Bad Staffelstein, Obermain-Marathon
Lauter 1. Plätze und Gesamtsieg von Oli
Knapp 1600 Finisher stellten sich den drei verschiedenen Strecken beim 20. Obermain-Marathon (Marathon, Halbmarathon und 12,5 km) bei nieselregenkühlem Wetter (8°C, kaum Wind). Vorangemeldet waren Gertrud (Marathon), Jutta (Halbmarathon und Joachim (12,5 km). Spontan nachgemeldet hat sich Oli für den Marathon, da er kurzfristig noch eine harte Vorbereitung für einen Ultra-Trail brauchte. Vier LGler und fünf erste Plätze war am Nachmittag die äußerst erfolgreiche Bilanz!
Oli berichtet:
"Jutta und Gertrud habe ich noch vorm Start gesehen und wir haben uns nochmal die besten Wünsche auf die regennasse Strecke mitgegeben! Für mich sollte es heute bewusst kein Rennen an die Belastungsgrenze geben, da mit dem UTFS in zwei Wochen ja mein Frühjahrsevent auf mich wartet. Also eher ein langer Lauf mit einigen Höhenmetern als knallharte Marathonkilometer! Und trotzdem, nachdem ich bis kurz vorm Staffelberg ca. 15km in der Spitzengruppe gut mitrollen konnte, kam alles ganz anders als geplant. Und dann, ja dann ließ man mich das Tempo machen und ich stellte mich auf meinen eigenen Rhythmus ein. Dem konnten jedoch meine drei Begleiter nicht mehr folgen und ich lief, nachdem ich oben angekommen war am Staffelberg und schon etwas mehr als 200 m Vorsprung herauslaufen hatte, die zweite Hälfte, welche deutlich flacher war, kontrolliert ins Ziel.
Also ziemlich unerwartet und demnach ziemlich glücklich hielt ich dann das 3-Literglas Bier des Gesamtsiegers im Ziel stolz nach oben. Vielleicht sollte das auch eine gute Erkenntnis sein, dass ein verhaltener Beginn sich im späteren Rennverlauf durchaus bemerkbar machen kann. Beim UTFS mit 66 km ist dieses Vorhaben gewiss (auch) einzuhalten!"
Oli legte also einen Auftritt hin gemäß dem alten von Julius Cäsar überlieferten Satz: "Ich kam, ich sah, ich siegte!" Aber auch die anderen Drei des LGE-Teams trumpften auf mit jeweils überlegenen Klassensiegen, wobei Joachim (M65) bis auf die drei schnellsten Männer das gesamte Feld beim Lauf über 12,5 km hinter sich ließ. Gertrud freute sich über die Ankündigung des Moderators nicht nur der Besten, sondern auch, dass sie ja von an Anfang dabei gewesen wäre. Das beflügelte sie.
Gertrud schildert weiter:
Die Strecke ist jetzt ein bisschen anders, die Highlights Schloss Banz, 14-Heiligen und Staffelberg zwar genauso drin, nur mit anderem Drumherum, nicht eben einfacher. Man ist später am Staffelberg, darf da oben nur eine halbe Runde laufen und muss, statt gleich hinunter, kilometerlang auf dem hügeligen Herweg zurück - nix zum Ausruhen - rechts ab und nochmal einen steinigen Weg hoch, bevor es erst auf einem echt unangenehmen grobschottrigen Weg, dann auf knallhartem Asphalt kilometerlang steil bergab geht, was meinen Beinen gar nicht gefiel. Die weigerten schlicht und einfach halbwegs so schnell zu laufen, wie es vom Puls her möglich gewesen wäre. Locker ziehen andere vorbei. Unten im Tal durfte man es früher auf flacher Stecke einfach ein bisschen rollen lassen, aber nix da. Ein aufgeweichter hügeliger Erdweg, natürlich mit Steinen drin, fordert einen weiter, bevor es endlich mal ein Stück einfacher zugeht.Die ewigen Baggerseewege auf den letzten Kilometern bleiben einem aber erspart. Im Zickzack noch durch den fast menschleeren Kurpark. Bei diesem Wetter jagt man ja keinen Hund vor die Tür... Und die Streckenposten haben sich in die Bahnunterführung verkrochen, schnell durch zum Stadion ins Ziel.
Bin unter diesen Umständen zufrieden mit meiner Marathonzeit und fasse nun den Metropolmarathon ins Auge. Jetzt freue ich mich erstmal auf den Ultra-Trail Fränkische Schweiz am 25.4. mit Trailrunningschuhen und kürzeren, ganz anderen Bergauf- und abpassagen.
(Oli, Gertrud, John)

Oli an der Verpflegung auf dem Staffelberg; Foto Internet
