Umhausen, alpiner Stuiben-Trail Run 33K

Samstag, 26. Mai 2018

Gertrud wagte sich auf den hochalpinen Trail und berichtet von ihrem grandiosen Erlebnis:

Den Stuiben-Trail Run über 33 km und 2500 hm fand ich absolut super! Vielleicht machen sich künftig (2016 lief John die 12K) wieder ein paar mehr Erlanger auf. Es ist mal was ganz anderes als im Flachland zu laufen und ein großartiges Erlebnis! Knackpunkt für mich waren weniger die Höhenmeter bergauf als die große Hitze heuer! Es war brutal heiß, brutal steil auch, aber auch brutal schön ;-)) 

Auch können wir Flachländer mit den Berglaufspezialisten, die wie die Ziegen, Gämsen und Steinböcke ruckzuck in atemberaubender Geschwindigkeit bergab an uns vorbeihüpfen und springen, nicht mithalten, aber das sollte niemand abhalten, es einmal zu probieren. Klar, wer in den Alpen trainiert, ist im Vorteil, wer Stöcke dabei hat auch, aber beides lässt sich machen. Normal tut mir meine Ferse weh, nach so einem stundenlangen Wettkampf, aber diesmal gar nicht, obwohl man denken sollte, dass die Bergabpassagen orthopädisch belastend sind. A weng Oberschenkelmuskelkater, aber das ist normal.

Es war alles dabei: Wurzelwege, Felssteige, megasteile Abstiege, kaum handbreite ausgesetzte Pfade am Hang, ein obersteiler, rutschiger Grashangabschnitt, mit einem Seil zum Hochziehen, für die 33 km Läufer 2x zu durchlaufen, ebenso wie die vielen Metallstufen entlang des Stuiben-Wasserfalles. Immer 2 Stufen auf einmal und dabei am Geländer hochziehen, hieß die Devise in der 1. Runde, dann bei der 2. Runde diese aber doch lieber einzeln nehmen, mit Krämpfen in den Beinen und Zehen, aber egal, auf jeden Fall rauf und immer noch eine Stufe und noch eine, Hauptsache, du kommst oben an in der Mittagshitze, mit dem Rucksack mit der Pflichtausrüstung auf dem Buckel, der zusätzlich gscheit wärmt. Oben nach der Labestation ist ein schöner kühler Brunnen, Wasser ins Gesicht, die Arme abgewaschen und erfrischt geht's weiter. Ganz so weit wie in der ersten Runde müssen wir aber nimmer rauf, wo es über den 2300 m hohen Narrenkogel ging und höher noch durch einige tiefe Schneefelder.

Traumhaft schön das Bergpanorama, alles so frisch und unberührt, wenn auch die ursprünglich angedachte große Runde über den Grastalsee wegen zu viel Schnee nach diesem extrem schneereichen Winter nicht gelaufen werden konnte. Vielleicht klappt das das nächste Mal. Und vielleicht trauen sich ein paar mehr Flachländer heran. Und auch ein paar mehr Leute in meinem Alter, denn ich war nicht nur die älteste Teilnehmerin über 33 km, auch kein Mann war älter...na sowas. Hier zählt das Erlebnis und das Ganze überhaupt zu tun, auch wenn unsereins, und speziell ich (mit meinem Gleichgewicht stimmt's auch nicht ganz, wohl auf Grund meiner Hörbehinderung), bergab doch einiges an Zeit verliert. Auf geht's! [Gertrud]

Ganz früh morgens schon gut gewappnet für das alpine Ultra-Abenteuer; Foto Peter Steger

es gab megaschwere Bergpokale; Foto Gertrud

kleiner Ausschnitt der Stahltreppe und anschließender Steigungen entlang des Stuiben-Wasserfalls; Foto Veranstalter