müssen – konnte sich aber trotz Gehpausen in seiner AK M30 ebenfalls noch den zweiten Platz sichern. Lediglich Helmut bekam, bevor er ins Ziel lief, noch eine 15-minütige Regendusche ab, erzielte aber dennoch für ihn respektable 52:33 Min., und wurde dafür mit 9 Punkten der Laufcup-Wertung belohnt.[John]

kurz nach dem Start war es in Weiden noch relativ trocken
06.04.08: Amberg: Halbmarathon
Beim Start um 10 Uhr am Amberger SGS Sportheim hatte es noch leicht genieselt, im Verlaufe des Wettkampfes zeigte der April aber, was er alles kann: Von Schneeregen über Graupelschauer bis hin zu frühlingshaftem Sonnenschein war alles geboten. Die flache Strecke führte durch das (kleine) Industriegebiet Süd zum 5-km-Rundkurs im ehemaligen parkähnlichen Gelände der Landesgartenschau. Die Marathon-Spezialistin der LG Erlangen, Bärbel Douverne, spulte hier routiniert ihre Runden ab, bevor sie zum Zieleinlauf in das Sportstadion „am Schänzel“ abbog. Dabei ließ sie sich auch nicht durch die Wetterkapriolen beeindrucken: Die Lichtschranke im Ziel erfasste Bärbel bei über 300 Teilnehmern insgesamt als zweitschnellste Frau mit neuer persönlicher Bestzeit von genau 1 h und 34,5 min. Sie hatte damit nicht nur fast alle Frauen hinter sich gelassen, sondern auch mehr als die Hälfte des Männerfeldes! Da störte es sie auch nicht, dass sie damit „nur“ Zweite ihrer Altersklasse W40 geworden war – sie war einfach “happy“ oder wie sie es später trocken ausdrückte: „Das fand ich ganz gut.“ Jedenfalls konnte sie bei der reichhaltigen Ziel-Verpflegung (Schokoriegel, Mohrenköpfe, Bananen…) und bei der Siegerehrung im Siemens-Kasino, wo sie ihre Trophäe und Sachpreise entgegen nahm, ihren Erfolg genießen. Kurz wiederum ihr verständliches Fazit: „Ich kann den Lauf weiterempfehlen.“ [John]




Team
das erfolgreiche LGE-Team nach der Siegerehrung
05.04.08: Neuburg/Donau: 2. BLV-Cup-Lauf (7,8 km)
Der zweite Wertungslauf der bayernweiten Laufserie des Bayerischen Leichtathletik-Verbands (BLV-Laufcup) fand in Neuburg an der Donau über 7,8 km statt. Die fünf Teilnehmer der LG Erlangen waren mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden, hatten sie doch wieder wertvolle Punkte in ihren jeweiligen Startklassen für die Serienwertung gesammelt.
Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus, denn die im Neuburger Englischen Garten an der Donau gelegene Strecke mit einem Rundkurs über 2,5 km hatte ihre Tücken: Ca. 100 m nach dem Start, der auf der grünen Mitte des Stadions erfolgte,  war der Kiesweg außerhalb des Stadions viel zu eng für die große Läufermasse. Außerdem erschwerte der dicke Kiesbelag ein schnelles Vorwärtskommen. Also war entweder ein Blitzstart angesagt, um vorn dabei zu sein, oder es galt, das Feld geduldig von hinten aufzurollen.
Für ersteres entschied sich die einzige LGE-Starterin Annette Schütz - und der Erfolg gab ihr Recht: Sieg in der Frauen-Hauptklasse, dritter Gesamtplatz und Führung in der Cup-Wertung.
Die vier LGE-Läufer starteten mehr oder weniger freiwillig mit der anderen Taktik: John Stackmann siegte in der M55 und führt hier souverän die BLV-Cupwertung an. Unser neues Mitglied Jörg Fiedler überraschte mit dem zweiten Rang in der M45. Die Engstelle nach dem Start hatte Michael Krug, der als schnellster Erlanger in der M40 den 3. Rang belegte, und Marco Volland, der 4. der M30 wurde, erst einmal ausgebremst und sie mussten sich durch das Feld nach vorne kämpfen. Aber alle drei liegen in der bayerischen Wertung jetzt ebenfalls in Führung. [John]







Das Spitzen-Duo [weitere Bilder unter "Fotos"]
29.03.08: Erlangen: 8. Winterwaldlauf
Der Winterwaldlauf zum 50-jährigen Bestehen der SG Siemens Leichtathletik fand in einem würdigen Rahmen statt. Bei Temperaturen um 15 Grad auf der windgeschützten Waldstrecke herrschten ideale Bedingungen. Selbst die vielen Niederschläge der vergangenen Wochen konnten verkraftet werden. Organisationsleiter John Stackmann persönlich hatte in den letzten Tagen mit dem Besen Nässestellen auf der Laufstrecke beseitigt und mit seinem routinierten Helferstab die Veranstaltung sehr gut vorbereitet. Die Läufer und an die 30 Walker dankten es ihnen bei insgesamt 1023 Anmeldungen mit einer prima Stimmung unter den kleinen und großen Teilnehmern.
Beim Schülerlauf über 1,8 km kamen 170 Mädchen und Jungen ins Ziel. Diese Rekordzahl kam durch die über 100 Schüler der Stifter-Schule Puckenhof zustande, denen dafür nicht nur die verdiente Medaille im Ziel um den Hals gehängt, sondern erstmals der Johnny-Pokal überreicht wurde. Erstes Mädchen im Ziel war die erst 10-jährige Céline Landgraf von der LG Forchheim mit 7:22 min. Schnellster Junge wurde Daniel Nehmeier (SV Rednitzhembach), der 6:30 min erzielte.
Im Hauptlauf über 10 km war der erwartete Zweikampf zwischen den beiden bayerischen Spitzenläufern Christian Dirscherl (LG Passau) und Joseph Katib (LG Erlangen) – beide am Vortag von einem Trainingslager in Italien zurückgekehrt – doch überraschend früh entschieden. Kurz nach km 6 zog der Lokalmatador unwiderstehlich davon und siegte ganz überzeugend mit 31:47 min vor Dirscherl, der 32:05 min lief. Damit sicherte sich der SGS-Sportler des Jahres 2007 auch den Siemens-Wanderpokal für Rang eins in der Siemens-Wertung 2008. Mit Rodrigo Nebel und Jean-Jacques Faurie landeten nicht nur zwei weitere LG-Starter auf den nächsten Plätzen im Gesamteinlauf, sondern sicherten dem Erlanger Team auch die Klassensiege in der M 30 und M 40.
Auch der Männer-Mannschaftssieg blieb damit überlegen in Erlanger Hand, genauso wie bei der Eisert-Staffel. Hier konnten die SGS-Läufer Denis Mietzsch und Oliver Haensell den Sieg für sich verbuchen, wobei sie nach dem gemeinsamen Start allerdings von Anfang an nicht mit Katibs Tempo mithalten konnten.
Gesamtsiegerin wurde in 43:01 min die Erlangerin Ulrike Seuß, die auch die Klasse W35 gewann. Die weiteren Podestplätze gingen an Simone Hoffmann (1. W 30) und Veronica Stadler (LLC Marathon Regensburg, 1. W20), die auch die Siemens-Wertung gewann. Bei den Damen konnten die LGE-Sportlerinnen nicht auf das Siegerpodest laufen. Beste von ihnen war völlig überraschend Marathonläuferin Bärbel Douverne von der SGS als Fünfte in 43:54 min. Sie war damit als Siegerin der W40 neben Gertrud Härer (1. W45) eine Erlanger Klassensiegerin und verpasste als Zweite der Siemens-Wertung den Wanderpokal nur um 13 Sekunden. Die höher eingeschätzten Carmen Valerius (3. W20) und Annette Schütz kamen auf die Plätze 6 und 7; Platz 8 der Gesamtwertung erreichte Ulrike Gradhand (2. W30). Die Teamwertung war der LG Erlangen mit Douverne, Valerius und Schütz nicht streitig zu machen.
Selbst beim SBK-Walking über 5 km zeigte sich der sportliche Ehrgeiz bei dem Schnellsten: Angelika Frisch benötigte 36:39 min und Siegfried Schmidt (Die Stocherer) mit ausgefeilter Technik nur 32:47 min. [Ku / John]




15.03.08: Neuhaus: 1. BLV-Cup-Lauf (10,75 km)
Der „Neustart“ des Neuhauser Straßenlaufs ist gelungen: Rund 400 Sportler gingen auf die neue Strecke, die nun vor allem auf Radwegen rund um das Wasserschloss führt. Allerdings war bei km 10 noch nicht Schluss, sondern zwei Anstiege und nach einer 180°-Wende noch ein holpriger Rasenparcours um den Bolzplatz waren zum Ziel hin zu absolvieren.
Die Ergebnisse der LGE bei dem Start des diesjährigen BLV-Laufcups können sich sehen lassen: Bei den Männern triumphierte der Triathlet Rodrigo Nebel mit einem Start-Ziel-Sieg, der mit fast einer Minute Vorsprung auch ungefährdet war (ebenfalls 1. der sehr stark besetzten M30). Michael Krug teilte sich seine Kräfte gleichmäßig ein und konnte dadurch als insgesamt 11. die Führung in der M40 mit sieben Sekunden behaupten. Einen Doppelsieg in ihrer AK M55 landeten die „Oldies“ Karl Mistelberger und John Stackmann, während Neuzugang Jörg Fiedler mit einer guten Leistung das Podest um vier Sekunden knapp verpasste. Dies bedeutete in der BLV-Cupwertung für ihn jedoch noch Rang drei der AK M45. Kurz vor ihm finishte Marco Volland als 9. der M30. Jan Schultheiß erreichte den sechsten Platz der AK M35 und Platz vier in der BLV-Cupwertung. Die erste Männermannschaft (Nebel, Krug, Volland) verpasste nur knapp den Sieg (hinter der LG Forchheim), erreichte aber Rang zwei vor den Triathleten des TV48 Erlangen.
Lisa Forster lief als neunte Frau ins Ziel und konnte sich über den zweiten Platz in der WHK freuen. [John]


Rodrigo allein auf weiter Flur
(weitere Bilder unter "Fotos")






02.03.08: Antalya: Marathon
Glückwunsch an Carmen Valerius - sie gehört nun auch zur Riege der "Marathonis"! Hier ihr Bericht über ihre Premiere:
Bei frühlingshaften Temperaturen (um 20° C) startete ich beim Runtalya 2008 meinen ersten Marathon. Die Wendepunktstrecke begann vor dem Atatürk-Stadion in Antalya, führte am Meer entlang bis in den Vorort Lara und dann wieder zurück mit Zieleinlauf im Atatürk-Stadion. Ich fand schnell mein angestrebtes Marathontempo, und bis zum Wendepunkt lief alles sehr gut für mich. Doch dann bremsten mich Magenprobleme aus, ich verlor an Kraft und mein Tempo verlangsamte sich dadurch. Zu allem Überdruss knickte ich bei km 41 durch einen defekten Straßenbelag um, biss aber mein Zähne zusammen und finishte nach 3:29,22 h überglücklich meinen ersten Marathonlauf. Dieses Endergebnis bedeutet für mich Platz 8 im Frauengesamteinlauf und Platz 3 in meiner AK W20-29; ich war drittschnellste deutsche Marathonläuferin und belegte Platz 99 im Gesamteinlauf aller Männer und Frauen. [Carmen] (ausführlicher Bericht und mehr Fotos auf ihrer Homepage)

Carmen im türkischen Frühling






Olli und Denis (Deutscher Vizemeister!)
02.03.08: Erfurt: Deutsche Senioren-Hallen-Meisterschaften
Unsere Athleten Denis und Oliver waren am Sturm-Wochenende clever und starteten ohne Wetterkapriolen über 3000m auf der Bahn in der Halle.
Bei Denis hat es krankheitsbedingt leider nicht zum Sieg gereicht. Nachdem er 1000m die Führungsarbeit geleistet hatte, bekam er aufgrund seiner noch nicht auskurierten Erkältung schlagartig schwere Beine und musste den späteren Sieger ziehen lassen. Trotzdem lief er anschließend noch den ungefährdeten 2. Platz locker nach Hause.
Oliver kämpfte anfangs mehr mit der Masse der Starter als mit der Strecke. Nach 150m (in der Anfangskurve ganz auf der Außenbahn) konnte er sich dann eine gute Position an 2./3. Stelle erkämpfen. Leider war er dann dermaßen eingekeilt, dass er sich 200m später auf Position 12 wiederfand. Zudem ging es dann ziemlich schnell (3:02 Min. nach 1000m). Zum Glück fand er dann einen Läufer, mit dem er ein gleichmäßiges Tempo laufen konnte. Bei 2000m (6:10 Min. - es war gerade "gemütlich") lief er dann aber vorbei und startete eine schöne Aufholjagd auf den Pulk der vor ihm laufenden Athleten. Sie endete auf dem 4. Platz, leider nur 1,5 Sek. von einem Podestplatz entfernt, trotz Temposteigerung auf dem letzten Kilometer auf 3:01 Min. Das lässt für die kommende Bahnsaison hoffen! [Olli/Mi]





16.02.08: Fürth: Seniorensportfest
Oliver Haensell startete erfolgreich beim Seniorensportfest in der Halle in Fürth. Über 800 Meter erreichte er 2:08,50 min und wurde Zweiter, gewann aber die M 40. Über 3.000 m konnte er sogar neben der M 40 die Gesamtwertung in 9:26,38 min für sich entscheiden.
So schildert er selbst seinen Sieg über die 3.000 m: „Die ersten 1000 hat mein Trainingskollege Detlev Lindner (LAC) Tempo gemacht, dann bin ich vor. Bei 1800 m ist wieder Detlev vor, wurde dann mal kurz von Tom Marohn abgewechselt, bis der 19jährige Valentin Schumann 500 m vor dem Ziel mit einem langgezogenen Endspurt die Initiative ergriff.  Da ich ja meinen Teil für die Tempoarbeit getan hatte (und auch schon die 800 m in den Beinen hatte), bin ich einfach nur drangeblieben und habe diesmal mit einem sehr kurzen Endspurt von 50 m die Entscheidung gesucht. Die letzten 1000 waren in ca. 3:02 min, die letzten 400 in ca. 66 s.“ [Ku]





Ismaninger Winterlaufserie 12/2007 - 02/2008
Carmen Valerius belegte in der Gesamtwertung der Ismaninger Winterlaufserie den dritten Platz der Frauen-Hauptklasse.
Die drei Läufe entlang der Isar hatten mit jeweils 1.500 Läufern, darunter etwa 250 Frauen, immer eine gute Resonanz.
Der erste Lauf am 09.12. führte über 12.800 m.  Carmen belegte mit 55:48 min zum Auftakt den 13. Platz aller Frauen und wurde in der WHK Fünfte. Beim 2. Lauf am 20. Januar über 16,8 km kam sie nach 1:12:57 h als 16. Frau an. Damit war sie in der WHK Vierte. Der dritte Lauf war ein Halbmarathon und fand am 17.02. statt. Mit 1:40:41 h kam sie zwar als 35. Frau ins Ziel, schaffte jedoch wieder die viertbeste Leistung der Frauen-Hauptklasse. Ihr Durchhaltevermögen wurde mit dem 13./14. Platz (zwei Teilnehmerinnen hatten genau gleiche Leistungen) unter 145 Frauen, die als Absolventinnen aller drei Strecken in die Gesamtwertung Eingang fanden, belohnt. In der WHK stand sie als 3. sogar auf dem Siegerpodest. [Ku]





10.02.08: Bad Füssing: 15. Thermenmarathon
Alle Jahre wieder lockt im Februar ein schönes Laufereignis. Die Strecke ist ja für extreme Wind- und Wetterverhältnisse berühmt-berüchtigt. Diesmal war davon aber nichts zu spüren. Im Gegenteil: Bei nahezu idealen Laufbedingungen, strahlendem Sonnenschein und kühlen Temperaturen begaben sich insgesamt ca. 1900 Athleten an den Start, wobei der Halbmarathon mit knapp tausend Finishern sehr gut besucht war. Den Marathon finishten immerhin noch 307 Läufer/innen. Punkt 10 Uhr fiel der Startschuss für die eine bzw. zwei flachen Runden durch kleine Ortschaften, Wiesen und Felder auf ausschließlich asphaltierten Wegen.
Im Halbmarathon belegte bei den Männern Karl Mistelberger in einer Zeit von 1:25:26 Std. den 2. Platz in der M55. Annette Schütz, die just an diesem Wochenende eine Erkältung ausbrütete, ließ es für ihre Verhältnisse deutlich langsamer angehen und finishte  in 1:39:19 Std. als 6. Frau in der W20. Beim Marathon lief Elke Czermin als 4. Frau (nur knapp 9 Sek. hinter ihrer Lauffreundin Julia Häußler vom Radlexpress Feucht) ins Ziel und erreichte den 2. Platz ihrer AK W45 in 3:28.46 Std.. Helmut Mayer vertrat die Erlanger auf der 10 km Distanz und erreichte mit 50:03 Min. das Ziel.
Nach dieser sehr schönen Veranstaltung genossen die Erlanger Athleten  zusammen mit ihrer engagierten Lauftrainerin Rieke und ihren "Anhängen" ausgiebig noch die herrlich entspannenden Stunden am Samstag und am Sonntag in der Johannesbadtherme. [Elke]





10.02.08: Eckental: Kreis-Cross-Meisterschaften
Durch den strahlenden Sonnenschein herrschten an diesem Februar-Wochenende beim Eckental Kreis-Cross schon fast frühlingshafte Temperaturen. Dies sorgte für gute Stimmung unter den zahlreich angetretenen Laufwilligen, die diesen günstigen Termin zwischen Mittelfränkischer und Bayerischer Cross-Meisterschaft nutzten. Nach der eisigen Nacht war die Laufstrecke für die Mittelstreckler um 10 Uhr noch festgefroren und schnell, aber drei Stunden später auf der Langstrecke schon knetweich und anstrengend, also Cross-typisch. Die Erlanger LG-Läufer dominierten trotzdem beide Strecken in den Mannschaftswertungen und landeten einen Doppelsieg in der Einzelwertung der Langstrecke.
Bei der Kreismeisterschaft (KM) setzte sich Oliver Haensell auf der Mittelstrecke klar gegen den LGE-Kollegen Matthieu Guillon durch und blieb als insgesamt Dritter bis zum Ziel mit wenigen Sekunden Rückstand an der Spitze dran. Marco Volland war als KM-Vierter knapp im Endspurt dem Höchstädter Josef Freudenberger unterlegen, konnte sich aber mit dem Mannschaftssieg trösten.
Ganz überlegen und konkurrenzlos gewann Joseph Katib die Langstrecke und blieb als einziger klar unter 30 Minuten – geradezu mühelos enteilte er dabei dem Feld über die weichen Wege mit zweieinhalb Minuten Vorsprung und legte den Grundstein für den überlegenen Mannschaftssieg. Björn Day konnte sich den zweiten Platz mit 10 Sekunden Abstand gegen die deutlich ältere Konkurrenz sichern. Ein Erfolgserlebnis konnte Josef Krauthöfer mit seinem Sieg in der Altersklasse M45 verbuchen und damit nicht nur seine deutlich verbesserte Form zeigen, sondern auch den Mannschaftssieg perfekt machen. Dagegen spürte der zum Genussläufer mutierte John Stackmann mit dem vierten Platz der Altersklasse M55 die Folgen seiner freiwilligen drastischen Trainingskürzung (besonders auf der zweiten Steckenhälfte). Er konnte sich aber über den zweiten KM-Platz freuen und die wohlwollende Kommentierung des Zieleinlaufs gemeinsam mit der schnellsten Frau genießen. [John]





Ollis lange Schritte

27.01.08 - Zirndorf: Mittelfränkische Cross-Meisterschaften
Besser konnten die Bedingungen für den Cross fast nicht sein, nachdem der für den Sonntag angekündigte Regen sich nur mit wenigen Tropfen begnügte. Die Strecke  in Zirndorf war mit ihrem langen Gefälle und dem ebenso langen Anstieg anspruchsvoll. Etwa 2/3 der Strecke waren gut befestigte Waldwege, auf denen die typischen Cross-Spikes einfach zu lang waren. Das kostete besonders den Männern über die 3 Runden (6880 m) noch zusätzlich ganz schön viel Kraft und erforderte zudem gute Kondition. Oliver Haensell bestätigte seine gute Form der letzten Crossläufe und wurde Dritter in der AK M40. Marco Volland wurde ebenfalls Dritter in seiner AK M30, obwohl er ca. eineinhalb Minuten nach Olli ins Ziel lief.  Etwas einfacher war die Strecke für die Frauen auf einer Runde von knapp 1000 m, die sie für die 3860 m viermal absolvieren mussten. In dem Frauen-Starterfeld konnte sich Triathletin Carmen Valerius ausgezeichnet in Szene setzen und war im Ziel insgesamt ungefährdete Vierte. Allerdings holte sie sich damit in der Wertung als Juniorin souverän den obersten Podestplatz und wurde Mittelfränkische Crosslaufmeisterin 2008. [John]




13.01.08 - Rovereto/Italien: Cross
Der Wettkampf in Rovereto, den ich als Vorbereitung auf die Anfang März stattfindenden Deutschen Crossmeisterschaften in Angriff nahm, verlief sehr zufrieden stellend. Ich bin beim 31. Cross della Vallagarina, einer Veranstaltung der so genannten Permit-Serie des Europäischen Leichtathletik-Verbandes, an den Start gegangen (daher war neben zwei Deutschen die vorwiegend italienische und afrikanische Konkurrenz in der Spitze sehr stark besetzt). Die Qualifikationszeit für diesen Lauf betrug immerhin 31:30 min über 10 km. Die 8690 m lange Strecke war sehr anspruchsvoll mit einem ständigen auf und ab auf teilweise schlammigem Untergrund. Ich bin das Rennen zwar sehr schnell angegangen, habe jedoch noch rechtzeitig ein bisschen Tempo rausgenommen und dann meinen Rhythmus gefunden. Die zweite Rennhälfte bin ich dann am Limit gelaufen, was mir nach 28:34 min Rang 19 mit nur gut 2 min Rückstand auf den kenianischen Sieger Wilson Kiprop und nur 15 Sekunden Rückstand auf den anderen deutschen Läufer einbrachte. [Joseph]





Start (mit Marco, 2.v.l., und Olli, rechts)
19.01.08 - Forchheim: Cross
Ein guter Einstieg in die Cross-Saison gelang Oliver Haensell und Marco Volland im Forchheimer Kellerwald am Annafest-Gelände. Als Vorbereitung auf die kommenden Meisterschaftsrennen starteten sie in der Mittelstrecke über 4,2 km im größten Teilnehmerfeld der Veranstaltung. Die für Januar ungewöhnlich hohe Temperatur von 12 °C und der teilweise durchweichte, für Crossläufe typische Boden konnten Olli und Marco bei ihrem Lauf über zwei Runden in die “top ten“ nicht bremsen. In der Endabrechnung standen für Marco der 9. Platz insgesamt und der 2. Platz in der Altersklasse M30 zu Buche. Olli glänzte als Gesamt-Vierter und siegte in seiner Altersklasse M40 überlegen.
Seine ansteigende Form hatte sich bereits sechs Tage zuvor angedeutet. Da konnte Olli sich über seine Zeit von 4:24 Minuten freuen, die er in der Fürther LAC-Halle bei den Nordbayerischen Meisterschaften auf der 1500-m-Strecke erzielt hatte. Damss
Ein guter Einstieg in die Cross-Saison gelang Oliver Haensell und Marco Volland im Forchheimer Kellerwald am Annafest-Gelände. Als Vorbereitung auf die kommenden Meisterschaftsrennen starteten sie in der Mittelstrecke über 4,2 km im größten Teilnehmerfeld der Veranstaltung. Die für Januar ungewöhnlich hohe Temperatur von 12 °C und der teilweise durchweichte, für Crossläufe typische Boden konnten Olli und Marco bei ihrem Lauf über zwei Runden in die “top ten“ nicht bremsen. In der Endabrechnung standen für Marco der 9. Platz insgesamt und der 2. Platz in der Altersklasse M30 zu Buche. Olli glänzte als Gesamt-Vierter und siegte in seiner Altersklasse M40 überlegen.
Seine ansteigende Form hatte sich bereits sechs Tage zuvor angedeutet. Da konnte Olli sich über seine Zeit von 4:24 Minuten freuen, die er in der Fürther LAC-Halle bei den Nordbayerischen Meisterschaften auf der 1500-m-Strecke erzielt hatte. Damit hatte er als ältester Starter immerhin den 12. Platz belegt. [John]



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