Greding, Altmühl-Jura-Halbmarathon

Samstag, 16. Oktober 2021

M65-Sieger Peter dominiert M50, M55 und M60, John knackt 2 Std.

2016 finishte Peter schon mal den AJ-HM, damals noch eine kleine und zwei große Runden (à 10 km). Heuer waren es nach der Einführungsrunde vier Runden à 5 km, wobei es die 5 km vom Profil her in sich hatten. U.a. musste man sich viermal gegen Rundenende (km 5, 10 15 und 20) einen saftigen Anstieg hochquälen, 17 Hm auf 400 m, die das vorherige "Rollen" jäh beendeten. Da half auch das ideale Wetter bei 15 °C nicht. Peter meinte nachher, es wäre ihm auch deswegen schlecht gegangen. Als er mich in seiner Schlussrunde überrundete, um 3,3 km/h schnelleren Speed, machte er auf mich eher nicht diesen Eindruck. Hm, vielleicht war es nur Jammern auf hohem Niveau, denn immerhin hatte der Ausnahmeläufer nach 1:28.47 h nicht nur die M65, sondern auch die jüngeren Klassen M50, M55 und M60 dominiert als 20. Mann im Ziel.

Ich war dagegen schließlich sehr zufrieden, obwohl die Voraussetzungen für mich nicht so vielversprechend waren. Wieder hatte ich mich auf viel niedrigere Temperaturen eingestellt und nicht auf das "knallharte Kopfsteinpflaster" im Start-Ziel-Durchlaufbereich. Mein Plan, meine drei Gels in den Rückentaschen des Fahrrad-Shirts mitzunehmen, platzte nach dem Warmlaufen auch, so sehr klatschte mir die Gel-Power bei jedem Schritt gegen den Rücken. 8 Minuten vorm gemeinsamen Start wurden alle Teilnehmer der insgesamt drei Läufe (6 km, 11 km und HM) in die Startbox auf dem historischen Marktplatz gerufen, 8 Minuten dicht an dicht zusammen während der Sprecher anmoderierte und keine*r trug eine Maske, obwohl es das Hygienekonzept so vorgesehen hatte - außer mir.

Ich hatte mich wieder recht weit hinten eingereiht, leichtes Hüpfen auf der Stelle, Countdown und dann ging es los, zunächst auf Kopfsteinpflaster runterwärts, durch das Stadttor, wenige Meter auf der abgesperrten Außenstraße (die vielbefahrene Straße um den Altstadtkern musste später für die 5km-Runden überquert werden) und zum Abschluss der Einführungsrunde wieder auf Kopfsteinpflaster hoch zum Ziel-Durchlauf auf dem Marktplatz. Wieder runter durchs Stadttor, die Außenstraße überquert (1. Durchlasssperre) und bald am Sportgelände nach links auf eine Wirtschaftsstraße, später eine abgesperrte Staatsstraße mit leichtem Auf und Ab nach Mettendorf, dort das Schwarzachtal querend und zurück auf Wirtschaftswegen nach Norden nach Greding. Anderthalb km vor dem Zieldurchlauf oben beschriebener Anstieg auf dessen Spitze man per Ghettoblaster und Mannschaft hochgetrieben wurde, am besten mit schnellen kurzen Schritten. Und dann zum Rundenende wieder mit langen Schritten etwas abwärts und vor dem Anstieg zum Marktplatz - leider - ca. 200 m durch die Abgase an der Außenstraße entlang bis diese überquert wurde (2. Durchlasssperre).

Diesmal hatte ich mich im Training besser auf den HM vorbereitet und ein klares Ziel: wieder deutlich unter zwei Stunden finishen. Trotz - wie üblich - viel zu hohem Anfangstempo (die ersten 10 km waren gut eine halbe Minute schneller als mein 10er in Neuhaus) konnte ich hinten raus gut kämpfen, meinen Speed sogar noch etwas steigern und dabei andere "einsammeln". Der letzte Spurt das Kopfsteinpflaster hoch und 20 Sekunden unter der Zielmarke, ca. fünf Minuten schneller als in Augsburg bei der Bayerischen und deren viel schnelleren Strecke.

(John)

trotz schnellem km 1 - John läuft dann gut durch ...; Foto Veranstalter

... und knackt glücklich die 2 Std. ; Foto Peter

auch Peter hatte zu kämpfen; Foto Peter